Von Johannes
B&N eReader: Release im November, mit Android-OS?
Nachdem der globale Kindle-Rollout in den letzten Tagen die (IT-)Schlagzeilen bestimmte, bringt sich nun auch Amazons größter Gegenspieler auf dem US-Markt ins Gespräch. Die Buchhandelskette Barnes & Noble, mit rund 800 stationären Filialen Marktführer in den Vereinigten Staaten, soll schon im nächste Monat ein innovatives neues Lesegerät ins Sortiment nehmen.
Das meldete gestern das Wall Street Journal unter Berufung auf “Leute, die mit der Sache vertraut sind.” Demnach handele es sich beim B&N Reader um einen Sechs-Zoller mit Touchscreen-Display, integriertem 3G-Modul und virtueller Tastatur – soweit nichts Spektakuläres, entsprechende Funktionalitäten (bis auf die Wireless-Anbindung) bringt etwa auch der Sony Reader PRS-600 mit. Interessant wird es aber beim Blick unter die Haube.
Denn das Lesegerät soll mit dem Google-Betriebssystem Android laufen, erfuhr Gizmodo von einem (angeblichen) B&N Entwickler. Neben ausgezeichneten Verwaltungsmöglichkeiten für digitale Literatur wäre der zentrale Mehrwert ein drahtloser Zugang zum Android Market Place mit gegenwärtig über 10.000 Appikationen.
Damit wäre der B&N Reader weit mehr als ein dediziertes Lesegerät, sondern eher ein Taschencomputer mit besonderen eReading-Qualitäten. Denn wie in Kindle & Co soll auch im Lesegerät der Buchhandelskette ein e-Ink Display verbaut sein. Technologiedemos zeigten diese Kombination bereits in Natura, die Usability von eher trägen e-Ink Panels im Verbund mit einem vollwertigen Betriebssystem wird sich aber erst noch beweisen müssen.
Der Ansatz – sollte die Quelle der Kollegen zuverlässig und die Information korrekt sein – verdient jedoch Anerkennung, gerade softwareseitig gibt es bei aktuellen Lesegeräten viel Nachbesserungsbedarf. Selbst der höchst erfolgreiche Amazon Kindle 2 lässt so rudimentäre Funktionen wie Ordner-Managment vermissen.
Das Lesegerät von Barnes & Noble ist übrigens nicht zu verwechseln mit dem Plastic Logic Reader und dem iRex Digital Reader 800. Diese Lesegeräte greifen exklusiv auf den eBook-Store von B&N zu, werden aber nicht aktiv von der Buchhandelskette vermarktet.
<via Golem>
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4 Kommentare
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14. Oktober 2009
12:36 Uhr
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Leser schreibt:
Klasse Idee! – allein eine simple Mail & Kalendar-Funktion würde mir ausreichen.
So lernt man wieder Briefe statt Mails zu schreiben – ePaper eben.
Mit dem Kindle geht es über einen Umweg mit dem Basic-Browser und GoogleMail.