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eBooks ● eReader ● eCommerce

Von Michael

txtr-Macher stellen sich dem Kindle-Vergleich

Debatte

txtr_reader_01Pünktlich zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts will das Berliner Unternehmen txtr mit einem gleichnamigen Lesegerät für eBooks auf den Markt kommen und damit die Konkurrenten Amazon, Sony und Co. das Fürchten lehren. Demnach soll der txtr-Reader ab dem ersten Dezember für rund 320 Euro erhältlich sein. Durch Kooperationen sei das Unternehmen in der Lage, gleich von Beginn an über 50.000 digitale Bücher in deutscher Sprache anzubieten. Durch den Zugriff auf freie Projekte wie Gutenberg oder Manualsmania seien die Besitzer eines txtr-Readers zudem in der Lage, über eine Millionen kostenlose eBooks herunterzuladen.

Doch scheinbar ist das Berliner Unternehmen von dem Erfolg seines Readers noch nicht so recht überzeugt. In einem aktuellen Blogeintrag reagiert der Hersteller auf die zahlreichen Fragen vieler Interessenten, ob und wie ihr Lesegerät gegen den Kindle von Hauptkonkurrent Amazon bestehen könne.

Hier ein paar Antworten:

Der Kindle kostet nur 259 Dollar. Das ist viel günstiger als der txtr-Reader.

Das stimmt nicht so ganz. Wenn der Kindle in Europa bestellt wird, kommen noch Steuern, Zollzuschläge und Versandkosten hinzu. Dadurch kostet der Kindle rund 280 Euro. Und ein passendes Ladegerät für europäische Steckdosen ist nicht im Lieferumfang enthalten. Müsste also noch hinzu gekauft werden.

Bücher sind beim Kindle günstiger. Sie kosten dort umgerechnet rund 6,80 Euro.

Auf die USA und auf englischsprachige Literatur bezogen stimmt das. Unsere Kunden finden diese eBooks aber zum gleichen Preis auch in unserem txtr-Store. Da in Deutschland die Buchpreisbindung gilt, sind nicht nur wir, sondern auch Amazon an die festgelegten Preise gebunden.

Amazon ist so mächtig, dass Unternehmen wie txtr auf dem Markt keine Chance haben.

Amazon verfügt in der Tat über ein ziemlich starkes Vertriebsnetzwerk, ist damit aber innerhalb des Unternehmens beschränkt. txtr hingegen wird mit verschiedenen Verkaufspartnern wie Elektronikketten und Mobilfunkanbietern zusammenarbeiten. Werden diese Vertriebskanäle zusammengezählt, haben wir ein wesentlich stärkeres Netzwerk, um unseren eReader zu verkaufen.

txtr_reader_04Wirklich informativ sind die Antworten allerdings nicht. Für etwas Ratlosigkeit in den Kommentaren hat auch gesorgt, dass der Vergleich der Lesegeräte in englischer Sprache erfolgt ist, wo sich der txtr-Reader doch insbesondere an den deutschen Markt richtet. Hinzu kommt der ziemlich großspurige Titel des Blogeintrags: „Die Entmystifizierung des Amazon Kindle“. In Anbetracht dessen, dass das Lesegerät der Berliner im Gegensatz zum Amazon Kindle noch gar nicht auf dem Markt ist, erscheint dieses Statement doch etwas verfrüht.

Michael Friedrichs

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Zugeordnete Tags: txtr • txtr Reader

Der Artikel "txtr-Macher stellen sich dem Kindle-Vergleich" wurde am 4. November 2009 (Mittwoch) um 21:44 Uhr von Michael geschrieben.

6 Kommentare

Was sagst du dazu?



  1. 4. November 2009
    21:48 Uhr

    Permalink

    Johannes schreibt:


    Kleine Ergänzung: Mir persönlich ist kein deutscher Kindle-Besitzer bekannt, der mehr all inklusive mehr als 250 Euro für sein Gerät bezahlt hat. Hab’ absolut keine Ahnung, wie die Jungs auf 280 Euro kommen…vielleicht ausgehend von der (eben nicht nochmals vom Endverbraucher zu zahlenden) Einfuhrumsatzsteuer?

    Ciao
    Johannes



  2. 4. November 2009
    23:23 Uhr

    Permalink

    Michael schreibt:


    Zumal da man ja auch via USB laden kann. Desweiteren kostet ein Adapter vielleicht 6-10€ ist also auch nicht so teuer!
    Außerdem ist das mit der Buchpreisbindung quatsch. Im Endeffekt importiert man ja die Bücher aus den USA und deswegen tritt die Buchpreisbindung nicht in Kraft, dazu müsste amazon sie in Deutschland verkaufen.
    Außerdem sind bei den Kosten auch nicht die monatl. Gebühren des e-Plus Vertrages berücksichtigt, welchen man ja buchen muss, wenn man ein vergleichbares Angebot, wie bei amazon haben möchte.

    Alles in allem muss ich sagen, dass dieser Reader für mich gestorben ist.
    MfG,
    Michi



  3. 4. November 2009
    23:31 Uhr

    Permalink

    Michael schreibt:


    Auch die Aussage mit dem angeblich gleichen Preis für englische eBooks ist absolut widerlegt.
    ich hab 10 Bücher im Preis verglichen und der Preisunterschied lag zw 5 und 15 Euro.
    Wobei amazon billiger war.



  4. 5. November 2009
    11:23 Uhr

    Permalink

    Scheich Xodox schreibt:


    Ganz schön peinlich das Statement von txtr. Zwei von drei dieser Behauptungen sind einfach unwahr. Also entweder sie senken DEUTLICH den Preis oder sie hoffen noch auf ein Wunder.



  5. 5. November 2009
    12:13 Uhr

    Permalink

    jazznrhythm schreibt:


    Man fragt sich wirklich ob sich txtr einen Gefallen tut, wenn sie sich den ständig auftauchenden Vergleich mit Amazon noch unterstützen. Amazon ist eine Marke, die den Nutzern mittlerweile in Jahren ins Bewußtsein gerückt ist und nicht nur für den Kindle sondern auch für eine stabile Beständigkeit steht, gegen die man leider mit einem Startup-Unternehmen nicht so einfach anstinken kann. Von daher wäre es ganz gut, wenn der txtr nicht immer als deutsches Pendant zum Kindle ins Bewußtsein rückt, den dazu gibt die Marke txtr im Bewußtsein potentieller Käufer schlicht zu wenig her. Ich sah den txtr eher als Konkurrent zu Sony etc.



  6. 5. November 2009
    15:00 Uhr

    Permalink

    bcgie schreibt:


    Hinweis zu Michael:
    Den Mobilfunkvertrag braucht man nur zum Abgleich “over the air” mit txtr.com. Der Kauf von Büchern unterwegs kostet nicht extra!
    M. E. hinkt der Vergleich mit USA wegen der immer noch bestehenden Buchpreisbindung in D gewaltig …
    Beste Grüße
    Bernd




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