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Amazon.de Facebook-Gewinnspiel in der Kritik

13.8.2013 - von - Debatte eBook News 3 Kommentare

amazon logistikGleich 50 Kindle Fire HD Tablets lobt Amazon.de unter allen aus, die ihr Facebook-Konto mit Amazon verbinden – und dem Unternehmen damit weitreichende Datenfreigaben und Berechtigungen einräumen. Lautstarke Kritik ließ nicht lange auf sich warten, allerdings gibt es auch viele Fürsprecher.

Amazon.de ist in diesen Tagen immer für eine Kontroverse gut – selbst auf den ersten Blick harmloses Gewinnspiel mündet da schnell in eine fundamentale Diskussion über Datenkraken, Arbeitsbedingeungen und Steuerflucht.
Das Unternehmen hat am gestrigen Montag ein Gewinnspiel gestartet: 50 Kindle Fire HD Tablets werden bis Ende des Monats verlost. Zur Teilnahme ist ein Like der Fanpage sowie eine Verbindung von Facebook- und Amazon-Konto mittels Amazon-App nötig.

amazon app

Die Amazon-App ist dabei ausgesprochen datenhungrig und fordert umfassende Freigaben und Berechtigungen ein, darunter so sensible Daten wie die Geburtstage von Freunden. Vielen Amazon-Kunden ist das des “Guten” entschieden zuviel, offenbart ein Blick auf die Fanpage. Ein Nutzer schreibt: “Mir wird kotzübel bei dem Gedanken daran, wie viele Menschen hier ihr kompletten Daten an Amazon abtreten für den eventuellen Gewinn eines Kindles.” Ein anderer fordert: “Hört doch endlich mal auf, Daten von Freunden zu verlangen. So kann ich an euren Aktionen nicht teilnehmen.”

Andere Nutzer verteidigen Amazon lautstark. Wer Facebook nutze und dort viel über sich preisgebe, dürfe sich nicht über Begehrlichkeiten von Amazon an diesen Daten beklagen, so die etwas schräge Argumentation (die ausblendet, dass vornehmlich die Weitergabe von Daten von Freunden bemängelt wird).

Vor allem ein Kommunikationsproblem

Im Kern handelt es sich um ein Problem der Kommunikation beziehungsweise der Nicht-Kommunikation von Amazon. Das Unternehmen erklärt nirgendwo, was es mit den Freigaben und Berechtigungen im Schilde führt. Dabei würde Amazon etwa mit Sicherheit keine ungefragten Pinnwandeinträge unter eigenem Namen publizieren – die entsprechende Berechtigung braucht man, damit Beiträge direkt von Amazon.de aus gepostet werden können (zu gerade gekauften Produkten und ähnlichem). Der Zugriff auf die Freundesliste braucht Amazon für die sozialen Empfehlungen. Das steht aber alles nirgendwo, und Kunden gehen verständlicherweise vom Schlimmsten aus.

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Der Artikel "Amazon.de Facebook-Gewinnspiel in der Kritik" wurde am 13. August 2013 (Dienstag) um 10:59 Uhr von geschrieben. Johannes Haupt (Xing / Twitter) ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

3 Antworten auf Amazon.de Facebook-Gewinnspiel in der Kritik (zum Thread im Forum)

Sabine 13. August 2013 um 13:11 Uhr

Einen Daten-Striptease wollen die Anbieter von all den anderen “Gewinnspielen” doch auch. (Oder man schaue nur mal, was etwa viele Android-Apps gerne alles an Berechtigungen wollen).

Aber Hauptsache das Netz hat wieder einen “Aufreger” mehr und aktuell ist es ja angesagt immer nur bei Amazon zu nörgeln…

Lahnschnitzer 13. August 2013 um 13:34 Uhr

Wer bei dem Gewinnspiel mitmacht und dadurch seine und die Daten seiner Freunde preisgibt darf sich nicht über die eventuelle Datenbespitzelung durch die Pullacher Schlapphüte & NSA beklagen.
Schließlich ist dieser Daten-Striptease freiwillig.

mausilein 13. August 2013 um 18:14 Uhr

Tschip Tschip — Handy gewinnen — Gratis Gewinnspiel — Alles umsonst — Mach Dir keine Sorgen Babe — Verkauf Deine Freunde an die NSA — Bekommst vielleicht ein Handy dafür — Tschip Tschip

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