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3. März 2010 (Mittwoch) - von Johannes

B’ook: eReader & Handy in Einem

eReader

shubook5Das B’ook (sprich: Schubook)  zählt sicherlich zu den skurrilsten Exponaten der diesjährigen CeBIT. Hersteller 1Cross hat praktisch alle Technologien in den kompakten Dual Screen Reader gesteckt, die dem chinesische OEM für die mobile Nutzung irgendwie nützlich erscheinen: eBook Reader und ein vollwertiges Smartphone auf Android-Basis nebst Online-Funktionen sind hier in einem Gehäuse vereint.

Das Bedienkonzept ähnelt dem vom Alex Reader: Auf einem 3,2″ LCD-Touchscreen (480×320px) werden Inhalte (eBooks, Websites, E-Mails, SMS, …) angezeigt, die sich auf das links platzierte 6″ E-Ink Display “drucken” lassen. Ein  QWERTY Soft Touch Keyboard ermöglicht dabei relativ komfortables Navigieren und Schreiben – das LCD-Panel wäre dafür auch viel zu klein. Als Betriebssystem kommt ein angepasstes Google Android zum Einsatz, womit eine relativ unkomplizierte funktionale Erweiterbarkeit gewährleistet ist.

shubookEinmalig macht das B’ook  seine Telefoniefunktionen. Über dem Farbdisplay wurde dafür ein kleiner Lautsprecherschlitz verbaut, unter der Tastatur befindet sich ein Mikrofon – dank VGA-Webcam ist sogar Videotelefonie drin. Dass mit dem B’ook am Ohr (trotz der Möglichkeit, das E-Ink Display nach hinten abzuklappen) einige Blicke auf sich ziehen dürfte, sollte einem dabei vor dem Kauf bewusst sein.

Der Großhandelspreis vom etwa 300 Gramm leichten Reader liegt bei 290 US-Dollar, 1Crosstech ist momentan weltweit auf der Suche nach Distributoren. Ein großer Makel auf dem Weg zum Verkaufserfolg scheint dabei ausgerechnet die Multifunktionalität: Das B’ook kann vieles ein bisschen, aber nichts richtig gut. Für komfortables Lesen fehlt es an seitlichen Blättertasten (nur möglich über den Touchscreen oder die Soft-Tastatur), Web-Browsing macht auf dem kleinen und nur mit Stylus bedienbaren LCD-Display wenig Spaß.

shubook4Hinzu kommt ein aus dem Soft Touch Keyboard resultierendes etwas minderwertiges Erscheinungsbild – aktuelle eBook Reader wie der Nook spielen da doch in einer anderen Liga. Ein größeres komplett berührungsempfindliches LCD-Panel mit virtueller Tastatur wie etwa beim Astri MyID scheint da die bessere Idee.

Zweifelhaft ist auch, ob eine Telefoniefunktion in einem zum elektronischen Lesen konzipierten Device dieser Größe Sinn ergibt – fürs “Immer-Dabei-Haben” fehlt dem Reader das Hosentaschenformat, an einem 2. dedizierten Handy/Smartphone (verbunden mit einer 2. Rufnummer und evtl. Vertragskosten) kommt man hier also kaum vorbei. Wirklich nutzbare All-In-One-Geräte erscheinen angesichts von Technologien wie Pixel Qi aber nur eine Frage der Zeit.


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Zugeordnete Tags: 1cross • B'ook • cebit10

Der Artikel "B’ook: eReader & Handy in Einem" wurde am 3. März 2010 (Mittwoch) um 13:22 Uhr von Johannes geschrieben. Johannes Haupt ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

5 Kommentare

Was sagst du dazu?



  1. 3. März 2010
    18:47 Uhr

    Permalink

    Bigboo73 schreibt:


    ok das scheint wirklich quatsch zu sein ;)



  2. 3. März 2010
    22:23 Uhr

    Permalink

    Microm schreibt:


    Skuril, was die Technik-evolution so hervorbringt. Die natürliche Auslese wird aber auch hier greifen.


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