Von Johannes
iRiver Cover Story kommt zur Ifa, +Wi-Fi zur Buchmesse
Exakt ein Jahr nach der Präsentation ihres ersten eBook Reader bringt das koreanische Elektronikunternehmen iRiver sein Nachfolgemodell in Position. Wie schon der iRiver Story wird auch der iRiver Cover Story erstmals im Rahmen der Ifa (ab Freitag in Berlin) vorgestellt. Die nur marginale Namensänderung täuscht: iRiver hat das Gerätekonzept seines Lesegeräts weitgehend überarbeitet.
Die raumgreifende haptische Tastatur vom iRiver Story, aufgrund welcher der Sechs-Zoller auf den ersten Blick als Spross der Kindle-Familie durchging (allerdings ohne über dessen eBook Store Anbindung zu verfügen), fiel komplett dem Rotstift zum Opfer. Statt dessen verfiel iRiver ins andere Extrem: Der iRiver Cover Story hat nur noch über eine seitliche Tastenwippe, mit welcher geblättert und navigiert wird. Einziger Reader mit einem ähnlichen Gerätekonzept ist der iRex DR800S(G), bei dem uns das für Links- wie Rechtshänder komfortabel nutzbare Bedienelement gut gefiel.
Darüber hinaus wird über den berührungsempfindlichen Bildschirm (nach)geblättert, gemalt und geschrieben. Das Display reagiert auf Eingaben mit einem Stylus ebenso wie mit der bloßen Hand, der Touch-Layer offenbar über dem E-Ink Display (8 Graustufen) – ob sich das in Displayspiegelungen äußert, wird sich erst in Natura klären lassen.Der (bekanntlich empfindliche) E-Ink Screen wird mittels einem namensgebenden Cover geschützt: Ein Cover ist im Lieferumfang enthalten, weitere Hüllen in fünf verschiedenen Farben können auf Wunsch nachgeordert werden.
Unter der Haube bleibt weitgehend alles beim alten: Der iRiver Cover Story hat nach wie vor 2 Gbyte internen Speicherplatz (via microSD erweiterbar) an Board und versteht sich mit allerlei Dateiformaten, darunter epub + pdf mit oder ohne Adobe DRM. Neu dabei ist in der “Basisausstattung” lediglich ein G-Sensor zur automatischen Display-Rotation sowie ein englisch-englisches Wörterbuch.
Der iRiver Cover Story wird auf der Ifa ausgestellt und soll noch im September in den Handel kommen. Als unverbindliche Preisempfehlung gibt iRiver 219 Euro an, was inzwischen für einen eBook Reader ohne Internetzugang nicht mehr wirklich günstig ist. Sicherlich ist der Cover Story dank dem berührungsempfindlichen Bildschirm mehr als ein reines Lesegerät, vielmehr zur Arbeit mit Texten vorgesehen. Um die immerhin 80 Euro Aufpreis zum technisch ebenbürtigen und dazu noch mit WLAN bestückten Kindle 3 Wi-Fi zu rechtfertigen, darf sich iRiver aber beim Display (anders als der ähnlich positionierte Sony Reader PRS-600 Touch Edition) und bei der Usability (anders als das Vormodell iRiver Story) von Beginn an keine Schwächen erlauben.
Auch den iRiver Cover Story wird es mit Wi-Fi (integrierter eBook Store + E-Mail Client, aber offenbar kein Browser) geben, allerdings ist hier der Launch erst Anfang Oktober zur Frankfurter Buchmesse geplant. Im Gespräch wollte uns eine iRiver-Sprecherin noch keinen Verkaufspreis verraten, kündigte aber eine hochwahrscheinliche (Verhandlungen laufen noch) Verfügbarkeit bei einer großen deutschen Buchhandelskette an – aus dieser Quelle soll dann auch der angeschlossene eBook Store befüllt werden. Ob wie beim ersten Modell Hugendubel das Rennen macht, wird spätestens in sechs Wochen ersichtlich sein.

<via Pressemitteilung (Mail)>
Ähnliche Meldungen:
- iRiver Cover Story angefasst
- iRiver Story eReader am Horizont
- iRiver Story wird ein Multifunktions-Lesegerät
- Bestätigt: iRiver Story bei Hugendubel
- UK: WHSmith launcht iRiver Story Wi-Fi
9 Kommentare
Was sagst du dazu?
Trackbacks/Pingbacks
Schreibe einen Kommentar
Sag' deine Meinung.









30. August 2010
22:28 Uhr
Permalink
Icke schreibt:
Hmm, ob womöglich doch dieser statt dem Orizon bei Thalia in die Ecke gestellt wird?
Die Daten vom Orizon sind ja nicht schlecht, hier wird sich der Cover Story wohl die Hauptschlacht liefern.
Wobei der Orizon laut Cybook gar nicht spiegeln soll, bzw. nur so wie eInk ohne touchscreen.
31. August 2010
08:12 Uhr
Permalink
microm schreibt:
Ojeoje – ein Touchscreenlayer hat bislang immer dazu geführt das das Display mies wurde. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das hier anders sein soll.
Die Minimalbedienung mag ja an das DR800SG erinnern – vergleichen kann man es aber leider überhaupt nicht.
Das iRex hatte Stil – dieses Gerät sieht bei näherer Betrachtung leider eher plump aus – schade !
31. August 2010
08:32 Uhr
Permalink
Icke schreibt:
@microm
Meinst Du wegen meinem Kommentar zum Orizon? Der soll die Touchfunktion im E-Ink Display integriert haben, und eben keinen eigenen Layer dafür.
31. August 2010
21:21 Uhr
Permalink
carokann schreibt:
Zitat:
Der iRiver Cover Story … soll noch im September in den Handel kommen. Als unverbindliche Preisempfehlung gibt iRiver 219 Euro an, was inzwischen für einen eBook Reader ohne Internetzugang nicht mehr wirklich günstig ist.
———————————————————
Ein weiteres Opfer des Kindle 3G. Die Hersteller sind von amazon kalt erwischt worden und die Buchhändler, die auf nicht konkurrenzfähige Geräte setzen gleich mit.
1. September 2010
13:14 Uhr
Permalink
microm schreibt:
@icke
Meiner Kenntnis nach gibt es entweder Wacom oder eben einen Layer auf dem e-Ink.
Da der iRiver Cover Story offensichtlich per Hand bedient werden kann, kann es sich also nur um einen Kap. oder Ind. Layer handeln der die Abbildungsqualität bisher noch immer verschlechtert hat.
Wie soll denn die ‘in das e-Ink Display integrierte Touchfunktion’ in der Praxis ausgeführt sein, wenn es keine Wacom-Technik ist? Ist mir da eine Neuentwicklung entgangen? Muss ich mal nach googeln.
1. September 2010
13:50 Uhr
Permalink
Johannes schreibt:
@microm “In das E-Ink integrierte Touchfunktion” sollen angeblich auch die neuen Sony Reader haben…bin gespannt, kann mir darunter auch nich viel vorstellen. Pocketbook hat sich ja einfach mit ner angerauten (=matten) Scheibe beholfen.
Ciao
Johannes