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Von Johannes

Que proReader nicht vor Sommer

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acc_portfolio_d1_popDer Que proReader des britischen-amerikanischen Startups Plastic Logic verspätet sich erneut. Der zuletzt auf April terminierte US-Verkaufsstart verschiebt sich auf “diesen Sommer”; darüber setzte Konzernchef Richard Archuleta die Vorbesteller seines Business-Readers mittels einer “persönlichen E-Mail” in Kenntnis. Ursprünglich sollte der Zehn-Zoller schon im 1. Halbjahr 2009 erscheinen.

Als Gründe für die neuerliche Verspätung des in Kooperation mit Barnes & Noble vertriebenen Lesegeräts wird etwas nebulös ein nötiges “Feintuning der Features” und eine “Aufwertung des Nutzungserlebnisses” genannt. Parallel zum Versand der Rundmail machte Plastic Logic die Vorbestelloption auf seiner Homepage dicht; skurrile Begründung: “Pre-orders are sold out.”

que-proreader-2Plastic Logic verbaut in seinem eBook Reader eigens entwickelte flexible Panels aus namensgebenem Plastik – die Vermutung liegt nahe, dass hier die Ursache für die Produktionsverzögerung liegt. Aber auch die anspruchsvolle Firmware nebst Desktop-Client bieten Potenzial für Verschiebungen.

So oder so befindet sich Plastic Logic in bester Gesellschaft: Der Nook vom Vertriebspartner Barnes & Noble verspätete sich ebenfalls mehrfach, gleiches gilt für den txtr Reader. Während der Nook seit kurzem in ausreichenden Stückzahlen zu haben ist, möchte txtr aktuell keinen Veröffentlichungstermin mehr nennen. Aber auch wer (halbwegs) pünklich liefert, macht es nicht unbedingt besser: Der iRex DR800S und das Onyx Boox 60 sind zwei Beispiele für Lesegeräte, die softwareseitig im Auslieferungszustand kaum zu gebrauchen sind und “beim Kunden reifen”.

Der Que proReader wird unter anderem in Dresden entwickelt und zusammengebaut; hier lief für 180 Mitarbeiter Ende Februar die Serienproduktion an. Trotz des außergewöhnlichen Produktionsstandorts Deutschland (möglich gemacht durch viele Millionen US-Dollar Wagniskapital) wird der Reader hierzulande nicht vor 2011 zu haben sein.

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Zugeordnete Tags: plastic logic • que proreader

Der Artikel "Que proReader nicht vor Sommer" wurde am 14. März 2010 (Sonntag) um 17:54 Uhr von Johannes geschrieben. Johannes Haupt (Xing / Twitter) ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

9 Kommentare

Was sagst du dazu?



  1. 14. März 2010
    23:10 Uhr

    Permalink

    Bigboo73 schreibt:


    vielleicht gibts nen Werksverkauf?! Kommt hier jemand aus Dresden ;)



  2. 15. März 2010
    14:37 Uhr

    Permalink

    Micro M schreibt:


    Was den Auslieferungszustand des Onyx Boox 60 betrifft muss ich energisch widersprechen:

    Ich habe mit meinem schon alles mögliche ausprobiert und hatte nicht ein einziges Problem.

    Glücklicherweise habe ich auf der CeBit zugeschlagen wo es den richtig günstig gab.



  3. 15. März 2010
    14:47 Uhr

    Permalink

    Micro M schreibt:


    Ach und zum Que proReader:

    Sollte mich wundern, wenn die unreife Software der Grund für die Verzögerungen sind. Da sehe ich eher wirtschaftliche Erwägungen zum Startzeitpunkt und/oder Kooperationsprobleme mit Vertragspartnern als Grund für die Verzögerungen.

    Irgendwie lustig: Während die geldgeilen und/oder ängstlichen Firmen hierzulande sich gegenseitig behindern schieben die Asiaten ein Produkt nach dem anderen auf den internationalen Markt.



  4. 15. März 2010
    15:38 Uhr

    Permalink

    Johannes schreibt:


    @Mirco “Auslieferungszustand” ist immer eine Frage es Zeitpunkts – im Dezember war der ein anderer als im März. Und: Mit zwei Wochen Erfahrung wirst du sicherlich noch nicht alle Nutzungsszenarien “durchgespielt” (=alle Bugs erlebt) haben.

    Ciao
    Johannes



  5. 15. März 2010
    16:53 Uhr

    Permalink

    Micro M schreibt:


    Na – mal mann nicht den Teufel an die Wand ;-)



  6. 20. März 2010
    17:02 Uhr

    Permalink

    Gerald schreibt:


    Auch ich würde beim Onyx eher die Vergangenheitsform wählen – das Software beim Kunden reift ist doch Standard.
    Mit Version 1.2 und erst recht mit Version 1.3 ist doch ein arbeiten möglich.
    Eher stelle ich mir die Frage, ob nach 10 Jahren auch die 2. E-Reader Welle noch immer nicht ausgereift ist. Veilleicht müssen wir noch einmal 5 Jahre warten, bis die E-Reader Generation 3 zur Killerhardware wird. Wer schon mal versucht hat ein E-Book mit einem E-Reader zu kaufen, weiß wovon ich reden.


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