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Pocketbook: eBooks von Libreka, 3G von o2

12.10.2010 - von - eBook News eReader 3 Kommentare

pro602Drei Wochen vor dem Verkaufsstart seiner neuen eBook Reader Generation announciert Pocketbook einen tiefgreifenden Content Deal. Die Börsenverein-Plattform Libreka – jüngst unter die Großhändler gegangen – wird  ihr gesamtes eBook Sortiment von gegenwärtig über 30.000 Titeln in den Pocketbook eBook Store bookland.net einbringen. Auch im Bezug auf die Konnektivität gibt es Neues.

bookland.net hatte bislang nahezu ausschließlich englischsprachige Literatur und Public Domain Titel im Angebot – ein wesentlicher Kritikpunkt bei unserem Test des Pocketbook 302. Der unzureichend befüllte Pocketbook eBook Store machte im Endeffekt doch einen “konventionellen” Online-Einkauf von digitaler Literatur notwendig; der Komfort-Mehrwert einer integrierten Lösung kam nicht zum tragen.

iq_Mit Libreka konnte Pocketbook nun einen Partner gewinnen, der im B2B-Geschäft bestens aufgestellt ist. Nahezu alle deutschen Verlage sind mit ihren eBooks bei Libreka im Boot – und damit bald auch auf den neuen Pocketbooks 602, 603, 902, 903 und dem Surf-Tablet Pocketbook iQ zugänglich.

Im Zuge der Kooperation befindet sich Pocketbook bei aktueller deutschsprachiger Literatur absolut auf Augenhöhe mit den ebenfalls vor der Tür stehenden Acer Lumiread (Libri) und Oyo (Thalia). Darüber hinaus sind auf bookland.net bzw. über den integrierten Pocketbook eBook Store auch noch 200.000 englischsprachige Titel sowie 30.000 kostenlose eBooks verfügbar. Clou: So wie sonst nur im Kindle Store lassen sich die Public Domain Titel auch übers Mobilfunknetz kostenlos herunterladen.

pro902In den beiden 3G-Modellen Pocketbook 603 und Pocketbook 903 wird eine o2-Simkarte stecken. Wie Pocketbook Deutschland Chef Anatoli Loucher im Gespräch mit lesen.net erläuterte, werden Downloads aus dem gesamten bookland.net Store – ausdrücklich inklusive der Gratis Titel – auch übers UMTS-Netz kostenlos möglich sein. Darüber hinaus sollen einzelne Websites (u.a. Wikipedia) für die mobile Gratis-Nutzung freigeschaltet werden; zu einem späteren Zeitpunkt sollen dann auch reguläre Datentarife fürs vollumfängliche mobile Surfen angeboten werden.

kindle-front-graphiteDer reichhaltige Fundus an gratis eBooks gilt als ein Schlüssel für den Erfolg der Kindle-Plattform: Die zehntausenden komplett kostenlosen Titel erhöhen die Attraktivität der Kindle-Lesegeräte, auf denen dann natürlich auch kostenpflichtige eBooks geschmökert werden. Kostenlose Kindle Books sind so populär, dass Amazon (analog zu Apple im iBookstore) vor einigen Monaten seine Bestsellerliste zweiteilte – die vorderen Plätze waren zuvor mehrheitlich von Gratis-Lektüre belegt.

In Deutschland sind über den Kindle bislang nur einige wenige zudem englischsprachige Titel kostenlos downloadbar – unvorteilhafte Datendeals verhindern wohl eine Ausweitung des Angebots. Überhaupt steht hinter dem Verschenken von Literatur auf eigene Übertragungskosten natürlich immer eine Mischkalkulation: Ist das Verhältnis von kostenlos geladener und regulär gekaufter Literatur allzu schief, wird auch Pocketbook seine Konditionen möglicherweise noch einmal überdenken müssen.

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Der Artikel "Pocketbook: eBooks von Libreka, 3G von o2" wurde am 12. Oktober 2010 (Dienstag) um 14:52 Uhr von geschrieben. Johannes Haupt (Xing / Twitter) ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

3 Antworten auf Pocketbook: eBooks von Libreka, 3G von o2 (zum Thread im Forum)

Passepartout 12. Oktober 2010 um 20:36 Uhr

Danke für den Artikel, ließt sich wesentlich knackiger wie die Pressemitteilung. Dazu gibt es noch ein mehr an Informationen.
Klar Gratisbücher können durch den Trafic auch teuer werden. Ich bin da eher so aufgestellt das ich mir sage für “Gratisbücher” gibt es auch mal eine “Spende oder Donation” und zwar an den Ersteller und das ist meist http://www.gutenberg.org

Thomas Knip 13. Oktober 2010 um 11:15 Uhr

Die populären Gratisbücher sind bei Amazon aber häufig aktuelle Titel, die auch als Print erhältlich sind.

Ob dieses Vorgehen durch die
Buchpreisbindung bei uns möglich wäre, wage ich zu bezweifeln.

Die Gutenberg-Titel sind’s nicht, die den Kindle so beliebt machen.

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