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1. Dezember 2009 (Dienstag) - von Johannes

Crunchpad stirbt bizarren Tod

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crunchpad1“Crunchpad lebt, verspätet sich“, vermeldeten wir erst vor zwei Wochen an dieser Stelle eine vermeindliche Verzögerung des Surf-Tablets Crunchpad.  Die Rede war von Optimierungen an der Softwareoberfläche, aufgrund denen der Zwölf-Zoller den geplanten Release-Termin im November verfehlt und etwas später debutieren würde.

Doch daraus wird  nichts. Techcrunch-Chef Michael Arrington musste gestern sein Projekt via Blogposting völlig überraschend zu Grabe tragen. Mehrere Hundert Kommentare und über Zweitausend Verweise von Twitter innerhalb weniger Stunde zeugen von der Schockwelle, die Arrington mit dem Aus für den Device in der interessierten IT-Welt auslöste – nicht zuletzt aufgrund der bizarren Umstände.

Laut Arrington war der Device nämlich praktisch fertig, sollte bereits vor zwei Wochen offiziell launchen. Von da an wollten die Kalifornier Bestellungen annehmen, die Zielmarke von 300 US-Dollar für das Internet-Tablet sei dank Sponsoren durchaus in Reichweite gewesen.

Doch die Gier bei den Investoren des Technologiepartner Fusion Garage habe das Projekt abrupt gestoppt. Die Geldgeber wollten das Crunchpad plötzlich unter eigenem Namen und ohne Techcrunch auf den Markt bringen, sagt Arrington.  Das sei, als ob der iPhone-Bauer Foxconn das Smartphone auf einmal ohne Apple anbieten wolle.

Da sich die Patentrechte am Crunchpad auf beide Seiten des Joint Ventures verteilen, steht Techcrunch und Fusion Garage nun erstmal ein langwieriger Rechtsstreit bevor. Für Arrington ist das Schicksal des Devices in jedem Fall besiegelt; mit dem geschäftlichtlichen Fiasko mischt sich für ihn persönliche Enttäuschung gegenüber den ehemaligen Partnern und Freunden von Fusion Garage.

Das Crunchpad gehörte nebem dem mysteriösen Apple Tablet zu den besonders sehnlich erwarteten NextGen-Tablets. Sogar hierzulande entstanden bereits erste Fanblogs zum besonders leicht konzipierten Device, der auch ein gutes Lesegerät für die Wohnzimmercouch abgegeben hätte. Allerdings war das Crunchpad inzwischen schon lange nicht mehr “One Of A Kind” – in den nächsten Monaten werden etliche Geräte mit ähnlichen Formfaktoren in den Handel kommen und (im Erfolgsfall) das Crunchpad schnell vergessen machen.

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Zugeordnete Tags: Crunchpad • Techcrunch

Der Artikel "Crunchpad stirbt bizarren Tod" wurde am 1. Dezember 2009 (Dienstag) um 08:54 Uhr von Johannes geschrieben. Johannes Haupt ist Chefredakteur und Betreiber von lesen.net.

1 Kommentar

Was sagst du dazu?



  1. 1. Dezember 2009
    09:42 Uhr

    Permalink

    AllRise schreibt:


    TechCrunch VS. Fusion Garage is now online at the AllRise court. Join the debate and cast your vote – http://bit.ly/AllRise277




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