Von Johannes
ASUS: eBook Store von txtr
Großer Wurf für txtr: Das Berliner eBook Startup hat eine europaweite Vertriebspartnerschaft mit dem Elektronikkonzern ASUS an Land gezogen. eBook Reader der Taiwaner – das erste verfügbare Modell wird wohl auf den Namen DR900 hören – wird txtr mit seinem schon heute reich befüllten eBook Store bedienen.
Wie die Wirtschaftswoche am Samstag exklusiv meldete, wird die Kooperation auf der kommenden Internationalen Funkausstellung publik gemacht. Auf der Ifa dürfte auch wiederum der schon zur Cebit ausgestellte ASUS Digital Reader 900 zu sehen sein, dessen Verkaufsstart seinerzeit aufs 3. Quartal (= bis einschließlich September) terminiert wurde.
Der Wert dieser Vertriebspartnerschaft ist gerade aus Nutzersicht nicht zu unterschätzen: Dass ein integriertes WLAN- oder 3G-Modul noch lange keinen komfortablen Zugang zu Lesenswertem garantiert, mussten in den letzten Monaten unter anderem Käufer vom Pocketbook 302 (nur gemeinfreie Titel), vom Kindle 2 (nur englische eBooks) und vom Onyx Boox 60 (gar kein eBook Store) schwerzlich erfahren. Wer einen ASUS DR900 shoppt, wird sich nun immerhin einer Auswahl von rund 5.000 größtenteils aktuellen deutschsprachigen eBooks +130.000 englischen Titeln sicher sein können.
txtr tritt in der Praxis dabei nicht mit der eigenen Marke in Erscheinung: Lesefreunden wird der Eindruck vermittelt, ihre eBooks stammen direkt von ASUS. Damit macht txtr einen weiteren Schritt in die Dienstleister-Ecke, möchte seine eigenen Pläne vom vernetztem Lesen nebst eigenem (txtr) Reader aber noch lange nicht begraben. Am Sechs-Zoller soll weiterhin fleissig geschraubt werden, als Releasetermin steht nach wie vor 2010 im Raum.
<via Golem>
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13 Kommentare
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31. August 2010
09:27 Uhr
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Timo schreibt:
Nanu, nur 5000 deutschsprachige? Da ist ja Amazon Kindle mit ca. 7000 Stück besser bestückt, zumindest liefert das momentan die Suche nach “Kindle “German Edition”". Unterscheiden die beiden sich bzgl. der Art der Bücher, d.h. bekommt man bei Txtr aktuelle Bücher, bei Amazon nicht? Beide Shops sind leider so unübersichtlich, dass es mir auf die Schnelle nicht gelungen ist diesbezüglich was zu erkennen :-(
31. August 2010
14:51 Uhr
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Mitschel schreibt:
Selbst wenn txtr dieses Jahr doch noch mit ihrem Reader anwackeln bleibt die Frage ob ihre geringe Stückzahl die angemessene Preise generiert wie es der Verkäufer gern zahlen möchte. hmpf, nach dem Txtr, kam das Wepad Fiasko.. Die Berliner Kleinunternehmen machen nicht gerade gut von sich reden.
Und dann war da noch Plasticlogic…
Die einzige Firma auf die man sich noch verlassen kann ist anscheinend nur Pocketbook. Bleibt zu hoffen das sie ihren neuen Wacom reader denn endlich auf den Markt bringen. Er wird schon sehnlichsts erwartet.
31. August 2010
21:53 Uhr
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Bigboo73 schreibt:
Also von einem gut gefüllten ebookstore habe ich bei txtr nichts gemerkt. Wenn man genügend Auswahl haben will, ist man leider immer noch auf Adobe DE und epub angewiesen. Selbst ibooks ist besser gefüllt, über Kinde Store brauch man noch kein Wort verlieren.
31. August 2010
21:56 Uhr
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Bigboo73 schreibt:
Nachschlag: habe gerade mal geschaut, für mich als Leser von Sci Fi und Fantasy stehen satte 37 Bücher zur Auswahl, da kann ich richtig loslegen ;)
1. September 2010
08:32 Uhr
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Icke schreibt:
@Mitschel
Ist denn das WeTab inzwischen begraben?
Das Pocketbook noch da ist, ist nicht verwunderlich, das ist kein frisches Startup, in Russland sind sie wohl mit 40% vor Sony Marktführer.
1. September 2010
15:59 Uhr
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Thomas Knip schreibt:
Hatte txtr nicht mal damit geworben, sie hätten den größten Shop für deutschsprachige eBooks? Bei 5000 Titeln wäre das etwas arg vollmundig.
Wünschenswert wäre es ja, wenn hier noch weitere Kooperationen mit anderen Distributoren endlich geschlossen werden könnten.
1. September 2010
21:35 Uhr
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Rob schreibt:
Den txtr store kann man noch nicht mal ordentlich durchsuchen… wollen sie vielleicht auch nicht bei der mageren Auswahl ;)
2. September 2010
09:45 Uhr
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paradoxus schreibt:
Zumindest eines kann txtr wirklich meisterhaft: Mittels pompöser Ankündigungen heiße Luft produzieren. Auch wenn dann beim Konsumenten nur ein laues Lüftchen ankommt, wenn überhaupt was ankommt. 2680 Einträge bei Belletristik… wow.
Und bei ihrem Reader ist wohl viel mehr schief gelaufen als nur ein “zu teures” WLAN-Modul. Die txtr-Leute toppen inzwischen locker die verpeilte Informationspolitik von Bookeen (“kommt im Laufe des Jahres” — nur welches Jahr wird nicht gesagt). Aber da ging es nur um die Firmware-Updates, Reader (mit fast den gleichen Specs von txtr) hatten die immerhin ;-)
2. September 2010
13:04 Uhr
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Icke schreibt:
@paradoxus
Und dann nehmen die Honks von Bookeen auch noch die wichtigste Funktion, den Rand eines PDF’s abzuschneiden, wieder raus! :(
Auf den Orizon hab ich auch Monate gewartet, nu hab ich den K3, Pech gehabt.
2. September 2010
20:12 Uhr
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Wolfgang schreibt:
*g* die Jungs von TXTr sind schon fast selbst einen Roman wert. Für was sie diesen ganzen Unfug betreiben bleibt fraglich. Persönliche Vermutung: irgendwo zwischen Fördergelder kassieren und für ihren mickrigen Shop werben.
Die momentane Ankündigung der Vaporware 2.0 TXTr Reader ist eigentlich nur noch einen müden Lächler wert. Der Reader hat nun seit über 9 Monaten “Produktionsprobleme” (guter Gott, was ist denn mit der Produktionsfirma im fernen Osten passiert?) und kommt “im Laufe des Jahres” um einen Preis von 300 EURO. *g* HALLO? Ich sage nur Kindle 3 mit Annotationen und Wlan um unter 150 EURO.
Selbst die Wikipedia hat diesem Farce schon eine eigene Seite spendiert:
http://de.wikipedia.org/wiki/Txtr#Verschiebungen_des_Liefertermins
3. September 2010
09:27 Uhr
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paradoxus schreibt:
@Wolfgang Danke für den Hinweis, das ist wirklich ein netter Eintrag. Schön auch, dass aufgeschlüsselt wird wie die txtraner, abgesehen von Erdbeben und Bürgerkrieg, offenbar fast jede mögliche Ausrede für das Nichterscheinen ihres Readers bereits genutzt haben. Selbst, wenn das noch was kommt, ich hätte so meine Bedenken, einer solchen Firma noch was abzukaufen ;-)
Aber hätte ich eine PR-Firma, ich würde die fleissig abwerben, der Hype war anfangs super: kewle Jungs, flott auf englisch parlierend, die Revolution verkündend über Web 2.0 und dann noch aus Deutschland (Berlin!!). (Leider ist ihnen und ihrer frisch engagierten “Öffentlichkeitsarbeiterin” dann leider irgendwann das Blog um die Ohren geflogen, bis sie Kommentare abschalteten — da war es mit dem Mitmachweb und so schnell vorbei ;-)