Von Johannes
Gratis Kindle für Amazon Prime Kunden?
Amazon könnte seinen besten Kunden – den Mitgliedern des “Prime”-Clubs, der für 29 Euro bzw. 79 US-Dollar jährlich momentan vor allem einen schnelleren und günstigeren Versand bietet – demnächst ein ganz besonders Angebot machen. Techcrunch-Chef Michael Arrington erfuhr von einer “zuverlässigen Quelle”, Prime-Kunden solle demnächst ein völlig kostenloser Kindle 2 angeboten werden – natürlich nicht ohne Hintergedanken.
Amazon spekuliert darauf, dass seine “Heavy Customer” auch digitaler Literatur nicht abgeneigt sein werden und sich die Hardware so früher oder später durch eBook-Verkäufe refinanziert. Ein ähnliches Subventionsmodell soll unter anderem auch bei Vodafone angedacht sein, die eBook Reader zu ihrem angeblich zur Cebit öffnenden digitalen Zeitungskiosk im Bundle mit einem Zeitschriftenabo deutlich vergünstigt (“unter 100 Euro”) abgeben werden.
Einen ersten Testlauf für dieses Modell führte Amazon schon im Januar durch, als ausgewählten Kunden ein Kindle zum Kauf angeboten wurde, für den sie bei Nicht-Gefallen innerhalb von 30 Tagen ihr Geld zurück bekämen. Der Clou: Behalten werden durften die Lesegeräte auch bei einer Rückerstattung der Kaufsumme von 259 US-Dollar (s. Screenshot).
Amazon muss vor einer Ausweitung auf alle Prime-Kunden nach Techcrunch-Informationen allerdings noch evaluieren, wie die Kindle-Verschenkung nachhaltig rentabel gestaltet werden kann – ein sicherlich nicht ganz unwichtiger Punkt auch vor dem Hintergrund, dass Amazon bei den meisten $9,99 Bestsellern bei jedem Verkauf draufzahlt (verdient wird mit dem “Long Tail”). Ebenso wäre bei einem jährlichen Mitgliedsbeitrag von “nur” 79 US-Dollar – und erst recht von 29 Euro -, die Versuch für Kunden groß, einen Kindle abzustauben, ohne wirkliches Interesse an den weiteren Prime-Leistungen sowie am Angebot des Kindle Stores zu haben. In diesem Zusammenhang müsste Amazon seine Content-Plattform eigentlich noch mehr abschotten anstatt wie geplant (und auch schon in Ansätzen realisiert) zu liberalisieren – eine Strategie, die gerade in Deutschland das Angebot deutlich einschränken würde und somit alles andere als kundenfreundlich wäre.
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9 Kommentare
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14. Februar 2010
15:40 Uhr
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PhantaNews schreibt:
Hm, im Prinzip ist das doch auch nur eine Art “Subventionierung” des Gerätes…
Ich wäre aber nicht abgeneigt, bin ich doch seit einiger Zeit Prime-Kunde bei der Amazone. :)
14. Februar 2010
17:26 Uhr
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Olivera schreibt:
Das gilt nicht für Prime-Kunden von Amazon.de, oder?
14. Februar 2010
17:28 Uhr
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Johannes schreibt:
Das gilt erstmal für noch niemanden, s.o. Wenn es kommt, könnte ich mir so eine Aktion aber durchaus global vorstellen, warum auch nicht. Prime dürfte sich dann aber ein bisschen verteuern, wäre auch gerechtfertigt.
Ciao
Johannes
15. Februar 2010
07:28 Uhr
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Overspice schreibt:
Oder Amazon führt dann gleich eine Prime-Flat ein wo ich dann für einen monatlichen Beitrag unbegrenzt Bücher saugen kann ;)
15. Februar 2010
09:03 Uhr
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Quincy schreibt:
puuuh – verlockend. Das wäre ein wirklich gemeines Angebot, dem ich wohl nicht widerstehen könnte ;) – dabei wollte ich den Markt doch noch abwarten …
15. Februar 2010
19:43 Uhr
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AlexDD schreibt:
Aber lohnt sich das für den deutschen Markt überhaupt? Bis jetzt werden ja kaum EBook bei Amazon.de angeboten. Wenn dann gibt es auf Amazon.uk englische EBooks. Aber das ist für die meisten Deutschen uninteressant.