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Von Johannes

Amazon vs. Verlage – 1:0

Debatte eBooks

lostsymbolAmazon hat beim Konflikt mit der Verlagsbranche um die Preisgestaltung von Kindle-eBooks einen wichtigen Etappensieg errungen. Das am 15. September erscheinende neue Dan Brown Buch “The Lost Symbol” – ein sicherer Bestseller – wird in den USA zeitgleich als Hardcover und Kindle-Datei zu haben sein. Die digitale Ausgabe kommt dabei zum bekannten Kostenpunkt von $9,99 – über 40% Abschlag zur gedruckten Variante.

Der Verlag Random House sträubte sich lange gegen den Einheitspreis, befürchtete auf diesem Niveau eine Kannibalisierung der lukrativeren Hardcover-Verkäufe. Erst vergangene Woche lenkte der zur Bertelsmann AG gehörende US-Verlag ein und akzeptierte Amazons Vorgaben.

kindle-2.jpgDass diese Einigung Amazon sogar eine Pressemitteilung wert ist, spiegelt die vom Deal ausgehende Signalwirkung wider. Am Unternehmen aus Chicago kommen derzeit selbst Großverlage mit garantierten Verkaufserfolgen nicht vorbei, bekommen bei den Kindle-Ausgaben eine ungünstige Preispolitik diktiert. Amazon kann mit der “$9,99-Policy” bei Topsellern den Kindle noch attraktiver gegenüber der Konkurrenz etwa von Sony machen – in “offenen” eBook-Shops ist digitale Literatur oftmals deutlich teurer.

In Deutschland kommt der neue Roman von Dan Brown (nach Sakrileg & Da Vinci Code) erst am 14. Oktober in den Handel. Das Hardcover kostet 26 Euro ( etwa 4x soviel wie die Kindle-Ausgabe), “Das verlorene Symbol” als deutsches eBook wird es nach Informationen vom Buchreport vorerst nicht geben. Wer mit der englischen Ausgabe leben kann, ist immerhin schon für 19 Euro dabei.

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Zugeordnete Tags: Amazon • Kindle Store

Der Artikel "Amazon vs. Verlage – 1:0" wurde am 23. August 2009 (Sonntag) um 19:03 Uhr von Johannes geschrieben. Johannes Haupt (Xing / Twitter) ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

9 Kommentare

Was sagst du dazu?



  1. 18. September 2009
    09:22 Uhr

    Permalink

    Georg Haller schreibt:


    Aber: Amazon vs. E-Verlage – 1:99000


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