Von Johannes
Pocketbook eröffnet stationäres Fachgeschäft
eBook Reader in Buchhandlungen sind nichts Neues, und auch in Elektronikgeschäften sind elektronische Lesegeräte hierzulande inzwischen ein gewohntes Bild. Ein stationäres Geschäft, wo nichts als eBook Reader (und verwandte Produkte) zu haben sind, gab es dagegen bislang noch nicht – weltweit. Pocketbook hat nun in Kiew einen solchen “One-Purpose-Store” in Betrieb genommen.
In einem Einkaufszentrum der ukrainischen Hauptstadt öffnete vor zehn Tagen der erste offizielle Pocketbook Store seine Pforten. Momentan verkauft das Unternehmen dort nur seine beiden eBook Lesegeräte Pocketbook 301+ und Pocketbook 360° samt Zubehör, noch im Laufe dieses Jahres sollen über das Joint Venture mit dem OEM Netronix aber ganze 20 weitere Modelle hinzukommen.
Weiterhin ist im Fachgeschäft auch der Kauf von digitaler Literatur möglich. Dazu stehen Downloadterminals vom lokalen Online-Shop bookland.net bereit, über die aktuell rund 24.000 eBooks geladen werden können.
Der Pocketbook Store in Kiew soll nicht einziger seiner Art bleiben – das Unternehmen plant weitere Dependanzen in der Ukraine wie in anderen Ländern. Auch Deutschland steht auf der Expansionsliste, einen Zeitplan gibt es hier aber noch nicht.
Ohne “reale” Präsenz lassen sich eBook Reader kaum erfolgreich verkaufen, die Erklärungsbedürftigkeit dieser neuen Geräteklasse ist hoch. Gerade wei der typische Buchkäufer (45-55 Jahre, weiblich) nicht unbedingt weitreichende IT- und Internetkenntnisse mitbringt, ergibt der stationäre Verkauf Sinn. In eigenen Fachgeschäften kann zudem eine kompetente Beratung gewährleistet werden, während etwa in hiesigen Elektronikmärkten das Personal bei vielen Fragen rund um elektronisches Papier schnell überfordert ist.
Auch der E-Book Verkauf direkt im Geschäft ist nicht nur lukrativ, sondern genauso ein schöner Service für technisch weniger versierte Kunden. Hierzulande plante Hugendubel ursprünglich ebenfalls Downloadterminals in seinen Filialen, musste aber aufgrund einer DRM-Problematik von der Idee Abstand nehmen und offeriert nun (wie auch Thalia) seine Lesegeräte erst einmal “stand-alone”.
Einen interessanten Zwischenweg bestreitet der US-Buchhändler Barnes & Noble. Nook-Besitzer können sich in B&N Buchhandlungen kostenlos ins örtliche WLAN einklingen und für interessant befundene physische Bücher wireless im B&N eBook Store shoppen. Ein solches Vertriebsmodell scheitert hierzulande momentan noch am Mangel brauchbarer Hardware, ist aber in jedem Fall gerade für den stationären Buchhandel ein interessantes Zukunftsszenario.
<via Pocketbook.com.ua (Google Translate) & Mobileread>
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7 Kommentare
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25. Januar 2010
11:11 Uhr
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Pocketbook schreibt:
Danke Johannes!
Hier nocoh eine Link zu der deusche Website:
http://pocketbook.de/index.php?id=373
25. Januar 2010
11:12 Uhr
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Hari schreibt:
Interessant, der Artikel wurde um 10:34 veröffentlicht, lesen tue ich ihn gerade um 10:10.
Irgendjemandes Systemzeit stimmt da nicht bzw. befindet sich auf mez+0 ;-)
zum artikel:
guter move von PB, kann nur hoffen das sie das bald im dtsprachigen Raum auch tun.
20 neue Modelle??? Da wird ja dann hoffentlich endlich was für mcih brauchbares dabei sein. (die hoffnung lebt ;-))
25. Januar 2010
11:24 Uhr
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Johannes schreibt:
Server läuft auf Sommerzeit, lohnt sich jetzt aber auch nich mehr umzustellen…<- Optimist :)
Ciao
Johannes
25. Januar 2010
11:48 Uhr
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doxanus schreibt:
Die sind ja flott! Schön, dass es noch Firmen gibt, die auf den europäischen Markt setzen und mehr als heiße Luft und Marketinggeschäwtz produzieren. Jetzt hoffe mal, dass sie in absehbarer Zeit auch einen e-reader mit großem und hoch aufgelöstem Display anbieten, der erstens vernünftig bepreist und und zweitens offen für viele Formate ist. Bin sicher nicht der einzige, der viele Din-A4- oder Letter-Format-PDF auf dem Rechner hat und beruflich lesen muss.
26. Januar 2010
02:49 Uhr
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Thomas Knip schreibt:
Die Software von Pocketbook hat ein sehr gutes PDF-Rendering, und das 910 mit 9-Zoll-Display ist ja bereits für dieses Jahr angekündigt.
Ich freue mich einfach, dass hier mal nicht die USA oder Japan Zeichen setzen, sondern ein Land wie die Ukraine.
Neue Medien können neuen Anbietern mit mutigen Schritten auch einen neuen Markt eröffnen.
26. Januar 2010
02:50 Uhr
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Thomas Knip schreibt:
Upps, “901″ heißt das Modell.