3. November 2009 (Dienstag) - von Michael
Mehr eBooks als Spiele: Revolution im App Store
In den Monaten September und Oktober wurden im Apple AppStore mehr elektronische Bücher veröffentlicht als Spiele. Das berichtet MacLife und beruft sich dabei auf aktuelle Statistiken des Monitoring-Tools Flurry. Konkrete Zahlen nennt das Magazin allerdings nicht.
Demnach seien Bücher zwar schon seit längerer Zeit ein gut gefüllter Bereich im AppStore gewesen, trotzdem hätte die Anzahl an Neuveröffentlichungen in den vergangenen zwei Monaten deutlich zugenommen. Das ist ungewöhnlich, da Branchenkenner bisher davon ausgegangen sind, dass mit Einführung der In-App-Verkäufe, also Einkäufe innerhalb der Applikation und nicht innerhalb des AppStores (s. Iceberg Reader), vor ein paar Wochen eher das Gegenteil bewirkt wird.
Doch wie es aussieht, setzen die meisten Verlage auch weiterhin auf einzelne und vor allem kostenpflichtige Buch-Applikationen. Über den Grund kann nur spekuliert werden. Demnach scheinen die Unternehmen davon auszugehen, dass sich mit einzelnen Anwendungen mehr Umsatz erzielen lässt als mit einer Basis-App, über die der iPhone-Nutzer weiteren Lesestoff herunterladen kann.
Derzeit sind im AppStore mehr als 10.000 einzelne eBooks gelistet. Neben den neuen Irrtümern der Allgemeinbildung auf Platz 1 sind dort auch die 182 Märchen der Gebrüder Grimm und Winnetou von Karl May zu finden. Unendliches Lesevergnügen versprechen hingegen die Macher des kostenlosen Stanza-Readers. Mit Hilfe der Applikation können Nutzer nicht nur kostenlose Bücher wie beispielsweise Leseproben aktueller Werke auf ihr iPhone herunterladen, sondern auch eine ganze Reihe an kostenpflichtigen Büchern.
Es bleibt abzuwarten, ob sich der Trend der Verlage, eBooks als einzelne Anwendungen im AppStore anzubieten, auch in den kommenden Monaten weiter fortsetzen wird. Für den Leser ist es hingegen alles andere als sinnvoll, für jedes Buch einen eigenen Reader herunter zu laden.
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Der Artikel "Mehr eBooks als Spiele: Revolution im App Store" wurde am 3. November 2009 (Dienstag) um 19:30 Uhr von
Michael geschrieben.
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19. Januar 2010
08:51 Uhr
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Alois Röhrl schreibt:
zum Zitat:”Für den Leser ist es hingegen alles andere als sinnvoll, für jedes Buch einen eigenen Reader herunter zu laden.” Das gilt m.M nach doch auch für die Hardware Reader. Es ärgert, dass man ständig sich neu anmelden und autorisieren muss (Sony library, Adobe Digital Edition) und es xtrem erschwert ist, z.B. auf dem Laptop GEKAUFTE Bücher auf das am Desktop autorisierte Gerät zu bringen. DRM ist NICHT die Lösung fürs eBook Lernen von der Musikindustrie; bzw. deren Fehlern.