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Kundendaten an Anti-Piraterie-Agentur: eBook-Händler unter Druck

14.8.2013 - von - eBook News 4 Kommentare

piraterieDer niederländische eBook-Dienstleister eBoekhuis hat ein hartes Vorgehen gegen eBook-Piraten angekündigt. eBook-Händler sollen dazu verpflichtet werden, die Daten ihrer Kunden an eine Anti-Piraterie-Agentur weiterzugeben.

Viele Niederländische Verlage nutzen “weiches” DRM – sie versehen eBooks  mit personalisierten Wasserzeichen wie sichtbar hinterlegten Käuferdaten oder auch unsichtbaren individuellen Codierungen (ein besonders skurriler Ansatz sieht sogar Umformulierungen von Text vor). Dem Appell an die soziale Verantwortung soll nun ein hartes Vorgehen gegen Betrüger folgen: Die Anti-Piraterie-Agentur Brein wurde von einem Zwischenhändler damit beauftragt, eBook-Diebe ausfindig zu machen, berichtet ereaders.nl. Im Falle einer Copyright-Verletzung werden private Kundendaten der jeweiligen Online-Plattform zur Ermittlung des Kunden weitergegeben.

Speicherfrist von Kundendaten: Mindestens 2 Jahre

Der eBook-Dienstleister eBoekhuis des Niederländischen Zwischenbuchhändlers Centraal Boekhuis ist Initiator des Anti-Piraterie-Initiative. Alle Verleger, die die Wasserzeichen-Technologie von eBoekhuis für das DRM ihrer eBooks nutzen, und ebenso alle Händler, die diese eBooks vertreiben, werden vertraglich gebunden. Die Online-Plattformen sind verpflichtet, die Daten ihrer Kunden für mindestens zwei und maximal fünf Jahre zu speichern und sie im Falle eines Copyright-Verstoßes an die Anti-Piraterie-Agentur Brein weiterzugeben. Dieses Vorgehen stößt auf Kritik: Kurt Roeckx, Betreiber der Plattform e-webshops.be, sieht die staatliche Justiz umgangen. Außerdem beklagt er den Druck, der auf Verlage und Händler ausgeübt wird: “Wir müssen die Kundendaten herausgeben, wenn die Anti-Piraterie-Agentur eine eBook-Datei findet.” Wird der Vertrag nicht unterschrieben, dürfen keine eBooks mit weichem DRM von eBoekhuis verkauft werden.

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4 Antworten auf Kundendaten an Anti-Piraterie-Agentur: eBook-Händler unter Druck (zum Thread im Forum)

Peter 14. August 2013 um 14:42 Uhr

Ist ja völlig logisch dass davon vor allem unschuldige betroffen sind. Denn man darf wohl den E-Reader mit Ebooks verleihen. Genauso ist die Weitergabe von Ebooks im Rahmen der Privatkopie in vielen Ländern erlaubt!

Markus 15. August 2013 um 08:44 Uhr

“Ich weiß was Du letzten Sommer gelesen hast…”

Deshalb hole ich u.a. meine DRM freien Ebooks nur von Warez Seiten. Da bekomme ich sie anonym und kann sie per Calibre inviduell anpassen.

Kaufen wir ein DRM Ebook werden wir zwangsregistriert u.a. in den USA und GB und stehen schon auf verschiedenen Listen als ” Aufrührer, politischer Aktivist , Kuba Tourist -also Unterstützer eines komunistischen Systems… usw.”

Vergesst nicht das hinter DRM die amerikanische Firma Adobe steht die verpflichtet ist alle Daten an die NSA und den Heimatschutz weiter zu leiten.

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