Von Johannes
iBooks: Das Angebot wächst
Unter großem Interesse von Medien und Öffentlichkeit kam heute morgen das iPad in den deutschen Handel. Erhältlich ist das ab 499 Euro teure Apple Tablet in verschiedenen Elektronikmärkten (MediaMarkt, Saturn, …), bei Fachhändlern wie Gravis sowie auf apple.com – an vielen Stellen ist das iPad allerdings bereits vergriffen, auch bei einer Bestellung im offiziellen Online-Shop hat man sich auf mehrere Wochen Lieferzeit einzustellen.
Schon Anfang der Woche machte Apple seine eBook-App iBooks im deutschen App Store verfügbar. Wurden hier Anfangs nur gemeinfreie eBooks aus dem Fundus vom Project Gutenberg offeriert, ist pünklich zum iPad-Verkaufsstart auch eine ordentliche Auswahl kommerzieller deutschsprachiger eBooks erhältlich.
Bereits verfügbar ist das Angebot der beiden Großverlage Random House (Bertelsmann) und Bastei Lübbe – zusammen genommen über 2.000 Titel, von denen im konkurrierenden Kindle Store nach wie vor jede Spur fehlt. Überhaupt hat Amazon mehr als ein halbes Jahr nach dem deutschen Kindle-Verkaufsstart gerade einmal rund 1.000 eBooks in deutscher Sprache im Sortiment, bei denen es sich zudem teilweise um Public Domain Titel handelt; und das, obwohl verschiedene große Publisher (unter anderem auch Bastei Lübbe) schon vor Monaten ihr Angebot bereitstellen wollten.
Auch abseits von iBooks, welches Apple in den USA bereits für (einen Mac besitzende) Self Publisher geöffnet hat, kann sich das Literaturangebot auf dem iPad sehen lassen. Die zahlreichen fürs iPhone publizierten “Ein-Buch-Apps” von textunes und Heubach (Blue Panther eBooks) sind auch auf dem iPad lesbar, mit der kostenlosen txtr App lassen sich dank Adobe DRM Support praktisch alle derzeit digital verfügbaren Bücher schmökern. Weil das Berliner Unternehmen seine fürs 9,7″ Display optimierte “txtr for iPad” App aber nicht pünktlich zum deutschen iPad-Rollout finalisierte (soll in den nächsten Tagen kommen), ist das Leseerlebnis hier noch ausbaufähig.
Für Vielleser (Industriesprache: “Serious Reader”) wird das iPad ohnehin nicht erste Wahl werden – LCD-Display und Formfaktor prädestinieren das Tablet eher zum Surfen, Spielen und und kurzweiliges multimediales Entertainment als für 1:1 Adaptionen von Romanen, wie sie im iBookstore zu finden sind. Umso intensiver experimentieren Publisher mit “angereicherten” Textformen (implementierte Videos, Interaktivität, …), die insbesondere im Sachbuchbereich zum (lukrativen) Königsweg werden könnten; auch erste Romane sind bereits tablettauglich umgesetzt.
<via heise, Börsenblatt>
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9 Kommentare
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31. Mai 2010
08:17 Uhr
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Bigboo73 schreibt:
irgendwie interessant. Wenn man wenig text und viel Bilder hat funktioniert das Konzept. Anleitung, Kinderbuch, Sachbuch…
31. Mai 2010
08:17 Uhr
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Bigboo73 schreibt:
ich meine das Video ;)
31. Mai 2010
17:34 Uhr
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Thomas Knip schreibt:
“ist das Leseerlebnis hier noch ausbaufähig”
Das ist ein sehr schöner Euphemismus. :D
3. Juni 2010
06:01 Uhr
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Christian schreibt:
“Erhältlich ist das ab 499 Euro teure Apple Tablet”
Was ist daran teuer? Das ist ja wohl verdammt günstig. Ich habe das iPad und lese damit wunderbar alle Nachrichten, Websites etc. Finde die Beiträge hier immer sehr Anti-iPad-lästig.
Es hat nie jemand behauptet, dass das iPad ein perfekter ebook-Reader wäre…