Von Johannes
Pixel Qi Einbaukit im Handel
Pixel Qi ist da – ein bisschen zumindest. Die innovative Dual Mode Technologie, welche die Vorzüge eines konventionellen LC-Displays (Anzeige im Dunkeln, Farbbrillanz) und von E-Paper (hohe Auflösung, keine direkte Beleuchtung, geringer Stromverbrauch) in einem Panel vereint, lässt sich ab sofort via Einbau-Kit ins eigene Netbook holen. Interessierte Early Adaptor müssen allerdings tief in die Tasche greifen.
275 US-Dollar verlangt der Do-It-Yourself-Händler makershed.com (gehört zu O’Reilly) für ein 10,1″ Panel. Eigentlich sollten die sogenannten 3qi Bildschirme besonders günstig in der Produktion sein und infolge dessen preiswert abgegeben werden – für die erste Produkttranche gilt dies mit Sicherheit nicht.
Weitere Hürde auf dem Weg zum Pixel Qi Device: makershed.com garantiert derzeit nur die Kompabilität des Bausatzes mit zwei Netbooks (Samsung N130, Lenovo IdeaPad S10-2), bei anderer Hardware könnte der Bildschirm schwarz bleiben. Ohnehin erfolgt der Einbau auf eigenes Risiko, mit dem Displaytausch verliert man sämtliche Garantieansprüche gegenüber dem Hersteller. Immerhin soll der Switch wie von Pixel Qi angekündigt kinderleicht sein: Der Bastelanleitung zufolge braucht man nicht mehr als einen einfachen Schraubenzieher und 5-10 Minuten Zeit.
Den meisten Interessierten wird das allerdings egal sein: In Anbetracht des äußerst happigen Abgabepreises sowie der überschaubaren Hardwarebasis ist der Bausatz gegenwärtig ohnehin nur etwas für technikbegeisterte Innovatoren; das ist auch den beteiligten Unternehmen bewusst, die das DIY-Kit primär “in den Händen von Entwicklern und Machern” sehen. <Pressemitteilung>
Bis 3qi-Panels reif für den Massenmarkt sind, könnte noch ein bisschen Zeit ins Land gehen: Das im Januar auf der CES vorgestellte Tablet Notion Ink Adam ist nach wie vor einziger angekündigter Device mit Dual Mode Display – und das, obwohl Pixel Qi schon damals von zahlreichen auch namhaften Kooperationspartnern sprach. Um Notion Ink ist es derweil recht still geworden: Vom zuletzt kommunzierten Releasetermin “Juni/Juli” ist schon lange keine Rede mehr; zuletzt musste das indische Unternehmen sogar Gerüchten entgegnen, das Tablet werde nicht vor November fertig. Hinzu kommt die Frage, ob der Zehn-Zoller überhaupt außerhalb Indiens zu haben sein wird.
Pixel Qi ist unverändert reich an Potenzial: Die in den letzten Monaten äußerst populär gewordenen Tablets – allen voran das iPad – erfreuen sich auch als Lesegeräte großer Beliebtheit, ermüden aber bei längerem Schmökern durch die Hintergrundbeleuchtung die Augen ihrer Anwender und sind in bestimmten (hellen) Umgebungen kaum zu gebrauchen. Um am Tablet-Boom mitzuverdienen, ist Pixel Qi aber gut beraten, zeitnah mit auch preislich konkurrenzfähigen Produkten in den Massenmarkt einzusteigen – verwandte Technologien wie Mirasol von Qualcomm bringen sich bereits als Alternativen in Stellung.
<via Liliputing>
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8 Kommentare
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2. Juli 2010
08:44 Uhr
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Bigboo73 schreibt:
bekommen Betatester nicht normalweise die Produkte umsonst? ;)
2. Juli 2010
08:53 Uhr
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me_myself_and_i schreibt:
umsonst aber nicht kostenlos
2. Juli 2010
17:48 Uhr
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Bigboo73 schreibt:
word ;)
2. Juli 2010
18:04 Uhr
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André schreibt:
@Bigboo73
“bekommen Betatester nicht normalweise die Produkte umsonst?”
Da wäre Apple ja schon längst pleite.
@Johannes
Na ja, der Preis kommt wohl vor allem durch die geringe Stückzahl zustande. Mehr als ein paar Tausend Stück haben die sicher nicht bestellt. (Sind ja auch schon ausverkauft.) Ist ja “nur” ein Bastelladen.
Wenn z.B. Asus mal sowas verbaut, dann bekommen die sicher andere Konditionen bei Pixel Qi.