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Von Johannes

[Sonntagsfrage] Deutscher Kindle 2

Debatte

amazon_kindle_2_05.jpgLange von eReader-Interessierten herbei gesehnt, ist der Amazon Kindle 2 nun endlich auch hierzulande zu haben. Doch die Freude nach über zwei Jahren Wartezeit fällt verhalten aus: Der hohe Verkaufspreis (in Summe knapp 300 Euro im Vergleich zu $259 in den USA) und das reduzierte Angebot im europäischen Kindle Store haben Amazon ein durchwachsenes Presseecho beschert.

Auf der anderen Seite macht den Kindle 2 sein 3G-Modul nebst der in den USA bewährten Kombination Hardware+Content-Plattform derzeit einzigartig auf dem deutschen Markt. Das in den Startlöchern stehende Berliner Startup txtr muss erst noch beweisen, dass es ein adäquates Gesamtpaket auf die Beine stellen kann.


Darüber hinaus hat Amazon in den USA außerordentliches Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen bei Gesprächen mit den Verlagen bewiesen. Wenige zweifeln, dass der auch auf dem deutschen Markt klar marktbeherrschende E-Buchhändler hiesige Verlage ins Kindle-Boot bekommt – die Frage ist eher, zu welchen Konditionen.

Der Amazon Kindle 2 kann seit einigen Tagen nach dem Prinzip “first come, first served” vorbestellt werden. Bei großem Interesse könnte sich eine zeitige Order  durchaus bezahlt machen: In 2008 waren Wartezeiten von vier bis sechs Wochen für den Kindle keine Seltenheit, ähnlich sah es im Sommer beim Amazon Kindle DX aus. Die plötzliche Verfügbarkeit vom Amazon Kindle 2 in über 100 Ländern dürfte eine entsprechende Nachfrage gerade im englischsprachigen Raum zur Folge haben.

In unserer ersten Sonntagsfrage wollen wir nun  von dir als Besucher der größten deutschsprachigen Nachrichtenseite zum Thema wissen: Bestellst du dir schon jetzt einen Kindle 2, um den Sechs-Zoller noch in diesem Monat in den Händen halten zu können? Wartest du mit Blick auf die Auswahl im Kindle Store und andere Devices noch einige Wochen, hast den Kindle aber fest im Auge? Oder kommt das Angebot für dich in seiner jetzigen Form absolut nicht in Frage – zum Beispiel wegen der “1984-Affäre“?

amazon_kindle_2_04.jpgWir sind gespannt auf deine Meinung. Unsere Sonntagsfrage (von nun an unregelmäßig zu verschiedenen tagesaktuellen Themen durchgeführt) läuft eine Woche, am 18.10. – dem letzten Tag der Buchmesse und am Vorabend des Kindle-Rollouts – werden wir in einem weiteren Artikel die Ergebnisse präsentieren und analysieren.

Kaufst du dir einen Amazon Kindle 2?

  • Erst einmal nicht, ich warte noch ab (36%, 63 Stimmen)
  • Nein, zu teuer / zu kompliziert / ... (24%, 43 Stimmen)
  • Nein, hab' schon ein Lesegerät + bin zufrieden (14%, 25 Stimmen)
  • Ja, sobald das Content-Angebot stimmt (11%, 19 Stimmen)
  • Ja, hab' schon bestellt / bin kurz davor (11%, 19 Stimmen)
  • Vermutlich, solange es bald nichts Besseres gibt (4%, 7 Stimmen)

Teilnehmer bislang: 176

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<Inspiration via Mobileread>

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Zugeordnete Tags: Sonntagsfrage

Der Artikel "[Sonntagsfrage] Deutscher Kindle 2" wurde am 11. Oktober 2009 (Sonntag) um 00:30 Uhr von Johannes geschrieben. Johannes Haupt (Xing / Twitter) ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

7 Kommentare

Was sagst du dazu?



  1. 11. Oktober 2009
    09:03 Uhr

    Permalink

    zottel schreibt:


    Das Problem am Kindle ist nicht, dass er teuer oder kompliziert wäre, sondern dass er das epub-Format nicht versteht. Ein Reader, bei dem ich auf einen einzigen Anbieter festgelegt bin und ohne Konvertierung nicht einmal die Angebote von Gutenberg und Google lesen kann, ist für mich schlicht indiskutabel.



  2. 11. Oktober 2009
    11:30 Uhr

    Permalink

    Marcel schreibt:


    Auch wenn Amazon zukünftig sicherlich mit einem sehr großen deutschen Angebot aufwarten wird, lehne ich das geschlossene Format ab. Ich will selbst entscheiden können mit welcher Hardware ich meine EBooks lese und nicht an einen Hersteller geknebelt werden.

    Auch iTunes nutze ich erst seit iTunes Plus und der problemlosen Konvertierung in mp3. Der Kindle wird als Lesegerät also erst interessant, wenn er a) epub/Adept unterstützt oder b) Amazon das eigene Format öffnet. Am Besten natürlich beides.



  3. 11. Oktober 2009
    12:47 Uhr

    Permalink

    Manuel schreibt:


    Meiner Meinung ist der internationale Kindle eine recht überstürtzte Entscheidung von Amazon gewesen und die Umsetzung ist noch nicht ausgereift, etwa auch was die undurchsichtige Preispolitik angeht (Versandkosten und Zoll, “keine zusätzlichen Gebühren” aber dafür teurere eBook-Preise etc.). Hier wird man warten müssen, bis wirklich deutsche Verlage auch Angebote einstellen können.

    Genau hier sehe ich auch einen Vorteil beim Mitbewerber txtr. Dort scheinen die deutschen Verlage gute Konditionen zu bekommen – txtr.com ist mehr eine Plattform, nicht wie Amazon.com selbst der Buchhändler. Die Verlage haben mehr Freiheiten was die Buchpreise und das Format (die Plattform ist nicht nur mit einem Reader kompatibel) angeht. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass die deutschen Verlage txtr, wenn es den gewünschten Erfolg bringt, Amazon vorziehen könnten.

    Und jetzt wieder der gleiche Satz, wie in den letzten Wochen: Ab Mittwoch, 14. Oktober, wissen wir mehr :-)



  4. 11. Oktober 2009
    17:28 Uhr

    Permalink

    Jazznrhythm schreibt:


    Ich halte den Kindle nach wie vor für das technisch attraktivste und durchdachteste Angebot auf dem Markt, allerdings bedauerlicherweise noch zu einem Preis, der eher abschreckend und kontraproduktiv hierzulande wirkt. Das der Kindle kein epub kann ist natürlich bedauerlich, aber angesichts des weitaus größeren Angebotes im Amazon-eigenem Format langfristig für die meisten Kunden kein Problem und für die Verlage sicherlich ein Argument. Schließlich lässt sich das DRM wesentlich einfacher und besser mit dem Kindle verwirklichen als z.b. mit einem Sony oder einem ähnlichen epub-Gerät, das das für Verlage hin und wieder wie ein MP3-Player im Literaturgeschehen wirken muss.
    Ich persönlich wäre gerne auf den Kindle-Zug gesprungen, doch schwebt mir immer noch eine Art subventionierter Reader und gesenkte ebook-Preise vor, daher gebe ich dem Sony 505 erstmal den Vorzug und harre der Dinge, die da kommen werden. Allerdings beneide ich alle Kindle-Kunden, die weitgehend ortsunabhängig und spontan ihre Abos abrufen und Bücher kaufen können. Das ist irgendwie schon sehr sexy.



  5. 2. Dezember 2009
    05:12 Uhr

    Permalink

    nardina alongi schreibt:


    Die Ebooks sind revolutionär. Der Markt steigt immer weiter und das Lesen wird wegen des Kindls immer einfacher. Mein Kindl ist super und ich danke der heutigen Technologie.

    Nardina


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  1. txtr Reader: 319 Euro, “vor Weihnachten” » Topnews, eReader » lesen.net
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