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eBook Reader Vergleich

sony-reader-prs-t2-1Gut viereinhalb Jahre nach Einführung des Sony Reader PRS-505 buhlen eine Vielzahl verschiedener eBook Reader um die Gunst deutscher Lesefreunde. Die Geräte sind in den letzten Jahren preislich immer attraktiver geworden: Kostete der erste Kindle im Jahr 2007  noch 399 US-Dollar, gibt es den Kindle (4. Generation)  schon für 49 Euro. Gleichzeitig sind elektronische Lesegeräte immer kompakter und leichter geworden, die Bildschirme als wichtigste Komponente immer schärfer und kontrastreicher.

Die nachfolgende Vergleichstabelle gibt einen Überblick über derzeit die besten in Deutschland erhältliche eBook Reader, eingeteilt in die beiden Produktklassen. Ein Klick auf den Modellnamen führt zur Infoseite nebst Datenblatt etc., ein Klick auf die Bewertung (falls fett) zum Testbericht, ein Klick auf die Händlerlogos leitet zum Gerät im entsprechenden Online-Shop.

Name
Produktklasse
Bewertung
Kaufen
Amazon KindleEinstieggut
Amazon Kindle Paperwhite 2Komfortsehr gut
Kobo AuraKomfortsehr gut
Pocketbook Touch LuxKomfortgut
Sony Reader PRS-T3Komfortgut
Tolino ShineKomfortgut
Tolino VisionKomfortsehr gut

Nur E-Paper im eBook Reader Vergleich

Sämtliche eBook Reader in unserem eBook Reader Vergleich haben E-Paper-Displays, zumeist vom amerikanisch-taiwanesischen Unternehmen E-Ink. Daneben werden auch Geräte mit LC-Bildschirmen als eBook Reader vermarktet – mit ihren zumeist niedrig auflösenden, hintergrundbeleuchteten Displays nebst kurzer Akkulaufzeit liest es sich darauf allerdings deutlich weniger komfortabel als auf “elektronischem Papier”.

Einstieg-Klasse: Kindle bietet am meisten, aber kein Adobe DRM

kobo-mini-1Die wichtigsten hierzulande erhältlichen eBook Reader lassen sich grob in zwei Klassen einteilen. Devices der Einstieg-Klasse sind preislich besonders attraktiv, die günstigsten Vertreter dieser Klasse liegen um die 50 Euro. Dafür lassen sich keine High-End-Funktionen erwarten – eine gute Textdarstellung und eine intuitive Bedienung sind aber auch hier Pflicht und mittlerweile auch fast durchweg gegeben. Waren Einstiegs-Reader früher besonders kompakt (5″ Bildschirmdiagonale), ist der Kobo Mini der einzige aktuelle Winz-Reader.

Das deutlich beste Gesamtpaket (Pearl-E-Ink-Displays, WLAN, weitverzweigtes App-Ökosystem) in der Einstiegs-Klasse bietet der Kindle. Wer zum Amazon-Reader greift, muss aber den Nachteil auf sich nehmen, beim E-Book-Kauf weitgehend an den Kindle Store gebunden zu sein, weil Kindles kein Adobe DRM unterstützen. Damit bleiben nahezu alle kommerziellen eBooks aus anderen Shops, aber auch E-Books der Onleihe (Dienst der öffentlichen Büchereien) außen vor. Die klare Marktführerschaft des Kindle und die hohe Käuferzufriedenheit zeigen aber, dass viele Leser diesen Haken in Kauf nehmen.

Komfort-Klasse: Viele gleichwertige eBook-Reader-Alternativen

de-kw-slate-02-lg-_v134401086_In der Komfort-Klasse tummeln sich eine ganze Reihe Lesegeräte mit sehr ähnlichen Spezifikationen. Pocketbook Touch Lux, Kobo Aura, Tolino Shine und Kindle Paperwhite  haben jeweils ein berührungsempfindliches und beleuchtetes E-Ink-Display mit 6″ Diagonale und ein integriertes WLAN-Modul zum direkten Bezug von digitaler Literatur über das Gerät. T

echnisch hat der neue Kindle Paperwhite (2. Generation, im Oktober 2013 erschienen) in soweit die Nase vorn, als dass er als einziger derzeit erhältlicher eBook Reader mit einem E-Ink-Carta-Display ausgestattet ist, das gegenüber Pearl E-Ink bis zu 50 Prozent höhere Kontraste gewährleisten soll. Daneben hat jedes der Lesegeräte seine individuellen Stärken. Der Kindle Paperwhite hat auch das größte “Ökosystem” (Apps für verschiedene Plattformen, in denen die eigene Bibliothek synchronisiert wird) und einen sehr gut sortierten eBook Store, auf den Kindle-Nutzer allerdings auch weitgehend festgelegt sind.

Der Kobo Aura hat ein schickes wie kompaktes Äußeres, moderene Hardware und vielfältige Social-Reading-Features vorzuweisen, das Pocketbook Touch Lux ist hochgradig anpassbar und hat einzigartige Funktionen wie einen Kopfhöreranschluss zur MP3-Wiedergabe und Text-to-Speech. Der Tolino Shine, das gemeinsame Lesegerät der Buchhandelsketten Thalia und Weltbild/Hugendubel sowie der Telekom und des Club Bertelsmann, ist besonders günstig (99 Euro) und wurde seit dem Verkaufsstart im März im Bereich Software-Funktionen erheblich verbessert, wie unser neuerlicher Testbericht beweist. Das für 129 Euro verkaufte Nachfolgemodell Tolino Vision hat im Vergleich ein besseres Display, ist schneller und steckt in einem schickeren Gehäuse.

Alles in allem macht man mit keinem der fünf Geräte etwas falsch, die richtige Entscheidung ist vom Einzelfall abhängig. Etwas außen vor stehen in der Komfort-Klasse der Sony Reader PRS-T3 und der Trekstor Pyrus 2 LED. Beim Sony Reader PRS-T3 handelt es sich um einen leistungsstarken (und nicht ganz billigen) Reader auf dem neuesten Stand der Technik, der wie von Sony gewohnt mit einer leistungsstarken Firmware nebst vielen Textbearbeitungsoptionen punkten kann. Leider fehlt dem Gerät aber eine integrierte Beleuchtung, was es für viele Interessierte unattraktiv macht. Der nur 80 Euro teure Trekstor Pyrus 2 LED hat dem gegenüber zwar eingebautes Licht, daneben ist das Datenblatt aber recht dünn: Kein Touchscreen, kein WLAN, das E-Ink-Display löst nur 800x600px auf – letztlich ist es ein Einstiegs-Reader mit einem Komfort-Feature.

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Zuerst publiziert am 28.4.2010 von . Wird laufend aktualisiert.