Von Johannes
Acer LumiRead auf der Ifa, ab Oktober zu haben
Mit einem psychedelisch angehauchten Promovideo (unten) läutete Acer Deutschland gestern Abend den hiesigen Rollout vom Acer LumiRead ein. Der mit 3G- oder WiFi-Modul erhältliche Sechs-Zoller wird auf der Internationalen Funkausstellung (3-8. September in Berlin) erstmals einem breiten Publikum vorgestellt, nachdem das Lesegerät bislang nur auf der taiwanesischen Fachmesse Computex in Natura zu sehen war. Im Oktober soll dann der Verkauf starten – angeblich auch über eine große deutsche Buchhandelskette.
Der Acer LumiRead verfügt über einen eingebauten ISBN-Scanner, womit das Lesegerät für Multichannel-Buchhändler (Verkauf offline wie online) geradezu prädestiniert ist. Unserer Quelle zufolge wird das Gerät im Oktober ins Programm eines großen Filialisten genommen; allerdings soll es sich nicht um den Thalia-Reader handeln, welcher ebenfalls auf der Ifa vorgestellt wird. Die nächste naheliegende Alternative wäre Hugendubel, die in der Vergangenheit immer mal wieder ihre Fühler in den eReader-Markt ausstreckten; so wurde zur Ifa 2009 eine Kooperation zwischen Hugendubel und iRiver publik, der iRiver Story war (neben Cybook Opus und diversen Sony Lesegeräten) lange Zeit auch in den drei Dutzend vorwiegend süddeutschen Hugendubel-Filialen erhältlich.
Acer bestätigte uns die Präsentation auf der Ifa sowie den Verkaufsstart vom Acer LumiRead im Oktober, wollte aber darüber hinaus keine Angaben zu Modalitäten und Pricing machen. Unsere gewöhnlich gut informierte Quelle hörte von einem Verkaufspreis um 250 Euro, “zu 99%” wird der 3G-Zugang zum angeschlossenen eBook-Shop nebst Literaturdownloads kostenlos sein – hier dürfe Amazon mit seinem Kindle Store Modell ein Vorbild für die ganze Branche sein (müssen).
Auch hinsichtlich Erscheinungsbild und Specs (2 Gbyte Speicherplatz, QWERTY-Tastatur) stand Amazon für den LumiRead offensichtlich Pate – allerdings mit seinem “alten” Kindle 2. Die neue Kindle-Generation wurde nicht nur technisch aufgemöbelt, sondern ist mit 140 Euro (Wi-Fi) bzw. 190 Euro (Wi-Fi + 3G) auch preislich ganz weit vorne. Acer wird dem wohl “nur” den Zugang zu einem umfangreichen deutschsprachigen Literaturangebot sowie den ISBN-Scanner entgegen halten können – keine leichte Entscheidung für Lesefreunde.
Dabei ist längst nicht nur zwischen zwei Produktphilosophien zu wählen: Allein zur Ifa wird mindestens ein halbes Dutzend Hersteller – darunter Medion, Pocketbook, Archos und wohl auch Sony – neue eBook Reader präsentieren. Wir sind natürlich ebenfalls vor Ort und werden die schöne neue Readerwelt auf lesen.net beleuchten.
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12 Kommentare
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26. August 2010
01:24 Uhr
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carokann schreibt:
Zitat:
Mit einem psychedelisch angehauchten Promovideo…
Psychedelisch? , mich erinnerte dies wegen der “stalkenden” Kameraführung an den Anfang eines TATORTS!
Das Gerät sieht leider wenig romantisch aus, vielleicht würden wählbare Umschläge helfen, gerne auch aus Stoff.Lese gerade Foer´s “Tiere essen”.
Geräte, die über 200 Euro kosten werden wohl wie blei in den Regalen liegen bleiben, oder auf den Ständern. -)
Ich hoffe ja auf den neuen Medion, dass ihn ALDI für 100 Euro zu 100.000 + zu Weihnachten verkauft. Aber wehe es ist ein Schminkspiegel! Für kein Geld der Welt…
26. August 2010
11:39 Uhr
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André schreibt:
Und noch so ein billig Design. Hmm vielleicht bin ich ja der einzige der so denkt, aber diese ganzen E-Reader Schalen in ihrem billig wirkenden Plastik Gehäuse sind echt einfach nur hässlich. Bisher haben wohl nicht allzu viele Firmen begriffen, dass das Design für viele Menschen entscheidender Kauffaktor ist. Apfel hats doch nun schon seit Jahren vorgemacht, Design muss für technisches Spielzeug kein Fremdwort sein….ach schade nur das der QUE READER gecancelt wurde…
28. August 2010
17:11 Uhr
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Rene schreibt:
Ich sehe es wie André: Meine Kaufentscheidung hing sehr von Design und Haptik ab. Die Sonys wirken auf mich sehr edel und wertig in ihrem Metallgehäuse. Wird auch auf Dauer nicht “schmuddelig” wie manche Plastikgeräte.
2. September 2010
17:16 Uhr
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Jochen schreibt:
Der große Vorteil scheint doch die Anzahl der deutschen Bücher sein, die man dank des Libri Shops erhält.
Der Preis sollte jedoch unbedingt an den Kindle angepasst werden – dann wird das Gerät im deutschsprachigen Raum wohl ein Hit werden.