6. Januar 2010 (Mittwoch) - von Johannes
CES: (Auch) Liquavista zeigt bunte E-Paper
Spätestens 2011 werden eBook Reader mit farbigen Displays wohl zumindest in den gehobenen Preissegmenten ein gewohntes Bild sein. Insbesondere grafiklastige Inhalte wie Magazine werden erst bunt auch in digitaler Form wirklich attraktiv, entsprechend groß sind Hoffnungen und Umsatzerwartungen der Industrie. Neben E-Ink und etlichen namhaften Konkurrenten wie Samsung (Foto), Bridgestone oder Qualcomm arbeitet auch ein holländisches Startup an bunter elektronischer Tinte, hat hier schon erstaunliche Resultate vorzuweisen.
Liquavista, ein bislang noch nicht in Erscheinung getretenes Spin-Off von Philips, präsentiert auf der morgen offiziell eröffneten Consumer Electronics Show sogar bereits seine “Electrowetting” genannte Technik in Natura. Ein LiquavistaColor-Panel wurde in einen 6″ eReader-Prototypen verbaut, neben dem ein Sony Reader Touch Edition sprichwörtlich alt aussieht. Der von E-Ink bekannte Invert-Effekt fällt weg, durch die hohe Bildwiederholungsrate sollen sogar Videos anzeigbar sein.
Dabei baut Liquavista auf konventionellen LCD-Panels auf, spricht sogar von “LCD 2.0″. Dank “Electrowetting” soll der Stromverbrauch im Vergleich aber deutlich geringer, das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch lesbar sein. Dank Verzicht auf Hintergrundbeleuchtung ist der Bildschirminhalt zudem wesentlich augenfreundlicher.
Erste eBook Reader mit LiquavistaColor-Displays sollen den Eindhovenern zufolge “2010/2011″ in den Geschäften stehen. Eine Kooperationsvereinbarung gibt es offensichtlich bereits mit den Landsleuten von Endless Ideas, die via Twitter eine gemeinsame Produktpräsentation in Las Vegas announcierten.
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Der Artikel "CES: (Auch) Liquavista zeigt bunte E-Paper" wurde am 6. Januar 2010 (Mittwoch) um 21:22 Uhr von
Johannes geschrieben.
Johannes Haupt ist Chefredakteur und Betreiber von lesen.net.
8 Kommentare
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7. Januar 2010
03:13 Uhr
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andfe schreibt:
hat denn diese liquavista technik die gleichen augenschonenden merkmale wie e-ink ? Wenn nicht würden sich reader mit dieser technik nicht wirklich von aktuellen tablet pcs unterscheiden
7. Januar 2010
09:17 Uhr
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Bigboo73 schreibt:
anstatt sich über eine hohe Bilwiederholungsrate Gedanken zu machen, sollte man sich lieber auf “druckechte” satte Farben und hohe Kontraste konzentrieren, das sehe ich bei noch keinem dieser Displays. Die sehen alle komisch aus…
Die 16 graustufen S/W darstellung sieht bei den großen ebook readern meist absolut fantastisch aus, so bitte nur in Bunt :)
Dann klappts auch mit einem Magazin oder Comic und da steckt richtig Musik drin ;)
7. Januar 2010
11:55 Uhr
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Johannes schreibt:
@andfe Das Display ist reflektiv (=nicht LED-hintergrundbeleuchtet), was für die Augen schon deutlich angenehmer ist -> vgl. E-Ink – LCD.
Ciao
Johannes
7. Januar 2010
13:03 Uhr
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Rob schreibt:
Ich sehe schon, dass man die geräte jeden Tag aufladen kann. Sowas kann ich mir sparen.