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Gratis eBooks zum Weltbuchtag

23.4.2010 - von - eBook News eBooks 7 Kommentare

buchhandlungDen heutigen Welttag des Buches begehen etliche Buchhandlungen, Bibliotheken, Verlage und Schulen mit (nach Möglichkeit absatzfördernden) Sonderaktionen. Auch einige eBook-Händler beteiligen sich, offerieren zeitlich begrenzt kostenloses Lesefutter.

librekaBeim vom Börsenverein selbst betriebenen Branchenportal Libreka gibt es den ersten Teil eines ???-Abenteuers zum kostenlosen Download. Die beiden weiteren Abschnitte des Jubliäumsbands (150.) “Geisterbucht” (zwei/drei) schlagen dann mit jeweils 4,99 Euro zu Buche, womit sich die Attraktivät des Libreka-”Sonderangebots” einmal mehr relativiert. Die Neuauflage einer ähnlich interessanten Promotionaktion wie zur Frankfurter Buchmesse, als es eine ganze Reihe Top-Romane und Sachbücher – darunter “Atemschaukel” von der zwischenzeitlich Nobelpreis-prämierten Hertha Müller – umsonst gab, steht noch aus.

buecher.de verschenkt zum Welttag des Buches seine 40 Literaturklassiker, für die normalerweise jeweils 99 Cent zu zahlen sind. Alle eBooks sind gemeinfrei und anderswo auch dauerhaft umsonst zu bekommen; trotzdem ist die gut aufbereitete Literatursammlung für Klassikerfreunde durchaus einen Blick wert. Ein kleines Ärgernis ist, dass man sich (wie bei allen Angeboten) für den Download zu registrieren hat.

Auch Beam eBooks nutzt den Weltbuchtag, um Interessierte mit einem kostenlosen eBook auf seine Seite zu locken. Dabei entschied sich Betreiber Christoph Kaufmann für schwere Kost: “Hugo. Der unwerte Schatz” (sonst 8 Euro) thematisiert in Romanform die Kindereuthanasie im 3. Reich.

Gegenüber der vor allem in den USA vielbeachteten Read An eBook Week ist das kostenlose digitale Literaturangebot zum Welttag des Buches (übrigens nur in Deutschland und Spanien am heutigen 23. April begangen) noch sehr überschaubar – sicherlich auch dem hiesigen Nischendasein von elektronischen Büchern geschuldet. Dabei wären gerade digitale Inhalte besonders prädestiniert für Promotionaktionen, welche hier sehr kostengünstig realisierbar wären – anstelle von Druck- und Logistikkosten für physische Literatur fielen nur äußerst überschaubare Trafficgebühren an.

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Der Artikel "Gratis eBooks zum Weltbuchtag" wurde am 23. April 2010 (Freitag) um 12:47 Uhr von geschrieben. Johannes Haupt (Xing / Twitter) ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

7 Antworten auf Gratis eBooks zum Weltbuchtag (zum Thread im Forum)

epiktet 23. April 2010 um 13:16 Uhr

Zur Info: Bei beam gäbe es ein weiteres eBook, das (noch) gratis angeboten wird: “Die Liebesnacht des Dichters Tiret” von Richard Breuer. Spielt 1788 und befasst sich mit dem Beginn der Französischen Revolution.

SkyDream 23. April 2010 um 14:10 Uhr

Hallo,
für die kostenlosen eBooks bei http://www.buecher.de muss man sich nicht nur registrieren, sondern auch noch Adobe Digital Editions installiert haben. Für mich ein Grund den Download gleich wieder abzubrechen. Ich brauch kein DRM bei eBooks, und ich kaufe auch nur eBooks ohne DRM.

Micro M 23. April 2010 um 17:19 Uhr

Da sieht man mal wieder, daß Argwohn angebracht ist, wenn einem angeblich etwas ‘ geschenkt ‘ wird.

Das kann man sich oft schenken…

SkyDream 23. April 2010 um 21:21 Uhr

Naja, so ganz ohne Registrierung ist das auch nicht. Habe iTunes für meinen iPod Classic ohne Account im Apple Store. Aber ohne Account kann man die Books nicht ins iTunes laden. Dazu muss erst ein Account erstellt werden.

Nudelsuppe 24. April 2010 um 11:59 Uhr

Hallo SkyDream,

das stimmt natürlich – allerdings bist du dann auch kein Kunde für iPhone und iPod touch :)

Es gibt auch Apps, die selbst eine Registrierung verlangen bzw. Daten des Anwenders “abfragen” – die sind ja alles wertvolles Material.

Darf man durchaus kritisch sehen, vor allem gefällt mir die Vorstellung nicht, wenn *ein* Anbieter (Amazon zum Beispiel) meine Bibliothek “kennt”. Von solchen Unfällen wie die Löschung eines erworbenen Buches auf meinem Gerät abgesehen.

Die Restriktionen durch DRM müssen m. E. definitiv fallen – ich glaube, auf diesen Seiten gab es einen ziemlich guten Artikel darüber, wie Verlage derzeit das E-Book eher aufhalten wollen. Das hängt meines Erachtens auch mit der eingeschränkten Lesezeit zusammen: Musik kann man nebenhei hören, ein Buch verlangt ungeteilte Aufmerksamkeit und ist zudem “lang”. Der “Preis pro Minute/Stunde” ist bei Büchern unschlagbar, kein anderes Medium für den Konsumenten so preiswert.

Ich glaube, das könnte sich mit den E-Books ändern, das heißt – mehr multimediale Inhalte (Siehe “Alice in Wonderland” für das iPad), kürzere und schneller zu produzierende Texte und damit schneller zu konsumierende Bücher. Bei “Alice” ist zum Beispiel die Frage, wie viele Käufer tatsächlich das Buch lesen und sich nicht nur ab und zu die interaktiven Elemente ausprobieren.

Gleichzeitig dürfte das digitale Medium den Sammeltrieb noch eher ansprechen – die Materie Buch ist schwer und raumgreifend, Stapel ungelesener Bücher wachsen schnell und lassen einen verzweifeln, wann man denn das alles lesen soll.

Im immateriellen digitalen Raum verschwinden diese Aspekte oder werden zumindest weniger augenfällig. Die sofortige Verfügbarkeit zusammen mit einem günstigeren Preis befriedigt zudem eine kurze Aufmerksamkeits-Spanne der Neugier: Man entdeckt etwas, findet es interessant und im nächsten Augenblick ist es für kleines Geld heruntergeladen. Das wird wahrscheinlich das Geschäftsmodell bei E-Books sein (müssen). Ob es einem gefällt, oder nicht.

Herzliche Grüße,
MM

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