Von Johannes
Lesen mit dem Apple iPad – ein Leidensbericht
[Gastkommentar von unserem Leser Dominik] Seitdem ich zur Anwendungsentwicklung ein iPad zur Verfügung bekommen habe, sehe ich nichts, womit das iPad den Literatur- und Magazinmarkt verändern / verbessern / weiterbringen könnte. Das liegt an vielen Aspekten; nachfolgend zwei besonders Gravierende.
Das Display
Das Display geht extrem auf die Augen. Ich arbeite den ganzen Tag an Computern, gelegentlich 24 Stunden und mehr am Stück, ohne dass mir das viel ausmacht. Ich bin also an Bildschirme gewöhnt. Das Display des iPad finde ich aber bereits nach einer halben Stunde extrem anstrengend. Wenn ich einen Text darauf lese, sogar noch früher. Ich kann aber nicht genau sagen, woran das liegt. Ich habe verschiedene Helligkeiten probiert, das ändert nicht viel. Das Display sieht im Vergleich zu meinem Netbook grobpixeliger aus, obwohl beide eine fast gleiche Größe und einen vergleichbaren dpi-Wert haben. Das Netbook hat sogar ein minimal größeres Display und damit einen etwas schlechteren (grobpixeligeren) dpi-Wert, tatsächlich aber sieht das iPad-Display gröber aus.
Wenn das Gerät nicht von Apple, sondern von irgendeinem chinesischen Hinterhofbastler (nichts gegen chinesische Hinterhofbastler) wäre, würde ich bezweifeln, dass es überhaupt die angegebene Auflösung hat. Aber egal, die gröbere Optik ist, glaube ich, nicht der Grund dafür, dass es so auf die Augen geht. Für einen Comic mag das egal sein, da die Texte nur kurz sind. Ein Magazin, in dem die Artikel im Schnitt eine A4-Seite füllen, möchte ich auf dem Display nicht lesen.
Die Ergonomie
Es ist mühsam, das Gerät zu halten oder zu positionieren. So mühsam, dass man schon nach kurzer Zeit die Lust daran verliert. Das Gerät zu halten (wie ein Buch) ist aufgrund des Gewichtes – bzw. vielmehr die Hebelwirkung durch die Größe in Verbindung mit dem Gewicht – kein Vergnügen. Es scheint naheliegend, auf dem Sofa mit angewinkelten Beinen zu sitzen und das Gerät auf die Oberschenkel zu legen. Mit einem Notebook, das sich weit aufklappen lässt (annähernd 180°) kann man so extrem entspannt sitzen, denn man muss nichts halten.
Beim iPad allerdings muss man das Gerät halten, sonst rutscht es bis auf das Becken runter und ist so zu tief (beim Notebook ist unterm Display noch die Tastatur, die es auf angenehmer Höhe hält). Nun ist diese Art es zu halten grundsätzlich weit weniger anstrengend, als es komplett frei zu halten. Aufgrund des Touchscreens bzw. des geringen inaktiven Rahmens um den Screen herum, sind die Möglichkeiten zum Abstützen aber sehr eingeschränkt. Es endet entweder darin, dass man es mit beiden Händen abstützt oder mit einer Hand in sehr verkrampfter Haltung.
Ein Maus-Arm ist/war eine seltene Randerscheinung, der iPad-Arm wird eine neue Volkskrankheit. Nun hat man das iPad zwar schon abgestützt, wenn es im Raum jedoch hell ist oder man etwas helles angezogen hat, dann muss man nun noch den Winkel der Beine verändern (was dann nicht unbedingt noch angenehm ist, weil man ständig die Muskulatur anspannen muss, damit die Beine nicht ganz wegrutschen) oder das iPad doch wieder mit den Händen halten, um den gewünschten Winkel zu erreichen. Ansonsten sieht man in erster Linie Spiegelungen oder Fingerabdrücke.
Es einfach auf den Tisch zu legen geht nicht, dann sieht man auch wieder entweder nur Spiegelungen oder Fingerabdrücke (die sieht man übrigens viel stärker als beim iPhone/iPod Touch). Man muss also etwas unterlegen. Nun probiert man erstmal verschieden dicke Gegenstände aus, bis man den richtigen Winkel gefunden hat. Einfach nur etwas Anwinkeln geht nämlich wegen Spiegelungen oder Fingerabdrücken nicht, es muss schon exakt der richtige Winkel sein. Nun bleibt das iPad aber nicht in dieser Position, sondern es rutscht mangels gummierter Rückseite einfach weg. Man muss also eine Hand oder irgendwas schweres davorlegen, damit es bleibt, wo es bleiben soll. Nun kann man endlich lesen – aber nur so lange, bis man seine Lage etwas verändern möchte.
Nebenbei: man kann auf dem iPad keine großen PDFs oder Bilder öffnen. Ich wollte mehrere PDFs um 15 MB herum öffnen, das wurde mit einem Speicherfehler verhindert. PDFs unter 10 MB ließen sich öffnen. Wo genau hier die Grenze liegt habe ich nicht getestet, spielt aber keine Rolle, denn 15 MB ist für ein PDF mit vielen Seiten und ein paar Bildern/Skizzen nicht viel (wenn man auf den Bilder auch was erkennen können soll), und daher ist diese Beschränkung ein Witz.
Auch große Bilder (ab 4,5 Megapixel) können nicht vernünftig angezeigt werden, es wird dann nur ein Bild von extrem geringer Auflösung (ich vermute die Vorschaugrafik aus dem JPEG), hochgezogen auf die eigentliche Größe des Bildes, dargestellt. Es war in diesem Fall ein Panoramabild (ca. 900×4800 Pixel) und ich habe nicht probiert, ob das Problem auch bei herkömmlicheren Seitenverhältnissen besteht, ich vermute aber schon. Das Problem wird, wie bei den PDFs, der Speicher sein. Unkomprimiert (wie es vom Prozessor verarbeitet wird) ist so ein 4,5 Megapixel Bild nämlich ca. 13 MB groß.
Ursprünglich veröffentlicht bei Mobileread. Reprint mit freundlicher Genehmigung des Autors.
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16. Mai 2010
13:18 Uhr
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Marc schreibt:
Das Blöde ist, dass man immer auch Gegensätzliches liest.
So ist es sicherlich richtig, dass das iPad nicht als eBook-Reader gelten kann – allerdings gibt es Leute, die lesen darauf lange Texte und zwar ohne das die Augen ermüden.
Was die Größe der PDFs anbelangt, so gibt es auch hier ganz unterschiedliche Angaben. Leute die ohne Probleme 25 MB große PDFs lesen, etc.
Was stimmt denn nun?
16. Mai 2010
13:24 Uhr
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Johannes schreibt:
Das Display ist sicherlich Geschmackssache, wobei ich’s (bei zugegeben nur einigen mehrminütigen Tests) auch zumindest gewöhnungsbedürftig fand – gut sichtbare Fingerabdrücke & massive Spiegelungen kann ich absolut bestätigen.
Bei der Ergonomie gibt’s dagegen eigentlich keine zwei Meinungen – “halten wie ein Buch” (vgl. eingebundenen Apple-Werbespot) ist dauerhaft eigentlich nicht möglich, zumindest komfortabel.
Bei den pdf’s hast du recht, hab’ da auch schon unterschiedliches gelesen bezüglich “was öffnet sich & was nicht”. Lässt sich offenbar nicht generalisiert sagen, wobei mich hier auch die Kriterien interessieren würden (Dateigröße allein scheinbar nicht nicht).
Ciao
Johannes
16. Mai 2010
13:46 Uhr
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Timo schreibt:
Uff, das mit der PDF-Größe wäre ja echt Mist, für’s Bunte-A4-PDFs-auf-dem-Sofa-Lesen habe ich mir das Ding nämlich u.a. bestellt, und auch sonst ist die Primäranwendung “Lesen” (Emails, Blogs und Web).
Aber ich denke (=hoffe) mal da wird es sicherlich Möglichkeiten geben, entweder durch einen anderen PDF Reader, ein Update von Apple oder irgendein Konvertierungstool am PC, zur Not halt Aufsplitten des PDFs auf passende Größe oder Herunterskalieren der enthaltenen Bilder bis es passt.
Danke jedenfalls für den interessanten Erfahrungsbericht.
16. Mai 2010
14:37 Uhr
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Susanne Rupprecht schreibt:
Mein Test seit dem 3. April ergibt:
Die Schutzhülle – sie haben wir von Beginn an gehabt – hält beim Lesen das iPad auf Abstand.
Man sieht das hier gut:
http://www.maclife.de/testcenter/ipad/im-test-apple-ipad-case
“Steckt man den Deckel in die rückseitig angebrachte Lasche, verwandelt sich das Case in einen iPad-Ständer.”
Am Schreibtisch kann man so es neben den Monitor stellen und beides im Auge haben.
Im Bett liegend ist das iPad damit auch ideal zu positionieren (wenn die Schutzhülle drauf ist): um 180 Grad drehen, auf die aufgestellten Beine anlehnen. Man muss dabei nichts halten!
Na gut, man kann nicht den ganzen Tag im Bett liegen, aber auf einer Couch geht das natürlich auch.
Ich wüsste jetzt nicht, wsa mein VAIO da für Vorteile hätte?
E-Books haben bei mir höchstens 2 MB, da ich vollkommen textorientiert bin und lese. Aber ich sehe beim zweiten Nutzer, dass er stundenlang Tageszeitung Standard und andere Onlinesachen problemlos konsumiert, obwohl gerade er augenempfindlich ist.
Große PDFs könnten vielleicht mit einem PDF-Reader besser bzw. überhaupt erst gehandelt werden, aber darüber kann ich nichts aussagen.
Bericht = nicht geschönt, denn was hätte ich davon?!
16. Mai 2010
17:26 Uhr
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bommel schreibt:
interessanter Bericht, der wiederspiegelt das dies iPad ein nettes Gerät mit vielen Funktionen ist, allerdings auch Schwächen hat bzw. nicht voll punkten kann
* Filme schauen oder Musik hören – Stereo nur über Kopfhörer, im Gerät selbst nur Monolautsprecher
* Fotos schauen – die meisten heutigen “Knipsen” funktionieren mit SD-Karten, leider kein Reader/Slot im iPad vorhanden
* Gerät zum überall mit hinnehmen – naja aufgrund der Grösse nun nicht wirklich portabel als “überall-dabei-Gerät” zugegeben selbst ein 6″ Ebook-Reader hat da schon so seine Probleme in vielen Jackentaschen ^^
lebt man nicht gerade in der grossen Stadt wird es schon eng mit kostenlosen WLAN-Spots, 3G-Option ist nicht nur noch “relativ teuer” in D wohnt man gar “weitab vom Schuss” träumt man meist von HSDPA/UMTS und “schleicht durch die Weiten des Internets” oder hat gar Probleme ein Netz zu finden
sicher könnte man noch mehr aufzählen hier ein anderer entscheidender Punkt – ähnlich den Einschränkungen mit DRM bei Ebooks, mit dem iPad ist man immer an iTunes und Apple gebunden (ausser einem jailbrake)
zum Thema A4-Format PDF’s lesen (nein bin kein Apfel-Jünger, noch glaube an den Apple-Gott LOL) selbst auf dem MBP 17″ mit 1920×1200 Auflösung *jetzt bitte nicht lachen* macht dies Lesen erst Sinn bzw. ist alles gut lesbar wenn ich das MBP hochkant betreibe und eine/die komplette PDF-Seiten auf die Seite drehe, ansonsten recht nah mit der Nase an den Bildschirm oder “aufzoomen” so das nicht mehr die komplette Seite auf einmal einsehbar ist
“…Es einfach auf den Tisch zu legen geht nicht, dann sieht man auch wieder entweder nur Spiegelungen oder Fingerabdrücke…”
u.a. für diesen Zweck bietet gibt es ja das iPad Dock, bleibt natürlich die Frage wie sich das spiegelnde Display und etwaige “Wurschtfinger” (so wie ich sie habe) da negativ auswirken
16. Mai 2010
18:53 Uhr
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Oldhanse schreibt:
Na hier sind ja zum Glück die Experten. Danke für den Bericht, leider etwas einseitig, aber nett und durchaus durchdacht abgearbeitetes Standardwerk zum Thema IPAD.
Wir sollten bei allem Negativen, dass uns durchaus zum Thema IPAD einfallen wird ( Preis-Leistung) nicht vergessen, dass es als Nischengerät zwischen Netbook und Laptop anzufinden ist. Im Gegensatz zum Netbook sieht dieses IPAD nach etwas aus.
Ich wünsche allen die sich eins erstehen viel Spaß damit und zum Spielen und Film schauen reicht es ja bis zu 10 Stunden.
Allen die nur das negative aufsummieren und sich so ein Gutes Gewissen machen ist nur zu sagen. Vergleicht nicht alles mit den 200 Zoll Super Laptops mit einer Akku Laufzeit von drei Stunden oder Desktop PC. (Oh es hat dies nicht und das nicht und auch keinen Geldeinwurfschlitz) kümmert euch nicht darum, nutzt weiter euer Zeug und Gut ist.
16. Mai 2010
20:35 Uhr
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Michael schreibt:
Bezüglich der Spiegelungen:
Ich habe gesehen, dass es Folien fürs Ipad gibt, die sowohl Spiegelungen als auch Fingerabdrücke deutlich reduzieren sollen.
Hat jemand mit solchen Folien schon Erfahrungen gesammelt?
16. Mai 2010
22:56 Uhr
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Johannes schreibt:
@Michael Is’ halt immer ein zweischneidiges Schwert: Du erkaufst dir etwas (!) weniger Spiegelungen mit etwas (!) schlechteren Kontrasten. Ein Allheilmittel gegen minderwertige Displays sind Folien nicht, können im Einzelfall aber durchaus Sinn machen.
Unser Pocketbook 302 hatte im Test ‘ne Folie drauf, da kannst du das mal “in Natura” sehen -> http://www.lesen.net/ereader/pocketbook-302-im-test-hd-video-2858/
Ciao
Johannes
17. Mai 2010
02:55 Uhr
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MadMarti schreibt:
Randkommentar:
Das ipad wird im verlinkten Youtube Video aber ganz schön ruhig gehalten, dafür dass es nicht ganz auf dem Schoß der Frau aufliegt. Wenn da nicht für Präsentationszwecke mit einer Halterung dahinter nachgeholfen wurde; das wirkt jedenfalls nicht natürlich so.
17. Mai 2010
07:54 Uhr
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Damian Duchamps schreibt:
Mit dem App GoodReader lassen sich auf dem iPad laut verschiedenen Tests von Usern in den USA problemlos PDFs bis 100 MB Größe öffnen. Man kann das in entsprechenden YouTube Videos sehen. Von daher hin ich zuversichtlich, dass das möglich ist, und genau dafür will ich mein iPad nutzen, wenn ich es habe.
17. Mai 2010
08:58 Uhr
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Bigboo73 schreibt:
was mich stutzig macht ist das der Berichtende von einem grobkörnigen Display redet.
Da das IPad mit 1024×768 über eine höhere Auflösung wie ein Netbook 1024×600 verfügt, zu dem wie der Tester geschrieben hat nicht größer ist, sprich somit eine höhere DPI hat, müsste es ja eigentlich feiner rüberkommen.
Lag das jetzt evtl. nur an der App die für solch hohe Auflösungen nicht konzipiert ist? Oder sieht schon Oberfläche im OS so aus?
Gibts es da weitere Erfahrungen?
17. Mai 2010
09:02 Uhr
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Marc schreibt:
Ein “Leidensbericht” ?
Hatte txtr die Idee zum Titel?
Keine grossen PDF Dateien – stimmt nicht!
Keine grossen Bilder – stimmt nicht!
Schlechtes Display – stimmt nicht!
Ich lese auf dem iPad auch keine Bücher, da sind Kindle und Co. besser geeignet. Aber Comics, Magazine, Zeitungen, Bilder, RSS, Twitter, Internet, E-Mail, da macht das iPad richtig Spass!
* Glossy Display (ein sehr gutes), Gewicht, etc…. Das wusste man doch vor dem Kauf, oder?
17. Mai 2010
10:01 Uhr
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Leon schreibt:
Ich kann mangels iPad nicht selbst testen, ob große PDFs nun zu öffnen sind oder nicht. Aus eigener Erfahrung mit PDFs auf mobilen Geräten, ist mir bei den widersprüchlichen Aussagen – es geht, es geht nicht – sofort die Idee gekommen, dass es eventuell am Schutz des PDFs liegt. Verschlüsselte PDFs müssen erst komplett entschlüsselt werden, bevor sie gelesen werden können. Eine teilweise Entschlüsselung einzelner Seiten geht nicht, da aufgrund der Verschlüsselung gar nicht bekannt ist, wo welche Seite in dem Datensalat beginnt. Insofern hatte der Tester vermutlich verschlüsselte PDFs. Die sind alles andere als selten, nicht nur passwortgeschützte PDFs sind verschlüsselt.
@Marc Bislang waren alle Beiträge in diesem Artikel sachlich. Aber wie immer bei Apple-Produkten dauert es nicht lagen, bis ein in seiner Ehre getroffener Fanboy auftaucht, sobald jemand eine (berechtigte) Kritik äußert. Du behauptest von allem das Gegenteil, ohne dafür Belege zu bringen. Dabei hast Du den Artikel offensichtlich nicht einmal richtig gelesen. Und davon abgesehen: dass das iPad nur ein durchschnittliches Display hat, keinesfalls ein “sehr gutes” kann man in fast jedem objektiven Testbericht nachlesen. Das ist ja auch in Ordnung, denn eine längere Akkulaufzeit ist wichtiger, als eine höhere Bildqualität.
17. Mai 2010
12:03 Uhr
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Marc schreibt:
@Leon
“Du behauptest von allem das Gegenteil, ohne dafür Belege zu bringen. ”
Ich nutze das iPad bereits seit dem 1. Tag der Verfügbarkeit, sowohl mit grossen PDF Dokumenten jeder Art, als auch mit grossen Bildern. Hier werden Sachen geschrieben, die einfach nicht stimmen! Auch ist das Display (siehe technische Daten) im Vergleich zu einem Netbook NICHT grobpixeliger. Sachlicher geht es nicht, oder?
17. Mai 2010
13:43 Uhr
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Florian schreibt:
Ich habe meinen iPad jetzt seit ca drei Wochen und habe große Schwierigkeiten in diesem “Leidensbericht” das gleiche Gerät wiederzuerkennen.
Deine subjektive Erfahrung mit dem Display teile ich nur sehr bedingt. Ich hätte mir auch weniger Reflexion gewünscht – in direkter Sonne ist die Spiegelung problematisch. Aber ansonsten lese ich stundenlang relativ ermüdungsfrei und ohne der Spiegelung einen Gedanken zu schenken, geschweige denn deswegen größere Verrenkungen anzustellen.
Dass es dir grobpixelig erscheint, obwohl du selber einräumst, dass es das technisch nicht ist, würde ich auf die Gewöhnung an andere Schrift- und Kantenglättungsmechanismen zurückführen. Auch hier deckt sich dein Erlebnis nicht mit meinem.
Photos werden zur Platzersparnis beim sync passend für den iPad-Schirm heruntergerechnet; das kannst du beobachten, wenn du größere Mengen Bilder überträgst: iTunes zeigt dann den Fortschritt bei der Komprimierung an. It’s not a bug, it’s a feature. Ob man das auch abstellen kann, habe ich noch nicht untersucht. Zzt verwende ich das iPad nur um eben mal ein paar Bilder zu zeigen – dafür sind mir die komprimierten Aufnahmen gerade recht.
Wieso du Probleme mit großen pdfs hast, kann ich nicht sagen, aber es entspricht jedenfalls überhaupt nicht meinen Erfahrungen: Der in Safari eingebaute pdf-Reader hat bisher alles geöffnet, was mir im Netz untergekommen ist und mit einem App wie dem (hervorragenden) GoodReader für 1$ oder CloudReaders (gratis) habe ich sowohl gescannte pdfs von Bibliotheken als auch ePaper von Zeitungen bis zu 300MB schnell und komfortabel öffnen und lesen können.
Zur Ergonomie: Das iPad ist schwerer als andere ebook-Reader, die ich in der Hand gehabt habe, aber auch nicht schwerer als ein gebundenes Buch. Ein Taschenbuch kann man ja zur Not “freischwebend” lesen, aber für ein richtiges gebundenes Buch brauche ich auch eine Ablage. Ob das mein Schoß, ein Tisch oder mein Bett ist – wo ich sonst lese, habe ich auch das iPad hinlegen und lesen können, im Zweifelsfall hilft zB ein Kissen. Keine Schwierigkeiten bisher.
Was bommel zum drm schreibt, ist so auch nicht richtig: Zwar liest Apples iBook App nur Apples eigenes drm, aber auch alle nicht geschützten epubs. Andere apps (kindle, B&N) können in Shops anderer Anbieter einkaufen und deren Formate verwenden. Das iPad ist in dieser Hinsicht also gerade vielseitiger als viele andere ebook-Reader. Was mir (bisher noch?) fehlt, ist eine App für Adobes pdf-drm (Digital Editions).
E-ink basierten Readern gegenüber finde ich ein LCD-Display klar überlegen, wenn es um Magazine und Zeitungen geht (leichtes und schnelles Navigieren auf großen Seiten) und bei Scans von schwierigen Vorlagen (zB von älteren Büchern mit niedrigem Kontrast). Auch ist es sehr angenehm, dass man nicht immer für optimale Beleuchtung sorgen muss, sondern einfach die Helligkeit des Schirms herunterdreht und dann auch an schwach beleuchteten Orten gut lesen kann.
Das iBook-App hat darüber hinaus typographisch gut aufgemachte Seiten und als sehr hilfreiches Extra ein umfangreiches englisches Wörterbuch und einen praktischen Link zur Wikipedia direkt aus dem Text heraus. Beides möchte ich nicht mehr missen.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich das iPad in ersten Linie zum Bücher lesen gekauft habe (mit einem beinahe-Netbook als Dreingabe) und bisher mit kleinen Einschränkungen sehr zufrieden bin.
17. Mai 2010
15:42 Uhr
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Andre schreibt:
Da kommen also zu den 500 Euro mindestens noch irgenwelche Apps hinzu, damit man große PDFs überhaupt angucken kann und natürlich irgendein Ständer. Außerdem irgendwelche Adapter und man muss sich das PC-System mit schrottiger Apple-Software zumüllen. Und dann sieht man bei Sonne trotzdem nix. :)
Klare Sache: Wer einen E-Reader will, muss auch einen E-Reader kaufen. Dann bleiben auch noch ein paar hundert Euro für Bücher übrig. (Oder für ein Netbook, mit dem man dann auch arbeiten kann.)
17. Mai 2010
15:51 Uhr
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Marc schreibt:
[quote]Da kommen also zu den 500 Euro mindestens noch irgenwelche Apps hinzu, damit man große PDFs überhaupt angucken kann..[/quote]
Richtig! Bei der empfohlenen App GoodReader sind es 0,79€.
[quote]Klare Sache: Wer einen E-Reader will, muss auch einen E-Reader kaufen. [/quote]
Auch das stimmt wieder. Reine Bücher möchte ich auf dem iPad auch nicht lesen. Hier sind E-Ink Geräte klar im Vorteil.
17. Mai 2010
16:24 Uhr
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Mario schreibt:
Selten einen so einseitigen und falschen Bericht gelesen. Sicherlich sind viele der angebrachten Dinge Geschmacksache, dass das Display des iPads schlecht und grobpixelig sein soll, ist aber einfach nur Quatsch. Das Display ist top und nach zwei Wochen Einsatz und 1 ½ gelesenen Büchern kann ich sagen, dass es sich sehr gut zum Lesen eignet und keinesfalls mehr ermüdet, als andere Displays (von eInk natürlich mal abgesehen). Die Spieglung im Hellen sind natürlich ein Problem, dafür liest es sich im Dunklen (ich lese viel abends im Bett) deutlich besser, da ich keine zusätzliche Lampe brauche.
Ich muss auch sagen, dass ich von iBooks sehr angetan bin und sich die zweiseitige Darstellung von EPUBs sehr gut zum Lesen von Belletristik eignet. Große PDFs lassen sich natürlich auch öffnen, ggf. muss man zu speziellen Programmen wie GoodReader ausweichen, die keine Probleme mit Monster-PDFs haben.
@lesen.net: Beim nächsten Gastbeitrag vielleicht mal etwas mehr auf die Qualität und ausgewogene Berichterstattung achten.
17. Mai 2010
17:06 Uhr
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Florian schreibt:
@andre:
Lies doch bitte, was man schreibt, bevor du dich drüber lustig machst. Oder geht es nur darum, dass du deine vorgefertigten Meinungen los wirst?
>Da kommen also zu den 500 Euro mindestens noch
>irgenwelche Apps hinzu, damit man große PDFs
>überhaupt angucken kann
Wie schon geschrieben: Diese apps gibt es sowohl gratis (zB CloudReaders) oder für einen geringen Betrag (zB GoodReader), die jeweils ihre eigenen Stärken und Schwächen haben. Das nennt sich, glaube ich, Wahlfreiheit…
> und natürlich irgendein
>Ständer.
Genau so dringend, wie du für Bücher einen brauchst: Einigen hilft das beim entspannten Lesen, andere kommen gut ohne zurecht. Persönlich finde ich Lesen ohne unproblematisch.
>und man muss sich das PC-System
>mit schrottiger Apple-Software zumüllen.
Danke für den sachlichen Kommentar!
Und ob zB Sonys “Reader Library” oder “Adobe Digital Editions” gelungenere Programme sind, darüber kann man zumindest geteilter Meinung sein.
>[quote]Klare Sache: Wer einen E-Reader will,
>muss auch einen E-Reader kaufen. [/quote]
>Auch das stimmt wieder. Reine Bücher möchte
>ich auf dem iPad auch nicht lesen. Hier sind
>E-Ink Geräte klar im Vorteil.
Wenn man ausschließlich neuere Romane lesen möchte, ist E-Ink eine schöne Sache. Aber bei allen anderen Büchern finde ich das langsame Blättern und Zoomen, die fehlenden Farben sowie die begrenzte Netzfähigkeit echte Nachteile.
Das fängt bei Gedichtbänden oder schwierigen fremdsprachigen Texten an und ist bei Fachbüchern, historischen Büchern oder Magazinen ziemlich entscheidend. Wer des öfteren mit solcher Literatur zu tun hat, dem kann ich das iPad nur empfehlen.
17. Mai 2010
18:00 Uhr
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bommel schreibt:
@Oldhanse
keine Frage das iPad ist ein schickes Gerät mit einer super Akkulaufzeit… ich selber besitze einige Produkte aus dem Hause Apple habe auch als die Möglichkeit bestand ein iPad vorzubestellen gleich zugeschlagen, trotzdem kann man das Ganze auch mal etwas kritisch betrachten und z.B. nicht dem Hype folgend oder nur um IN zu sein (wie es so manch Leute gab) mal locker 100-200€ mehr hinblättern nur um das Gerät vor offiziellem Verkaufsstart hierzulande zu besitzen
@Florian
ich meinte nicht die Einschränkung von DRM auf dem iPad, sondern seitens iTunes und Apple
erwirbst du kostenpflichtige Software kannst diese u.U. auf mehreren Geräten installieren, diese sind aber immer fest mit deinem eigenen iTunes Account verbunden
musst/willst irgendwann dann mal dein Gerät verkaufen, hat der Käufer keinen Nutzen von deiner vorinstallierten Software da diese beim Synchronisieren über seinen eigenen iTunes Account automatisch gelöscht wird
17. Mai 2010
18:16 Uhr
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Johannes schreibt:
@Mario Bitte zwischen “Bericht” & “Kommentar” (vgl. 1. Wort des Artikels) unterscheiden. Letzterer ist naturgemäß subjektiv und eben nicht “ausgewogen”.
Die Qualität stimmt imo. Wenn du das hier wie prinzipiell anders siehst, steht es dir natürlich frei, uns künftig zu meiden :)
Ciao
JOhannes
17. Mai 2010
19:52 Uhr
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MTravellerH schreibt:
Tipp zum PDF-Lesen. Bitte benutzt mal Goodreader oder eine andere Third Party Software. Da macht die Grösse der PDFs keine Probleme mehr und ein PDF liest sich supersmooth. Da hat sich Apple wohl beim Anpassen des Adobe Viewers an das iPad ein wenig verhaspelt und das Memorymanagment nicht richtig hingekriegt (sprich: etwas zu optimistisch ausgelegt).
17. Mai 2010
23:42 Uhr
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Mario schreibt:
@Johannes: Was bitte ist denn ein Gastkommentar? Sind die anderen Kommentare nicht auch von Gästen?
Egal. Dann ist der Beitrag eben direkt von dir, was an der Kritik nichts ändert. Da ich auch nicht der einzige bin, der diesen Beitrag kritisiert, könnte ja vielleicht auch was dran sein (ist es natürlich auch).
Ich mach für heute erst mal Schluss und werde noch ein wenig auf meinem iPad und dem nicht mal ansatzweise grobpixeligen Display lesen. Vielleicht schaue ich mir auch noch ein paar 50 MB PDFs auf GoodReader an – das geht nämlich wunderbar.
17. Mai 2010
23:48 Uhr
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Mario schreibt:
Fast noch was vergessen – zur Ergonomie. Ich war letzte Woche im Zug jeweils über 6 Stunden unterwegs und hab da natürlich auch gelesen. Das iPad kann man sehr wohl wie ein Buch halten und wie schon gesagt macht sich das mit iBooks und der zweiseitigen Darstellung mit nettem Umblättereffekt auch sehr gut. Natürlich hält es sich mit einer Schutzhülle (ich hab die originale von Apple) deutlich besser aber auch das nackte iPad lässt sich gut halten und mit dem Daumen kann man bequem umblättern.
18. Mai 2010
08:55 Uhr
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marco schreibt:
Also ich bin ansonste ja von Mac Produkten begeistert.
mein alter Ipod (Generation 2) hat schon soviel ausgehalten und läuft immer noch Einwannd frei. (Wandertouren im Regen /Waschmaschine… ) Auch mein mac Book ist klasse, deswegen bin ich ja vom IPad so entäuscht.
Ich hatte das “Ding” mir für eine USA Reise entlehnt und wollte es dort als Universalgerät nutzen.
Bin dann aber doch rechtschnell auf auf meinen alte PocketPC zurückgefallen da es sich einfach nicht gut bedienen lies.
Spiegelungen/ Gewicht/ unhandlich.
Was es bräuchte wären:
1. E-Ink
2. Gummierte Rückseite oder einen Standfuss (z.B. wie zb. in Bilderahmen damit mans einfach hinstellen kann.)
3. Eine Mac Os Arbeitsoberfläche. (Kann man da nicht Snow Leopard zum laufen bringen???)
Also ich warte mal noch die nächste Generation ab, mal sehen wa sich dann ergibt.
Gruß Marco
18. Mai 2010
11:03 Uhr
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Thomas schreibt:
Ich bin seit 1992 Apple-Nutzer und bin ehrlich gesagt immer wieder über meine “Mitnutzer” peinlich berührt. Ja, man kann es nicht anders sagen: Apple kaufen und sich für andere Neu-Appler Fremdschämen zu müssen, ist leider heute unvermeidlich geworden. Warum aber ist das heute so und warum betrifft dieses fanatische, fast sektengleiche, Verteidigen aller Apple-Produkte im Prinzip ausschließlich die Käufer, die Apple-Produkte erst kaufen, seit es diesen Apple-Hype gibt?
Die alten Apple-Nutzer haben Apple immer für die positiven Dinge hervorgehoben, sie haben aber auch genauso über Apple geschimpft. Und das nicht zu knapp, denn Apple ist wahrlich kein Waisenknabe und auch nicht unfehlbar. Wieso können diese peinlichen Neu-Appler sich und anderen nicht einfach eingestehen, wenn ein Produkt Mängel hat. Schließlich ist kein Produkt perfekt. Stattdessen werden wildeste Geschichten konstruiert: „niemand braucht Copy-and-Paste“, „Multitasking braucht man heutzutage nicht“, „es hat WLAN, es braucht daher kein UMTS“. Und irgendwann kommt dann von Apple doch ein Produkt mit genau diesen Funktionen, die angeblich niemand braucht. Und wo bleiben die Fanboys nun mit ihren alten Parolen? Die werden klammheimlich unter den Teppich gekehrt und stattdessen wird so getan, als sei Apples Copy-and-Paste besser und copier und pastiger als das der Konkurrenz.
Warum darf beispielsweise niemand bei Amazon bei der Magic Mouse als Bewertungskommentar schreiben, dass diese Maus für seine Hände zu klein ist bzw. er die von Apple vorgesehene Handhaltung unnatürlich und schmerzhaft findet und dass er die Gesten zwar als gute Idee empfindet, sie aber praktisch kaum anwendbar sind, weil die Maus wegrutscht? Warum darf niemand solcherlei sachliche sowie zutreffende Kommentare verfassen, ohne dafür virtuell gesteinigt und als körperlich und/oder geistig beschränkt dargestellt zu werden?
Hier schreibt nun jemand seine persönlichen Erfahrungen mit dem iPad und zwar zu einem klar abgegrenztem Gebiet: dem spiegelndem Display und dem Gewicht. Nebenbei bemerkt er, dass er keine großen PDFs und große Bilder öffnen konnte. Da er dabei aber nicht überschwänglich und in mindestens zehnfachem Umfang die positiven Seiten hervorgehoben hat, die in einem themenspezifischen Bericht gar nichts verloren haben, fühlen sich die Fanboys in ihrer Ehre angegriffen. Zurecht wie meine, wie stehen sie denn jetzt mit ihrem neuesten Gadget beim Nachbarn oder Arbeitskollegen da! Das geht nun wirklich nicht. (Achtung Fanboys, das war Ironie.) Und so wird erst einmal aufgeführt, dass der Bericht zum Thema Spiegelung und Gewicht einseitig ist, weil er nur Spiegelung und Gewicht abhandelt, nicht aber die Akkulaufzeit, den Touchscreen, die Optik und, und, und, lobhudelt.
Als nächstes kommt dann, dass man selbst aber große PDFs problemlos öffnen kann. Damit ändert sich erstmal rein gar nichts an dem Umstand, dass der Berichterstatter seine PDFs eben nicht öffnen konnte. Otto N. zu Karl. K: „Du, Karl, mein BMW ist heute nicht angesprungen!“ Karl: „Quatsch, mein BMW ist angesprungen, also springen alle BMW immer an.“
Große Bilder? Damit wäre erst einmal zu klären, wie die Bilder übertragen/angezeigt wurden und dies sollten diejenigen, die sagen „große Bilder – kein Problem“ berücksichtigen. Ich vermute, dass der „Berichterstatter“ die Bilder im Browser aufgerufen hat, wo ich mir durchaus vorstellen kann, dass der Speicher nicht reicht. Auf meinem Telefon habe ich bei großen Bildern im Browser nämlich den gleichen Effekt. Wenn man per iTunes überträgt werden die Bilder aber runtergerechnet, man öffnet also gar keine großen Bilder mehr und kann somit auch nicht behaupten „große Bilder – kein Problem“.
Ich für meinen Teil kann das Spiegeln zum Beispiel gut nachvollziehen. Auch mein MacBook ist ein hervorragender Spiegel und selbst in nicht besonders hellen Räumen sehe ich ständig Spiegelungen oder Reflektionen. Die sind dann zwar nicht so stark, dass man nichts mehr erkennt (wie in heller Umgebung), trotzdem aber machen sie mich wahnsinnig. Gesteinigt gehört also nicht derjenige, der sich über Spiegelungen beklagt, sondern derjenige, der als erster aus Einsparungsgründen die matte Folie beim Display weggelassen hat. Denn genau das und nichts anderes war es. Heute verkauft man diese Einsparung durch Weglassen als Verbesserung zu Gunsten besser Bildqualität und der Pöbel glaubt es. Warum aber gibt es dann nicht einen einzigen Monitor in Proof-Qualität für professionelle Grafikproduktionen mit glänzendem Display? Warum sind die alle matt? Diese Proof-Monitore kosten mehr als ein MacBook Pro 17“, Produktionskosten spielen da keine Rolle.
Zum Gewicht kann ich nichts sagen, ich hatte noch kein iPad in der Hand. Wichtiger als das reine Gewicht ist für längere Haltung aber die Hebelwirkung, die aus Größe, Winkel und Gewicht resultiert. Da das iPad recht groß ist, kann ich mir schon vorstellen, dass es hier nicht leicht ist.
Noch ganz kurz was zum grobkörnigen Display: wenn es stimmt, dass das iPad ein IPS-Panel hat, dann ist der Eindruck der gröberen Darstellung im Vergleich mit anderen Displays (die kein IPS-Panel haben) völlig korrekt. Bei IPS-Panels ist der Abstand zwischen den Bildpunkten technisch bedingt größer, als beispielsweise bei PVA-Panels. Deshalb sehen diese Displays bei gleichem Abstand und gleicher Auflösung (selbst bei etwas besserer Auflösung noch) gröber aus. Dafür haben die IPS-Panels den Vorteil eines etwas größeren Blickwinkels. Insofern: alles völlig korrekt!
18. Mai 2010
13:43 Uhr
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Bigboo73 schreibt:
@Thomas
Danke für deinen Kommentar, der einzige der wirklich brauchbar ist. Dank dir bin ich jetzt auch mit dem Display schlauer :)
Was mir nämlich komisch vorkam ist das er ja den Bildschirm direkt mit seinem Netbook verglichen hat.
Es macht aber auch für das IPad Sinn, auf höchst möglichen Blickwinkel zu gehen und die qualitätseinbußen hinzunehmen.
Da der MS Courier nicht gebaut wird muss ich mich langsam mit dem Gedanken abfinden ein IPad zu kaufen.
Fürs lesen und Notizen benutze ich trotzdem noch mein Hanvon N518.
18. Mai 2010
15:09 Uhr
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Andre schreibt:
@Florian
Wow! Gleich an erster Stelle ein Argumentum ad hominem.
Ich wußte nicht, dass ihr iPad-Besitzer derart aggressiv auf sachliche Kritik reagiert.
18. Mai 2010
21:26 Uhr
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Mario schreibt:
@Thomas: Um mal mit dem Ende deines Kommentars anzufangen, hier ist eben nicht alles korrekt. Hier wird auf einem Blog zum Thema E-Books ein Gerät „getestet” und sich ohne wirklich damit beschäftigt zu haben einfach mal so verrissen. Damit wird ein Gerät falsch dargestellt, welches für den einen oder anderen Leser vielleicht doch interessant sein könnte. So was kann man im Heise- oder Golem-Forum erwarten, in einem seriösen Blog jedoch eigentlich nicht.
Zu den einzelnen Punkten:
Das Display ist definitiv nicht schlecht und auch nicht grobpixelig. Ich hab hier zum Vergleich auch ein Dell-Netbook mit PVA-Display und das iPad-Display sieht dagegen definitiv nicht schlechter aus. Auch die in einem Kommentar angebrachte Behauptung, dass bei vielen Tests das iPad-Display als schlecht bewertet wurde, stimmt definitiv nicht. Im Gegenteil, das Display wird meist als gut bewertet, was es eben IMO auch ist.
Ob das Lesen auf dem iPad anstrengend ist, muss jeder selber entscheiden. Das ist Geschmacksache und es wäre ganz gut gewesen, dies auch im Beitrag zu betonen und nicht pauschal zu schreiben, dass das Lesen auf dem iPad auf die Augen geht. Ist bei mir bspw. nicht so.
Zur Ergonomie: Das teil ist eben ein Tablet und muss halt irgendwie gehalten werden. Wem das nicht gefällt, für den ist halt diese Gerätegattung nicht. Grundsätzlich ist das iPad da aber keinesfalls schlecht und für normal große Hände ist der Rand auch genau richtig breit, um das Gerät gut zu halten. Mit einer Hand wird das nach kurzer Zeit ziemlich schwer aber das ist bei dem Gewicht nun mal nicht anders zu erwarten. Da muss die Technik erst noch etwas leichter werden.
Wer das iPad wirklich ernsthaft nutzen will, kommt natürlich um eine Hülle nicht herum und da kann ich das Original-iPad-Case von Apple empfehlen. Man bekommt eine stabile Gummihülle, die sich gut anfasst, das iPad seht gut schützt und sich außerdem als Ständer zum Tippen und als Fotorahmen nutzen lässt. Bei einem Test, sollte man das möglichst auch wenigsten erwähnen.
Was ich hier absolut vermisst haben, ist ein etwas tiefgründiger Test des iPads als E-Book-Reader. So wird auf iBooks bspw. gar nicht eingegangen, obwohl das eine wirklich Klasse Software ist und die Verwaltung von E-Books über iTunes sehr komfortabel ist. Endlich muss ich nicht mehr wie bei meinem PRS-300 beim Öffnen eines großen Buchs teilweise minutenlang warten, bis endlich was angezeigt wird. Auch hat man gleich ein integriertes Wörterbuch, eine wirklich sehr schöne zweiseitige Ansicht, kann die Helligkeit direkt beim Lesen ändern, kann Schriftart und Schriftgröße beliebig ändern, hat eine Suchfunktion, etc. pp. Das sind doch Sachen, die hier die Leser interessieren und über die ich was erwarten würde zu lesen.
Aber nein, Fehlanzeige. Da wird eine arg subjektive Meinung über ein Display gebracht, behauptet, große PDFs lassen sich nicht öffnen und das Gerät (bei aller trotzdem vorhandenen berechtigten Kritik) verrissen. Eine kurze Suche im iTunes-Store hätte bspw. ganz schnell auf dem schon angesprochenen GoodReader geführt. Nicht nur, dass der eben keine Probleme mit großen PDFs hat, hat er auch noch so neckische Funktionen wie eine direkte Anbindung an WebDAV-Server, iDisk, Dropbox u.a. Auch kann er PDFs als reinen Text darstellen. Alles Sachen, die für Leser eine E-Book-Blogs interessant sind.
Thomas, und da wunderst du dich, dass der Beitrag hier kritisiert wird? Das wiederum, kann ich nicht verstehen. Ich bin der letzte, der Apple-Produkte auf Gedeih und Verderb verteidigen würde und Copy&Paste hatte ich von Anfang an am iPhone vermisst (Multitasking dagegen nicht). Dann soll aber bitte auch richtige Kritik (bspw. der fehlenden SD-Card-Reader) geäußert werden. Pauschale Aussagen nach dem Motto – sieht Scheiße aus – sind keine Kritik und bringen dem Leser nichts. Wenn ein Produkt besprochen wird, dann bitte auch richtig.
Nach eigener Erfahrung kann ich definitive sagen, dass das iPad als E-Book-Reader (und mehr) sehr gut geeignet ist. Wer natürlich auf aktiven Bildschirmen nicht gut lesen kann und wen das anstrengt, der wird das anders sehen und das ist auch vollkommen korrekt. Ein iPad hat nun mal kein eInk aber das war ja auch vor dem ersten Test schon klar.
18. Mai 2010
22:36 Uhr
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Johannes schreibt:
@Mario Noch einmal:O.g. Artikel ist kein Testbericht – genau genommen weder ein “Test” noch ein “Bericht” -, sondern ein Kommentar, die persönliche Erfahrung eines Lesers. Das kann gerne kritisiert, aber bitte nicht als “alles gelogen”, “total einseitig” o.ä. abgetan werden. Wie gesagt: Niemand zwingt dich, unserer kleinen Seite Beachtung zu schenken, falls dir das alles hier zu subjektiv ist.
Zu iBooks & Display haben wir hier übrigens zB schon ein paar Zeilen geschrieben. Da ist auch ein Testbericht der PC World verlinkt, der das Display in wesentlich größerem Maße verreißt als Dominik oben. So what?
Abgesehen davon kann ich Thomas’ Kommentar (vielen Dank!) absolut unterschreiben: Sitze gerade selbst an ‘nem iMac und nenne zudem ein iPhone mein Eigen, zu dem ich auch eine durchaus emotionale Beziehung pflegte (vgl. Video), findete die bedingungslose Jubelperserei vieler Macinaner – was sich nun wirklich nicht leugnen lässt – aber ebenfalls peinlich bis beschämend. Bei Apple ist eben wirklich längst nicht alles eitel Sonnenschein; und ich nehme mir auch das recht raus, das iPad längst nicht in allen Aspekten gelungen und ein halbgares Lesegerät zu finden (wohl aber für einen schicken Leanback-Device zu halten, der auch hierzulande sicherlich den einen oder anderen zufriedenen Käufer finden wird)
Ciao
Johannes
19. Mai 2010
08:11 Uhr
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Bigboo73 schreibt:
also wenn man dieses ganze emotionale gebrabbel mal außen vor lässt ( ;) ), scheint das Display ja unterschiedliche Bewertungen sowohl von Usern als auch von Fachmagazinen hervorzurufen.
Entweder lügt eine Seite oder Apple hat evtl. in einer Serie mit Ihren Displays ins Klo gegriffen und/oder andere verbaut. Es wäre ja auch nicht das erste mal das ein Hersteller sich einen weiteren Zulieferer holt wenn er schnell produzieren muss.
Mal daran gedacht das evtl. beide Seiten recht haben können?
Ich halte das für einen wichtigen Punkt, da ein Tablet Device fast nur aus Display besteht und man nicht immer direkt drauf schaut (deswegen stört auch viele die Spiegelung).
@mario in einem muss ich dir wirklich recht geben, man kann auch auf LCDs gut lesen. Ich lese seit 2003 auf dem Handy mit Mobipocket (angefangen mit Nokia 3650 – geendet mit MDA Vario IV Dezember 2009), das hat mich nie gestört. Ich bevorzuge zwar definitiv nun ein E-Ink Display aber das ich wieder eine Lampe zum lesen brauchte war schon eine sehr große Umstellung.
Mag daran liegen das ich 99% Sehstärke habe ;)
19. Mai 2010
10:39 Uhr
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Quincy schreibt:
@ Mario: was Johannes mit Gastkommentar meinte, waren nicht die Kommentare zum Artikel, sondern der Artikel an und für sich.
Es handelt sich eben nicht um einen TEst, sondern die Meinung eines Gast-Autors.
@all: ich bin immer wieder verblüfft, wie aggressiv Apple-User auf Kritik reagieren. Sorry – man wird doch mal seine eigenen (subjektiven) Ansichten sagen dürfen.
Ich persönlich halte (auch ohne den Bericht oben nichts vom Ipad oder Apple-Produkten) nichts – da können die noch so schön aussehen. Ich möchte mich nicht so regulieren (einsperren) lassen, wie Apple das mit seinen Kunden macht. Wenn Euch das gefällt – habt fun!
Sorry wenn andere Leute eine andere Meinung haben.