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Deutscher Kindle ist da

21.4.2011 - von - eReader 33 Kommentare

kindle-front-graphiteFast vier Jahre nach der Einführung in den USA hat Amazon seinen Kindle nun auch hierzulande ins Sortiment genommen. Zeitgleich gingen die ersten eBooks auf Amazon.de online.

<Weiterlesen auf heise online (Artikel von mir), Weiterführendes auf lesen.net folgt>

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Der Artikel "Deutscher Kindle ist da" wurde am 21. April 2011 (Donnerstag) um 12:44 Uhr von geschrieben. Johannes Haupt (Xing / Twitter) ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

33 Antworten auf Deutscher Kindle ist da (zum Thread im Forum)

Dirk 21. April 2011 um 13:02 Uhr

Cool und der US Kindle Account lässt sich ganz einfach auf einen DE Kindle Account umstellen. Einfach bei “Mein Kindle” einloggen und oben ist ein Button der den Account umstellt.

Christian 21. April 2011 um 13:04 Uhr

Ich muss aber sagen, dass sich die eBooks preislich überhaupt nicht lohnen. Sind nen Euro billiger als das Taschenbuch.
Rein vom Geld her kauf ich mir lieber das Taschenbuch und verkaufe es danach für die Hälfte.
Blöde Buchpreisbindung :(

MasterHoop 21. April 2011 um 13:17 Uhr

Hi,
mich würde es interessieren, welche Vor- bzw. Nachteile ggü. meinem (internationalen) Kindle 2 entstehen? Wisst ihr ob der DX auch in Dtld. angeboten werden soll, bisher sehe ich nur den Kindle 3?
BG
mH

Rufus 21. April 2011 um 13:36 Uhr

@Christian

Die Buchpreisbindung hat nichts mit der Höhe der Preise zu tun. Sie besagt nur, dass eine Ausgabe eines Buches bei allen Händlern das Gleiche kosten muss.

Heißt im Klartext, die Mayersche darf ein Taschenbuch nicht für 5€ verkaufen, wenn der Verlag 9,99€ als Preis festgelegt hat.

Heißt aber auch, dass der Verlag den Preis für ein Ebook festlegen kann wie er das für richtig hält. Der Verlag kann 1€ weniger als die TB Ausgabe verlangen oder aber auch viel weniger.

Der Verlag ist zwar an die Buchpreisbindung gebunden … aber er muss sich für die Preise der Ebooks nicht nach den Preisen der anderen Ausgaben richten.

Tim 21. April 2011 um 14:39 Uhr

Guter Anfang. Solange da allerdings nur so wenige deutsche Ebooks drin sind und teils noch teurer sind als das gleiche Buch bei Amazon.com bleibe ich erstmal beim US Shop.

eReader 21. April 2011 um 16:57 Uhr

@MasterHoop : Der DX wird nicht nach DE kommen. Amazon hat den DX doch schon abgeschrieben, und der Nachfolger sitzt bestimmt in den Startlöchern. Man braucht sich nur anzuschauen wie viele sinnvolle Updates es für den K3 gibt; für den DX gibt es nämlich schon lange kein sinnvolles mehr.

carokann 21. April 2011 um 19:38 Uhr

Kindle Wifi eInk pearl ist preislich DIE neue Referenz.
139 Euro. Wer jetzt noch nen Oyo kauft ist nicht informiert und die Sonys sind zu teuer.

Sony wird in Deutschland kräftig ferdern lassen, was den Marktanteil angeht.

Jürgen Schulze 22. April 2011 um 05:26 Uhr

Einen deutschen Kindle würde ich es nicht gerade nennen.
Die Tatstatur ist QWERTY, Deutsche Sonderzeichen lassen sich nirgends eingeben und die Benutzerführung ist weiterhin auch auf Englisch.
Wirklich, ich liebe meinen KINDLE der 3. Generation. Aber es ist kein DEUTSCHER Kindle.
Was anderes ist natürlich der Deutsche Markt. Prima, endlich kann es aufwärts gehen mit dem Angebot.

Marco 22. April 2011 um 07:09 Uhr

Endlich ist er da der deutsche Kindle Store. Aber die erhoffte Revolution bei den Preisen ist erst einmal ausgeblieben. Schade eigentlich. Meinen PRS 650 würde ich trotzdem nicht tauschen wollen. Dem Kindle fehlt weiterhin EPub Support und bei der Darstellung von PDF Dokumenten ist der Sony einfach mal die Refferenz.

Herbert 22. April 2011 um 17:02 Uhr

Meine Hoffnung, dass auch der DX angeboten wird, muss ich wohl aufgeben.

Ich suche ein leichtes 10-14-Zoll- Lesegerät (möglichst unter 600 g), mit dem man DIN-A 4 große PDF`s ohne zu scrollen gut lesen und zügig blättern kann.

Kann mir jemand helfen?

Tom Burg 23. April 2011 um 22:25 Uhr

Yeeeha! Endlich!

Wollte vorhin gleich bei Amazon.de einkaufen. Allerdings muss man dazu ja den Account von .com nach .de transferieren.
Das widerstrebt mir irgendwie. Ich will auf keinen Fall vom direkten Zugang zum amerikanischen Markt abgeschnitten sein.
Kann mir einer sagen, ob ich nach einem Account-transfer nach amazon.de wieder problemlos auf amazon.com wechseln kann?

Beste Grüsse
Tonm

Timo 24. April 2011 um 11:22 Uhr

@Tom: Wenn du da was herausfindest wäre ich auch brennend interessiert. Aus dem gleichen Grund traue ich mich momentan auch nicht, das auszuprobieren :-)

Tom Burg 24. April 2011 um 18:46 Uhr

@Timo

Rücktransfer ist offenbar kein Problem.

Bin mal ins kalte Waser gesprungen und hab den Account auf .de transferiert.
Unter dem Menupunkt “dein Land”, in meinem auf .de übertragenen Account, erscheint die Option:
“Erwerben Sie Inhalte und verwalten Sie Ihr Kindle-Konto in einem internationalen Kindle-Shop.”

Dort “weitere Informationen” angeklickt und man kann zwischen .com und .de wählen. Transfer auf .com wird wieder ganz einfach mit click auf entsprechenden Button angeboten.

Ich habe den Rücktransfer noch nicht ausgeführt, aber scheinbar kann beliebig hin und her geswitcht werden.

Lg
Tom

Chräcker 24. April 2011 um 19:59 Uhr

Egal wie gut der Kindle technisch ist, finde ich es nach wie vor faszinierend, wie sich jetzt alle freuen, das es eBooks für *ein Gerät* gibt. Ja super.

Und wenn die Verlage das dann auch toll, weil für sie praktisch finden, war es das auch hier mit der freie Marktentfaltung. Ohne ein Kindle wars dann mit papierlosem lesen der “größeren” Verlagserscheinungen in der Zukunft? Das kann es doch nicht gewesen sein, so wie da nun applaudiert wird.

Timo 24. April 2011 um 21:44 Uhr

@Chräcker: Ich könnte mir duchaus vorstellen dass alleine die Marktmacht von Amazon positive Auswirkungen auch für die Nutzer anderer Geräte und Shops hat (solange es nicht so schlimm wird dass Amazon den deutschen Ebook-Markt komplett einsackt, versteht sich). Mehr verkaufte Kindles – und Amazon hat da als etablierter größter Online-Buchhändler hier ja beste Möglichkeiten – bedeuten auch mehr Anreiz für Verlage ihre Bücher als Ebooks zu veröffentlichen, und wenn der Schritt erstmal gemacht ist wird sich vermutlich kein Verlag dann alleine auf das Kindle-Format beschränken. Das momentane Problem ist ja nicht die Verfügbarkeit von Büchern nur in einem bestimmten Ebook-Format, sondern dass überhaupt erstmal alles als Ebook erscheint, zeitnah und mit vernünftigen Preisen.
Aber vielleicht bin ich da auch zu naiv, denn Ahnung habe ich von solchen Marktmechanismen in der Buchbranche nicht wirklich :-)

Chräcker 25. April 2011 um 07:52 Uhr

ich hoffe, Timo, das es so sein wird, ich bin da aber sehr pessimistisch. Die Verlage haben da so rumgemurkst und werden nun, etwas gezwungen, amazon als ein “wir sind doch dabei”-Feigenblatt und gleichzeitig als Versuchsballon nehmen. Und es ist auch durchaus attraktiv für sie. Bücher werden nur an den kindle “verliehen”, können nicht wirklich kopiert werden, haben eine bereits starke etablierte Plattform und der Handel ist raus aus dem Prozess.

Kommt 20 oder 30 Jahren ein zwingender Systemwechsel könnte man vielleicht sogar allen Content wie beim Umstieg von Platte auf CD auf mp3 noch mal verkaufen.

Warum sollten Verlage mehrgleisig fahren, wenn sogar hier die applaudierende Leserschaft anfängt, ihre Sony-eReader verkaufen zu wollen? Deswegen bestürzt mich ja ein wenig die Applauswelle im Netz so. Ja, knebelt uns an ein Gerät, rufen alle.

Rüdiger Malke 25. April 2011 um 13:28 Uhr

Wir applaudieren, weil mit Amazon und seinem Kindle endlich ein Teilnehmer den Markt betreten hat, der dem ebook endlich zum Durchbruch verhelfen kann. Wer will schon jedesmal seine Kreditkarte zücken nur weil man n ebook kaufen will? Das geht bei Amazon super per Bankeinzug. Dazu kommt das Amazon vielleicht wirklich allein durch seine Größe die Buchpreisbindung in die Knie zwingen kann und die Bücher zu preisen anbietet die Amazon will und nicht die Verlage.

PeterShow 25. April 2011 um 14:57 Uhr

@Chräcker

Dem stimme ich zu. Sehe den “Knebel-Effekt” auch. Und es sind wirklich Spinner die jetzt ihren Sony-Reader verkaufen um einen Kindle zu kaufen.. wird wohl eher die Ausnahme sein…

@Rüdiger Malke

So bei buch.de, libri.de, buecher.de libreka.de und beam-ebooks.de muss man also immer die Kreditkarte zücken um Ebooks einzukaufen?? Ist mir neu….

PeterShow 25. April 2011 um 15:00 Uhr

Ergänzung:
Bei ebay.de finde ich gerade mal 3(!) PRS 650! Massenverkauf stelle ich mir anders vor…

Chräcker 25. April 2011 um 15:40 Uhr

Nein nein, jetzt werden nicht alle ihren Sony (oder einen der wenigen anderen eReader) verkaufen, das war etwas rheinisch übertrieben veranschaulichend. Aber wenn die Verlage Amazon als allein praktisch für sich erkennen werden, und ich schätze zur Zeit, das werden sie, dann können wir Alternativreader wirklich noch vor Ablauf des nächsten Jahres wegwerfen.

Bewegung im eBookmarkt kann auch bedeuten, das um die Ecke ein Abgrund auf den Fluß lauert.

Thomas Knip 25. April 2011 um 16:20 Uhr

Thalia, Libri & Co. hatten seit März 2009 Zeit und Möglichkeiten, eine *wirklich gut* funktionierende Infrastruktur aufzubauen.

Sollte es Amazon nun wirklich gelingen, schnell und nachhaltig auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen, müssen die Konkurrenten dann die Schuld vor allem bei sich selbst suchen.

Wer B-Klasse-Geräte wie den OYO oder Aluratek anbietet, darf sich nicht wundern, wenn man nun Marktanteile verliert.
Konsumenten stimmen nun mal mit dem Geldbeutel ab.

Und allen befürchtungen zum Trotz: Auch in den USA herrscht keine Kindle-Monokultur.

PeterShow 25. April 2011 um 16:31 Uhr

Genau diese Gefahr sehe ich auch. Sicherlich Konkurrenz ist gut, nur wenn es dann zu einem Monopol wird wäre es schlecht.

Denn wer weiß ob Amazon dann nicht mal plötzlich auf ein Format umschwenkt dass dann nicht mehr so einfach zu konvertieren ist… Zumal ich es schon jetzt sehr kritisch sehe dass Amazon sein proprietäres Format (AZW) verwendet…

Finde es auch interessant dass im Forum fast jedem ein Kindle aufgedrückt wird. Manchen ist der PRS 650 zu groß, egal kauf dir einen Kindle 3 der ist billiger….

Mann kann nur Hoffen dass Sony bald wieder den Kindle angreift. Auch MobiPocket sollte endlich mal gescheite Reader rausbringen. Auch Acer und Co. kommt hoffentlich noch einges an Readern….

Rüdiger Malke 25. April 2011 um 19:58 Uhr

@PeterShow: ja, wenn man das ebook gleich will. Ansonsten Vorkasse oder ich werf Thalia Geld für ne Gutschein-Karte in den Rachen. So stell ich mir kundenfreundliche Bezahlung nicht vor.

Chräcker 26. April 2011 um 08:31 Uhr

Es mag Schuld haben wer will, aber letztendlich ist das Ergebnis dadurch nicht besser.

Und schön, wenn man dann sagen kann: ThaliaLibriEtc, ätschbäh. Blöd nur, das man letztendlich dann über sich selber am Boden liegend sich amüsiert, da man am Unvermögen des Marktes gestolpert ist und als Konsument am Boden liegend noch dankbar ruft: hey, wir dürfen immerhin den Kindle benutzen, Danke Verlage, Danke Danke und eeeendlich…

ABER: es sind nur meine Befürchtungen: kommen alle Verlagserscheinungen neben dem Kinleformat auch als ePub heraus, schwenke ich um und behaupte das Gegenteil. Ich traue nur den Verlagen eben im Moment alles zu. Und was ich am meisten fürchte ist sogar eine unheitliche Bücherwelt nun. Und ich will mir im Handel die Wahl meines Lesestoff nicht vom Hardwaregerät zu hause abhängig machen. Und wenn der Leser dann im Zweifelsfalle eh wieder aufs Papier zurückgreifen muss, wie zur Zeit ja laufend noch, bringt amazon “noch weniger” den eBookmarkt hierzulande vor ran, wie viele meinen. Er splittet ihn eher auf. Und das IST ein deutlicher Nachteil zum Papierbuchmarkt.

Beobachter 27. April 2011 um 07:40 Uhr

Netter Versuch, aber aufgrund der überflüssigen (und dann auch noch englischen!) Tastatur und vor allem des proprietären Formats bleibt der OYO das Gerät meiner Wahl.

Timo 27. April 2011 um 09:12 Uhr

@Beobachter: Das mit der überflüssigen Tastatur dachte ich auch erst, muss aber mittlerweile sagen dass es ganz praktisch ist mal eben per Notiz-App (_sehr_ empfehlenswert: http://www.amazon.com/Notepad/dp/B004LSLN0I, 1$) oder direkt im Buch Notizen machen zu können. Für Bellistrik sicherlich uninteressant, aber bei Fachbüchern und für allgemeine Geistesblitze während des Lesens doch praktischer als ich dachte. Ob ich dabei nun äöü habe oder halt ae oe ue tippe ist mir relativ egal.

johnny 27. April 2011 um 12:45 Uhr

nach einiger Freude mit meinem neuen Kindle die Ernüchterung: wo ist z.B. Suhrkamp? Die hätten doch eigentlich auch was zu bieten… Wenn die (und einige andere, die Verkaufscharts bei Amazon sind ja voll von Schrott) weiter nur in den bescheuerten textunes Apps veröffentlichen, hat sich die Sache für mich wieder erledigt…

Rhys 27. April 2011 um 14:01 Uhr

Bevor ich den Kindle kaufe, habe ich mir das Angebot der eBooks bei amazon.de angschaut. Bei diesem mickrigen Angebot investiere ich erstmal weiter in epub Publikationen bei libri und Konsorten.

Matthias 30. April 2011 um 08:48 Uhr

@DirK
So cool ist das leider nicht, dass sich der amerikanische Account einfach so übertragen lässt. Langfristig will Amazon wohl die Kunden im deutschen Store haben.

Ich habe heute eine E-Mail erhalten, in der mir Amazon mitteilt, dass mein FAZ-Abo, das ich seit Jahren im US-Store beziehe, innerhalb einer Frist von drei Monaten auf den deutschen Preis angehoben wird. D.h. mir wird anstelle eines Preises von umgerechnet unter 20 Euro einer von 29,90 Euro aufgezwungen. Das ist einfach nur ärgerlich.
Danke FAZ!