18. Januar 2010 (Montag) - von Johannes
Spanischer eBook-Markt startet durch
Nicht nur in den USA, wo im Gesamtjahr 2009 geschätzte drei Millionen eBook Reader verkauft wurden und mit eBooks längst gutes Geld verdient wird, ist digitale Literatur längst auf dem Weg in die gesellschaftliche Mitte. Auch auf dem “alten Kontintent” gibt es entsprechende Tendenzen – allen voran in Spanien. Um satte 500% ging der eBook-Umsatz dort in 2009 durch die Decke, berichtet die katalonische Tageszeitung La Vanguardia. Das stellt selbst Nordamerika in den Schatten.
Die Zahlen stammen aus einer vom dortigen eBook-Shop TodoeBook in Auftrag gegebenen Studie. Dessen Chef Luis Francisco Rodriguez macht für den Anstieg zum einen die wachsende Verbreitung elektronischer Lesegeräte verantwortlich, zum andere das große und attraktive Content-Angebot – auf TodoeBook gehen momentan jeden Monat 1.000 neue eBooks online.
Beeindruckende 100.000 eBook Reader sollen in Spanien bereits im Umlauf sein – elektronische Lesegeräte waren in Südeuropa nicht zuletzt ein beliebtes Weihnachtsgeschenk. 60% der im Rahmen der Studie befragten Spanier hätten sich über einen eBook Reader unter dem Christbaum gefreut. Wer schon einen Device sein Eigen nennt, schätzt demnach besonders “den Lesekomfort und die Unabhängigkeit”. Weiteres interessantes Ergebnis: 23% der Befragten gaben an, heute mehr zu lesen als vor der Anschaffung eines elektronischen Lesegeräts.
Im Vergleich zu Spanien sind wir zweifellos ein digitales Entwicklungsland. Das prozentuale Umsatz-Zuwachs könnte zwar – bei niedrigen absoluten Zahlen - auf ähnlichem Niveau liegen (im 1. Halbjahr 2009 geht die GfK von 65.000 verkauften eBooks aus, weitere Erhebungen gibt es nicht), die Verbreitung digitaler Lesegeräte ist hierzulande aber signifikant geringer. Die Verkaufszahlen vom Sony Reader PRS-505 – im März 2009 in den Handel gekommen – sowie vom im Herbst erschienenen Folgemodell PRS-600 werden maximal im niedrigen fünfstelligen Bereich vermutet, alle anderen Hersteller zusammen dürften auf einen ähnlichen Wert kommen.
In Spanien stimmen aber auch die Rahmenbedingungen: Im 46-Millionen-Einwohner Land gibt es zwar eine Buchpreisbindung, eBooks stehen jedoch außen vor und werden von den Verlagen auch deutlich günstiger angeboten – 50% Abschlag sind eher die Regel als die Ausnahme. Der Staat hat jüngst mit einer bislang europaweit einmaligen Angleichung der Mehrwertsteuer von eBooks auf Print-Niveau für eine ansich selbstverständliche Wettbewerbsgleichheit gesorgt.
<Thanks Paul (Teleread)>
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Der Artikel "Spanischer eBook-Markt startet durch" wurde am 18. Januar 2010 (Montag) um 20:32 Uhr von
Johannes geschrieben.
Johannes Haupt ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.
7 Kommentare
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19. Januar 2010
11:17 Uhr
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Holger Ehling schreibt:
Spanien ist NICHT Partnerland der Buchmesse. Ehrengast im Jahr 2010 ist Argentinien.
19. Januar 2010
13:35 Uhr
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Johannes schreibt:
Peinlich, peinlich. Ist korrigiert (gelöscht), danke Holger!
Ciao
Johannes
19. Januar 2010
22:48 Uhr
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Pocketbook schreibt:
Johannes hat wahrscheinlich Buchmesse mit CEBIT 2010 verwechselt.
http://www.cebit.de/partnerland
19. Januar 2010
22:53 Uhr
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Johannes schreibt:
Stimmt, kann sein. Seid ihr auch am Start in Hannover btw?
19. Januar 2010
23:35 Uhr
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Pocketbook schreibt:
“Stimmt, kann sein. Seid ihr auch am Start in Hannover btw?”
Ja natürlich. Halle 14,15 D09 Pocketbook Global
30. Januar 2010
21:25 Uhr
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marc schreibt:
hi
hat jemand von euch daten bezüglich e reader anbieter ? market share etc ?? ich meine nicht e-books!! mfg marc
30. Januar 2010
21:26 Uhr
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marc schreibt:
antwort bitte an email . thanks