Von Johannes
USA: Google eBooks ist da
Der amerikanische eBook Markt hat einen neuen mächtigen Mitspieler. Google hat heute seine langerwartete eBook-Plattform an den Start gebracht. Nach einer Umbenennung in letzter Sekunde firmiert das bislang unter dem Namen Google Editions laufende Projekt nun als Google eBooks – im eBookstore sind vom Start weg rund drei Millionen Titel zu finden, darunter allerdings “nur” rund 200.000 kommerzielle eBooks.
Sagenhafte 2,8 Millionen Online-Bücher stammen aus dem nicht unumstrittenen Digitalisierungsprojekt von Google; den reichhaltigen Fundus eingescannter Dokumente ohne beziehungsweise mit abgelaufenem Copyright hatte Google in der Vergangenheit auch schon anderen Plattformbetreibern (etwa Sony und Barnes & Noble, nicht aber Amazon) bereit gestellt, die mit den Gratis-Titeln die Gesamtattraktivität ihres Sortiments steigerten. Die Anzeigequalität der teilweise mehrere Hundert Jahre alten Dokumente ist allerdings durchwachsen.
Das kommerzielle Sortiment nimmt sich mit gegenwärtig 200.000 Titeln zwar vergleichweise bescheiden aus (für US-Verhältnisse), jedoch sollen schon heute alle großen Verlage im Boot sein – entsprechend vollständig präsentiert sich bereits die obligatorisch abgebildete New York Times Bestsellerliste.
Alle Großverlage mit Ausnahme vom Marktführer Random House (Bertelsmann) sind mit dem Agency Model dabei, berichtet Wired: Hier legen die Verlage selbst das Pricing ihrer Titel fest, Google fungiert nur als Vermittler. Auch bei Amazon legen die Publisher (gegen heftige Widerstände vom Unternehmen aus Seattle) inzwischen mehrheitlich selbst die Preise ihrer eBooks fest – ein heftiger Preiskrieg zum Vorteil der Konsumenten wie vor ein paar Monaten in Großbritannien ist mit dem Markteintritt von Google also nicht zu erwarten.
Bei Google eBooks offerierte Titel können online (rechts ein Screenshot der flashbasierten Buchanzeige) sowie mittels Apps auf Android- und iOS-Geräten geschmökert werden – anders als Google zu vermitteln versucht ist das nichts wirklich besonderes, eine ähnliche Multiplattformstrategie fahren allein in den USA mit Sony, Barnes & Noble, Amazon und Kobo/Borders gleich vier weitere Unternehmen.
Lobenswert, aber ebenfalls keineswegs einzigartig ist die Nutzung der offenen und weitverbreiteten epub- und pdf-Formate für Download-Inhalte – anders als noch im Frühling kolportiert geht Google auch hier keine eigenen Wege, alle gekauften eBooks können auch heruntergeladen und auf dedizierte Lesegeräte transferiert werden (bleiben also keinesfalls in der Cloud). Adobe announcierte heute morgen die dazu passende Kooperation: Verlage können ihre Google eBooks auf Wunsch mit Adobe DRM verschlüsseln lassen. Damit sind Google eBooks auch auf allen hierzulande gängigen Lesegeräten (mit Ausnahme vom Kindle) nutzbar.
Google eBooks ist von heute an in den USA verfügbar, ein internationaler Start ist fürs erste Quartal 2011 (Januar-März) geplant. Entsprechend finden sich die Leseapps gegenwärtig nur auf den amerikanischen Marktplätzen, und auch das eBook-Sortiment ist arg eingeschränkt – Interessierte mit deutscher IP bekommen lediglich einige Gratis-Titel angezeigt, die immerhin auch online gelesen und gedownloadet werden können.
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6. Dezember 2010
19:50 Uhr
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Spuernase schreibt:
“Interessierte mit deutscher IP bekommen lediglich einige Gratis-Titel angezeigt…”
In der Tat, in der Rubrik “Computer und Internet” ist der jüngste Titel von 1824…
7. Dezember 2010
00:32 Uhr
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carokann schreibt:
Hoffen wir auf europäische Gedankenfreiheit.
Digitize it!
7. Dezember 2010
00:45 Uhr
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carokann schreibt:
Ich habe gerade das epub von Jane Austen´s “Pride & Prejudice” geladen und per calibre auf meinen SONY PRS-300 übertragen.
Die Qualität des Texts ist sehr gut, Kapitel vorhanden. Das Cover ist weniger gut.
Insgesamt macht google einen grossen Schritt für die Menschheit:
JEDER MENSCH HAT DAS RECHT AUF DAS GESAMTE WISSEN DER MENSCHHEIT.
7. Dezember 2010
09:36 Uhr
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Michael Müller schreibt:
Leider ist auch die passende iPhone-App im deutschen iTunes Store noch nicht zu haben. Schade, hätte das gerne mal auprobiert.
7. Dezember 2010
09:39 Uhr
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Daniel Lenz schreibt:
Dass nur 200.000 Paid-Titel drin sind, ist eine Wired-Info, die allerdings nicht belegt wird. Geplant waren 400.00 Paid-Titel zum Start: http://www.buchreport.de/nachrichten/online/online_nachricht/datum/2010/10/05/buchhaendler-sind-entscheidend-fuer-das-modell.htm
7. Dezember 2010
09:39 Uhr
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Daniel Lenz schreibt:
Meinte natürlich 400.000
11. Dezember 2010
13:11 Uhr
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Bigboo73 schreibt:
nehmt doch einfach ein Programm was die IP verändert, dann könnt ihr reinschauen ;)
anonymouse.org
damit sollte das funktionieren
17. Dezember 2010
17:28 Uhr
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fk schreibt:
Schöne Zusammenfassung. Hab´s mal in meine Gedanken zur Zukunft des Buches einfließen lassen…
http://alrightokee.de/ideen/the-medium-is-the-massage/
3. Januar 2011
05:13 Uhr
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Hannes schreibt:
“announcierte” – wirklich? sorry, aber das tat mir gerade sehr in den Augen weh :(
23. März 2011
21:08 Uhr
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samy schreibt:
Ip-Sperre?? Da sag ich nur hidemyass…