iqd logo

RSS-Abo: Newsfeed | Kommentare | E-Mail

Buchmesse 2010 eBook Roundup

10.10.2010 - von - Debatte eBook News eReader Topnews 17 Kommentare

“Angst vor eBooks überwiegt”, titelten wir vor fast anderthalb Jahren im Bezug auf ein Branchenevent, wo digitale Literatur vornehmlich als substanzielle Bedrohung des eigenen Geschäftsmodells gesehen wurde. Zur Buchmesse 2010 ergab sich ein etwas differenzierteres Bild: Der Umgang mit der neuen Medienform ist  nun vielfach konstruktiver, lösungsorientierter; Schwarzmaler und Besitzstandswahrer gibt es aber auch heute noch. Ein subjektiver Messerückblick.

Tools Of Change

buchmesse5Auf dem gegenüber vom Messegelände von O’Reilly ausgerichteten Fachkongress “Tools Of Change for Publishing” (TOC) standen am Vortag der Buchmesse mit dem Medienwandel verbundene Chancen im Mittelpunkt. So skizzierte Google-Techie Abraham Murray Google Editions und sich daraus ergebende Verdienstmöglichkeiten  für Verlage. Die in den USA noch in diesem Jahr launchende Plattform – Europa ist 2011 dran – verfolgt ein deutlich von den aktuellen großen Playern differierendes Konzept; die Text-Anzeige geschieht primär im Online-Browser (mehr bei buchreport.de). Als Gegengewicht zu Apple und Amazon wird der Projektstart in der Branche gemeinhin begrüßt – für nationale Händler wird das Leben allerdings wohl nicht einfacher.

buchmesse4Für den philosophisch-visionären Konferenzteil war zum einen Douglas Rushkoff (Program or be Programmed) zuständig, der kurzerhand einen großen Teil der Verlage für überflüssig erklärte und zur Liebe zum Buch aufrief. Zum anderen brachte Jeff Jarvis (im Bild mit mir) mal wieder “Das deutsche Paradox” auf den Tisch: Deutsche sorgten sich übermäßig um ihre Privatsphäre, gerade im Bezug auf Google – allerdings nicht in ihrem Privaten. Zum Thema hat Wolfgang Tischer vom Literaturcafe ein hörenswertes Interview mit Jarvis geführt.

buchmesse6Darüber hinaus barg das offizielle Programm viel Eigenwerbung – die Präsentationen boten alles in allem trotzdem einen guten Überblick über den Status Quo der (amerikanischen) Digital Publishing Industrie; die Möglichkeit, mit den Köpfen hinter Feedbooks & Co. ins Gespräch zu kommen, tat ihr Übriges. Überhaupt steht bei Konferenzen wie der TOC die Vernetzung und Anbahnung von Geschäftsbeziehungen gegenüber den eigentlichen Inhalten an erster Stelle – vorm Hintergrund der wirklich hochkarätigen Besucherschaft relativierte sich dann auch die recht happige Teilnahmegebühr von 500 Euro.

Die rund 350 Teilnehmer setzten sich etwa zur Hälfte aus ausländischen Teilnehmern und Deutschen zusammen, wobei sich die hiesige Besucherschaft (gefühlt) eher aus Beratern und Dienstleistern als aus Verlagsmitarbeitern rekrutierte. Entsprechend blieb es hier vor allem beim Networking und Erfahrungsaustausch unter seinesgleichen.

Eröffnungsfeier

buchmesse8Ein die Buchindustrie in den vergangenen Wochen umtreibendes Thema ist die verminderte Mehrwertsteuer auf Print-Bücher. Groß war die Hektik im Börsenverein, nachdem ein vom Bundesfinanzministerium in Auftrag gegebenes Gutachten empfahl, den verminderten Mehrwertsteuersatz von 7% nur noch auf Lebensmittel anzuwenden. Der Lobby-Verband der Buchbranche ging daraufhin in die Offensive, erneuerte seine Forderung nach einer Angleichung nach unten – digitale sollten wie gedruckte Bücher mit 7% besteuert werden.

buchmesse7Bei der Buchmesse-Eröffnung brachte Börsenverein-Vorsteher das Thema nochmals auf den Tisch: Direkt an den Bundesaußenminister Guido Westerwelle gewandt forderte Gottfried Honnefelder eine steuerliche Gleichstellung aller Buch-Formen (Print, eBook, Audiobook). Anschließend sang Honnefelder allerdings dann das erwartbare wie altbekannte hohe Lied vom “perfekten Produkt” Print-Buch, dem seelenlose digitale Produkte allenfalls ergänzend zur Seite stehen könnten. Ob diese (gängige) Abwertung digitaler Literatur gegenüber dem phyischen Buch das Bestreben der Politik verstärken dürfte, Literatur unabhängig vom Inhalt als Kulturgut zu verstehen und steuerlich besser zu stellen, darf wohl bezweifelt werden.

buchmesse9Dabei machte Guido Westerwelle zu Beginn seiner Rede sogar deutlich, dass er zwischen Form und Inhalt durchaus unterscheiden kann: “Nicht jedes Buch muss in Leder gebunden sein. Auch unsere Vorstellung vom Buch ist eine Frage der Perspektive.”, so der Außenminister wörtlich in seiner Rede. Ein paar Sätze weiter erklärte Westerwelle das gedruckte Buch nichts desto trotz wie sein Vorredner für allenfalls ergänz-, keinesfalls aber ersetzbar: “Das [gedruckte] Buch wird alle überleben, die es heute zu Grabe tragen wollen.”

buchmesse12Für Freunde von Law and Order hatte Westerwelle dann noch eine Überraschung dabei, welche sich interessanter Weise nicht im Redemanuskript findet. Mit dem reichlich schiefen Vergleich des Diebstahls einer Tüte Milch im Supermarkt, der schließlich auch nicht einfach so unter den Tisch gekehrt werden würde, versuchte Westerwelle deutlich zu machen, dass Piracy kein Bagatell-Delikt sein dürfte – egal in welchem Umfang.

Schon ein einzelner illegaler eBook-Download sei hochkriminell, mit der ganzen Härte des Gesetzes zu verfolgen. Der FDP-Politiker forderte beziehungsweise legitimierte damit indirekt Online-Durchsuchungen auch bei (vermuteten) minderschweren Delikten – und bekam dafür erschreckender Weise stürmischen Applaus bis hin zu einzelnen Standing Ovatitions seiner Zuhörer.

Buchmesse

Während an den meisten Messeständen die traditionellen Büchstapel und -wände dominierten, war das Thema eBooks und Digitalisierung bei Diskussionsrunden praktisch allgegenwärtig. In aller Regel ging der Blick dabei in Richtung US-Markt, der (so die landläufige Meinung) dem deutschen Markt gute drei Jahre voraus sei. Überhaupt wurde mangels seriöser Prognosen und ‘Best Practices’ viel herumspekuliert: “Wo vermuten Sie Ihren eBook-Umsatzanteil in 201x”, wird für Verlagsmenschen wohl die meistgehörte Frage gewesen sein.

buchmesse10Enhanced eBooks werden noch weitgehend als Spielwiese begriffen; so formulierte es auch Rowohlt, die hier mit ihren ersten digitalbuch plus Titeln ein erstes Ausrufezeichen setzten. Während die Holtzbrinck-Tochter vorwiegend auf multimediale Anreicherungen setzt, versuchen sich andere Publisher an Umformungen des Textes: Richtig gut gefallen hat uns ein hinter verschlossenen Türen präsentiertes Hypertext-Dokument, bei welchem das Buch den Leser stellenweise zur Interaktion auffordert und die Geschichte selbst fortschreiben lässt. In wieweit solche Experimente vom Leser angenommen werden, wird sich aber erst in einigen Monaten sagen lassen.

buchmesse3Wenig Neues gibt es im Bezug auf elektronische Lesegeräte. Insgesamt dürften in den Messehallen mehrere Dutzend eBook Reader und Tablets mit Lesefunktion ausgestellt gewesen sein (diverse Erfahrungsberichte folgen in den nächsten Tagen); wirklich Neuartiges befand sich allerdings nicht darunter, es bleibt beim Langzeittrend “Connectivity” (Wireless Anbindung an Content Stores mit möglichst vielen möglichst aktuellen Titeln). Dedizierte Lesegeräte mit Farbdisplay fanden ebenso wenig ihren Weg nach Frankfurt wie Hybrid-Panels a là Pixel Qi.

buchmesse2Einen Rüffel muss sich die Frankfurter Buchmesse für seinen “Devices Hot Spot” gefallen lassen: Knapp 20 Lesegeräte waren hier lieblos und ohne jegliche Zusatzinformationen an einer Reihe aufgehängt. Die Hersteller der Geräte waren über die gesamte Messe verstreut oder gar nicht vor Ort – wo welcher Hersteller zu finden ist (um ggfs. dort zu erfragen, was es mit den Geräten auf sich hat), musste auf eigene Faust recherchiert werden.

Presse

Die Digitalisierung wurde gemeinhin als ein wesentliches Thema der Buchmesse begriffen – in welche Richtung es geht, darüber gingen die Medienberichte allerdings auseinander. Die FTP will eine Aufbruchstimmung erkannt haben, das Handsblatt spricht dagegen von digitalen Ladenhütern.

piratenflaggeVielfach zur Buchmesse aufgegriffen wurde eine (weitere) Studie zum logischen Umstand, dass mit der Verbreitung von Lesegeräten die Piraterie zunimmt. bild.de spekulierte dazu, das geringe Marktwachstum sei auf die Buchpreisbindung zurückzuführen; wegen selbiger “bieten Verlage die E-Book-Variante zum gleichen Preis oder teurer an.” (das ist natürlich Quatsch – eBooks müssen gemäß Buchpreisbindung untereinander gleich bepreist sein, jedoch nicht mindestens genauso viel kosten wie ihr Print-Pendant)

Die Auszeichnung für den haarsträubendsten Kommentar zu Buchmesse und Digitalisierung geht allerdings eindeutig an das Abendblatt: Unter dem Titel “Niemand braucht ein E-Book – Die Frankfurter Buchmesse ist dennoch verliebt in die Technik” (1. Suchergebnis) werfen die Hamburger der Buchbranche quasi vor, sich überhaupt mit dem Thema eBooks zu beschäftigen und digital zu publizieren; “was für ein Unsinn”.

buchmesse11Solange das Leseerlebnis nicht besser sei als bei gedruckten Büchern, haben eBooks in den Augen von Kommentatorin Armgard Seegers keine Daseinsberechtigung beziehungsweise “sind sie (…) nur Spielerei.” Selbst naheliegende Vorzüge wie die anpassbare Schriftgröße, geringere Kosten, bessere Zugänglichkeit und mehr Mobilität werden nicht bedacht beziehungsweise geflissentlich ignoriert – fünf Minuten Gedanken zum Thema hätten nicht geschadet, dürften beim Axel Springer Verlag wohl aber auch nicht unbedingt eine Voraussetzung fürs Kommentieren sein. Bleibt die Frage, wann im Abendblatt gegen die Welt-App polemisiert wird, welche auf der Buchmesse an einem eigenen Stand großflächig beworben wurde.

Ähnliche Meldungen:

Zugeordnete Tags:

Der Artikel "Buchmesse 2010 eBook Roundup" wurde am 10. Oktober 2010 (Sonntag) um 23:01 Uhr von geschrieben. Johannes Haupt (Xing / Twitter) ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

17 Antworten auf Buchmesse 2010 eBook Roundup (zum Thread im Forum)

carokann 11. Oktober 2010 um 00:33 Uhr

Hinter der lieblosen Präsentation der Geräte, die im übrigen der bisherigen in den Buchhandlungen entspricht, verbirgt sich nichts anderes für mich, als die Absicht, die Zeit anhalten zu wollen.

Jazznrhythm 11. Oktober 2010 um 06:30 Uhr

Im Gesamten (wenn man sich die Buchmesse erwanderte und über die Stände blickte), war das Thema e-books (wie auch in den Jahren zuvor) im Grunde ein so verschwindend gering präsentiertes Thema, das man es auch getrost übersehen konnte. Wenn man allerdings gezielt die Flächen suchte, auf denen man sich hiermit befasste, dann kam man in der Regel an Plätzen an, die – mal abgesehen von Thalia – nicht dafür geeignet waren dem unvoreingenommen, bisher unbefleckten Interessenten das Thema näher zu bringen.
Die Presse, die immer wieder gerne über ebooks, den damit verbundenen Untergang oder Gewinn schreibt, hat alles – wieder mal – in Dimensionen gehoben, die sich in dieser Weise überhaupt noch nicht im allgemeinen Messebetrieb widerspiegeln.
Mein Eindruck auf der Buchmesse ist immer derselbe: Im Grunde will kein Verlag das wirklich, der (Online)handel würde es gerne forcieren und in Eigenregie durchdrücken, der Leser ist skeptisch und branchenfremde Hersteller und Dienstleister sind in den Startlöchern, aber scheitern am Dialog mit Verlagen und in der Akzeptanz der Leser. Zu mindestens hierzulande.

Peter 11. Oktober 2010 um 08:33 Uhr

Piraterie-Hysterie also? Standing Ovations für DRM? Fein. Dann werden die großen Verlage den Markt weiterhin nicht so schnell unter sich aufteilen können.

Ansonsten: Herzlichen Dank für den ausführlichen Bericht!

Andreas 11. Oktober 2010 um 09:18 Uhr

Die Argumentation zu den ebooks kommt mir doch sehr bekannt vor. Das ist wie vor Jahren bei den MP3-Playern: Die braucht doch kein Mensch. Die Qualität ist ja sooo viel schlechter. Außerdem kann man die Inhalte ja raubkopieren, deswegen müssen wir als Industrie, wenn wir was anbieten, mit möglichst restriktivem DRM gegenwirken. Wo kommen wir denn sonst hin?

Und ich bin überzeugt, es wird wieder (fast) das gleiche passieren: Die bösen Kunden sind überraschenderweise doch an ebooks interessiert. Die Geräte werden genau in diesem Quartal qualitativ und preislich interessant. Und da die Verlage und Händler im geistigen Tiefschlaf sind, werden sie in wenigen Monaten entsetzt feststellen, dass die werte Kundschaft längst an ihnen vorbeigerannt ist und sich Alternativen gesucht hat. Und dann beginnt wieder das Heulen und Jammern über die ach so bösen Raubkopierer.

Das einzige Plus, das die Buchindustrie hat, ist die Zusammensetzung ihrer Kundschaft. Während sich die Hauptgruppe der Musikkäufer mit jugendlichem Elan und Begeisterung auf den iPod gestürzt haben, wird m.E. eine Mehrheit der Buchkäufer bei der Papierversion bleiben. Trotzdem: die Luft für Verlage und Händler wird deutlich dünner werden.

Ich bin schon sehr gespannt auf die nächste Buchmesse.

Sonja 11. Oktober 2010 um 09:54 Uhr

Danke für diesen ausführlichen Bericht!
Schade, dass man sich hierzulande (einmal mehr) so schwer tut mit einer neuen Entwicklung.

Ich weiß allerdings nicht, ob “der Leser” wirklich so gegen das eBook eingestellt ist, wie die Verlage tun. Es fehlen hier doch mangels bezahlbarer eReader bisher die Erfahrungswerte!
Ich habe meinen Kindle 3 meinen Bekannten, Freunden und Kollegen vorgeführt und es waren die Wenigsten (!), die dem ablehnend gegenüber standen. Lediglich die Tatsache, dass es für dieses Gerät bisher überwiegend englischsprachige Literatur gibt, hat ihr Intresse abflauen lassen. Vielleicht werden hier die Reader, die auf der Buchmesse angekündigt wurden, demnächst ihr Übriges tun.

Passepartout 11. Oktober 2010 um 11:43 Uhr

Danke für den Bericht.
Mein ersehntes Pocketbook 902-Foto lag 4 Reader entfernt. Heul.

Über die Presse egal ob TV/Zeitung lache ich bald nur noch. Überall wird das Ipad in die Höhe gehoben (ich sitze genug vor LCD-Bildschirmen, nein danke). Ebooks braucht also keiner. Ist schon irgendwie naja – fest gefahren nenne ich so etwas, andere Bezeichnung wäre “in der Zeit stehen geblieben”.
Der Artikel vom Abendblatt war dann mal wieder die Krönung. Solche Artikelschreiber sind wahrscheinlich nur 1x umgezogen und zwar in ihr großes Haus. Ich habe kein Haus, bin aber in 8 Jahren schon 5x umgezogen und ich weiß was es heißt Bücher zu schleppen.
Ich lese jetzt schon mehr Bücher wie ich es vorher getan hätte, Project Gutenberg sei dank. Ich lese Klassiker wie Tom Saywers Abentteuer, die hätte ich mir nie gekauft. Huchhh am Markt vorbei – ich habe ja nicht gekauft. Aber das man über solche kostenlosen Angebote zum Kaufen kommt und das Ebooks sich auf diese Art viel schneller verbreiten, dass man so z.B. Kindern Literatur von Authoren schmackhaft machen kann die schon unsere Eltern gelesen haben, darüber denken die doch nicht nach.

DRM in der Form von Wasserzeichen finden ich ok. Die einzige Sorge die ich damit hätte wäre Diebstahl des Readers/Liegen lassen oder eben der Verleih des E-Books (müsste man eben gleich Anzeige bei der Polizei machen, wenn das Ding weg ist (reine Vorsichtsmaßnahme).

Mich hat das Ebook oder überhaupt die Ebook-Reader wieder zurück zum lesen gebracht. Die schnelle Verfügbarkeit nach dem Kauf, die Auswahl, keinen Platz dafür frei halten zu müssen, das geringe Gewicht (auch beim lesen) das spricht für mich für das Ebook. Das man damit auch noch weniger Bäume fällen muss, um so besser.

Sven 13. Oktober 2010 um 10:49 Uhr

Kann mich nur meinen Vorrednern anschließen. Das Theam eBooks wurde auf der Messe sehr Stiefmütterlich behandelt. Hier und da mal eine Hersteller von Lesegeräten, irgendwo mitten in der Messehalle und das war es dann auch schon. Bei den Verlagen selber praktisch überhaupt kein innovatives, spielerisches oder sonst wie herrangehen an dieses Thema. Verstehe z.B. nicht, warum man als großer Verlag nicht Leseboxen aufbaut, in denen dann in eine Tafel integriert ein eReader drin steckt mit z.B. allen Titeln die es jemals von diesem Verlag gab. Das wäre doch nett. So können Kunden einerseits wirklich jedes Buch der letzten zig Jahre Probelesen und der Verlag gleichzeitig zeigen, dass er in der Lage ist mit dem neuen Medium umzugehen.

Bigboo73 13. Oktober 2010 um 20:15 Uhr

Für mich war die Meldung das Libri eine App für Android und IOS macht ein kleines Highlight, nachdem ich mich schon damit abgefunden hatte dass das nicht kommt, wegen dem Acer Deal… ist klar ich lese auch lieber auf meinem Hanvon, aber für Abends muss dann schon mal mein Ipad herhalten, jetzt kann ich endlich auch das gleiche Buch lesen :) bzw. muss nicht parallel verschiedene Bücher lesen, ich habs nicht so mit Multitasking ;)

Bigboo73 13. Oktober 2010 um 20:17 Uhr

ich kann mir außerdem nicht vorstellen das dieser Sarrazin nur 300 ebooks verkauft hat ;) Was ein dummer Artikel vom Abendblatt, gut für sie das die keine Kommentare zulassen…

Thomas Knip 14. Oktober 2010 um 01:33 Uhr

Vergesst bitte nicht, dass die Buchmesse in erster Linie eine Fachmesse ist. Es geht darum, dass sich die Verlagsbranche untereinander austauscht, Kontakte knüpft, Vertragsabschlüsse anpeilt, etc.

“Unter der Hand” wurde auf der Buchmesse einiges über eBooks gesprochen.

Jazznrhythm 14. Oktober 2010 um 08:52 Uhr

@Thomas, du hast bestimmt recht, trotzdem ist die Buchmesse vor allem eine Messe, auf der Verlage ihre Neuigkeiten positionieren, um sich entsprechend zu repräsentieren. Innovationen und neue Ausrichtungen, sofern vorhanden, stehen dabei immer im Vordergrund, schon um die (Fach)-Presse auf sich aufmerksam zu machen. Wäre also das Thema e-Book wirklich so relevant, wie man es gerne glauben machen möchte, dann wäre es einfach präsenter gewesen. Die Tatsache, das es “unter der Hand” besprochen wird, deutet eher auf eine Unsicherheit im Umgang mit diesem Thema hin, die noch nicht einer Entschlossenheit gewichen ist.