18. Oktober 2009 (Sonntag) - von Johannes
Ectaco jetBook Lite mit AA-Batterieantrieb
Ectaco, ein auf elektronische Wörterbücher spezialisiertes US-Unternehmen, steht vor der Einführung seines zweiten eBook Lesegeräts. Auf der Frankfruter Buchmesse präsentierten die New Yorker erstmals das jetBook Lite, einen in verschiedener Hinsicht außergewöhnlichen Fünf-Zoller.
Wie schon beim Vorgänger, dem in den USA konkurrenzlos günstigen jetBook, setzt Ectaco auf ein reflektives (also nicht hintergrundbeleuctetes) TFT-Display. Vorteile gegenüber der eInk Technologie sind ein schnellerer Bildaufbau und deutlich geringere Kosten, auf der Contraseite steht ein erhöhter Stromverbrauch und eine nur monochrome Anzeige.
Bei der Energieversorgung ging Ectaco bei der Konzeption vom jetBook Lite ebenfalls unkonventionelle Wege. Statt einem LiIonen-Akku kommt die Power von vier normalen AA-Batterien im (aus diesem Grund) ausgeprägten Gehäusebauch, das Gewicht ist mit angegebenen 7 1/2 Oz (212 Gramm) gerade noch im grünen Bereich. Mit einem Set sollen rund 23 Stunden Lesevergnügen drin sein.
Diese Art der Stromversorgung erhöht die Autonomie vom Stromnetz, durch die Möglichkeit der Nutzung von AA-Akkus bleiben auch die laufenden Kosten überschaubar. Der Nutzungskomfort sinkt aber natürlich.
Durch einen Verzicht auf die beiden bei “klassischen” Lesegeräten wesentlichen Kostenfaktoren – Akku und eInk-Display – kann Ectaco sein jetBook Lite immerhin extrem preiswert anbieten. $149 soll das in den USA kurz vor dem Verkaufsstart stehende Gerät kosten – gerade einmal 100 Euro. Hierzulande wird ein ähnlicher Preis angestrebt, erhältlich ist der Fünf-Zoller in Deutschland aber vermutlich nicht vor Frühling 2010.
Zum Gerätepreis kommt zudem auf jeden Fall noch die Investition in eine SD-Karte, die 100 Mbyte freier interner Speicherplatz reichen nur für kleine Bibliotheken. Bei 6 Euro für 2 Gbyte ist das aber heutzutage kein Kostenfaktor mehr.
Einziges Extra dieses NoFrills-Lesegeräts ist ein integriertes Wörterbuch in etlichen Sprachen. Einen MP3-Player sucht man dagegen schon vergebens auf dem Datenblatt, die Anzeige von Fotos und Grafiken wird nur theoretisch unterstützt.
Nichts geändert hat sich im Vergleich zum jetBook bei Firmware und Tastenlayout. Dabei hätte es hier durchaus Optimierungsbedarf gegeben, denn die zahlreichen Bedienelemente im Verbund mit einer verschachtelten Navigation ließen den Sechs-Zoller im Usability-Test gnadenlos durchfallen.
Sollte das jetBook Lite hierzulande tatsächlich um die 100-Euro-Marke liegen, könnte der eReader trotzdem auf dem deutschen Markt einschlagen. Solange das Quasimonopol von PVI im ePaper-Bereich Lesegeräte mit eInk-Panel künstlich verteuert, können reflektive TFT-Lesegeräte wie das jetBook Lite eine preisgünstige Alternative sein. Mit der Marktreife der e-Paper Technologien von Plastic Logic, Bridgestone und Qualcomm dürfte sich das Konzept aber überleben.
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Der Artikel "Ectaco jetBook Lite mit AA-Batterieantrieb" wurde am 18. Oktober 2009 (Sonntag) um 14:01 Uhr von
Johannes geschrieben.
Johannes Haupt ist Chefredakteur und Betreiber von lesen.net.
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18. Oktober 2009
22:02 Uhr
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Denis schreibt:
Interessant wäre zu wissen ob das Teil auch mit Akkus, die ja meist nur 1,2 Volt haben, läuft oder ob wirklich 4 x 1,5 Volt benötigt werden.
18. Oktober 2009
22:10 Uhr
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Johannes schreibt:
Lt. Datenblatt tun’s auch 1,2V Akkus.
Ciao
Johannes
28. Oktober 2009
14:29 Uhr
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Rolfo schreibt:
Kann das Ding auch DRM geschützte ePubs und mobis lesen? Das geht leider aus den Infos auf der Herstellerseite nicht so richtig hervor.