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Kindle 3 (de) im Überblick

25.4.2011 - von - eBook News eReader Topnews 110 Kommentare

Kurz vor Ostern hat Amazon den lange erwarteten deutschen Kindle Store live geschaltet. Ökosystem und Hardware sind mit den nun verfügbaren deutschsprachigen Inhalten um ein Vielfaches attraktiver als in den vergangenen anderthalb Jahren, wo es den Kindle nur als US-Import gab. Nach wie vor hat der Amazon-Reader allerdings auch gravierende Nachteile gegenüber anderen Lesegeräten. Wir geben einen Überblick.

Spätestens als Amazon im Januar 2011 öffentlich einen deutschen Kindle-Verantwortlichen suchte und kurz darauf etliche eBooks deutscher Großverlage auf Amazon.com online gingen, war praktisch täglich mit einer Live-Schaltung vom deutschen Kindle Store zu rechnen. Dass finale Launch-Datum erscheint aus Marketing-Gesichtspunkten nun allerdings doch ein wenig verwunderlich – beim Ostergeschäft wird für Amazon angesichts der Ankündigung erst an Gründonnerstag sicherlich nicht mehr allzu viel zu holen gewesen sein.

Deutschen Lesefreunden kann es egal sein: Sie kommen in den Genuss der erst zweiten nationalen Kindle-Dependanz außerhalb der USA (den Anfang machte im Sommer 2010 Großbritannien; ein französischer Kindle Store soll zwar vor der Tür stehen, lässt aber noch auf sich warten). Die wesentlichen Vorzüge des neuen lokalen Angebots liegen ganz klar auf der Contentseite.

Der eBook Store

kindlestoreAmazon rühmt sich damit, in seinem neu eröffneten eBook Store die größte Auswahl digitaler Bücher in Deutschland zu haben. Das rund 25.000 Titel fassende Angebot ist quantitativ allerdings noch nicht gerade umwerfend – Thalia will schon zur Einführung seines Oyo im Oktober 2010 “mehrere Hunderttausend eBooks” im Sortiment gehabt haben (blieb konkrete Zahlen allerdings ebenso schuldig wie eine Unterteilung zwischen deutschen und englischsprachigen eBooks).

Immerhin ist Amazon bei aktueller Literatur glänzend aufgestellt, verkauft 71 der aktuellen Top 100 Spiegel-Bestseller auch in digitaler Form. Das sind zwar leider noch längst keine “amerikanischen Verhältnisse” (Kindle Store US: 107 der ersten 111 Titel der aktuellen New York Times Bestsellerliste), stellt etwa im Vergleich zum Vorjahr aber eine glatte Verdopplung der überhaupt digital verfügbaren deutschsprachigen Bestseller dar und dürfte so manchen Wettbewerber neidisch machen.

Neben dem weiterhin verfügbaren englischsprachigen Angebot (rund 650.000 Titel) stellt die nun auch im deutschen Kindle Store verfügbare Gratis-Literatur ein besonderes Schmankerl der Kindle-Plattform dar. Gegenwärtig 4500 eBooks sind komplett kostenlos zu haben, auch für den Datentransfer auf Kindle-Reader oder -Apps fallen keinerlei Gebühren an – selbst, wenn zur Übertragung das 3G-Modul vom Kindle genutzt wird. Das ist einmalig und ein wichtiger Grund für den großen Erfolg der Kindle-Plattform in Übersee; schön, dass Amazon dieses Merkmal nun auch auf Deutschland überträgt.

Beim Pricing der eBooks selbst kann sich das Unternehmen aus Seattle hingegen nicht entscheidend differenzieren. Aufgrund der Buchpreisbindung ist Literatur im Kindle Store exakt so teuer wie in anderen deutschen Online-Shops. In Einzelfällen variiert der Preis ein wenig (24,90 Euro / 20,90 Euro beim gleichen Titel), hier handelt es sich allerdings wohl eher um Eingabe-/Übermittlungsfehler als um eine Marketingstrategie. In Sachen “Einkaufserlebnis” dürfte Amazon mit seiner starken Marke und der gewohnten Shopsoftware aber dennoch klar die Nase gegenüber Libri, Libreka & Co. vorn haben.

Das Ökosystem

kindle-for-ipadeBooks im Kindle Store liegen im proprietären azw-Format vor und lassen sich ausschließlich mit Amazon-Hardware/-Software lesen. Neben den Kindles offeriert Amazon dazu kostenlose Leseapps für PC, Mac, Android (neuerdings auch tablet-optimiert) und iOS. Noch nicht auf Amazon.de annonciert, aber bereits im deutschen Marketplace zu finden ist darüber hinaus eine App für Windows 7 Phones. Einmal gekaufte eBooks werden dabei “over the air” auf alle Geräte übertragen und in Sachen Seitenzahlen, Notizen und Highlights automatisch synchronisiert. Das ist komfortabel, sorgte in der Vergangenheit allerdings auch für die eine oder andere Kontroverse.

Die Hardware

kindle-front-graphiteDie aktuelle dritte Kindle-Generation stellten wir bereits zur Markteinführung im vergangenen Sommer ausführlich vor. Hier gibt es eine Zusammenfassung amerikanischer Testberichte, dort einen Lesertest von uns; an dieser Stelle beantworteten wir zudem häufig auftretende Fragen im Zusammenhang mit dem Lesegerät (teilweise hinfällig mit dem Deutschland-Launch). Festzuhalten ist, dass der Kindle auch heute noch zu den fortschrittlichen verfügbaren dedizierten Lesegeräten gehört – das besonders reaktionsschnelle und kontrastreiche Pearl E-Ink Panel ist sonst nur in den aktuellen Sony Readern zu finden, die allerdings ein deutlich unterschiedliches Konzept verfolgen (siehe unten). Das Verhältnis von Preis zu Leistung bzw. Lesekomfort ist bei den Amazon-Readern in jedem Fall unübertroffen.

Die Alternativen

sony_reader_touch_edition_prs650-html_664576_g2Hardwareseitig – also in Sachen Verarbeitung, Textdarstellung und Bedienkomfort des Endgeräts – kann den beiden Kindles gegenwärtig lediglich die aktuelle Sony Reader Generation das Wasser reichen. Das hiesige Flackschiff Sony Reader PRS-650 Touch Edition verfügt wie der Kindle über ein Pearl E-Ink Display, die Bedienung erfolgt über einen optischen (und damit spiegelungsfreien) Touchscreen, etliche implementierte Wörterbücher und eine erstklassige pdf-Darstellung runden den Arbeitsumfang ab (vgl. unseren Testbericht). Anders als der Kindle versteht sich der Sony Reader auch mit dem verbreiteten epub-Format (beim Kindle nur mittels alternativer Firmware) sowie mit Adobe DRM, womit man seine Inhalte aus zahlreichen verschiedenen Quellen beziehen kann. Dafür ist man zur Übertragung kopiergeschützter Inhalte allerdings auch auf ein USB-Kabel sowie alles andere als bedienfreundliche Software (Adobe Digital Editions) angewiesen; zudem ist der Reader satte 90 Euro teurer als der Kindle Wi-Fi und momentan sehr schwer zu bekommen.

Wie der Kindle mit angeschlossenem Ökosystem kommen der Oyo von Thalia sowie der Acer Lumiread, welcher von Libri sowie von unabhängigen Buchhandlungen vertrieben wird. Beide Lesegeräte sind zwar ähnlich offen konzipiert wie der Sony Reader, kommen aber ansonsten bei weitem nicht an die Kindles heran. Fast schon peinlich ist außerdem, dass die führenden deutschen Buchhändler seit fast einem halben Jahr vernünftige Leseapps für alternative Plattformen (iPhone/iPad, Android, PC, …) schuldig bleiben. Von dieser Seite muss Amazon aktuell jedenfalls keinen Wettbewerb fürchten.

Bleibt Apple. Der inzwischen auch schon fast ein Jahr alte iBookstore krankt zum einen am vergleichweise überschaubaren Angebot, zum anderen an der eingeschränkten Nutzbarkeit dort gekaufter Dateien. Weil Apple wie Amazon beim Kopierschutz einen eigenen Weg geht, anders als der Medienhändler allerdings keine Software für alternative Plattformen offeriert, ist man bei der Wahl der Lesegeräte extrem eingeschränkt. Tauscht man bald etwa sein iPad gegen eines der vielen derzeit am Horizont auftauchenden neuen Android-Tablets, ist die gesamte Literatursammlung futsch beziehungsweise nicht mehr aufrufbar.

Unterm Strich

Auch wenn Amazon – gleichermaßen aufgrund der Schlafmützigkeit lokaler Branchenteilnehmer wie infolge eines exzellenten Produktes -  wohl leichtes Spiel mit dem deutschen Markt haben wird: Der deutsche Kindle ist weder alternativlos noch ein rundum gelungenes und bedenkenlos empfehlenswertes Produkt. Mit dem Kauf der Hardware kettet man sich an ein Großunternehmen, dass (US-typisch) Datenschutz tendenziell eher klein schreibt und Convinience und interne Vernetzung klar über eine offene Systemarchitektur stellt. Mehr noch als bei anderen Marktteilnehmern erwirbt man im Kindle Store keine eBooks, sondern lediglich Lizenzen – ob die oftmals fast zum Vollpreis des Printprodukts gekaufte Literatur verleihbar ist oder ob via Text-to-Speech eine Stimme den Inhalt wiedergibt, liegt allein in der Hand der Verlage (beziehungsweise indirekt wiederum von Amazon als potenten Vertragspartner der Publisher).

newkindle1Wer sich dieser Umstände bewusst ist, bekommt mit dem Kindle 3 aber immerhin eine ganze Menge Lesespaß fürs Geld. Gerade wer mit seinem möglicherweise ersten eBook Reader “einfach nur lesen” möchte und/oder auf mehreren Endgeräten schmökert, kommt am Angebot von Amazon eigentlich kaum (sinnvoll) vorbei. Nirgendwo sonst wird es einem aktuell ähnlich einfach gemacht, in den Genuss der Vorzüge digitaler Literatur zu kommen und dabei die aktuellen lästigen Begleiterscheinungen wie DRM weitgehend in den Hintergrund treten zu lassen.

Fragen zum Kindle sind übrigens in unserem entsprechenden Forum am besten aufgehoben.

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Der Artikel "Kindle 3 (de) im Überblick" wurde am 25. April 2011 (Montag) um 19:53 Uhr von geschrieben. Johannes Haupt (Xing / Twitter) ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

110 Antworten auf Kindle 3 (de) im Überblick (zum Thread im Forum)

Mario 25. April 2011 um 22:08 Uhr

Zu iBookstore noch die Anmerkung, dass nicht alle Bücher (kennen keine Zahlen) mittels FairPlay DRM geschützt sind und sich alle ungeschützten ePubs auf beliebigen E-Readern lesen lassen. Beispielsweise sind alle von Apple selbst angebotenen E-Books (Handbücher, iOS- und Objective-C-Programmierung, etc.) alle ohne DRM.

Soweit ich informiert bin, überlässt Apple es den Verlagen ihre Bücher mit oder ohne DRM zu veröffentlichen.

PeterShow 25. April 2011 um 22:15 Uhr

Aha. Man bekommt beim Kindle-Shop also keine Ebooks sondern nur Lizenzen die wir ja schon mal gesehen haben auch zurückgerufen und per Fernsteuerung gelöscht werden können…

Kindle??? Nein Danke! Aber solange sich Kindle-Books einfach von DRM befreien und konvertieren lassen, werde ich auch da Ebooks bzw. “Lizenzen” kaufen und konvertieren wenn der Preis deutlich billiger ist bzw. es das Buch sonst nirgends anders zu haben ist…

Jürgen Schulze 26. April 2011 um 07:37 Uhr

Sehr guter Artikel, eine prima Einführung für Leute, die sich mit dem Thema bisher nur halbherzig beschäftigt haben.

Mich stört am Kindle eigentlich nur zwei Dinge: man kann keine deutsche Sonderzeichen eintippen (lesen natürlich schon) und Twitter/Facebook sind für den deutschen Markt noch nicht eingebunden.

Und das leidige Thema der hohen Preise wird sich mit der Marktmacht von Amazon bald erledigt haben. Ich könnte mir denken, dass als Resultat die eBook-Editionen sich beim aktuellen Preis eines Taschenbuches einpendeln werden.

Aber mittel- bis langfristig wird es gedruckten Büchern gehen wie der Schallplatte: sie werden ein Spezialisten vorbehaltener Markt für Liebhaber werden oder zum Gebrauchtmarkt werden.

Im Schnitt hat jeder deutsche min. ein Handy. Bald schon – ob subventioniert oder mit Abomodellen (Bertelsmann lässt grüßen) wird jeder Deutsche eben auch ein eBook-Lesegerät haben.

Was mich aber wirklich ärgert ist dass man diese “Lizenzen” nicht verkaufen kann. Ich bin schon auf erste Gerichtsentscheidungen oder Politiker-Aktionen gespannt. Das erinnert an die Einführung der Lizenzmodelle von Microsoft Anfang der 90iger. Da war das Geschrei auch groß.

Mario 26. April 2011 um 08:23 Uhr

Lizenzen für eBooks kauft man übrigens bei JEDEM Anbieter. Das liegt in der Natur der Dinge, dass man nur ein Nutzungsrecht für Software erwerben kann. Libri schreibt bspw. in seine AGB:

Libri.de verschafft dem Kunden an eBooks und Audiodateien kein Eigentum. Der Kunde erwirbt ein einfaches, nicht übertragbares, vor vollständiger Zahlung der Lizenzgebühr widerrufliches Recht zur Nutzung des angebotenen Titels für den persönlichen Gebrauch.

Ist also nicht Kindle-spezifisch.

Xanathon 26. April 2011 um 08:34 Uhr

Das mit den Lizenzen hat allerdings etwas von einem Scheinargument, wenn ich ein Print-Buch kaufe, erlange ich auch kein Eigentum am Inhalt, denn der ist so oder so urheberrechtlich geschützt.

Die Lizensierung ist prinzipiell auch bei einem Print-Buch vorhanden, wenngleich sie dort deutlich “softer” ist als bei einem eBook, denn ich kann das Printprodukt verleihen oder weiterverkaufen.

Eine Lizenz an sich ist nicht das Problem, problematisch sind zu restriktive Lizenzen, die mittels DRM-Verseuchung durchgesetzt werden sollen. Wenn dann noch hinzu kommt, dass Amazon sich erdreistet, Inhalte vom Kindle zu löschen, sehe ich allerdings auch ernsthafte Gründe, von diesem Lesegerät abzusehen.

Werner 26. April 2011 um 08:50 Uhr

Hallo Johannes, ich schätze deine Beiträge immer, weil sie stets fundiert und umfassend geschrieben sind. Dieser hier macht da leider eine Ausnahme. Zwar stimmen viele deiner vorgebrachten Punkte und richtigerweise stellst du auch fest, dass uns im deutschsprachigen Raum keine Alternative gelungen ist (damit haben wir die Chance verspielt) aber du beleuchtest mE nicht alle Aspekte mit der gebotenen Umsicht.
Die Kindle-Plattform hat zwei Seiten: eine für die Leser, der du dich heute ausführlich gewidmet hast und die der Autoren, die du nicht berücksichtigt hast.
Wie wir in den USA und in UK beobachten konnten, belebt die Kindle-Plattform die Autoren- und Verlagsszene nachhaltig und bringt nicht zuletzt damit auch Vorteile für die “neuen” Leser. Insofern denke ich, dass die Einführung des deutschen Kindle Shops mit all seinen Nachteilen ein Segen für den deutschen Leser- und Autorenstandort ist.
lg
Werner

Ruprecht Frieling 26. April 2011 um 09:28 Uhr

Die Einführung des “Deutschen” Kindle bedeutet einen wesentlichen Schritt für Leser wie für Autoren/Herausgeber/Verlage.

Dabei ist es demjenigen, der veröffentlicht, freigestellt, wie er den Abgabepreis festlegt (ist allerdings aufgrund der Mehrwertsteuerproblematik mit 15 % da Amazon-Geschäftssitz Luxemburg) noch eine echte Fummelarbeit. Viele deutsche Verlage machen aus meiner Sicht den Fehler, unangemessen hohe Preise für E-Books aufzurufen, das wird sich m.E. bald ändern. Dahinter steckt die Furcht, im Printbereich Umsatzeinbußen hinnehmen zu müssen …

Auch hinsichtlich des Rechtemangagement kann für jeden einzelnen Titel entschieden werden, ob er frei verleihbar oder an den Erwerber gebunden ist.

PeterShow 26. April 2011 um 13:11 Uhr

@Ruprecht Frieling

Das mit dem angeblichen “Rechtemanagement” hatten wir schon unter Musikdateien mit dem WMA-DRM. Da wurde auch vorgeben wie oft man die Datei brennen durfte etc. Und??? Wo ist DRM bei Musik jetzt?? Alles freie MP3s und es wird gekauft wie noch nie…

DRM ist der letzte Schrott und wenn ich es nicht entfernen könnte würde ich mir NIE ein DRM-Ebook kaufen und jetzt ist es auch nur die Ausnahme….

carokann 26. April 2011 um 13:24 Uhr

Schön, Johannes, dass Du den Oyo und Konsorten noch einmal erwähnt hast.
Thalia wird merken, was es bedeutet Erwartungen geweckt zu haben, die Andere befriedigen.
Der Sony ist ein tolles Teil, aber wenn sich nichts beim Preis tut wird der Nachfolger meines PRS 300, mit dem ich sehr zufrieden bin, wohl ein Kindle 4 oder der 3er im Abverkauf. Bitte um rechtzeitigen Tipp! ,-)

Chräcker 26. April 2011 um 14:33 Uhr

Wenn der kindle-4 mal so schlank würde, wie der prs350er – und: demnächst heißt es also: hast Du schon den neuen Roman von Dingens gelesen? – Ne, gibt es nicht für mein Gerät.

Jürgen 26. April 2011 um 19:39 Uhr

Tja, ich halte die Rezension für fehlerhaft und für eine echte Lobhudelei.

Das wichtigste und böseste Kontra Argument gegen Kindle* ist verschwiegen worden:

Amazon hat die Macht, die Fähigkeit und den Willen EINMAL GEKAUFTE UND BEZAHLTE INHALTE zu LÖSCHEN !
DAS IST BEREITS PASSIERT!

Das ist so als ob ein Buchhändler nach einem regulärem Kauf in EURE WOHNUNG EINBRICHT und die BÜCHER verbrennt.

Allein die Möglichkeit dies zu tun ist ein ABSOLUTES NO-GO!

Drecks Teil!
Da kann auch ekezellente Technik nicht überhinwegsehehen lassen, dass man jederzeit EINBRUCHS Opfer werden kann!

Timo 26. April 2011 um 21:02 Uhr

Na ja, realistisch betrachtet hat jeder Anbieter eines Readers mit (aktivierter) Online-Anbindung oder PC-Software an einem PC mit Internet die technische Möglichkeit solche Löschungen vorzunehmen. Das ist kein Alleinstellungsmerkmal von Amazon.

meome 26. April 2011 um 21:06 Uhr

@Jürgen,

1. kannst du alle Files(Bücher) auf einer externen Festplatte speichern.
2. Kannst du die Bücher auch ohne WLAN/G3 auf den Kindle aufspielen.
3. Kannst du demnach auch dauerhaft die Verbindung zwischen Amazon und deinem Kindle unterbinden. Dann kann auch nichts gelöscht werden.

Jürgen 26. April 2011 um 21:53 Uhr

Allein die Möglichkeit und der Eingriff in mein Eigentum – d.h. mein Gerät ist ein Rechtsbruch!

Ich tippe mal auf Datenveränderung, Datenspionage etc.

Es ist passiert und passiert sicher wieder.

Nee, Leute das Teil und andere die so sind sind IMHO:
- Verbraucherfeindlich
- Rechtswidrig

Folgende Situation:
1. Ich kaufe ein Buch legal im Buchhandel.
2. Das steht in meinem Regal zu Hause
3. Der Händler hat im Kleingedruckten mir eine Klausel untergeschoben, daß er jederzeit Einbrechen darf und das Buch stehlen darf.

Mein Fazit: Es bleibt ein Einbruch, Es bleibt ein Diebstahl.

So Nicht!

Jürgen 26. April 2011 um 21:56 Uhr

@meome
Man kann. Damit unterbindet man aber einige der Hauptfunktionen des Gerätes.

Das ist schlicht nicht akzeptabel.

Nur das dauerhafte Entfernen der Möglichkeit etwas auf dem Gerät des Eigentümers zu verändern, Neukauf eines Buches mal abgesehen, ist akzeptabel.

Alles andere ist ein Einbruch mit dem Zweck der Datensabotage!

Ryker 26. April 2011 um 22:01 Uhr

@Jürgen, bevor Du mit Begriffen wie “Einbruch” und “Diebstahl” um dich wirfst, mach dich erst mal schlau was sie bedeuten – sonst kann man deine Posts nicht ernst nehmen.

Alex 26. April 2011 um 22:05 Uhr

Johannes,
die Punkte, die du geschrieben hast sind zum Teil richtig und wichtig für masche Leute.
Für mich ist es wichtig, bei einem Anbieter zu sein, bei dem ich auch sicher bin, dass er mir auch in der Zukunft die Ware liefern kann, die ich benötigen werde. Ich bin sicher, dass mit Amazon liege ich richtig. Deren Preise werden sie auch anpassen müssen, sonst wird den Market es regulieren.
So war es immer, und so wird es immer sein. Service und Angebot kosten etwas mehr, dafür werde ich nicht Dateien konvertieren mussen usw… Das ist mir Personlich viel Wert. Meine Freizeit ist kostbar.

Timo 27. April 2011 um 05:59 Uhr

@Jürgen: Deine Analogie mit Buchkauf im Handel und Einbruch und Diebstahl des Händlers bei dir unterschlägt, dass es sich bei besagten Büchern, die Amazon gelöscht hatte, um unlizensierte Versionen der Bücher handelte, die jemand in den Kindle-Shop eingestellt hatte. Das entspricht also quasi Diebesgut, welches da unwissentlich von Amazon verkauft und von den Käufern gekauft wurde. Wenn du unwissentlich ein gestohlenes Auto kaufst, dann darfst du das auch nicht behalten (und im Gegensatz zum Vorfall bei Amazon bekommst du da in der Regel auch nicht einmal dein Geld wieder). Sicherlich unschön für den Käufer, und es hinterlässt im Falle von Amazon auf den ersten Blick einen bitteren Beigeschmack, aber objektiv durchaus ein nachvollziehbarer Vorgang finde ich.

Johannes 27. April 2011 um 06:32 Uhr

Sehe ich ähnlich wie Timo, zumal Amazon die eBooks (nicht zuletzt infolge der Klage eines Schülers, dessen Arbeitsanmerkungen gelöscht wurden) schließlich doch noch zurückgab. Entsprechend ist sich das Unternehmen durchaus bewusst, hier groben Mist gebaut zu haben, auch wenn sie rein formal im Recht waren. Aber das Prozedere ist halt nicht vermittelbar & Jürgen sicherlich nicht der einzige mit einer Analogie zu Einbruchdiebstahl im Hinterkopf.

Sprich: Denke nicht, dass sich so ein Vorgang wiederholt. Wer sich allein von der Möglichkeit abgeschreckt & von der permanenten Vernetzung überwacht & kontrolliert fühlt, ist mit dem Kindle nichts desto trotz an der falschen Adresse, klar. Aber wie wir gerade gelernt haben, darf man in diesem Fall ansich auch kein iPhone, Android-Smartphone oder Windows 7 Handy mit sich herumtragen (-> Geodatenspeicherung).

Ciao
Johannes

Jörg 27. April 2011 um 11:36 Uhr

@ Jürgen Schulze: “Und das leidige Thema der hohen Preise wird sich mit der Marktmacht von Amazon bald erledigt haben. Ich könnte mir denken, dass als Resultat die eBook-Editionen sich beim aktuellen Preis eines Taschenbuches einpendeln werden.”

Sehr unwahrscheinlich. Der mit Abstand größte Teil des Preises (80-90%) den man für ein Hardcover bezahlt sind nicht die Herstellungskosten für das physikalische Objekt.
Bücher sind nicht anders wie z.B. Software oder Filme, je früher man sie nutzen will desto mehr kosten sie.

Langfristig kann man davon ausgehen das ein eBook zwischen 2-4 € billiger als die Hardcover Variante sein wird, beziehungsweise später wenn das Softcover draussen ist (das heisst 6-12 Monate nach dem ersten Erscheinen) 1-2 € billiger als dieses.

Zu erwarten das ein eBook zum Taschenbuch Preis verfügbar sein wird wenn es physikalisch zur gleichen Zeit nur ein doppelt so teures Hardcover gibt ist unrealistisch.

Das ein eBook manchmal teurer als die billigste Print Version ist, ist aber natürlich Unsinn.

Jörg 27. April 2011 um 11:47 Uhr

Anmerkung: Dies gilt natürlich nicht für Bücher die nur als eBook erscheinen. Gerade bei Amazon.com sieht man ja immer wieder 2-3€ Bücher in den Bestsellerlisten.

Dabei handelt es sich aber um Leute die sich selbst verlegen und selbst Editor, Korrekturlesser, Layouter, usw. spielen. Im Endeffekt handelt es sich bei diesen um eine digitale Version von Groschenromanen.

meome 27. April 2011 um 13:34 Uhr

@Jörg,

genau da wird sich zeigen, was Amazon ausmachen kann.
Die ebooks binden sich in die interne Amazon-Werbung (Neuerscheinungen, Vorbesteller-Hotlist, “hat auch…gelesen”, eMails,Vorschläge) ein.
Amazon ist als schon für sich alleine ein grosses Portal zum stöbern nach neuen Büchern, wie es die Buchhandlung durch ausgelegte Bücher ist.

Wenn nun ein bekannter Autor im Normalfall sagen wir 5% vom Nettoverkaufspreis eines Buches(Papier) erhält, dann kann es sich für ihn in Zukunft vielleicht lohnen bei Amazon nur das ebook zu verkaufen und bestimmte Dienstleistungen (Lektorat…) auszulagern. Werbung kann ja auch eine Agentur steuern.
Klar macht das erst Sinn, wenn eine grosse Masse von ebooks abgesetzt wird aber warum nicht.
Der Markt wird das knallhart regeln…so oder so

SkyDream 27. April 2011 um 14:08 Uhr

@Johannes : Guter Artikel; auch wenn man an mancher Stelle vielleicht anderer Ansicht ist.

Für die eReader-Hasen ist der deutsche Amazon-Store kein großer Meilenstein, und sicher keine Erleuchtung. Für den Laien und Neulinge wird die Hürde erneut gesenkt : billige, gute Hardware + großes Leseangebot.

Wer kein DRM mag, und dafür gibt es sehr viele Gründe, kauft sowieso bei beam-ebooks und Konsorten. Dort gibt es das gleiche Buch welches bei libri mit DRM angeboten wird zum selben Preis ohne DRM z.B. das aktuelle Buch von Dieter Nuhr “Der ultimative Ratgeber für alles”.

Und was das große Angebot an kostenlosen Büchern bei Amazon betrifft so sind dies doch zum größten Teil Klassiker die es auch beim Gutenberg Projekt gibt; ohne DRM.

Mali 28. April 2011 um 00:35 Uhr

Weiss jemand ob ich nicht bei Amazon gekaufte ebooks konvertieren kann, sodass ich sie auf dem Kindle 3 lesen kann?

Danke

SkyDream 28. April 2011 um 06:35 Uhr

@Mali: Da gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder du installierst dir Duokan; alternative Firmware die mehr Formate versteht; geht wie Dual-Boot. Oder du konvertierst das eBook ins Mobi-Format.

DeDU 28. April 2011 um 09:44 Uhr

Sehr guter Artikel, und die Diskussion gefällt mir auch sehr gut. Hat mich überzeugt, und ich hab den Blog abonniert ;-)

Aber eigentlich schreibe ich, weil ich grosses Interessen am Kindle habe, aber noch ein paar Fragen meinerseits offen sind.

Ich lebe in der Schweiz, und wollte fragen, ob jemand weiss, ob das 3G auch hierzulande funktioniert?
Zweitens nimmt mich die Laufzeit des Akkus wunder. Wie lange kann ich mit einem vollen Akku lesen (mein IPhone muss ich jede Nacht aufladen…)?
Als Applikationsentwickler besitze ich eine Menge PDF’s (cheating-sheets), die ich als Gedankenstütze verwende. Wie gut werden PDF-Dateien dargestellt? Manche sind auch Mehrspaltig. Wie sieht es mit Scrollen aus?

Ich weiss, sind ein paar Fragen zu viel, aber ich hoffe, ihr könnt mir helfen.

Vielen Dank
DeDu

Thomas 28. April 2011 um 10:44 Uhr

Ich finde es sehr gut, dass ich beim Kindle eBooks bekommen kann, ohne dass ich mir diese furchtbare Adobe-Software installieren muss, die bei den ganzen ePub-Datei-Anbietern notwendig ist.
Deswegen habe ich seit letztem Jahr ein Kindle 3.
Was mich jetzt aber stört und davon abhält, auf “DE Kindle” zu switchen, ist dass es Bücher im Amazon.de-Store gibt, die ich als Bewohner von Deutschland nicht kaufen darf.
Sucht mal beispielsweise nach “The Hunger Games”. Da konnte mir letztes Jahr weder amazon.com noch der Verleger der Trilogie noch die Autorin erklären, warum ich denn die Paperbacks kaufen darf, die Amazon eBooks jedoch nicht.

Wäre es wirklich zuviel verlangt von Amazon zu erwarten, ihren deutschen Kindle Store von Büchern zu bereinigen, die man eh nicht kaufen darf? Besser wäre natürlich, diese schwachsinnige Regionalisierung der elektronischen Märkte aufzugeben (das Problem haben wir ja auch bei DVDs, BlueRays und Videospielen), aber ich schätze wahrscheinlicher haben wir eher Erstkontakt mit Aliens bevor das passiert…

Tom Burg 28. April 2011 um 15:39 Uhr

Wow … da gehts ja teilweise recht emotional ab (was ich nicht wirklich verstehe). Offenbar schlummern beim einen oder anderen User diffuse Ängste, die weit über das Thema Kindle hinausgehen.

Die Diskussion um das neue deutsche Kindle-Angebot möchte ich noch um ein-zwei Gedanken erweitern. Erstmal handelt es sich beim momentanen Angebot lediglich um eine Starterbasis, die – wie ich hoffe – rasant anwachsen wird. Und so sehr ich die wenigen deutschen Anbieter schätze, die DRM freie eBooks anbieten … ein Angebot, das vorwiegend aus Werken deutscher Laienautoren besteht, ist extrem unatraktiv. Wenn ich nicht einmal solide Massenware (wie Grisham, Koontz oder Lee Child) bekommen kann, hab ich dort nichts verloren.

Dazu kommt, dass der deutschsprachige Buchmarkt generell (auch im Analogen bereich) nur einen kleinen Teil des Angebots abdeckt. Ich habe mich für den Kindle entschieden, weil ich Zugang zum grösstmöglichen Angebot haben will. Das bietet nunmal Amazon. Und solange das so ist, ist es auch kein Nachteil an Amazon gebunden zu sein.

Tom Burg 28. April 2011 um 15:42 Uhr

@Thomas

Du kannst den Account auf .de transferieren und danach wieder auf .com wechseln (jedenfalls wird diese Option dann angeboten – obs wirklich klappt, hab ich noch nicht getestet).

PeterShow 28. April 2011 um 18:04 Uhr

@Thomas Burg

“Ich habe mich für den Kindle entschieden, weil ich Zugang zum grösstmöglichen Angebot haben will. Das bietet nunmal Amazon”

Stimmt so nicht. Noch bietet Amazon nicht mehr Bücher als andere an…..

PeterShow 28. April 2011 um 18:07 Uhr

@Jürgen

Ja das stimmt. Und der immer wieder hergeholte Vergleich mit Hehlerware den die Polizei dann auch einsackt ist lächerlich. Der Verkäufer kann eben nicht kommen, beim Kunden einbrechen und die Hehlerware zurückholen… der muss sich an die Polizei wenden und die kann dann die Herausgabe verlangen…

Timo 28. April 2011 um 19:18 Uhr

@PeterShow

D.h. wenn Amazon statt selbst zu löschen und den Kaufpreis zu erstatten, die Personalien der betroffenen Käufer an die Polizei/Staatsanwaltschaft/Anwalt der Rechteinhaber übergeben hätte und die hätten dann bei den Käufern angeklopft und die Löschung der illegalen Dateien erzwungen, dann wäre das in deinen Augen die bessere Variante? Das wäre dann nämlich in der Tat die korrekte Analogie.

PeterShow 28. April 2011 um 20:44 Uhr

Tja das wäre so. Aber die Analogie passt sowieso nicht. Da es ja sowieso nur um “Lizenzen” geht.. hätte sich Amazon einfach die fehlenden Lizenzen kaufen sollen und gut ist… Aber still und heimlich (wenn die Polizei kommt merkt man das) Dateien zu löschen und das ausgerechnet das Buch von George Orwell 1984…

Was würde denn Thalia in so einem Fall machen?? Beim Kunden löschen ist wohl schwer möglich??? Eine E-Mail mit der Bitte das Buch zu löschen und einen Gutschein über den Betrag etc….

Tom Burg 28. April 2011 um 21:29 Uhr

@PeterShow

Naja, meine zuletzt gekauften eBooks,die ich bei keinem deutschen Anbieter finden konnte (und das ist nur die Spitze des Eisbergs):

-A Patriot’s History of the United States (Schweikart/Allen)
-What the Night Knows (Dean Koontz)
-Blood Meridian (Cormac McCarthy)
-Known and Unknown (Donald Rumsfeld)

Allesamt keine Exoten – aber nur dank Amazon auf meinem Reader.

Timo 28. April 2011 um 21:41 Uhr

@PeterShow:

Ja gut, das wäre sicherlich die sympathischere Methode, die Amazon gut zu Gesicht gestanden hätte, da hast du recht. Ich sehe die Geschichte halt nur nicht als so dramatisch an dass man deswegen direkt Amazon verteufeln und dem Kindle abschwören muss, ist ja nun nicht so dass Amazon systematisch und ständig Bücher löscht. Es war ein unschöner aber einmaliger und immerhin logisch nachvollziehbarer Vorgang. Fehler passieren, da arbeiten auch nur Menschen.

Tom Burg 28. April 2011 um 21:45 Uhr

@PeterShow

“Was würde denn Thalia in so einem Fall machen??”

In meinem Fall gar nichts. Weil mein heimischer Rechner auf Linux läuft und Thalia ihre DRM-Books gar nicht erst liefern kann (Die Bücher von Amazon auf dem PC zu sichern geht hingegen einwandfrei – unabhängig vom Betriebssystem).

An eine Software gebunden zu sein ist auch keine feine Sache … :-)

Ardjan 28. April 2011 um 23:16 Uhr

Achtung! wenn man schon ein Kindle hat (wie zB ich :-)), wird beim ersten Kauf/Leseprobe-Bestellung angeboten den Kindle-Account von amazon.com auf amazon.de zu transferieren. Zurück geht (soweit ich das gesehen habe) nicht.
Da auf .de aber viel weniger Zeitungen (9 gegen 53) und Magazine als auf .com angeboten werden, wird jedes Abo beim Transfer automatisch beendet, und der Zugriff auf Back Issues wird abgedreht!
Für mich der Grund um nicht zu wechseln!

Chräcker 29. April 2011 um 09:42 Uhr

Hallo Tom Burg: Du schreibst “Allesamt keine Exoten – aber nur dank Amazon auf meinem Reader.” – naja, für einen, der deutschsprachige Literatur liest schon sehr exotisch. ;-)

PeterShow 29. April 2011 um 09:51 Uhr

@Thomas Burg…

Na klar. Kindle for PC gibt es ja auch für Linux schon klar… oder man muss zumindest einen Kindle haben… Toll dann ist man also entweder von einer Software oder von einem Reader abhängig, dass ist natürlich viiiieeel besser!!!!!!

Rüdiger Malke 29. April 2011 um 10:41 Uhr

Ich finde diese Diskussion amüsant… das sind doch alles Fragen die den 0815-Kunden garnicht interessieren. Wenn jemand n Reader kauft will er sicher sein das er viele Bücher einfach drauf bekommt. und das noch zu einem einigermaßen angemessenen Preis. Und es ist nunmal so, das das mit dem Kindle am einfachsten geht. Da interessiert es nicht ob die kopiergeschützt sind oder nicht.

Icke 29. April 2011 um 11:58 Uhr

Ich versteh das hier gar nicht, manch einer tut hier so, als könne man ausschließlich bei Amazon gekaufte Bücher auf den Kindle laden.
Ich hab gut 80 ebooks auf meinem Kindle, davon sind 10% von Amazon, 10% kostenlos aus dem Internet und der Rest von O’Reilly, Apress etc. die haben alle kein DRM.

Timo 29. April 2011 um 12:04 Uhr

Wohl war, Rüdiger. Hinzu kommt dass der normale Anwender vom DRM ja auch gar nichts mitbekommt und es ihn nicht behindert, denn wenn er seine Bücher tatsächlich noch auf einem anderen Gerät als dem Kindle lesen will, dann ist das ja in der Regel nicht ein Sony, Oyo etc., sondern Smartphone, Tablet oder PC, und dort klappt das problemlos dank diverse Kindle-Apps und automatischer Synchronisation. Soweit sind andere Anbieter noch nicht.
Das hat mich dann letztlich auch bewogen vom Hanvon Reader auf Kindle 3 umzusteigen.

Jörg 29. April 2011 um 13:00 Uhr

@meome:

Neee, nicht wirklich. Um es nochmal zu verdeutlichen, im Vergleich zu gedruckten Büchern gibt es bei eBooks nur *geringe* Preisvorteile.

Klar kann ein Autor des Lektorat (also den Editor) “auslagern” – aber das machen die doch sowieso schon längst. Kein halbwegs bekannter Autor editiert selbst. Aber das spart doch keine Kosten ein – der Job muss noch immer jemand machen. Oder glaubst du das man die Jobs wie ein Callcenter nach Indien auslagern kann und gleiche Qualität zurückbekommt?

Die einzige zwei Möglichkeiten realistisch die Preise zu senken wäre entweder den Leuten die die Bücher herstellen (Autoren, Editoren, Korrekturleser,…) weniger zu bezahlen (sehr unwahrscheinlich das dabei die gleiche Qualität rauskommt, davon abgesehen habe ich eher wenig von Autor-Millionären gehört) oder auf einmal erheblich mehr Bücher zu verkaufen (was auch unrealistisch ist – ich lese doch nicht 10% mehr weil Bücher 10% billiger sind. Der Buchkonsum einer Person wird primär durch die Zeit und die Lust dafür bestimmt, nicht den Preis. Wenn man nicht soviel Geld hat liest man Sachen allerhöchstens später als Taschenbuch, man liest aber insgesamt nicht weniger.

Du behandelst “Markt” wie ein Zauberwort das Sachen einfach billiger machen kann wenn genug Leute es wollen. Das funktioniert aber nicht so.

Jörg 29. April 2011 um 13:05 Uhr

@PeterShow “…hätte sich Amazon einfach die fehlenden Lizenzen kaufen sollen und gut ist…”

Ich glaube schon das sie das versucht haben. Das Problem ist nur wenn der Lizenzeigentümer nicht verkaufen will? Viele sind (oder waren) skeptisch gegenüber dem eBook Markt.

Chräcker 29. April 2011 um 13:09 Uhr

DRM ist auch nicht das, was ich in erster Linie bei Amazon bemängel. Was mich stört, oder stören wird (und die Gefahr sehe ich nun mal), das die deutschen Buchverlage ihre Bücher nur noch über einen Vertriebspartner verkaufen, der mir seine Hardware vorschreibt.

PeterShow 29. April 2011 um 13:46 Uhr

@Jörg
Selbst dann ist eine Verlöschung, dazu noch still und heimlich, NICHT gerechtfertigt…

Rüdiger Malke 29. April 2011 um 16:54 Uhr

Meine Güte.. man könnte glauben als wenn Amazon täglich auf dem Kindle der Kunden herumfuhrwerkt und löscht nach eigenem gut dünken. Wenn dein DRM verseuchtes Buch Thalia oder wem auch immer nich mehr passt, dann läuft halt einfach die entsprechende Lizenz ab und schon kannst du das Buch auch nicht mehr lesen.. so einfach ist…

meome 29. April 2011 um 17:33 Uhr

@Jörg
ich glaube, du hast mich missverstanden.
Wenn ein bekannter Autor entscheiden sollte ein Buch ohne den Verlag und ausschliesslich herauszubringen, dann würde das den Preis senken können.

Wenn der Autor vorher 5% des Verkaufspreises von sagen wir 25 Euro bekommen hat und 1 Mio Exemplare verkauft werden, dann erhält er für das Buch 1,25 Mio Euro.
Stellt er es ohne Verlag direkt bei Amazon ein, bekommt er 70% des Verkaufserlöses.
70% von 21,70 Euro (25 Euro- 15% Steuern) ergibt 15,90 Euro

Verkauft der Autor nur 1/4 der Bücher, die er sonst verkauft hätte ergibt das 250.000 * 15,90 =3,975 Millionen Euro

Kosten für Lektorat,Coverdesign, Editoring? 175.000 Euro?
Marketing ? 1 Mio?

Macht 2,8 Mio bei 1/4 des Verkaufs. Da wäre locker Platz nach unten für den Buchpreis, um dennoch auf die 1,25 Millionen zu kommen.

PeterShow 29. April 2011 um 20:39 Uhr

@Rüdiger Malke

Das glaube ich gerade nicht. Es sei den die Lizenzen werden über Internet etc. aktualisiert davon hab ich aber noch nie was gehört…

Jörg 30. April 2011 um 00:23 Uhr

@meome:

Was aber nur funktioniert wenn du davon ausgehst das a) die Verlage den Löwenanteil des Profits behalten und b) den Autoren durch die Verlage keine Vorteile haben (also die Autoren die Arbeit machen und Verlage das Geld einsacken).
Kurz gesagt das es da irgendwo eine Stelle gibt (vorzugsweise bei irgendwelchen überbezahlten Geldsäcken in der Chefetage) wo man Geld sparen kann.

Man fällt leicht in die Falle Zustände in der Musikindustrie (wo dies durchaus zutrifft) auf die Buchindustrie zu übertragen (ist mir genauso gegangen), aber das sind Äpfel und Birnen.

Charles Stross (ein ganz guter Sci-Fi Autor) hat einen ganz informativen Blog, wo er unter anderem auch die Hintergründe seiner Industrie hinterleuchtet, hier speziell zu der Arbeitsaufteilung bei der Buchherstellung:

http://www.antipope.org/charlie/blog-static/2010/02/cmap-2-how-books-are-made.html

Stark verkürzt sagt er das sowohl beim Arbeitsaufwand (in Mannstunden) und beim der Profit die Aufteilung Autor:Verlag 50:50 ist.
Einige Sachen fallen für eBooks weg, aber die meisten nicht. Deine Rechnung ist da leider eine Milchmädchenrechnung.

Jörg 30. April 2011 um 00:37 Uhr

Siehe auch in seinem FAQ den “Why is there no tipjar?” wo er erklärt warum er keine Möglichkeit anbietet ihm direkt über Paypal Geld zu senden und stattdessen bittet wenn man das Bedüfnis hat ihm Geld zukommen zu lassen (weil man z.B. ein “unauthorisiertes” eBook vom ihm gelesen hat) eines seiner print Bücher zu kaufen. Ein Ausschnitt:

“Your typical book publisher is not like the music or movie industry; they run on thin margins, and they’re staffed by underpaid, overworked folk who do it because they love books, not because they’re trying to make themselves rich on the back of a thousand ruthlessly exploited artists. I think their effort deserves to be rewarded appropriately.”

meome 30. April 2011 um 02:13 Uhr

@ Jörg

Das sind Zahlen, die ich gefunden habe:

“Typical hardcover royalties are 10% on the first 5000 units sold; 12 ½% on the next 5000 units and 15% thereafter. Trade paperback (the large ones) royalties are 7 ½% and mass market (ordinary paperbacks) royalties are for 8% for the first 150,000 units sold and 10% thereafter.

Only when an author has a well-established readership is he or she in a position to negotiate better terms.
Source(s):
Victoria Strauss, AbsoluteWrite

meome 30. April 2011 um 02:17 Uhr

und ergänzend dazu:
“”Royalties for authors are all over the place, but as a new author, you start at the bottom. Fiction authors are actually the highest paid, if they sell, hardcovers pay appreciably more than softcovers. Royalties are typically broken out on a scale according to the number of copies sold, such as:

10% on the first 5000 copies
12.5% on the next 5000 copies
15% over 10,000 copies

The big question is percentage of what. According to the Author’s Guild, these percentages are possible for hardcover works, in my experience, they are quite high. As a bestselling nonfiction author of trade paperbacks (computer books), I get 12.5% of NET on the first 10,000, 15% thereafter. NET refers to the publishers net income, slightly less than half of the cover price. In other words, on a $25 book, I average about $1.50 in royalties per copy. Through writer’s groups, I know many authors who make appreciably less.
Most nonfiction authors work for advances, the money the publisher pays you to deliver the fished manuscript, with partial payments coming at contract signing, intermediate stages, and as late as publication. Foreign royalties, book club sales, special discounts and rights sales also play a part. See the article “Book contracts, publisher agreements, and author royalties”

http://www.fonerbooks.com/contract.htm

meome 30. April 2011 um 02:21 Uhr

Royalty Accounting Only Starts Off Simple

Royalty calculations start out pretty simple. Royalties get calculated by multiplying the price of a book by the royalty percentage. Sometimes, the price used in the calculation is the retail price that the customer pays for the book in some bookstore.

Assume that you’ve written a book that retails for $20. Further assume that the royalty percentage is five percent. To calculate the royalty you earn per book sold you multiply five percent, or .05, times $20. The result equals $1. So that’s the royalty you earn for every book the publisher sells.

Many authors and agents prefer royalties based on retail prices. The calculation is simple to understand. It’s simple to compute. And there are limited opportunities for argument about whether the calculations are correct.

Big Authors Often Do It Differently

Some very powerful authors receive a set royalty amount per book—such as $1—which is essentially a variation of the royalty based on a retail price. The agent, through his agent, says something to the publisher such as, “I don’t care what you sell it for, just give me $1.”

Wholesale-price Royalties are Common—and Complicated

Sometimes, the price used in the calculation is the wholesale price that the publisher receives from the bookstores and wholesalers who buy the book.

Royalties based on wholesale prices—which are technically called net royalties–get a little more complicated. Again assume that you’ve written a book that retails for $20. Assume that the royalty percentage is ten percent. Ten percent, in other words, is the royalty percentage that the publisher applies to the wholesale price that its customers pay for your book.

Okay, so far so good. Unfortunately, calculating the wholesale price of a book is tricky. Publishers calculate the wholesale by discounting the retail price by some percentage. And the discount percentage depends on the number of books that the bookseller or wholesale orders from publisher. If a bookseller or wholesaler buys from one to four copies, the discount might be 46% which means your $20 book wholesales for $10.80. If the bookseller or wholesaler buys between 51 and 500 copies, the discount might be 52% which means your $20 book wholesales for $9.60.

These differences affect the royalty you earn on a book, of course. Assume that the publisher pays you 10 percent. If the publisher sells a book for $10.80, you earn $1.08. If the publisher sells a book for $9.60, you earn $.96.

And here’s something else to consider: Using the earlier price discount schedule, you might assume that the only time the publisher discounts your books by the biggest possible discount is when the publisher receives a large order for your books. But the bookseller or wholesaler applies the discount to the total order they place. If Barnes and Noble orders five hundred copies of some other bestseller that your publisher sells and three copies of your book, the price for your books is also calculated by discounting the retail price by the biggest discount, which might be 54%.

You now need to understand something else that’s really important. Publishing contracts usually don’t specify just one royalty rate. They specify a schedule of royalty rates. Normal sales to bookstores use the regular rate. And authors always focus on that rate.

However, other rates come into play in special situations. If your book sells an enormous number of copies, such as more than 25,000, the contract may say you get a higher royalty rate (perhaps 15% instead of 10%, for example). If your book sells through a book-of-the-month club, outside the country, or at the biggest price discount, the contract may say you get a lower royalty rate (perhaps 5% instead of 10%, for example).

Now at this point, you may be thinking that I’m making an awfully big deal about a situation where we’re talking about pennies. But the combination of these price discount schedules and royalty rate schedules hugely impact your royalties.

Suppose you and a publisher agree that you earn a 10% wholesale-price-based royalty on a book that wholesales for $10. Further suppose that there are two exceptions to this accounting treat. You get only a 5% royalty on deeply discounted sales, but you get a 15% royalty on any copies sold after the first 25,000 units. Here the various royalties per unit amounts you might earn:

1. If your publisher sells a copy of your book for $10.80 and it’s not deeply discount and the book hasn’t yet sold 25,000 copies, you earn $1.08.

2. If your publisher sells a “deeply discounted” copy of your book for $9.20, you earn $.46.

3. If your publisher sells a copy of your book for $10.80 and it’s not deeply discounted and the book has sold 25,000, you earn $1.62.

Those are very large differences. Take the situation where a book becomes a big success and sells 50,000 copies. In the worst possible case, you might earn $23,000 in royalties (calculated as 50,000 times $.46). In the best possible case, you might earn $68,000 in royalties (calculated as 25,000 times $1.08 plus 25,000 times $1.64).

I’ve actually had this experience. The terms of the publishing contract prohibit me from identifying either the book or the publisher, but in the first year of sales, my bestselling book sold 90,000 copies. I knew the numbers would be big. The publisher kept reprinting the book, 10,000 or 20,000 copies at a time. When I finally received the royalty statement and check, however, 70% of the books were sold at a big discount. Per the terms of the contract, this meant that I earned about $.40 a copy.”

Jörg 30. April 2011 um 08:54 Uhr

Das ändert aber nichts daran das ein Autor nicht “einfach” ein Buch schreibt und es bei Amazon hochladet, fertig.

Amazon übernimmt hier nur die Rolle des Verkäufers, nicht des Verlages. Die Kosten für das was der normalerweise übernimmt zauberst du dir einfach aus dem Hut.
Und von dem was Charles Stross sagte scheinen die Verlage nicht wirklich in Massen von Geld zu schwimmen. Wo sollen sie also da sparen?

Auch sind Autoren ja auch nicht blöd – ich bin sicher sie hätten gern mehr Geld wie so ziemlich jeder Mensch. Ich habe aber von keinem einzigen bekannten Auto gehört der auf eBook selfpublishing umgestiegen ist. Hast du?

Und schließlich, selbst wenn die Rechnung so stimmen würde, warum sollte der “Markt” Selbstveröffentlicher “zwingen” ihre Bücher dann billiger zu verkaufen? Ein Buch ist keine Packung Milch.
Der einzige der Bücher von “John Grisham” oder “Joanne K. Rowling” produzieren kann ist der Autor selbst. Wenn Hänschen Klein seine Bücher für 30% weniger verkauft ist das denen reichlich egal.

PeterShow 30. April 2011 um 09:31 Uhr

@Jörg

Stimme dir schon zu. Die Verlage werden nicht einfach “überflüssig”…

Trotzdem könnten die Ebook-Preise doch um einiges billiger und DRM frei sein. Mag sein dass der Markt jetzt noch zu klein dafür ist. Aber mit bis zu 20 Euro für einen Ebook-Roman oder eine Ebook-Biographie auch für einen TOP-Autoren werden keine großen Gewinne eingefahren..

meome 30. April 2011 um 23:58 Uhr

@Jörg,

im Moment magst du da recht haben, ich sehe aber das Publishing-Programm von Amazon als ersten Schritt dazu, das Verlagswesen “zu ersetzen”

Ich als Autor schreibe und bisher hat der Verlag den Rest übernommen (Lektoring, Druck, Vertrieb, Marketing)
Ohne Verlag ist selbst ein Grisham gar nicht erst in einer Buchhandlung ins Regal gekommen.

PeterShow 1. Mai 2011 um 20:26 Uhr

Noch was:
Warum kann man im tollen Kindle-Shop nicht sehen, welche Bücher DRM haben und welche nicht????

Roland 2. Mai 2011 um 08:46 Uhr

Jörg schrieb:
“Auch sind Autoren ja auch nicht blöd – ich bin sicher sie hätten gern mehr Geld wie so ziemlich jeder Mensch. Ich habe aber von keinem einzigen bekannten Auto gehört der auf eBook selfpublishing umgestiegen ist. Hast du?”

Komisch, denn jemand der englische Blogs liest kann auch leicht über google mehr über die Entscheidungen bekannter Autoren in den USA herausfinden…
Barry Eisler hat vor kurzem 500 000 Doller ausgeschlagen weil er sein Buch selbstveröffentlichen will. Joe Konrath (Midlist) hat vor dem Kindle immer vor dem Selbstveröffentlichen von Büchern gewarnt. Seitdem es möglich ist elektronisch zu veröffentlichen macht Konrath sein Geld überwiegend mit dem Kindle…
Jeder kennt Amanda Hocking.

Ich empfehle ein wenig im Archiv von joe konraths Blog zu lesen.
> “A newbies guide to Publishing”

Weiterhin ist auch die Tatsache interessant das vor kurzem 28 von 100 Titeln in den top 100 Kindle USA selbstveröffentlicht waren…

PeterShow 2. Mai 2011 um 09:03 Uhr

Möchte die Rechtschreib- und sonstigen Fehler in diesen “Selfpublishing”-Büchern gar nicht zählen.. Vor allen ein Lektor hilft einem Autor ein Buch zu verbessern etc. das macht Amazon bestimmt nicht… Kindle-Self-Publishing… der Start der schlechten Bücher…

Roland 2. Mai 2011 um 11:10 Uhr

PeterShow schrieb: “[...]Kindle-Self-Publishing… der Start der schlechten Bücher… ”

Ich will hier nur mal auf schlecht konvertierte Ebooks großer Verlage hinweisen. Qualitätskontrolle wird natürlich an die Käufer selbst ausgelagert, das war allerdings schon immer so.
Zumindest kann man bei Amazon sich eine Leseprobe ansehen. Wer dann von der Qualität nicht überzeugt ist braucht das Buch nicht zu kaufen.

Wenn es möglich ist sich in den Top 100 als Selbstverlegender Autor zu halten ist die Frage zur Fähigkeit Qualität ohne Verlag zu produzieren beantwortet.

Weiterhin kann ein Autor seine Backlist wieder neu auf den Markt bringen.

Rüdiger Malke 2. Mai 2011 um 18:24 Uhr

@PeterShow: niemand zwingt dich, diese selbstverlegten Bücher zukaufen. Im übrigen glaube icht nicht das es wesentlich mehr schlechte Bücher geben wird. Manchmal glaube ich das das Lektorat in den Verlagen eh schon im Dauerurlaub ist wenn ich mir so manches Machwerk anschaue…

PeterShow 3. Mai 2011 um 10:01 Uhr

@Roland

Die TOP100 hat nichts mit Qualität zu tun. “Hummeldumm”, “Vollidiot” und was der geistiger Müll mehr ist führt die Bestsellerlisten schon lange an.. Mit Literatur haben die Bücher aber nichts am Hut…

Timo 3. Mai 2011 um 10:56 Uhr

Wen juckt’s wenn auf jedes gute selbstverlegte Buch hundert oder mehr Schrott-Bücher kommen, jeder liest halt was er subjektiv gut findet und ignoriert den Rest, genau wie bisher auch. Das ist auf jeden Fall vesser als die Alternative, ohne Self-Publishing dieses eine Buch erst gar nicht zur Verfügung haben, nur weil der Autor keinen Verlag alter Schule gefunden hat.

Roland 3. Mai 2011 um 13:02 Uhr

@PeterShow
Mit Absicht falsch verstanden?
Meine Definition von Qualität bezog sich auf “[...]Möchte die Rechtschreib- und sonstigen Fehler in diesen “Selfpublishing”-Büchern gar nicht zählen.. Vor allen ein Lektor hilft einem Autor ein Buch zu verbessern etc.[...]”

Nicht auf die “literarische” Qualität von Büchern.

Das eine ist ein objektiver Maßstab das andere ein subjektiver Maßstab.

Wer nun erklärt das die Top 100 keine Grundlage für ihre Definition von Literatur darstellen ändert einseitig die vorher implizierte Definition von Qualtiät.

Im Englischen wird diese Argumentationtechnik “moving the Goalpost” genannt…

Offensichtlich sind die echten Argumente ausgegangen.

MartyK 3. Mai 2011 um 17:08 Uhr

Hallo, wie wahrscheinlich haltet ihr es, dass der Kindle 3 bis Jahresende die 100 Euro-Grenze knackt?

PeterShow 3. Mai 2011 um 18:12 Uhr

@Roland

Okay du hast Recht das war ein bisschen “moving the goalpoint”. Aber ein Lektor kann schon auch an der literarischen Qualität was ändern, in dem er sagt: Das musst du ändern, da muss du was anders machen sonst nehmen wir es nicht.

Aber stimmt schon. Wenn man sieht was alles in der TOP100 ist dann nützt das nix.

Klar wenn sich ein “Self-Publishing-Buch” in den Top100 hält, dann kommt es an. Und das ist ja was der Autor und die Mehrheit der Leser wollen…

MartyK 3. Mai 2011 um 19:02 Uhr

@Mali:
Du meinst, der Preis des Kindle-Books würde wegen dem Tablet sinken? Das sind doch gar nicht miteinander vergleichbare Geräte.

Roland 3. Mai 2011 um 19:09 Uhr

@PeterShow
PeterShow schrieb: “[...]Aber ein Lektor kann schon auch an der literarischen Qualität was ändern, in dem er sagt: Das musst du ändern, da muss du was anders machen sonst nehmen wir es nicht.[...]”

Wenn es denn mal in Deutschland so wäre… Im Moment ist doch die bittere Realität das die großen Verlage überzogenen Rendite-Zielen hinterher rennen. Im Ergebnis werden überwiegend bis ausschließlich Übersetzungen von sicheren Erfolgen durch die Controller (=Buchhalter) genehmigt. (Siehe Spiegelbestseller)
Ich hoffe das es durch das Selbstveröffentlichen auch zu einer neuen Welle an erfolgreichen heimischen Genre-Autoren kommt.
Ja, ich will endlich wieder mehr deutsche “U” Bücher sehen. Übersetzungen, die naturgemäß nicht in der Lage sind Wortspiele u.ä. zu transportieren, lese ich schon lange nicht mehr…
Wenn dann das handwerkliche Niveau der Autorenszene steigt werden sich auch mehr “E” Bücher in den Listen wiederfinden.

A rising tide lifts all boats – das ist meine Hoffnung

Mali 3. Mai 2011 um 20:10 Uhr

@MartyK.

Du hast Recht. Die sind nicht miteinander vergleichbare Geräte.

Aber wenn:
- Das Bildqualität stimmen wird
- Es mit Farbdisplay sein wird
- Es funktionieren wird wie einen Tab
- Es wird Wifi ( oder auch 3G) haben
- Man kann demit auch Musik und Geschriebe Media runterladen
- Und der Preis wird angemmesen sein

bin ich davon überzeugt, dass sehr viele auf die Qualität des E-Ink verziechten werden.

Grüße

Posthumus 5. Mai 2011 um 12:52 Uhr

So verwunderlich ist das Öffnungsdatum auch wieder nicht. Der 23. April ist weltweit der Tag des Buches. Da passt eine Eröffnung 2 Tage vorher. Zumal ja der Original-Tag auf den Karsamstag fiel.

johnny 5. Mai 2011 um 13:24 Uhr

Nachdem wir wieder bei den allgemeinen Kommentaren angekommen sind: natürlich ist der Sony PRS 650 deren “Flaggschiff”, welches die Flotte anführt und flackert weder (außer beim Seitenaufbau), noch schießt er feindliche eReader aus der Luft (weiter gefasste Assoziation)…
*smartassmodus aus*

Markus 6. Mai 2011 um 16:18 Uhr

Meine Erfahrung:

ich habe den Kindle 3 und den Sony 650 vor mir liegen.
Beide sind interessante Geräte, trotzdem finde ich den kindle 3 besser weil:
1. Dank WiFi kann man Bücher auch unterwegs kaufen. Am Anfang dachte ich, dass es nicht unbedingt nötig wäre, aber mit der Zeit versteht man den großen Vorteil der Freiheit.
2. Keyboard ist vorhanden.
3. Die Anzeige ist genau so gut wir der von Sony
4. Deren Schriftgröße finde ich besser.
5. Die Bedienung ist meiner Meinung nach einfacher
6. Die Lautsprecher sind integriert.

***Amazon hat damit ein schönes Paket geschnürt.***

Viel Spaß mit eurer Entscheidung.

Kirsten 11. Mai 2011 um 07:24 Uhr

Habe letzte Woche den Kindle bestellt und innerhalb von zwei Tagen in den Händen gehalten.
Nach dem Aufladen wollte ich loslegen. Stellte aber fest, dass Amazon den Kindle so eingerichtet hatte, dass ich in jedem Dokument (Willkommen-Dok., Download Duden-Dok usw. usw.) mit einem Vornamen aus meinem Amazon-Adressbuch “angeschrieben” wurde. Überall stand “Hallo Jana”. Den Kindle (also Device-name – Geräte-Name) habe ich rasch ändern können. (die Amazon-Hilfeseiten sind wirklich klasse und klar verständlich). Um diese Ansprachen in sämtlichen Dokumenten zu ändern bedurfte es allerdings der kostenlosen telefonischen Hotline von Amazon. Sehr freundliche Menschen, die nur leider nicht in der Lage waren, 1. das Problem überhaupt zu verstehen und 2. eine Lösung zu finden. Sie haben noch einw weiteres Problem geschaffen, bei Versuchen, die Ansprache in den Dokumenten zu ändern. Naja, für 189 Euro möchte ich aber schon ein komplett 100%-ig korrekt funktionierendes Gerät haben. Zur Krönung haben die wirklich netten hilfsbereiten -aber leider für diese Art von Problemlösungen unfähigen Menschen- mir als Problemlösung angeboten, meinen Amazon-Account zu löschen und mit einer neuen email-Adresse einen neuen Account anzulegen. ??????????? Das wollte ich irgendwie nicht. Mein Account mit dieser e-mail-Adresse ist über 10 Jahre alt und diese Problemlösung war für mich keine Lösung. Also wurde das Gerät von mir wieder zurückgeschickt und ich möchte keine weitere Erfahrungen damit sammeln.
Gestern habe ich dann den Sony 650 PRS Touch Edition (freie Farbwahl, alle verfügbar) bestellt, der problemlos und schnell über die Sony.de-Seite zu bekommen ist. Die Versandbestätigung war heute morgen im meinem Postfach.
Mit dem Sony bin ich dann auch hoffentlich nicht so gebunden. Denn: mit dem deutschen Kindle kann man nur auf der Amazon.de-Seite Lizensen erwerben. Auch bei Amazon.com gekaufte Geräte erlauben nur Downloads bei amazon.de (dafür gibt es ja den Kindle-de-store war die Aussage der freundlichen Helferin am Telefon). Kindle wäre schön gewesen (3G und WIFi) aber ich lege mehr Wert auf eine freie Downloadwahl. Der Sony ist momentan 30,00 Euro teuerer als der Kindle (Kindle 189,- Euro 3G+Wifi und Sony PRS Touch Edition: 229,- Euro).

Rob 11. Mai 2011 um 18:17 Uhr

-> Kerstin
Ich verstehe jetzt nicht genau das Problem mit der persönlichen Ansprache. Ich hatte dies beim Kauf des Kindles auch mit “Hallo, R”, da ich meinen Vornamen im Amazon account nicht ausgeschrieben hatte. Wirklich störend ist das bei nur einem Dokument ja nicht und hat keinen Einfluss auf die Funktionalität des Gerätes.

Die Aussage mit dem “nur” Einkauf im .de Store ist falsch. Wie ich gesehen habe, kann man seinen .de account in einen .com account wieder ändern. Ist nur etwas versteckt. Amazon hat wahrscheinlich grosses Interesse den de Store zu pushen.

Die freie Download Wahl ist bei deutschen Büchern fast schon eh egal, da der Preis sich nicht verändert. Wobei ich wohlgemerkt schon einige deutsche Bücher gefunden habe, die der Kindle store (noch) nicht führt. Dafür muss man sich bei den anderen mit dem Adobe DRM rumschlagen.
Bei englischen Büchern ist der de store aber meist günstiger als andere.

Ich selbst bin vom Sony 505 nun auf einen Kindle umgestiegen und bereue es nicht. Wobei ich auch noch viele Nachteile bei dem Gerät sehe (keine deutsche Benutzerführung, Sammlungen sind bei Sony schöner gelöst, etc).

Werwolf 11. Mai 2011 um 19:52 Uhr

“Auch bei Amazon.com gekaufte Geräte erlauben nur Downloads bei amazon.de (dafür gibt es ja den Kindle-de-store war die Aussage der freundlichen Helferin am Telefon). Kindle wäre schön gewesen (3G und WIFi) aber ich lege mehr Wert auf eine freie Downloadwahl. ”

Und das ist dir jetzt eingefallen, nachdem du den Kindle bestellt hattest und behalten hättest, wenn der richtige Name in der Anrede gestanden hätte? *lach*

Chräcker 12. Mai 2011 um 06:52 Uhr

Wieso lachts Du? Manche Dinge fallen einem erst nach der Bestellung auf (nicht ein). Nicht jeder liest jede Detailinformation in jedem Forum und Unterbeitrag. Zuweilen sieht man was (“kindle”), liest was (“ist ein tolles Gerät”), kauft was und stellt dann fest. Ups, die eine Ecke oder Kante stört mich doch zu sehr. (Das selbe gilt freilich auch bei Sonys und komplett anderen Geräten.)

Das Problem ist beim Kindle auch nicht unbedingt, das es manche wenige Bücher woanders zu kaufen gibt, die es bei amazon noch nicht gibt, sondern eher, das es viele eBooks überhaupt nirgends zu kaufen gibt. Und kommt man dann an solche eh nicht kaufbaren, kann man die, soweit ich es verstanden habe, mit dem Kindle nicht lesen.

80% meiner eBooks die ich bisher gelesen habe, konnte ich nicht kaufen, obwohl ich immer das erst überprüfe. Und es ist kein Nischenliteratur.

Timo 12. Mai 2011 um 07:38 Uhr

@Chräcker:
Der Kindle kann lediglich keine DRM-geschützten Bücher anderer Anbieter lesen, genauso wie halt die anderen keine Amazon-DRM-Bücher lesen können. DRM-freie ePubs, PDFs etc. klappen problemlos (ggf. halt per Calibre vorher passend konvertiert, genau wie bei anderen Readern auch).
Die einzige Frage ist: Will ich lieber DRM Bücher von Amazon lesen können, oder DRM Bücher von Libri, Thalia und Co.

Chräcker 12. Mai 2011 um 14:44 Uhr

Ah, Danke, dann nehme ich diesbezüglich alles zurück, das wusste ich nicht. Nochmals Danke für diese Berichtigung/Info.

Blair 14. Mai 2011 um 21:36 Uhr

“Der Kindle kann lediglich keine DRM-geschützten Bücher anderer Anbieter lesen, genauso wie halt die anderen keine Amazon-DRM-Bücher lesen können.”

Hier besteht aber ein wesentlicher Unterschied. Die anderen Anbieter setzen kein eigenes, proprietäres DRM ein. Bücher mit Amazon-DRM gibt es nur bei Amazon, und man kann es auch nur auf Amazons Kindle bzw. Kindle App lesen. Die anderen Anbieter setzen DRM von Adobe ein, das auf verschiedenen Websites verkauft wird und auf verschiedenen Lesegeräten gelesen werden kann. Dass Amazon kein Interesse an Interoperabilität hat, sieht man schon daran, dass sie das offene EPUB-Format explizit nicht unterstützen. Amazon will, dass auf dem Kindle nur E-Books von Amazon gelesen werden und werden können, und dass bei Amazon gekaufte E-Books nicht auf anderen eReadern funktionieren. Dieses Protektionistische Verhalten sollte niemand unterstützen, der sich über selbiges im Klaren ist.

Timo 15. Mai 2011 um 07:29 Uhr

@Blair: Auf den ersten Blick magst du recht haben und es scheint – ab von ideologischen Gründen – erstmal so als ob der Kindle da einen Nachtel hat, weil er das DRM von “allen” anderen nicht untertstützt. Wenn man dann aber aus Anwendersicht überlegt, dann überwiegen je nach Leseverhalten aber die die Vorteile, einfach aufgrund der Größe und internationalen Ausrichtung von Amazon. Man bekommt, wenn man auch fremdsprachige Bücher liest, eine größere Buchauswahl als bei allen anderen zusammen, und gerade wenn man auf mehreren Plattformen/Geräten lesen will behindert das Amazon-Drm nicht annähernd so wie das Adobe-Zeugs. Und letztendlich bekommt man natürlich auch den Kindle billiger durch die enge Bndung an Amazon und die dadurch mögliche Quersubventionierung.
Aber es ist natürlich richtig dass Amazon da Protektionismus betreibt der im Großen betrachtet für den Gesamtmarkt nicht gut ist. Da muss jeder selbst wissen welche Prioritäten er setzt.

Blair 15. Mai 2011 um 17:38 Uhr

@Timo
“und gerade wenn man auf mehreren Plattformen/Geräten lesen will behindert das Amazon-Drm nicht annähernd so wie das Adobe-Zeugs.”

Abgesehen davon, dass kein eReader außer der Kindle das Amazon DRM lesen kann… Und Apple machts natürlich ähnlich. Ich mag Amazon, aber dieses Verhalten möchte ich nicht unterstützen. Amazon missbraucht hier eindeutig seine marktbeherrschende Stellung auf dem Büchermarkt, um auch bei den E-Books zu dominieren. Kleinere Anbieter könnten sich ein ähnlich dreistes Verhalten nicht leisten. Deswegen werde ich mir wohl ein Sony-Gerät kaufen und den Rest weiterhin auf Papier (teilweise sicher von Amazon).

Und ja, der Kindle ist für den Nutzer erst mal am bequemsten. Aber man sollte halt auch die Konsequenzen betrachten, die nicht so offensichtlich sind.

Auch Apple ist ein Profi in diesen Dingen, da verwundert es nicht, dass sie auf dem iPad-Markt das E-Book-Geschäft beherrschen wollen, indem es für andere Anbieter unrentabel gemacht wird, Apps mit einer Verkaufsfunktion auszustatten.
http://www.heise.de/mac-and-i/meldung/In-App-Zwang-E-Book-Verkaeufer-gibt-auf-1241645.html

Timo 15. Mai 2011 um 18:34 Uhr

@Blair:
“Abgesehen davon, dass kein eReader außer der Kindle das Amazon DRM lesen kann… ”

Ja sicher, nur ist das halt in der Praxis für den Normal-User irrelevant und damit nur rein theoretisch behindernd. Wer hat schon mehrere verschiedene eReader. Eher gibt es da eReader, Smartphone und zunehmend auch Tablet. Und die Amazon-Bücher kann man nahtlos dort überall lesen, mit Adobe-DRM ist das nicht so bequem und einfach möglich.

Aber wie gesagt, ich gebe dir recht bzgl. der Gefahr negativer Konsequenzen für den Gesamtmarkt wenn ein Anbieter zu marktbeherrschend wird. Keine Frage.

Und bzgl. Apple wird es ja jetzt erst richtig spannend: Was passiert am 30. Juni mit der Kindle App, auch vor dem Hintergrund dass Amazon sehr wahrscheinlich bald ein eigenes Tablet herausbringt.

Yu 15. Mai 2011 um 20:17 Uhr

@ Timo: Hoffentlich folgt daraus eine Klage. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Anspruch, an jedem Verkauf 30% mitzuschneiden, ohne eine entsprechende Leistung zu erbringen (was ja beim Vertrieb der App im Appstore durchwegs der Fall ist, beim Verkauf von Waren durch die App anschließend aber nicht mehr), der offenkundig zur Behinderung von Wettbewerb eingesetzt wird, vor einem Handelsgericht nicht halten würde.

Etwas anderes wäre es, wenn Apple gesagt hätte: “30%, aber nicht mehr als 20$”. Klar dass es ihnen nicht schmeckt, dass sie die Konkurrenzplattform durch ihren Appstore im Wesentlichen kostenlos verbreiten sollen.

claudius 16. Mai 2011 um 16:53 Uhr

Ich versteh dieses Gemotze gegen Amazon nicht.
Es wird ja niemand gezwungen sich auf einen Anbieter festzulegen.

Wenn jemand ein subventioniertes Handy über einen Anbieter kauft, dann beschwert er sich ja auch nicht darüber nun nicht die Tarife eines Konkurrenten nutzen zu können.

Der Kindle ist ein hervorragender Reader, der technisch von mir aus (hab es nicht verglichen) gleichwertig mit den Sonys ist aber weniger kostet.
Wer epubs anderer Anbieter lesen will, kann dies nach kurzer Umwandlung auch tun.
Keiner muss sich an einen Anbieter binden aber die eigene “Furcht vor Gängelung” denjenigen vorzuwerfen, die die Bequemlichkeit bevorzugen und nutzen ist doch albern.

Fakt ist, der Kindlenutzer kann nehezu jedes erhältliche ebook über Amazon beziehen und wenn ihm irgendwann die Bindung an Amazon nicht gefällt, dann kann er auch jedes ebook eines anderen Anbieters lesen.

Chräcker 17. Mai 2011 um 07:33 Uhr

Hallo Claudius. Du schreibst:

“Ich versteh dieses Gemotze gegen Amazon nicht.
Es wird ja niemand gezwungen sich auf einen Anbieter festzulegen.”

Und genau hier könnte ein Irrtum liegen. Wenn man Bücher auf einem eReader lesen möchte (und ja, ich möchte das, möglichst ausschließlich) und amazon sich bei den Verlagen als alleiniger Vertriebsweg durchsetzt, und diese Gefahr besteht durchaus, dann ist man wohl gezwungen, so man nicht wieder zu Papier greifen möchte.

Das Ziel sollte doch sein, das man Bücher unabhängig des Herrstellers seiner Hardware lesen kann. Und nicht, das man nun vor dem Kauf eines Buches schauen muß: gibts das auch für mein Gerät?

Rüdiger Malke 17. Mai 2011 um 09:48 Uhr

Ich halte diese Angst für Paranioa… ist es denn in Amiland so? Da ist Amazon Martkführer und soweit ich weiß gibt es alle ebooks auch noch bei B&N und anderen Händlern… warum sollte es also in Deutschland so passieren?

meome 17. Mai 2011 um 12:40 Uhr

Die Angst ist in etwa genauso begründet, wie die, dass es keine digitale Musik mehr gibt, weil iTunes der einzige Vertriebsweg ist.

Und was Amazon anbetrifft:
Auch deren Format ist wandelbar, so dass du es auf anderen Readern lesen kannst

Yu 17. Mai 2011 um 12:56 Uhr

@meome
> Auch deren Format ist wandelbar,
> so dass du es auf anderen Readern
> lesen kannst
Trotz DRM? Oo

Jedenfalls sollte man bei Amazon immer beachten, dass es auf so ziemlich jedem mobilen Endgerät nutzbar ist. Nur halt nicht auf dezidierten Ebook-Readern; Es sei denn die Bildschirmtechnologien sind bald soweit, dass Android dort zum Standard-OS wird, dann kann man drauf Android-App, Nook-App und beliebige unabhängige EBook-Reader-Apps laufen lassen.

@ Bildschirmtechnologien: Gemeint ist, dass Android bei << 1 fps schlecht bedienbar wäre ohne massive Anpassungen.

meome 17. Mai 2011 um 13:16 Uhr

@YU
Ich sehe für mich kein Problem darin ein von mir regulär bezahltes Format umzuwandeln (trotz DRM), um es auf anderen Readern zu lesen. Es wird nicht weitergegeben.
Man muss sich ja auch nicht päpstlicher anstellen als der Papst.
Is bei mir aber auch nicht nötig, besitze ich ja nen Kindle.

Yu 17. Mai 2011 um 14:36 Uhr

@ meome: Ich sehe da (moralisch) auch kein Problem, mich hat nur gewundert, dass das technisch geht. Wenn man das Format ändern kann, kann man dann nicht dabei gleich das DRM weglassen? Wäre natürlich nicht im Sinne der Sache…

meome 17. Mai 2011 um 14:58 Uhr

@Yu
Du müsstest es erst entfernen,dann wandeln genauso wie von epub zu azw.
Aber wie gesagt. Da sowohl Amazon als auch zB buch.de die grossen epub Verkaufshits im jeweils zu den Readern kompatiblen Formaten verkaufen ist das ja nicht nötig.
Jemand der einen neuen Reader kauft, sollte diesen einfach nach dem Shop kaufen, den er benutzen will.
Da sich Kindle und Sony von der Qualität kaum etwas nehmen, kauft man das Gerät eben nach der Quelle, die man benutzen möchte.
Und wenn dann doch in Ausnahmefällen die Quelle das gewünschte ebook nicht hat, dann wirds ebend “passend gemacht” nachdem man es woanders gekauft hat.
Wichtig ist doch nur, dass man dafür bezahlt.

Gunther Heintzen 17. Mai 2011 um 16:23 Uhr

Könnte vielleicht mal jemand beschreiben
wie man E-Book-Formate, wie
azw, epub, pdf, mobi, html
ohne Kopierschutz, mit Kindle DRM, mit Adobe DRM oder mit Fileopen Kopierschutz
zueinander konvertiert.

Ich kenne das Programm PDFTOEPUB, das bei mir leider nicht so recht funktioniert und das Programm Calibre, das aber, so weit ich das verstanden habe, mit kopiergeschützten Formaten nicht umgehen kann.

Gunther Heintzen 17. Mai 2011 um 16:26 Uhr

Warum kann man im Kommentar eigentlich eine Webseite angeben, die dann aber doch keiner sieht ?

PeterShow 20. Mai 2011 um 19:52 Uhr

@Gunther Heintzen:

Googlen Sie mal nach Calibre DRM Plugins.. und werden sie fündig ;-)

Maximilian Buckstern 1. Juni 2011 um 23:15 Uhr

Die Diskussion, wie man ein DRM entfernt, zeigt mir doch nur eines: Wer eBooks verkauft, sollte heute alle gängigen Dateiformate anbieten und dem Käufer erlauben, ohne Aufpreis mehrere persönliche Kopien (ggf. in unterschiedlichen Formaten) auf unterschiedlichen eigenen Geräte zu nutzen. Ist das nicht möglich/zulässig, wird der zahlende Kunde zum Raubkopierer. Wenn diese Schwelle vom Kunden wegen des fehlenden Angebots erst überschritten wird, ist das Tor in die weitere Illegalität offen. Und mancher Leser nutzt verstärkt das breite Gratis-Buchangebot, wo es keine DRM-Restriktionen gibt (siehe http://amzn.to/lmwIFh). Das kann nicht das Ziel der Verlage und Händler sein.

sumo 6. Juni 2011 um 10:35 Uhr

Mittlerweile habe ich mich für den Kindle entschieden, ich werde ihn mir zum Geburtstag wünschen. Ich habe nur zwei Fragen dazu:
-kann ich die von mir gekauften Bücher auch lokal speichern und je nach Bedarf hin und her schicken?
-zweite und wichtigere Frage, kann ich den Kindle mit einem UMTS-Router (Huawei E5 u.ä.)über WLAN mit dem Internet verbinden, um Bücher zu kaufen?
Davon hängt ab, ob ich den Kindle mit oder ohne UMTS nehme.
Danke!
Karsten

Tim 6. Juni 2011 um 11:11 Uhr

@sumo:

Klar kannst du die lokal speichern, die liegen als Files zugreifbar auf dem Kindle, wenn du den per USB anstöpselst. Benötigt habe ich das allerdings noch nie, denn wenn du die Bücher auf einem anderen Kindle oder sonstigem Gerät (welches die Kindle-Software unterstützt, also z.B. Tablet, Smartphone, PC oder Mac) haben willst, dann kannst du einfach dort ins Archiv gehen, da sind alle deine gekauften Kindle-Bücher aufgelistet und können dann mit einem Klick wieder vom Amazon-Server geladen werden. Kein Grund also, die erst von einem Kindle herunterzukopieren um die woanders zu lesen.

Zur zweiten Frage: Dem Kindle ist es egal was du da für einen Router hast, hauptsache er kommt per WLan ins Internet. D.h. die Antwort lautet “Ja, das geht”.

sumo 6. Juni 2011 um 13:31 Uhr

danke!
beruhigend, daß ich über solch einen Router Bücher kaufen kann, denn der existiert bei mir schon.
Es reicht also der Kindle ohne UMTS.

sumo 25. Juni 2011 um 19:19 Uhr

nochmal eine recht spezielle Frage zum Kindle:
Wenn ich mit meinem in Deutschland erworbenen Kindle im Ausland(bspw. Schweiz) dort Bücher kaufe, gilt dann die deutsche Buchpreisbindung, weil ich ein deutsches Amazon-Konto habe, oder bekomme ich dort deutschsprachige Bücher für dortige Preise?

Fred Krug 13. Juli 2011 um 15:57 Uhr

Hallo.

Artikel und Diskussion sind neben informativ und unterhaltsam in jedem Fall lesenswert. Vielen Dank dafür.

Hat sich mal wer Gedanken über die datenschutzrechtlichen Fragen gemacht?

Fred

SaltatorMortis 15. Juli 2011 um 20:52 Uhr

Hi ich überlege mir einen kindle zu beschaffen aber ich möchte auch ggf das Englishe orginal lesen.
sprich ich komm zu der frage kann ich im kindle DE englishe bücher kaufen?
oder muss ich die anderswo kaufen und ins kindle format umändern?
meine anderen Fragen wurden zur genüge beantwortet nur bin ich zudumm um auf diese Frage was zu finden