Von Johannes
Camangi Webstation: GPS, WLAN, epub
Die schneeweiße Camangi Webstation reiht sich ein in die ständig wachsende Liste von Surf-Tablets mit potenziellen eReading Qualitäten. Der Sieben-Zoller ist nach Herstellerangaben der erste entsprechende Device mit Google Android nebst angebundenem “App-Store“, in dem auch digitale Literatur verkauft werden soll. Integriert sind GPS und WLAN, mittels externem 3G-Dongle kann man sich auch unabhängig von Hotspots machen. Alternativ lässt sich an den USB-Port aber auch zum Beispiel eine Tastatur koppeln.
Die Taiwaner nennen ihre Webstatation – Verkaufsstart in Asien und den USA angeblich noch in diesem Jahr, Europa soll 2010 folgen – eine “mobile Bibliothek”. Mehr als die Unterstützung DRM-freier epub-Dateien prädestinieren das 390g leichte Tablet aber wohl nicht als eBook Reader Ersatz.
Das 800x480px auflösende TFT LCD Display der Camangi Webstation eignet sich nur bedingt für längeren Lesegenuss, nach rund vier Stunden wird ohnehin der Bildschirm schwarz. Mit $400 liegt die Camangi Webstation zudem preislich deutlich über E-Ink Devices wie dem B&N Nook oder dem Kindle 2 (je $259). Dank beiliegender 8 Gbyte MicroSD-Karte (wie beim txtr Reader) muss man sich immerhin keine Sorgen um Speicherplatzprobleme machen.
Nach Toshiba, ASUS, Creative, Microsoft und diversen weiteren “Markenartikeln” suchen nun also auch fernöstliche NoName-Manufakturen ihr Heil in ultramobilen Surf-Tablets – keine Überraschung eigentlich. Konzipiert als Entertainmentstationen für die Hosentasche, bringen Sprösslinge dieser wiederentdeckten Geräteklasse mal mehr, mal weniger gute Leseeigenschaften mit.
Wesentliche Kriterien für Freunde guter (E-)bücher auf der Suche nach einer funktionaleren Alternative zu dedizierten eBook Readern sollten
- eine lange Akkulaufzeit
- ein hoch auflösendes Display
- epub & pdf-Support (nativ oder via App)
- wenig Gewicht
- geringe Kosten
sein, wobei gerade bei den ersten beiden Kriterien Kompromisse zu machen sind. 7.000 Seitenumschläge bei bis zu 200dpi wie bei Cybook Opus & Co. sind mit LCD-hintergrundbeleuchteten Surf-Tablets wie der Camangi Webstation ein Ding der Unmöglichkeit. Für Publikumszeitschriften geben diese Devices aber sicherlich bessere Lesegeräte her als das auch nicht allheilbringende iPhone.
<via Tomshardware & Andre>
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4 Kommentare
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30. November 2009
16:12 Uhr
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Nicolai schreibt:
hmm… also ohne App-Store in dem Book-Apps verkauft werden und ohne Anbindung an irgendeine Content-Quelle wird’s das Gerät wohl kaum schaffen sich als eReader zu etablieren…
4. Juni 2010
18:20 Uhr
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chunga schreibt:
WebStation ist an per Aldiko an diverse Content-Quellen angebunden.