10. Januar 2010 (Sonntag) - von Johannes
Bookeen zeigt Cybook Orizon
Im Schatten vom Hype um den Que proReader, Pixel Qi, farbige E-Paper und ähnliche Innovationen hat der französische eBook Reader Spezialist Bookeen auf der laufenden Consumer Electronics Show ebenfalls ein neues Produkt vorgestellt. Das Cybook Orizon ist auf den ersten Blick nur ein zu groß geratener Cybook Opus mit eher konventionellem Erscheinungsbild. Tatsächlich steckt aber auch im unscheinbaren Sechs-Zoller spannende neue Technik.
So ist im Cybook Orizon ein kapazitiver Touchscreen verbaut, wie er etwa auch im iPhone zur Anwendung kommt. Wesentlicher Vorteil gegenüber resistiven Touchscreens (wie im Sony Reader Touch Edition) sind deutlich geringere Spiegelungen auf der Oberfläche, anders als Devices mit Wacom-Touchscreen (z.B. von Hanvon) lässt sich das berührungsempfindlcihe Display aber trotzdem mit den Fingern bedienen.
Auch die weiteren Spezifikationen des Cybook Orizon können sich durchaus sehen lassen: Der 6″ Device (16 Graustufen auf 600×800px) bringt WLAN und Bluetooth für eine kabellose Befüllung des 2 Gbyte Speicherplatzes mit, wie schon beim Cybook Opus steckt auch im Orizon ein praktischer “G-Sensor” zur automatischen Textausrichtung. Bei 226 Gramm fällt der Device in Anbetracht der verbauten Technik recht leicht aus, mit nur 7,5mm Durchmesser zählt das Cybook Orizon zu den dünnsten Lesegeräten – der Bookeen-Manager im Video weist zurecht darauf hin, das Cybook Orizon sei sogar dünner als der Que proReader.
Einem Messe-Besucher bei Mobileread zufolge soll das Cybook Orizon ab Juni zu haben sein und rund 250 US-Dollar kosten. Pocket-Lint bekam die Information, das Lesegerät werde weltweit zu haben sein – ein Release in Deutschland ist ohnehin wahrscheinlich, Bookeen zählt zu den Pionieren auf dem hiesigen eBook Reader Markt und ist mit seinen beiden Modellen bei etlichen Händlern gelistet. Unter anderem nahm Libreka den im Vergleichstest der c’t mit Bestnoten ausgezeichneten Cybook Opus als ersten eBook Reader ins Sortiment, Hugendubel verkauft den Reader in seinen deutschlandweit rund 30 Buchhandlungen.
Anders als Que proReader und viele weitere NextGen-Geräte ist das Cybook Orizon also “schon” im Frühsommer eine reale Kaufoption für deutsche Lesefreunde – und in dieser Form wohl auch einzigartig. Denn während Bookeen bislang seine Lesegeräte quasi “von der Stange” beim OEM Netronix orderte und lediglich mit eigener Firmware bestückte, scheinen die Franzosen beim Orizon neue Wege zu gehen. Das Pocketbook 302 – der neue WLAN-Reader von Netronix – unterscheidet sich durch seinen resistiven Touchscreen deutlich vom Cybook Orizon, soll aber auch schon im Februar zu haben sein.
<Pressefotos, Specs von Actualittè, Video von stltoday>
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Der Artikel "Bookeen zeigt Cybook Orizon" wurde am 10. Januar 2010 (Sonntag) um 12:05 Uhr von
Johannes geschrieben.
Johannes Haupt ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.
4 Kommentare
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10. Januar 2010
17:16 Uhr
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Martin Knöpper schreibt:
Ist der Vergleich mit dem Que Reder nicht etwas vermessen? Das Gerät von Plastic Logic spielt allein von seiner Größe her, doch eher in der Kindle DX Liga und ist mit einem 6″ Gerät nicht zu vergleichen, finde ich.
10. Januar 2010
20:26 Uhr
Permalink
Johannes schreibt:
Technisch sind die Geräte sicherlich nicht vergleichbar, wohl aber in Sachen Verfügbarkeit: Plastic Logic würde nix daran hindern, seinen Que proReader auch in Deutschland anzubieten (wie es Bookeen mit seinen Cybooks eben macht)
Ciap
Johannes