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21. August 2009 (Freitag) - von Johannes

Buchpreis-Nominierungen bei Libreka anlesbar

eBooks

dbp09_rgbDie mangelnde Verfügbarkeit von aktueller deutscher Belletristik in digitaler Form ist ein wesentlicher Grund dafür, dass der eBook-Markt hierzulande nicht recht vom Fleck kommt. Verantwortlich dafür sind nicht zuletzt Verlage, die dem neuen Medium aus verschiedenen Gründen zumeist skeptisch bis ablehnend gegenüber stehen und ihre Bücher nicht oder nur beschnitten als eBooks offerieren.

Das gilt auch für die 20 Romane auf der in dieser Woche bekannt gegebenen Longlist für den deutschen Buchpreis. Die meisten Kandidaten für die zur Frankfurter Buchmesse verliehene Auszeichnung sind bereits in gedruckter Form erhältlich, als eBook ist aber (noch) kein einziger der Texte zu haben.

librekaDas ist nicht unbedingt im Sinne vom Börsenverein des deutschen Buchhandels, Veranstalter der Buchmesse und Ausrichter des Buchwettbewerbs. Der Verband betreibt mit Libreka ein eigenes eBook-Portal, das mangels attraktiver Angebote aber ein Schattendasein führt. Regelmäßige Apelle an die Verlagsbranche trugen bislang nicht erkennbar zur Beseitigung dieses Missstands bei.

Immerhin macht Libreka das beste aus der Situation, versucht Lesefreunden im Rahmen der Möglichkeiten gute Inhalte anzubieten. So stellte man gestern eine Seite mit Leseproben aller Bücher der Longlist ins Netz. Die 20-30 Seiten langen Auszüge können als (kopierschutzfreie) DRM-Datei heruntergeladen und z.B. mit Adobe Digital Editions am Rechner gelesen oder auf eReader übertragen werden.

Kommt der Leser auf den Geschmack, muss er das Buch anschließend aber in Papierform ordern. Damit bringen sich die Verlage mutmaßlich selbst um Umsätze: Wer nach den ersten Seiten auf den Geschmack kommt, ist bei sofortiger (digitaler) Verügbarkeit des gesamten Buchs eher zum Kauf bereit als bei der Aussicht, mindestens ein paar Tage aufs Weiterlesen (im gedruckten Buch) warten zu müssen. MP3-Hörproben bei iTunes funktionieren hier genauso wie Gratiskapitel im Kindle-Store von Amazon, wo bei Interesse das komplette eBook mit einem Klick geshoppt, auf das Lesegerät geladen und ohne Zeitverzug weitergelesen werden kann.

Libreka führt aktuell eine Umfrage zur Zufriedenheit der Besucher mit Usabity und Funktionalität der Plattform durch, unter allen Teilnehmern werden 20 Gratis-Downloads verlost. Ohne ein umfangreiches Angebot mit deutschen Bestsellern kann Libreka.de aber auch eine optimale Bedienbarkeit nicht zum Erfolgsmodell machen.

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Zugeordnete Tags: Buchpreis • Libreka

Der Artikel "Buchpreis-Nominierungen bei Libreka anlesbar" wurde am 21. August 2009 (Freitag) um 12:55 Uhr von Johannes geschrieben. Johannes Haupt ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

2 Kommentare

Was sagst du dazu?



  1. 24. August 2009
    12:45 Uhr

    Permalink

    Olivera schreibt:


    Ich habe gerade an der Libreka-Umfrage teilgenommen und habe auch angegeben, welches eBook ich gerne gewinnen würde. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich meine eMail-Adresse angeben musste.


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