10. März 2010 - Von Johannes
Pixel Qi Einbau-Kits ab Sommer
Spätestens seit der Consumer Electronics Show mit Spannung erwartet werden 3qi Displays von Pixel Qi, die einen konventionellen LCD-Bildschirm per Knopfdruck in einen E-Paper Bildschirm (ohne Hintergrundbeleuchtung, mit 4x höherer Auflösung) verwandeln. Anfang Januar wurde ein erstes Tablet mit einem solchen Dual Mode Display vorgestellt, Verträge mit weiteren (auch namhaften) Herstellern sollen bereits unterzeichnet sein.
Trotzdem wird die Auswahl an Devices mit Pixel Qi Display wohl erstmal sehr begrenzt sein, nicht jeder Interessierte wird ein auf seine individuelle Bedürfnisse zugeschnittenes Endgerät finden. Ein solches Laptop/Tablet nennt man vielleicht auch schon sein Eigen, möchte ungern nur des Displays wegen “umsteigen”.
Für diese Nutzergruppe hat Pixel Qi nun Einbau-Kits ihrer Panels angekündigt: Im Sommer, wohl in etwa zeitgleich mit der Verfügbarkeit erster “Komplettgeräte”, wird es Do-It-Yourself Bausätze zum selbstständigen Austausch des Displays angekündigt.
Projektleiterin Mary Lou Jepsen versucht weniger technikaffinen Lesefreunden schon heute die Angst vor der Umrüstung zu nehmen, bemüht dafür einen gewagten Vergleich:Der Display-Tausch sei nur wenig schwerer als eine Glühbirne zu wechseln. Man müsse nur sechs Schrauben lösen, eine Blende abnehmen und die Panels austauschen – alles in allem eine Arbeit von weniger als fünf Minuten.
Größter Haken einer DIY-Lösung ist neben dem Zeit- und Bastelaufwand der Verlust jeglicher Garantieansprüche für den modifizierten Device, was etwa Besitzer neuer und/oder hochpreisiger Laptops sicherlich 2x über einen Display-Wechsel nachdenken lassen wird. Zumindest beim auf der CES gezeigten Notion Ink Adam kam zudem der Standard-Mode des 3qi-Panel in Sachen Farbbrillanz und Blickwinkelunabhängigkeit nicht ganz an die Qualität “konventioneller” LCD-Panels heran. Auch verbraucht ein Device im Pixel Qi E-Paper Modus rund 20% weniger Strom als bei eingeschalteter Hintergrundbeleuchtung, die Akkulaufzeit liegt aber noch weit unter der von dedizierten Lesegeräten mit E-Ink Display.
Trotzdem ist das DIY-Kit gerade für Besitzer älterer Endgeräte (bei denen man sich keine Gedanken mehr um die Gewährleistung machen muss) eine spannende Option – im Internet wird es zeitnah zum Verkaufsstart etliche Video-Anleitungen geben, die auch “Normalnutzern” einen unproblematischen Displaytausch ermöglichen. Vermutlich für einen deutlich im zweistelligen Dollar-Bereich liegenden Verkaufspreis wird das Einbaukit zudem eine überschaubare Investition.
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4 Kommentare
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10. März 2010
17:10 Uhr
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doxanus schreibt:
Ich suche gerade die Schrauben bei meinem Displayrahmen… . Bin ja mal gespannt, wie das praktisch als DIY-Lösung aussehen soll, bspw. bei den heuten oft verklebten Displays in flachen Laptops.
10. März 2010
17:20 Uhr
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Johannes schreibt:
Halte das auch für äußerst optimistisch, insbesondere den Glühbirnenvergleich. Denke ein Display-Tausch ist schon machbar, aber ohne Frickelei und gewisses Basis-Knowhow wird’s nix bzw. Elektroschrott.
Ciao
Johannes
10. März 2010
17:47 Uhr
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mimi schreibt:
Das finde ich spannend!
Deine Infos finde ich toll, Johannes, aber bitte schreib doch einfach “das Gerät” statt “der Device”, das klingt (und ist) einfach schrecklich falsch… ;-)
10. März 2010
20:50 Uhr
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Micro M schreibt:
Wie Mary Lou Jepsen auf die Idee kommt, ausgerechnet über die Schiene “baut euch ein neues Display ein und schmeißt eurer schönes Funktionstüchtiges in den Mülleimer” größere Stückzahlen dieser Devices (hähähä) vermarkten zu können ist mir absolut schleierhaft…