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eBooks ● eReader ● eCommerce

Von Johannes

eReader immer individueller (?)

Debatte eReader

kindle-josh-2Engadget ruft zur Kindle-Verschönerung auf: Der US-Gadgetblog lobt in Zusammenarbeit mit Amazon fünf eBook Lesegeräte an Leser aus, die sich an einem gestern ins Leben gerufenen Design-Contest beteiligen und Vorschläge für eine Lasergravur auf der Kindle-Rückseite (ca. 10×12 cm) einsenden.

Die Einsender der fünf schönsten Grafiken bekommen je einen Amazon Kindle 2 mit ihrem Wettbewerbsbeitrag geschenkt. Was hier eine Sonderaktion und nur offen für Teilnehmer aus den USA ist, könnte für einen neuen Trend stehen: Den Wunsch nach mehr Individualität beim elektronischen Lesegerät.

rot_sony_readerWährend gängige MP3-Player schon lange in mehreren Farben angeboten werden und teilweise noch deutlich weitergehende Anpassungen möglich sind (Apple etwa bietet seit jeher gratis Lasergravuren auf iPods), ging es bislang bei eReadern eher eintönig zu.

Offenbar dem vornehmen Kulturgut Buch Rechnung tragend, kommen populäre eBook Lesegeräte meist nur in einer einzigen gedeckten Farbe daher. Die Amazon Kindle Familie gibt es nur in weiß, den Sony Reader hierzulande ausschließlich im Alu-Look.

Die vermeintlich kühle und seelenlose Erscheinung von eBook Lesegeräten schreckt viele Freunde gedruckter Literatur ab, denen beim eReader eben nicht nur das viel zitierte haptische Erlebnis fehlt. Wer sich für  liebevoll gestaltete Buchcover begeistern kann, dürfte die uniforme braune Sony Reader Ummantelung wenig anziehen.

In den USA ist das japanische Unternehmen aber schon einige Schritte weiter. Kauft man das PRS-505 Nachfolgemodell Sony Reader PRS-700 direkt beim Hersteller, gibt – analog zu Apple – eine zweizeilige Lasergravur on top.

lasergravur

Den “alten” Sony Reader gibt es ohne Mehrkosten auch rot oder dunkelblau lackiert. Beide Varianten wurden jüngst zudem als Sondereditionen aufgelegt. Bei der Michael Connelly Limited Edition und der Danielle Steel Limited Edition gibt es ein eigens entworfenes Ledercover und kostenlose eBooks des Autors zum eReader dazu.

Gerade Sonderausgaben in Zusammenarbeit mit bekannten Schreibern geben Anwendern die Möglichkeit, schon durch den eReader-Look ihre Verbundenheit mit einem Autor oder Genre zum Ausdruck zu bringen. Zudem entsteht so eine größere Auswahl für die unterschiedlichen Ansprüche der Leser – wer zum Beispiel primär Liebesromane liest, hat wohl in aller Regel einen anderen Geschmack als Freunde von Science Fiction Literatur.

cooler-large-fanEin erster Schritt müsste hier seitens der Hersteller mehr Auswahl bei der Farbe sein. Der jüngst erschienene Cool-er Reader macht mit acht angebotenen Farbvarianten vor, wie sich online ein reichhaltiges Angebot realisieren lässt.

Der Cool-er Reader ist aber auch gleichzeitig ein schönes Beispiel dafür, dass man zumindest “blind” häufig noch zu Altbekanntem greift. Das unter anderem in grün, blau und rot angebotene eBook Lesegerät ist nämlich schon jetzt in einer Farbe ausverkauft: Die klassisch schwarze Ausführung ist derzeit nicht lieferbar.

<Video via Adafruit>

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Zugeordnete Tags: Cool-er Reader • Lasergravur

Der Artikel "eReader immer individueller (?)" wurde am 15. Juli 2009 (Mittwoch) um 07:03 Uhr von Johannes geschrieben. Johannes Haupt (Xing / Twitter) ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

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