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eBooks ● eReader ● eCommerce

27. Mai 2010 (Donnerstag) - von Johannes

Pearl bringt < 100€ Reader mit Adobe DRM

eReader

pearl-gebaeudeDer Versandhändler Pearl bringt pünklich zur diesjährigen Reisesaison einen eigenen eBook Reader auf den Markt.  Das kompakte Lesegerät (5″ Bildschirmdiagonale) verfügt zwar lediglich über ein LCD-Panel, womit Akkulaufzeit und Outdoor-Qualitäten limitiert sind. Kampfpreis, Adobe DRM Unterstützung und eine starke Vertriebspartnerschaft soll(t)en den Reader aber trotzdem zum Erfolgsmodell werden lassen.

“Ein großer Online-Buchhändler” wird das Lesegerät neben Pearl selbst in sein Sortiment aufnehmen und auch entsprechende Literatur dazu offerieren; um welchen Anbieter es sich handelt, wollte ein Mitarbeiter des Unternehmens im Gespräch mit lesen.net noch nicht verraten. Klar ist aber schon das Pricing: Für  “unter 100 Euro” wird der Fünf-Zoller mit Farbdisplay von Juni/Juli an verkauft; inklusive sind zu diesem Preis bereits einige kostenlose eBooks(-Downloads).

l_04283912Großer Haken des Low Budget Readers ist das konventionelle LC-Display, auf dem der Nutzer im Freien häufig eher sich als den Bildschirminhalt sehen dürfte – für den Strandurlaub könnten die 50 Euro Aufpreis für den Hanvon N516 (derzeit günstigster E-Ink Reader) eine gute Investition sein. Bedingt durch Displaytechnologie bzw. LED-Hintergrundbeleuchtung fällt auch die Akkulaufzeit vergleichsweise dürftig aus. “8-10 Stunden” (Pearl) wären aber noch ein akzeptabler Wert, sollte diese Angabe praxisnah sein.

LCD-Devices mit Lesefunktion sind nichts Neues, wobei Pearl hier ein außergewöhnlich kompaktes und niedrigpreisiges Gerät in der Hinterhand hat. Ein Key Feature ist hier außerdem die native Unterstützung für das hierzulande im kommerziellen Bereich verbreitete Adobe DRM. Auf iPhone und iPad können aktuelle deutsche eBooks nur via App angezeigt werden, andere Tablets & MIDs lassen sich gar nur für kopierschutzfreie eBooks gebrauchen; die Auswahl ist dann deutlich eingeschränkt.

Die 100 Euro Marke hat sich in Umfragen immer wieder als Schlüsselpunkt herausgestellt, ab der etliche bislang an der Seitenlinie stehende Lesefreunde zu einem dedizierten Reader greifen würden. Verbunden mit der Vertriebspower von Pearl (>5 Millionen Kunden; allerdings eher keine klassischen Buchkäufer) und der Vertriebspartnerschaft mit einem großen eBook-Händler könnte den Schwaben hier mehr als ein Achtungserfolg gelingen. Interessant wird auch zu sehen sein, ob Pearl die sich aus dem response-starken Farbdisplay ergebenen Möglichkeiten in nützliche Zusatzfunktionen ummünzen kann und so aus dem augenscheinlichen Nachteil der Bildschirmtechnologie nicht vielleicht sogar einen Pluspunkt macht.

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Zugeordnete Tags: lcd • pearl

Der Artikel "Pearl bringt < 100€ Reader mit Adobe DRM" wurde am 27. Mai 2010 (Donnerstag) um 11:02 Uhr von Johannes geschrieben. Johannes Haupt ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

14 Kommentare

Was sagst du dazu?



  1. 27. Mai 2010
    11:10 Uhr

    Permalink

    Bigboo73 schreibt:


    ist auf jeden fall ein super Vorhaben und wenn es nur dazu gut ist, das endlich mehr ebooks ihren weg in den freien Handel finden.

    Wenn Pearl was listet kommt es auf jedenfall im Massenmarkt an.



  2. 27. Mai 2010
    11:29 Uhr

    Permalink

    Scheich Xodox schreibt:


    100 Euro ja, aber bitte richtiges Epaper und mindestens 6 Zoll Größe. Dann werden die Reader erst im Massenmarkt angekommen sein.



  3. 27. Mai 2010
    12:04 Uhr

    Permalink

    Frank schreibt:


    Och, 5 Zoll passen besser in die Tasche und reichen auch. Aber “richtiges” ePaper muss es schon sein.



  4. 27. Mai 2010
    12:46 Uhr

    Permalink

    Scheich Xodox schreibt:


    Naja, bei 5 Zoll muss man schon arg oft blättern. Ich finde 6 Zoll ist wirklich so die untere Grenze, an der es noch benutzbar ist und dafür noch portabel. Die derzeitigen Reader mit Glassubstratdisplay würde ich mir aufgrund der Gefahr eines Displaybruches sowieso nicht in die Tasche stecken wollen.

    Eigentlich müsste es ja sogar ein 8 oder 9 Zoll Display sein, sogar für Belletristik. Schau dir mal die Größe einer Seite in einem normalen Buch an. Das entspricht etwa 8 bis 9 Zoll. Und ich rede da nur von einer Seite und nicht einer Doppelseite. Du blätterst also immer noch häufiger als bei einem richtigen Buch.

    Wenn doch nur Sipix mit den neuen Displays endlich mal in die Puschen kommen würde…



  5. 27. Mai 2010
    14:22 Uhr

    Permalink

    Bigboo73 schreibt:


    also 5″ für ein Buch reicht vollkommen aus, jedenfalls mir.



  6. 27. Mai 2010
    15:35 Uhr

    Permalink

    0815Kunde schreibt:


    Woher kommt diese Info? Auf facebook oder auf pearl.de ist nix davon zu finden…



  7. 28. Mai 2010
    13:04 Uhr

    Permalink

    Micro M schreibt:


    Wann werden diese elenden LCD’s endlich der Vergangenheit angehören… Es war ja schön solange es dauerte, aber jetzt gibt es ja besseres und in Zukunft viel besseres.

    Da ist vielen Menschen der schnelle Fortschritt viel zu schnell und anderen geht es nicht schnell genug…man kann es halt nicht allen recht machen.



  8. 28. Mai 2010
    17:06 Uhr

    Permalink

    Bigboo73 schreibt:


    mir ist jeder neue reader lieb, der neue Player(Vertriebe) in den markt bringt, damit die Verlage auch endlich mehr ebooks zur Verfügung stellen



  9. 28. Mai 2010
    19:47 Uhr

    Permalink

    Johannes schreibt:


    @0815kunde Info kommt direkt von Pearl, siehe oben (…”wollte ein Mitarbeiter des Unternehmens im Gespräch mit lesen.net noch nicht verraten.”)

    Ciao
    Johannes



  10. 17. Juli 2010
    14:56 Uhr

    Permalink

    Samuel schreibt:


    NeNe, so wird das nix.

    1. Kein e-ink
    2. Die Akkulaufzeit ist viel zu gering


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