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Bookeen HD FrontLight: Neuer Leucht-Reader von Thalia

31.10.2012 - von - eReader Topnews 10 Kommentare

Mit dem Bookeen HD FrontLight verkauft Thalia im Weihnachtsgeschäft einen interessanten Gegenentwurf zum Kindle PaperWhite und zum Kobo Glo. Der E-Book-Reader verfügt wie seine Rivalen über ein hochauflösendes E-Ink-Panel der Pearl-Generation und seitliche Beleuchtung, hat aber durchaus seine ganz eigenen Qualitäten.

[Update 11.11.12 Zum Testbericht]

Das Herzstück des Bookeen HD FrontLight ist zweifellos sein E-Ink-Panel (Pearl-Generation): Auf 6″ werden 1024x758px Bildpunkte dargestellt. Damit ist der HD FrontLight (oder Cybook Odyssey HD, wie das Gerät international heißt) genauso hochauflösend wie Kindle PaperWhite und Kobo Glo.

Bookeen HD FrontLight: Kurze Akkulaufzeit bei Beleuchtung?

Ein wenig Anlass zur Sorge bereitet die Akkulaufzeit mit Hintergrundbeleuchtung: Die Kollegen von Pocket Lint bekamen auf Anfrage von Bookeen mitgeteilt, bei 1-2h täglichem Lesen halte der Akku “mindestens eine Woche”. Das würden 7-14 Stunden beleuchteten Lesespaß bedeuten, also kaum mehr als aktuelle Tablet. Zum Vergleich: Kobo nennt für seinen Glo eine Lesezeit von 55 Stunden mit Beleuchtung. Wie die Beleuchtung tatsächlich aussieht und wie lange der Akku hält, wird die Praxis zeigen: Bislang hat Bookeen seinen HD FrontLight noch nicht “in Natura” vorgeführt.

Abgesehen vom Bildschirm hat der 180 Gramm leichte Bookeen HD FrontLight solide Standardtechnik an Board: Der 2 Gbyte große Speicherplatz ist mittels microSD-Karte erweiterbar, eine 800-MHz-CPU und 128 Mbyte RAM sollen zügiges Blättern und Navigieren ermöglichen. Hinter dem Feature “HSIS” verbirgt sich außerdem eine E-Ink-Refresh-Beschleunigung, mit der vor allem Websurfen besonders smooth vonstatten gehen soll.

Komfortfeature: Seitliche Blättertasten

bookeen-hd-frontlightDer Bookeen HD FrontLight unterstützt diverse E-Book- und Bildformate, epub und pdf auch mit Adobe DRM. Damit kann nicht nur via WLAN-Modul direkt über den Reader auf thalia.de eingekauft werden, es stehen praktisch alle E-Book-Stores als Quellen zur Verfügung (außer Amazon). Für komfortables Lesen gibt es physische seitliche Blättertasten – inzwischen eine absolute Rarität bei neuen Lesegeräten. Daneben verfügt das Gerät nur noch über einen physischen Homebutton sowie eine Taste zum Ein- und Ausschalten der Beleuchutng.

Der Bookeen HD FrontLight kostet 129 Euro, also genauso viel wie der Kindle PaperLight und der Kobo Glo. Das Gerät ist ist ab sofort bei thalia.de vorbestellbar, die Auslieferung beginnt Ende November – dann soll der FrontLight auch in den knapp 300 deutschen Thalia-Filialen zu haben sein. Eine Einschätzung des Readers fällt schwer, zeigte sich das Gerät doch noch nie in freier Wildbahn. Das Datenblatt liest sich aber vielversprechend und Bookeen hat mit seinem CyBook Opus schon vor langer Zeit bewiesen, dass sie E-Book-Reader bauen können. In jedem Fall ist der HD FrontLight (und das CyBook Odyssey, das Thalia jetzt für 99 Euro abverkauft) für Thalia nach dem unsäglichen Oyo II) ein Lichtblick im lange Zeit düsteren E-Reader-Portfolio des zweitgrößten deutschen Filialisten.

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Der Artikel "Bookeen HD FrontLight: Neuer Leucht-Reader von Thalia" wurde am 31. Oktober 2012 (Mittwoch) um 21:06 Uhr von geschrieben. Johannes Haupt (Xing / Twitter) ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

10 Antworten auf Bookeen HD FrontLight: Neuer Leucht-Reader von Thalia (zum Thread im Forum)

paulsenior 31. Oktober 2012 um 21:21 Uhr

Wenn man sich die Bilder auf thalia anschaut scheint das Gerät ziemliche Probleme mit den Spaltmaßen und Grat an den Gehäuseseiten zu haben.
Zusammen mit der schlechten Akkulaufzeit ergibt sich für mich eher ein ernüchterndes Gesamtbild des Gerätes.

Außerdem ist die bauchige Form unästhetisch ;)

LiamKerrington 31. Oktober 2012 um 23:44 Uhr

Mh. Interessant: Blättertasten trotz Touch-Display? Und noch dazu ‘richtige’ Blättertasten, die nicht so “komisch” sind wie die beim einfachen Kindle?

Die Akku-Laufzeit ist in der Tat ernüchternd. Aber wenn drumherum alles passt und die Ausleuchtung weder farbstichig noch ungleichmäßig ist, dann kann das vielleicht eine vernachlässigbare Größe sein.

Interessant finde ich ja, dass irgendwie “alle” neuen Lesegeräte für elektronische Bücher mit selbstleuchtendem Display Ende November loslegen – Kindle Paperwhite, Kobo Glo und jetzt der Bokeen HD Front Light … Einfach nur Weihnachts-Markt-Zufall, oder Absprache?

Samy 1. November 2012 um 15:43 Uhr

Naja “selbstleuchtendes Display” gibt es nicht, auch nicht bei den E-Reader. Das Display wird in jedem Fall beleuchtet.. Entweder von Oben (Kobo) oder eine ganze Leuchtende Schicht (Kindle)….

Johannes 1. November 2012 um 18:44 Uhr

@Samy Glo und PaperWhite (und CyBook) nutzen weitgehend dieselbe Leucht-Technologie soweit ich weiß: LEDs im Rahmen (beim Kobo übrigens unten), die über einen Layer eine gleichmäßige Beleuchtung aufs Display bringen (sollen).

Ciao
Johannes

G. 2. November 2012 um 09:01 Uhr

Das einzigste, was mich an neuen Ebook-Readern noch interessiert, kann man damit auch wirklich vernünftig PDF-Dateien lesen.

Bei den mir bekannten Readern z.B. denen von Sony ist bei PDF-Dateien das öffnen umblättern, ein-, auszoomen so unerträglich langsam bzw. umständlich, dass es nur noch nervt.

LiamKerrington 2. November 2012 um 12:35 Uhr

Selbstleuchtend: Schon klar, dass es Lichtquellen am Geräterand sind, deren Licht durch die besondere Bauweise der Bildschirme verteilt wird. Für den technisch Unbedarften hat es hingegen den Eindruck des “selbstleuchtens”. Darum ging es mir mit meinem Beitrag aber nicht.

@G.

Auf YouTube im Kanal “goodereader” sind die aktuellen Modelle “Kobo Glo”, “Kindle Paperwhite” bzw. die zwei vorbenannten zusätzlich mit dem “Nook Glow” verglichen worden.

In dem ersten Video (Kobo vs. Kindle) wird ab ca. 12:10 auch das PDF-Handling gezeigt:
http://youtu.be/TPnwOpuZ_Q4

In dem zweiten Vergleich (Kobo vs. Kindle vs. Nook) gibt es ebenfalls einen PDF-Vergleich – und zwar ab etwa 13:10.
http://youtu.be/adLtTKy56X0

G. 2. November 2012 um 15:04 Uhr

@LiamKerrington

Danke für die Videotipps.

Im Artikel unten gibt es einen Abschnitt zum Thema PDF, der mich vermuten lässt, dass bezüglich meiner negativen Erfahrungen mit PDFs auf Sony PRS-T1, der Sony PRS-T2 keine wesentliche Verbesserung erfahren hat.

Das Problem ist, so etwas im Laden auszuprobieren, wenn auf den Vorführgeräten keine PDFs enthalten sind.

Sony PRS-T2 eReader Review
By Michael Kozlowski
http://goodereader.com/blog/electronic-readers/sony-prs-t2-ereader-review/

DigiLeser 19. November 2012 um 18:50 Uhr

Habe meinen HD Frontlight endlich in der Hand und muss sagen: Ich bin mehr als angenehm überrascht!

Das Gerät liegt gut in der Hand und ist (für mich überraschend) richtig leicht, trotz unten im Rahmen verbauter LED Leiste. Das Licht wird gleichmäßig verteilt wobei ich mir manchmal einbilde einen leichten Stich ins Blaue zu sehen, aber das kann auch das weiße LED Licht sein, bin das nicht so gewohnt. ;)

Über die Form lässt sich streiten, ich find es ganz schön mal ein Gerät in der Hnad zu haben, das etwas organischer wirkt. :)

Alles in allem bin ich bisher echt zufrieden. Mal sehen wie sich der Akku hält aber, dass das Licht Akku frisst wundert mich persönlich nicht. :)

Hoff ihr könnt was damit anfangen!

weju 6. Dezember 2012 um 09:52 Uhr

Ich habe mir gestern den HD Frontlight gekauft. Jetzt habe ich,vermutlich durch ein Bedienungsfehler die Sprache verstellt. Wie bekomme ich das Gerät wieder “auf deutsch” Vorab vielen Dank
Werner

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