Von Johannes
Nintendo DSi XL mit eReading-Qualitäten
Drei Monate nach dem erfolgreichen Rollout in Japan (103.000 Verkäufe in zwei Tagen) bringt Nintendo die nächste Generation seiner Pocket-Spielekonsole endlich auch in den deutschen Handel. Der Nintendo DSi XL ist ab sofort unter anderem bei Amazon.de zum Preis von 180 Euro in den Farben rot und braun vorbestellbar, wird ab dem 05. März ausgeliefert. Wesentliche Neuerung zum Vormodell Nintendo DS ist ein fast doppelt so großes Doppel-Display fürs gleiche Geld – auch Lesefreunde werden das interessiert zur Kenntnis nehmen.
Die beiden berührungsempfindlichen Bildschirmen mit je 4,2″ Diagonale verfügen in Summe über 1/4 mehr Anzeigeraum als 6″ eBook Reader (allerdings bei deutlich geringerer Auflösung), dank des buchähnlichen Formfaktors fällt der Nintendo DSi XL trotzdem kompakt aus und bringt mit 310 Gramm weniger auf die Waage als etwa ein txtr Reader. Die Akkulaufzeit liegt mit rund 10 Stunden bei weitem nicht auf E-Paper Niveau, ist für die alltägliche Nutzung im Pendlerzug oder in der U-Bahn durchaus akzeptabel.
Nintendo bewirbt seine DSi XL auch selbst als eBook Reader (s. Promotiontrailer), hebt das im Vergleich zum DS/lite angenehmere Leseerlebnis durch die größeren Displays hervor. Dabei ist elektronisches Lesen auf den Taschenkonsolen im Prinzip ein alter Hut: Schon seit Ende 2008 ist digitale Literatur für den DS zu haben, kostenpflichtig zumeist in Form von Sammlungen gemeinfreier Klassiker. Für 30 Euro gibt es etwa von rondomedia “200 klassische Bücher“, die hier kategorisiert und für die Anzeige auf DS-Bildschirmen optimiert wurden – das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Mit kostenfreien Reader-Programmen wie dslibris lassen sich mit ein bisschen Bastelarbeit zudem beliebige kopierschutzfreie eBooks anzeigen.
Die buchähnliche Textanzeige macht die DS-Familie zu einem brauchbaren Lesegerät für konventionelle Literatur; ihre wahre Stärke spielen die Devices aber bei der Wiedergabe von “enhanced eBooks” aus. Ein vergleichsweise profanes Beispiel ist hier das interaktive Kochbuch, wo Rezepte audiovisuell präsentiert und die Mengenangaben auf die zu bekochende Personenzahl zugeschnitten werden. Casual Games wie das fast schon legendäre Dr. Kawashimas Gehirn Jogging oder der Wortschatzcoach gehen da schon deutlich weiter und Kombinieren Elemente von Sachbüchern mit unterhaltsamen Lernspielen. Mit 10-20 Euro liegen die Anwendungen dabei auf einem Preisniveau mit vergleichbarer statischer “Ratgeberliteratur”.
<Vorbestellung via MyDealz>
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3 Kommentare
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22. Februar 2010
11:11 Uhr
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Xanathon schreibt:
Das passt ja zu unserem Gespräch im vorletzten Artikel. :)
22. Februar 2010
11:19 Uhr
Permalink
Johannes schreibt:
Stimmt, aber wie gesagt: Mit 180 Flocken ist das Ding ansich schon zu teuer und wohl auch zu instabil für Kleinkinderhände, zudem überdimensioniert in der Funktionalität. Nintendo bewirbt den DSi XL ja nicht ohne Grund mit turtelnden Twens…für Kids wäre da eher der DS Lite was.
Ciao
Johannes