Von Johannes
Android-Apps von Amazon & txtr
Allem Hype um das neue iPhone 4 zum Trotz – Apple konnte 1,7 Millionen Verkäufe innerhalb der ersten drei Handelstage vermelden, wobei die eigentliche Nachfrage bei weitem nicht befriedigt werden konnte – befinden sich Smartphones mit Android-Betriebssystem auf dem Vormarsch.
Im 1. Quartal 2010 sollen erstmals mehr Androiden als iPhones verkauft worden sein, praktisch wöchentlich werden neue Geräte mit dem freien Betriebssystem verfügbar gemacht – seit heute auch in der rundum überarbeiteten Android Version 2.2. Ein Wandel, der auch an der eBook-Industrie nicht vorbei geht: Gleich zwei neue Plattform-Apps erblickten heute das Licht vom Android Market.
Amazon stellte seine im Mai angekündigte Kindle for Android App online und zog mit Hauptrivalen Barnes & Noble gleich, die Nutzer ihrer Nook-Plattform schon seit Monaten mobiles Schmökern auf Android-Smartphones ermöglichen. Auch der aufstrebende Anbieter Kobo, dessen Lesegerät in den USA unter anderem auf Kosten von Sony bei Borders beworben und verkauft wird, ist bereits im Android-Universum beheimatet. Anders als mit ihrer iPad-App, die sogar schon kurz vor Verkaufsbeginn des Apple Tablet finalisiert war, ist Amazon hier also eher spät dran.
Kindle for Android bringt die von anderen Amazon-Apps bekannte (umfangreiche) Standardausstattung mit: Die Software synchronisiert geshoppte bzw. hochgeladene eBooks und Textstellung mit Amazon.com, offeriert diverse Anpassungsmöglichkeiten der Textanzeige (Schriftgröße, -font, hintergrund) und offeriert einen einfachen Zugang zum Kindle Store. Eine “InApp-Purchase Funktion” gibt es allerdings – noch – nicht, bei Bedarf muss über den Webbrowser eingekauft werden.
An dieser Stelle ist txtr schon weiter: Das Berliner Startup ermöglicht aus seiner ebenfalls heute veröffentlichten txtr Android App heraus bereits den Erwerb von gegenwärtig rund 20.000 deutschsprachigen eBooks. Gelesen werden können die Titel gegenwärtig “vernetzt” allerdings nur auf Android-Smartphones, iPhones oder (allerdings aktuell nur unkomfortabel hochskaliert) iPads – eine Online-Anzeige ist bei verschlüsselter Literatur (anders als bei Ciando) nicht möglich, der txtr Reader nach wie vor Zukunftsmusik.
Weil eBooks bei txtr allerdings im gängigen epub-Format mit Adobe-DRM vorliegen, lassen sich gekaufte Titel “manuell” auf praktisch alle aktuellen Lesegeräte übertragen und auf elektronischem Papier schmökern. Via Adobe Digital Editions ist auch eine Lektüre auf PC oder Mac möglich; in der Vielfalt der möglichen Lesegeräte steht txtr Amazon also in nichts nach, lediglich der Komfort variiert.
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30. Juni 2010
08:10 Uhr
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Jan schreibt:
Wenn’s nach Marktanteilen ginge, müsste es natürlich schon längst eine Kindle-App für Symbian geben, die noch immer weit weit in Führung liegen… Nicht dass ich eine haben wollen würde ;-)
2. Juli 2010
16:35 Uhr
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Chris schreibt:
Kindle ist eine super App. Gute Usability und große Auswahl. Mir macht es Spaß, damit Bücher zu lesen.