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Oyo: Thalia bringt WiFi-Reader für 139 Euro

4.9.2010 - von - eReader Topnews 75 Kommentare

[Update 28.10.: Zum Testbericht] Auf der internationalen Funkausstellung hat Thalia soeben sein “Zukunftlesegerät” enthüllt. Mit dem schlicht Oyo betitelten und von Medion konzipierten Reader möchte sich der Filialist ein großes Stück vom deutschen eBook-Kuchen abschneiden; die Chancen stehen gut.

Zum Preis von 139 Euro – in etwa soviel, wie der Kindle 3 WiFi inkl. Versand und Steuern kostet – bekommen Lesefreunde mit dem Oyo einen äußerst kompakten Sechs-Zoller (mit SiPix- statt E-Ink Display). Navigiert wird hauptsächlich über den berührungsempfindlichen Bildschirm, zudem fanden im schmalen Rahmen vier haptische Tasten Platz.

oyo_1Über ein integriertes WLAN-Modul greift der Oyo in Reichweite von Hotspots auf den integrierten Online Store zu – bis zum Verkaufsstart am Oktober sollen hier mehrere Hunderttausend Titel verfügbar sein. Dabei gibt sich Thalia im Vergleich zu Gegenspieler Amazon erfreulich offen: Das Lesegerät unterstützt epub- und pdf-Dateien mit dem hierzulande gebräuchlichen Adobe DRM, so dass man sich (via USB-Kabel) auch aus anderen Quellen bedienen kann.

Unterstützt werden vom Oyo weiterhin Textdateien im txt- und html-Format sowie MP3s und diverse Bildformate. Intern stehen dafür 2 Gbyte Platz zur Verfügung, der sich via Speicherkarte um bis zu 32 Gbyte erweitern lässt.

oyo_haende_schaeg_textDer Oyo ist bei Thalia sowie bei deren Mehrheitsbeteiligung buch.de (die ich im Bereich Social Media unterstütze /Offenlegung) bzw. bol.de ab sofort vorbestellbar; die Auslieferung läuft dann im Oktober an, also zur Frankfurter Buchmesse. Für 139 Euro gibt es dabei lediglich den Reader selbst, USB-Kabel und (immerhin) ein Netzteil – Schutzhülle oder Einband muss wie beim Kindle seperat erworben werden. Gratis WLAN in allen Thalia-Filialen ist inklusive; eine 3G-Ausführung soll später folgen.

Ein technisch zeitgemäßer Reader zu einem massenmarkttauglichen Preis (auch wenn die 100-Euro-Marke noch nicht geknackt wurde), direkte Anbindung an einen großen Fundus aktueller deutschsprachiger Literatur – Thalia macht auf den ersten Blick vieles richtig, um die Kindle-Erfolgsgeschichte mit eigener Feder in Deutschland fortzuschreiben.

oyo_moodbild_lesende-frauEin kleiner Wehmutstropfen ist die Abstinenz von gemeinfreien eBooks im angebundenen Store – Amazon verzeichnet in dieser Sparte die meisten Downloads, macht seine Kindle-Familie wohl nicht zuletzt mit den vielen Tausend kostenlosen Public Domain Titeln für Lesefreunde attraktiv; Barnes & Noble sowie Sony USA haben mehrere Hunderttausend gratis Google Books syndiziert.  Durch die Oyo-Unterstützung aller relevanter Formate steht einem ‘manuellen’ Bezug etwa via gutenberg.org aber nichts im Weg.

oyo_detailansicht_untenInteressierten sollten weiterhin bewusst sein, dass der Oyo trotz berührungsempfindlichen Bildschirms eher ein Lese- als ein Arbeitsgerät ist. Textmarkierungen und die Anlage eigener Notizen a là Hanvon oder Sony sind nicht möglich, auch ein integriertes Wörterbuch oder erweiterte Features wie Text-to-Speech und Lautsprecher lässt das Datenblatt vermissen.

oyo_2Wer einfach nur lesen möchte, bekommt mit dem Oyo aber einen – Stand heute – konkurrenzlos günstigen und dabei gleichzeitig leicht zugänglichen Device offeriert. In der Preisklasse vom Oyo spielen (neben dem Kindle 3 WiFi, dem es aber an deutschsprachiger Literatur mangelt) lediglich Basisreader wie der Fünf-Zoller Hanvon N516 oder der Pearl eLyricon EBX-600.E-Ink , die aber natürlich ohne Leistungsmerkmale wie Touch-Layer oder WLAN-Modul daher kommen.

  • Oyo bei thalia.de (Vorbestellung)
  • Oyo Artikelseite auf lesen.net

Lautsprecher aufdrehen! -> Sorry

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Der Artikel "Oyo: Thalia bringt WiFi-Reader für 139 Euro" wurde am 4. September 2010 (Samstag) um 11:25 Uhr von geschrieben. Johannes Haupt (Xing / Twitter) ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

75 Antworten auf Oyo: Thalia bringt WiFi-Reader für 139 Euro (zum Thread im Forum)

carokann 4. September 2010 um 11:53 Uhr

Hört sich gut an und geht in die richtige Richtung. Welche Qualität hat das Display (PEARL) Gibt es Spiegelungen?

Ein Video mit umblättern wäre extrem informativ.

Dieses Gerät sollte SONY unter Druck setzen den Preis vom Mond auf die Erde zu holen.
Noch vor Weihnachten.

Es gibt also doch einen Preiskampf in Deutschland.

Pikant: Der OYO wird von Medion gebaut, die ein eigenes Gerät am Start haben und THALIA war bisher der Partner von SONY in Deutschland.

Ich erwarte die Mutter aller Preissenkungsschlachten.

Bin sehr gespannt, ob KINDLE den K3 bald auch online im deutschen Shop anbietet analog UK.

Jörg 4. September 2010 um 11:57 Uhr

Das hört sich wirklich interessant an! Wäre sehr spannend zu wissen, wie entspiegelt das Display ist. Bisher war ich eigentlich auf den neuen 6er von Sony fixiert…
Vielen Dank für die super schnelle Berichterstattung!

Jessica 4. September 2010 um 11:59 Uhr

Hallo Johannes, ich bin begeisterter Besucher deiner Webseite. Und schon seit 1 Jahr warte ich auf das richtige E-Book Reader-Gerät. Vielleicht ist endlich etwas bei den bei der IFA vorgestellten Geräten dabei. Wichtg ist mir: gute PDF Software sowie DRM Unterstützung. Das sieht bei dem OYO ja schon ganz gut aus. Kann der OYO denn Texte und vor allem PDF’s auch im “Landscape” Modus darstellen?

derMatt 4. September 2010 um 12:00 Uhr

Kann man denn schon etwas zur Spiegelung des Touchscreens sagen? Ist das eine Schicht oder geht das über Infrarotsensoren? Und ist das Display ein neues Pearl oder eine alte Version?

Ansonsten – endlich ein “deutscher Kindle”! Nu hats txtr wohl endgültig verschlafen. :(

Guybrush 4. September 2010 um 12:09 Uhr

Welcher Display (Pearl?), welche Umblätterzeit und wie schaut es mit dem Spieglen aus? Das wollen wir alle wissen :-)

carokann 4. September 2010 um 12:21 Uhr

@stern_digital twitterte mir (@carokann) gerade, dass auf dem Messegerät nur ne Beta laufe und das umblättern noch nicht so gut klappe. Vom Design her macht das Gerät einen guten Eindruck auf mich, verglichen z.B mit dem Luxidingsbums (kann mir den Namen nicht merken)

Brennend interessiert mich der neue MEDION, der ja auch auf der IFA präsentiert wird.

Medion soll ja auch den OYO bauen.

Spannend!

Jessica 4. September 2010 um 12:21 Uhr

Bei Thalia heißt es: “Automatische Display-Rotationstechnologie”, das bedeutet wohl das das Lesen auf dem OYO auch im Landscape Modus möglich ist.

Achim 4. September 2010 um 12:26 Uhr

Die Bilder sind massiv nachbearbeitet, wenn nicht komplett ge-photoshopt. Schaut euch mal die Schwarzwerte bei dem “Foto” von vorne mit dem Text an, an vielen Stellen liegen die beim vollen Schwarz (RGB 0-0-0). Das leistet heutzutage _kein_ eInk-Display.
Beim Kindle, wo die Bilder sicher auch etwas nachbearbeitet sind, liegen die Werte bei ~35,~35,~35, je nach Bild.
Ich mutmaße, dass wenn so krass editiert wird, an dem Ding irgendwas faul ist.

Jessica 4. September 2010 um 12:29 Uhr

Kann der OYO wirklich PDF und Epub mit DRM ??? Bei der Feature Auflistung bei Thalia steht nur: “DRM-freie Formate: Epub, PDF, TXT, HTML”

Johannes 4. September 2010 um 12:47 Uhr

1) Display ist von SiPix, nicht E-Ink (und damit natürlich auch kein Pearl oder sowas)
2) HandsOn-Video ist im Kasten, kommt asap (-> Messeterminstress)

Ciao
Johannes

Ylania01 4. September 2010 um 13:15 Uhr

Also auf dem Bild von Carokann sieht das Display ja grauenhaft aus, bevor Ich das Bild gesehen habe war das Ding eigendlich schon gekauft.
Jetzt will Ich doch lieber ungeschönte Bilder sehen oder am besten Videos wo das Gerät in gebrauch ist.
Das DIsplay finde Ich viel zu dunkel um darauf lesen zu können :-(

carokann 4. September 2010 um 13:33 Uhr

Bei youtube findest Du Videos von Geräten mit SiPix kapazitativen touch-screens.

buchwelt.de hat die Presseerklärung von thalia online.

Thomas Knip 4. September 2010 um 13:55 Uhr

133 dpi? Das ist aber etwas schwachbrüstig. Da bietet die Konkurrenz inzwischen bis zu 200 dpi.

Der Hintergrund erscheint mir auch viel zu dunkel, um einen angenehmen Kontrast zu erzeugen.

Scheich Xodox 4. September 2010 um 14:23 Uhr

Weiß jemand zufällig ob das Display auf Glas oder Plastik aufbaut, wegen der Bruchanfälligkeit. E-Ink Displays sind ja auf Glassubstrat gebaut und Sipix sollte sich auch auf Plastik realisieren lassen, aber ich habe bisher halt noch nichts definitives gehört.

Johannes 4. September 2010 um 14:25 Uhr

@Thomas Hatte ich errechnet, müssten aber 166dpi (bzw. wohl 167dpi aufgerundet) sein, hab’ ich mal korrigiert…ohne Gewähr aber.

Displaylesbarkeit ist ordentlich, sehr wenig Spiegelungen, SiPix halt…aber die Kontraste sind schon nicht ganz auf dem Level mit E-Ink Pearl Screens…bring’ dazu die Tage auf jeden Fall nochmal ‘n seperaten Artikel.

Ciao
Johannes

carokann 4. September 2010 um 14:33 Uhr

Danke Johannes.

Folgendem Artikel entnehme ich, dass noch VOR Weihnachten das 3G Modell kommen soll.

http://www.buchreport.de/nachrichten/handel/handel_nachricht/datum/2010/09/04/schneller-als-die-meisten-denken.htm

Der Preis soll auf der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben werden.

Freue mich schon auf das Video!
;-)

THALIA sagt übrigens, dass der OYO eine virtuelle Tastatur haben soll.

http://www.thalia.de/shop/oyo/show/?wt_mc=0309201001

Gibt´s schon Neuigkeiten vom Medion?

Guybrush 4. September 2010 um 14:35 Uhr

@Johannes
Ja, so ein Artikel wäre super! Zum Thema Sipix: Gibt es auf der Messe irgendwelche Neuigkeiten zu den Reader(n) von Asus?

Hans Peter 4. September 2010 um 14:41 Uhr

Danke, Johannes, für Deinen ausführlichen Artikel!

2 Dinge sind mir aufgefallen:

1) Du schreibst: “Textmarkierungen und die Anlage eigener Notizen a là Hanvon oder Sony sind nicht möglich …”

Thalia bewirbt den OYO so:

“Virtuelle Tastatur zur Erstellung von Notizen und einfaches Setzen von Lesezeichen …”

2) Du schreibst von einem “SiPix-Touchscreen”.

Thalia spricht von “elektronischer Tinte”.
Das hört sich an wie die deutsche Übersetzung von E-Ink.

Thx Hans Peter

Das ist der Link zur Beschreibung von Thalia:

http://www.thalia.de/shop/oyo/show/?ProvID=10906129

carokann 4. September 2010 um 15:35 Uhr

Bei aller Vorsicht. Das Gerät ist gut genug, um SONY Sorgenfalten zu machen.

Auch in den USA werden in einschlägigen Foren bereits Wetten abgeschlossen, wann SONY seine Preise senkt. (Übliche Erwartung: Beginn der Weihnachts-Saison)

THALIA hat sich offensichtlich mit der Fernwirkung des KINDLE beschäftigt. Gut so!

Ich hoffe, dass die Qualität hält, was der erste Eindruck verspricht.

R 4. September 2010 um 16:13 Uhr

Preislich natürlich ein erfreuliches Nachfolgen vom Vorstoß des Kindle 3.

Die Bilder des Oyo zeigen nicht nur die maßlose Übertreibung beim Bearbeiten(bei den Fotos, wo der Displayhintergrund sogar heller als das Gehäuse erscheint!), sondern auch, daß Weiß grundsätzlich die ungünstigste Gehäusefarbe für E-ink (und ähnliche) Reader ist.

Sony war ja noch nie ein Sonderangebot. Aber wenn man dafür auch mehr bekommt, ist es doch (abgesehen vom insgesamt noch zu hohen Preisniveaus) OK.
Mich reizen Pearl-Display und geringeres Gewicht der neuen Sony-Reader jedenfalls mehr als Wifi…

carokann 4. September 2010 um 16:33 Uhr

Hat THALIA bei der Namensgebung dies bedacht?

OYO ist auch eine Designer-Wodka-Marke.

http://www.mobypicture.com/user/rdlongbrake/view/7401818

Was das Display angeht: Das menschliche Auge hat grosse Adapationsfähigkeit, will sagen solange das Bild scharf ist gewöhnt man sich. Wenn das Display z.B auf dem Niveau des Kindle 2 ist, wäre das für mich akzeptabel.

Medion wird ja ebenfalls Zugang zum THALIA-Shop mit dem eigenen Gerät haben und da habe ich zuletzt ein schwarzes Design gesehen .

THALIA ist es nämlich letztlich egal auf welchem Gerät die ebooks gelesen werden.

Gerd c/o PadLive.de 4. September 2010 um 16:37 Uhr

Hallo Johannes,

viele tolle Infos. Danke. Bei der Auswahl hoffe ich auf eine App von Thalia / Buch.de für mein iPad.

Viele Grüße aus Essen,

Gerd

Wartender 4. September 2010 um 16:40 Uhr

Nach der Pleite mit den Pearl-Ebook-Readern (aus dem gleichnamigen Shop) – siehe die Tests in den Foren bin ich bei übermäßig preiswerten Readern doch eher vorsichtig. Einige Hersteller fangen jetzt schon mit Subvention an und holen es in Form von Software (Büchern, Bindung an einen Shop) oder eben verminderter Support (Firmware, neue Funktionen) wieder rein. Will man hier was neues muss man ein neues Gerät kaufen. Auf einer Pressekonferenz die gestern abgehalten wurde, wurde erwähnt das 70% der Kosten eines Readers das Display verschlingt. Da bleibt nicht viel Geld für Softwareentwicklung, Firmware/Updates usw. Ich bin gespannt was daraus wird.

Icke 4. September 2010 um 19:07 Uhr

Ich wusste gar nicht, dass der Orizon ein SiPix Display hat.
Jedenfalls ist das Video ja schon 3 Monate alt, das war also noch ein Prototyp.
Ende kommender Woche wollen sie u.a. den Releasetermin bekanntgeben.

Icke 4. September 2010 um 19:12 Uhr

Der Oyo wird hier sicherlich Bewegung in den Markt bringen, vor allem Acer muss noch mal über den Preis nachdenken, zumal sie um die selbe Kundschaft buhlen, da sie beide neu im Geschäft sind.

Marc 4. September 2010 um 22:30 Uhr

Hallo Johannes und vielen Dank für die aktuellen Informationen.
Auf den Bildern ist der Reader mit dem Buch Hummeldumm zu sehen. Dabei sollte es sich im ein Buch mit DRM halten. Es wird in Blocksatz und [B]mit Silbentrennung[/B] dargestellt.
Kann der Reader (Adobe) das wirklich?

Icke 4. September 2010 um 23:46 Uhr

@Marc
Laut der Hilfe von Thalia benötigt man Adobe Digital Editions, die ebooks haben also alle DRM, demnach muss der Reader das unterstützen.
Es ist aber schon ein starkes Stück, dass ich in der Hilfe von Thalia suchen musste um das zu erfahren, Kunden die sich einfach mal ein ebook kaufen, werden sich sicherlich freuen…

Scheich Xodox 6. September 2010 um 09:28 Uhr

Ist mir leider auch passiert. Ich habe hier einen Link zu einem anderen Blog gelassen in dem ein weiteres Video zum Oyo war und Johannes hat mir eine (trotzdem sehr nette) Email geschrieben, dass er das nicht so gerne sieht. Ich weiß nicht ob das an dem Blog speziell lag, denn ich habe hier schon öfter Links aufs Mobileread Forum gelassen und es ist nie was passiert oder ob die da eine private Fehde haben. Aber egal, das muss man wohl so akzeptieren.

Snooptiger 6. September 2010 um 11:09 Uhr

Solange E-Books nicht deutlich (!) billiger sind als gedruckte (Taschen)-Bücher und zudem auch noch beliebig verleihbar sind, habe ich keinerlei Kaufanreiz. Die Dinger werden sich erst dann bei der breiten Masse durchsetzen, wenn mit den E-Books “genauso einfach” umgegangen werden kann wie mit gedruckten Büchern.

Vale 6. September 2010 um 11:38 Uhr

Hi Alle,
eine Frage: flättert der Monitor wie beim Sony, wenn man Seite wechselt? Ich habe es beim Sony im Laden gesehen und das hat mich extrem genervt.

Johannes 6. September 2010 um 13:30 Uhr

@Icke Dein Kommentar war nicht gelöscht, sondern wegen der beiden Links gar nicht erst freigegeben (Spamschutz).

Hab’ ihn nun mal aus der Moderationsschleife gefischt, auch wenn ich diesem Thalia-Bashing ehrlich gesagt wenig abgewinnen kann…die Jungs machen nix, was andere (Groß)unternehmen nicht genauso machen, bloß halt mit manchmal ‘ner etwas unglücklichen Außendarstellung und in der altehrwürdigen Buchbranche.

Ciao
Johannes

Aaron 6. September 2010 um 17:42 Uhr

Also ich musste, als ich über den Thalia-Reader gelesen habe, auch erst mal an das Benehmen der Thaliakette denken.
Klar werden auch andere Buchhandelsketten hier und da Druck ausüben, aber das sollte keine entschuldigung sein -zumal das in dem Fall ja schon deutlich über die Stränge schlug.
Im Gegenteil, man sollte es nutzen, wenn schon mal ein solches Verhalten bekannt wird und es auch entsprechend quittieren. Ich geh zumindest nicht mehr zu Thalia. Gekauft wird nur noch beim kleinen Laden um die Ecke, und wenn ich es halt bestellen muss…
Daher fand ich auch den Libri Reader interessant, wobei ich natürlich nicht weß ob mein Buchladen daran teilnehmen wird.

Icke 6. September 2010 um 18:24 Uhr

@Marc
Sorry, wer lesen kann ist klar im Vorteil :D

@Johannes
Ich will nicht hoffen, dass alle großen Unternehmen so vorgehen, aber wenn es bekannt wird, reagiere ich auch darauf.
Ich werde z.B. auch keine CPU mehr von Intel kaufen.

carokann 6. September 2010 um 19:07 Uhr

Wenn wirklich in den nächsten fünf Jahren jedes sechste Buch ein ebook sein wird, dann trifft dies ja vor allem die Bestseller und das Weihnachtsgeschäft. Um seine kleine lokale Buchhandlung zu erhalten, werden Papierkäufer viele Bücher kaufen müssen. In Kombination mit dem online-Printhandel klingelt das Totenglöckchen für den traditionellen Buchhandel und selbst die grossen Ketten, werden es spüren: Barnes & Noble in den USA würde gerne gekauft werden trotz Nook e-reader.

Thomas Knip 6. September 2010 um 19:15 Uhr

Das ist nicht zu erwarten.

Gerade Bestseller werden von Gelegenheitslesern oder als Geschenke gekauft. Das ist keine Kundschaft für Lesegeräte.

Interessant wäre da, wie viele Lesegeräte-Besitzer sich noch aktuelle Bestseller als Hardcover oder Taschenbücher kaufen.

carokann 6. September 2010 um 19:37 Uhr

Eine Millon Stieg Larsson zu verkaufen als ebook geht nur in der Masse. Das hat amazon in diesem Jahr geschafft und es dürfte nur der Anfang gewesen sein Wenn jedes sechste verkaufte Buch in Deutschland ein ebook ist kann ein hoher Prozentsatz traditioneller Buchhandlungen schliessen, da ihnen das Brot und Butter-Geschäft genommen wird.

Magdalena 8. September 2010 um 15:46 Uhr

Danke für die Informationen zum “Oyo”.
Meine Frage gilt den Suchfunktionen.
Lassen sich einzelne Wörter als Suchbegriffe eingeben?

Danke und Grüße!

carokann 9. September 2010 um 18:36 Uhr

Ein Mitarbeiter einer THALIA-Buchhandlung in Berlin sagte mir, er gehe davon aus, dass THALIA SOWOHL den OYO wie den neuen SONY anbieten werde. Man solle sich eher auf Ende Oktober einstellen.

bommel 22. September 2010 um 21:40 Uhr

aktuell findet man ja auf diversen Schnäppchenseiten einen 5€ BOL-Gutschein, sicher nicht uninteressant für Vorbesteller des Oyo’s ^

Dan 24. September 2010 um 09:59 Uhr

Alles schön und gut mit diesem doch sehr attraktiven Preis von Oyo. Aber sparen tut Thalia und Medion am Display. Ich habe jetzt mehrere SiPix displays gesehen und diese sind vom Kontrast schlecht im Vergleich zu e-Ink. Darüber hinaus kann man nur bei Zimmertemeparturen lesen. Im Winter braucht das Gerät nur im Auto bei Minustemperaturen zu liegen und schon kann man das Gerät vergessen. Wer auf Schnäppchenjagd geht, der kann besser ein günstigstes e-Ink Gerät kaufen. Wer Qualität beibehalten möchte, kann man nur sagen: Hände weg von SiPix!

scheichxodox 24. September 2010 um 10:58 Uhr

Von dem Problem mit den Minustemperaturen habe ich noch nichts gelesen und ich habe auf die Schnelle auch nichts dazu gefunden. Worum geht es da genau?

Dan 24. September 2010 um 16:14 Uhr

Ich schlage vor im Geschäft einfach mal ein SiPix Reader, wie Oyo und ein eInk reader zu vergleichen. SiPix ist eindeutlich grauer und schlechter im Kontrast. Kein Wunder, denn bei eInk werden doppelt soviele weisse Farbpartikel genutzt im Vergleich zu SiPix. Weiterhin habe ich verschiedene Herstellern gefragt warum man noch nicht zu SiPix übergegangen ist, wenn die doch preislich eindeutig besser liegen im Vergleich zu eInk. Alle sagten mir, dass man im Labor festgestellt hat, dass bei niedrigen Temperaturen die Partikel bei SiPix extrem anfällig sind. Daher sind die meisten Hersteller noch nicht zu SiPix übergegangen. Das wurde sogar von einer Marke während der IFA bestätigt. Also ich würde jedenfalls zu diesem Zeitpunkt mit SiPix vorsichtig sein. Natürlich wäre es nicht schlecht eine Alternative zu eInk zu haben, aber noch ist eInk am besten unter den Technologien ohne Hintergrundsbeleuchtung. Das wird sich aber denke ich in 2011 noch ändern.

scheichxodox 24. September 2010 um 16:55 Uhr

Mir ist noch kein Sipix-Reader bekannt, den man sich im Geschäft anschauen könnte. Die ersten, wie der Oyo oder der Orizon und hoffentlich auch der Asus DR-900 erscheinen ja erst nächsten Monat.

Dass Sipix dunkler ist hat soweit ich weiß nichts mit der Menge der weißen Partikel zu tun, sondern eher mit der Tatsache, dass auf den Sipix-Bildschirmen ein Wabenmuster ist, welches den Bildschirm dunkler macht. Hier sind dazu einige Bilder verlinkt: http://www.mobileread.com/forums/showthread.php?t=90563

Wie gesagt, bisher habe ich noch nirgendwo etwas zu den Temperaturanfälligkeiten gelesen. Sollte das tatsächlich der Fall sein, disqualifizieren sich die Bildschirme genauso wie jegliche Bildschirme, die auf einem Glassubstrat aufbauen. Dann müsste ich tatsächlich bis zum nächsten Sommer warten, bis E-Ink die Plastikschirme auf den Markt bringt.

Stefan 3. Oktober 2010 um 15:27 Uhr

Hey, ich interessiere mich auch sehr für den OYO. Denke aber nicht das er gedruckte Bücher ersetzt. Ich möchte ihn für Fachbücher nutzen, um auf Schreibtisch etwas mehr Ordnung zu haben sowie das Gewicht meiner Arbeitstasche verringern.

Ein spannendes Buch im Sonnenschein oder bei einem guten Glas Rotwein ziehe ich immer noch der digitalen Kongruenz vor.

Werde mir auf jeden Fall den OYO ansehen sobald er in den Thalia Filialen verfügbar ist.

Schönen Sonntag

DK 7. Oktober 2010 um 11:41 Uhr

Vorhin auf der Thaliawebsite gesehen: der oyo erscheint am 28.10. Muss wohl grad erst online gegangen sein… also doch noch ein bisschen warten ;) bin jedenfalls gespannt wie das Teil ist.
Grüße!

Martin 10. Oktober 2010 um 10:55 Uhr

ich habe kein Arzneimittelverzeichnis (Gelbe Liste …Rote Liste) im OYO Angebot gefunden. Das wäre für mich aber notwendig…kann ich z.B. von “mibipocket.de” auf den OYO bringen?

Scheich Xodox 18. Oktober 2010 um 23:38 Uhr

Ich habe bezüglich der Glas-/Plastikproblematik folgendes nochmal auf der Oyo-Facebookseite gefragt:
Was mich mal interessieren würde, ob der Oyo genauso empfänglich für Displaybruch ist wie die E-Ink-Geräte. Die muss man ja mit stabilen Covern schützen, weil das E-Ink Display auf Glassubstrat aufbaut. Die Plastikdisplays sollen erst im nächsten Jahr kommen. SiPix sollte theoretisch auf Plastik möglich sein. Jedoch soll angeblich die Backplane ebenfalls aus Glas sein und war es bei den ersten Geräten, die auf den Messen ausgestellt wurden, auch. Weiß jemand von Thalia zufällig wie das beim Oyo ist? Das wäre nämlich ein Riesenpluspunkt im Vergleich mit den anderen Ebook-Readern.

Die Antwort von Thalia war:
Der OYO hat noch nicht die Plastik-Displays, sondern wie vermutet und auf der Messe ausgestellt, das Glas-Display. Einen Displaybruch hat es aber bei uns noch nicht gegeben, nicht einmal auf der Messe bei den Testgeräten!

Also damit hat es sich mit meinen Plastikhoffnungen bei Sipix wohl ausgehofft. Ich nehme jetzt einfach mal an, dass dies für alle auf Sipix basierenden Reader gilt, also jegliche Benq-Nachbauten und wohl auch der Asus DR-900 (wenn man denn jemals wieder etwas von ihm hört). Ich muss mich wohl damit abfinden, dass es mit Plastikreadern sowohl bei E-Ink als auch bei Sipix noch länger dauern kann.

Damit haben die Sipix-Displays für mich keine Vorteile gegenüber einem E-Ink-Display, ganz im Gegenteil. Sie sind dunkler, brauchen wohl länger zum umblättern und die Problematik mit den Minustemperaturen hat auch noch keiner ausgeschlossen. Der einzige Vorteil ist wohl der Preis, wobei es da jetzt in naher Zukunft in Deutschland auch nur den Oyo in der Preislage geben wird. Also kann man nicht mal von einem generell günstigeren Preis ausgehen, denn die anderen Sipix-Geräte, die bisher auf dem Markt sind oder erscheinen sollen, sollen umgerechnet ja allesamt teurer sein.

hans im glück 26. November 2010 um 17:44 Uhr

ACHTUNG GLASBRUCH!!!!!!

habe meinen oyo nicht mal zwei wochen und die allerschlimmsten probleme damit.

hier meine korrespondenz mit thalia
viel spass beim lesen,mir ist er vergangen.

Habe am 15.11.10 den oyo Reader in der Filiale Wien Donauzentrum gekauft.

Leider musste ich feststellen, dass das Gerät defekt ist. Im linken unteren Bereich des Bildschirm war ein kleiner Riss ca. 1-2 Millimeter zu erkennen.Aber nur bei Tageslicht und bei gewissen Lichteinfall.
Da ich Berufstätig bin und außerdem ca. 70 Kilometer von der Filiale Donauzentrum wohnhaft bin,konnte ich erst Heute 25.11.10 zum Donauzentrum fahren und die Reklamation bekanntgeben.

Inzwischen wurde der Riss größer und verläuft nun quer über den Bildschirm bis zum unteren Rand. Der Riss ist nur sichtbar aber nicht zu er tasten,da er sich im inneren des Gerätes befindet.Die Oberfläche ist nicht beschädigt.

Als ich mit einer Verkäuferin gesprochen hatte teilte diese mir mit,dass sie das Gerät einschicken müsse. Ein Kollege der Verkäuferin,der mir sehr kompetent vorkam wurde auf unser Gespräch aufmerksam und betrachtete das Gerät.Seiner Aussage nach sei das kein Problem, das sei ein klarer Fall, das Gerät würde sicher ausgetauscht werden. Die Verkäuferin ging mit dem oyo reader ins Büro und sprach mit der Filialleiterin.

Kurze Zeit später kam die Filialleiterin zu mir und teilte mir mit,dass das Gerät weder zur Reparatur übernommen wird und schon gar nicht ausgetauscht wird.Sie behauptete das ich die Unwahrheit sage und das Gerät von mir beschädigt wurde.

Sie gab mir die Postanschrift der Firma Medion,und teilte mir mit,dass ich mich um die Reparatur selber kümmern müsse.Weiteres betonte sie,dass sie Erfahrung bei der Firma Medion hat,die besagen dass Reklamationen prinzipiell nicht anerkannt werden.

Außerdem behauptete sie dass jedes Gerät vor dem Verkauf geprüft werde und die Verkäuferin keinen Defekt am Bildschirm erkennen konnte.Diese Behauptung bestätigte ich ihr aber brachte den Einwand,dass in ihren Shop im Donauzentrum nur Kunstlicht vorhanden sei und dadurch der kleine Riss auch nicht leicht ersichtlich war.

Darauf beendete die Filialleiung das Gespräch einseitig,gab mir das Gerät zurück mit den Worten “wir verkaufen das Gerät nur,um die Reparatur müssen sie sich selber kümmern”, drehte sich Gusslos um ging ins Büro und lies mich ganz einfach stehen.

Den zweiten Teil meiner Reklamation konnte ich Ihr gar nicht mitteilen,da sie sich bereits entfernt hatte.

Die angegebene Acculeistung weicht mit der tatsächlichen nämlich gravierend ab. Innerhalb der kurzen Zeit die ich das Gerät besitze musste ich bereits viermal den Accu laden, obwohl ich von dem ersten Buch gerade mal ca. 250 Seiten gelesen habe.ich nehme an ,dass dieser defekt mit dem anderen zusammenhängt.

Jetzt besitze ich ein neues Gerät um Euro 139.- das nicht funktioniert. Durch den Riss im Bildschirm sind bis aufs umblättern im Buch,das nur über die Tasten funktioniert alle anderen Funktionen defekt.

Auf Kundenservice und Freundlichkeit wird in Ihrer Filiale Wien Donauzentrum keinen Wert gelegt.

Barbara 1. Dezember 2010 um 08:47 Uhr

Ich habe den Oyo Reader seit etwa 3 Wochen und war ganz zufrieden damit – bis heute Morgen.

Als ich ihn aus der Schutzhülle nahm war auf dem Display das Stand-Bye-Bild (obwohl ich ihn ausgeschaltet hatte vor 2 Tagen) und er reagierte nicht auf den Ein-Aus-Knopf! Er ist total blockiert! Ausserdem hat es über den ganzen Bildschirm verteilt schwarze Striche und das Glas hat einen Riss…

Ich denke mir, dass das Gerät wohl die Kälte nicht ausgehalten hat. Der Reader war in der Schutzhülle in meiner Tasche und die Tasche ist mir nicht heruntergefallen oder sonst irgendwie gequetscht worden… Das kann ja echt nicht sein!

Ich werde heute mal bei Thalia vorbeigehen – bin mal gespannt, was die sagen!

Sandra 6. Dezember 2010 um 21:09 Uhr

auch mein 3-wochen-alter oyo hat sich verabschiedet.

1 woche strandurlaub (30°C) hat er noch mehr oder weniger gut überstanden.
obwohl ich ihn nur im schatten benutzt habe und nicht der sonne ausgesetzt habe, zeigte das display sehr hässliche schwarze streifen (auch im ausgeschalteten zustand). während des lesens wurde der hintergrund immer dunkler.
dies wurde kurzfristig nach umblättern besser. man konnte aber jedesmal die vorherige seite noch prima erkennen.
auch nach meiner rückkehr hat sich mein weisser liebling nicht mehr erholt. die schwarzen streifen waren immer noch da.

damit hätte ich ja noch leben bzw. lesen können. aber leider ist vorgestern auch bei mir das display gerissen und ich kann ihn nicht mehr benutzen.

da ich aber schon hochgradig mit dem ebook-virus infiziert bin, muss nun schnellstmöglich ein neuer reader her. von touchscreens habe ich aber absolut die nase voll. die bedienung war beim oyo eine katastrophe.

da ich auch auf wlan und direkter shopanbindung verzichten kann, liebäugele ich jetzt mit dem “river story”. ich hoffe, dass der mich nicht so schnell enttäuscht.

amb 29. April 2011 um 22:59 Uhr

je lis mon troisième roman ….et blocage sur la fonction veille? c’est mon premier ebook après un test sur iphone (sympa mais trop petit pour le confort visuel).
je vais donc tester le sav ( service apres vente)….à suivre

Franz Leidl 2. Mai 2011 um 11:37 Uhr

Ich kann nur bestätigen was einige von Euch schon dargelegt haben.
Das Gerät das mir Anfang November 2011 zugestellt bekommen habe, macht mir seitdem nichts als Ärger.
Regelmäßig blokierte die Anwendung und konnte nur durch das Betätigen der Reset-Taste wiederbelebt werden.
Das Display zeigte auch bei mir sehr hässliche schwarze streifen (auch im ausgeschalteten Zustand)
Das Umblättern dauert extrem lange und beeinträchtigt den Lesespass ernorm.
Vor ca. 3 Wochen hat dann das Gerät seinen Geist während des Betriebes vollständig aufgegeben.
Der Anruf beim Servicedesk war nicht sehr zielführend, ich sollte den Batteriedeckel entfernen und einen Stecker ziehen um in dann wieder anzuschließen. Erfolg gleich NULL!
Ich habe dann das Gerät an Medion eingeschickt und was ich zurückbekam war ein Kostenvoranschlag über 25 € und die Bemerkung das das Gerät Gebruachsspuren aufweise!?!
Ich werde das kostenpflichtige Reparaturangebot nicht annehmen. Selbst 10 € Kosten wäre für diesen “Elektroschrott” zu viel.
Mein Fazit und Lerneffekt ist:
Nie mehr ein Gerät von Medion (ich hatte auch schon mit meinem Notebook ähnliche Erfahrungen mit dieser Firma gemacht)
Ich investiere lieber ein paar Euro mehr für ein Gerät von einem wirklichen Markenshersteller.

Mr. Infinity 21. August 2011 um 02:08 Uhr

Ich denke so wie es Hans erging wird es auch noch anderen ergehen…
Auch uns hat die Qualität des Oyos im örtlichen Thalia nicht überzeugt.
Wer wirklich tolle Geräte sucht, der sollte auf die etwas teurere Alternative von Sony umsteigen – es lohnt sich.
Auch wenn man ab und zu ein wenig warten muss aufgrund der schlechten Verfügbarkeit.

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