Von Johannes
Samsung Reader E60 & E100 bald in Deutschland
Wohl noch im Frühjahr wird der deutsche eBook Reader Markt um einen namhaften Hersteller bereichert: Der koreanische Mischkonzern Samsung bringt seinen Anfang des Jahres auf der CES gezeigten Slider-Reader E60 (alias E6) sowie einen noch unbekannten Zehn-Zoller mit der Modellnummer E100 zeitnah in den hiesigen Handel.
“Laden, Lesen, Schreiben” titelt Samsung Deutschland in der Pressemitteilung in Anspielung auf die berührungsempfindlichen Bildschirme der Lesegeräte. Genutzt werden kann der Touchscreen allerdings nur mit einem elektromagnetischen Stift, eine Bedienung mit den Fingern (wie bei Sonys Touch Edition oder dem Pocketbook 302) ist nicht möglich.
Beiden Modellen gemein ist weiterhin ein integriertes WLAN-Modul zur drahtlosen Übertragung von digitaler Literatur. Dabei sind die Samsung Reader offen für eBooks aus verschiedensten Quellen, verfügen (anders als etwa die Kindle-Familie) über einen uneingeschränkten Browser-Zugang ins Internet. Ob es daneben eine eigene Verkaufsplattform geben wird, konnte uns ein Samsung-Sprecher auf Anfrage noch nicht sagen. Man sondiere hier derzeit Kooperationsmöglichkeiten mit Verlagen und Händlern – ein Grund, warum es noch keine deutschen Preise für die beiden Geräte gäbe. Zur Orientierung: Auf der CES nannte Samsung für den Samsung E6 (WLAN, Bluetooth, 2 Gbyte SSD, MicroSD) ein Kostenpunkt von 399 US-Dollar.
Nur spärliche Informationen gibt es bislang zum Samsung E100. Bekannt ist lediglich, dass der eBook Reader ein 9,7″ Display mit einer Auflösung von 824x1200px (wie der Kindle DX) mitbringt. Unserem Samsung-Kontakt zufolge entspricht die Optik darüber hinaus weitgehend dem E60, allerdings wohl ohne Slider. Der Anfang Februar in Holland aufgetauchte E101 ist dabei ausdrücklich nicht baugleich mit dem E100; zudem differieren offenbar die US-Modelle geringfügig zu den europäischen Modellen – so fehlt dem “deutschen” E60 das Bluetooth-Modul seines US-Pendants.
Die Samsung-Reader gehören optisch wie funktional sicherlich zu den interessantesten elektronischen Lesegeräten der aktuellen Generation. Stimmen auch noch Usability, Pricing und Verfügbarkeit, könnte Samsung hierzulande schon bald Platzhirsch Sony die Vorherrschaft auf dem wachsenden deutschen eBook Reader Markt streitig machen – dank der großen Markenbekanntheit und zahlreichen Vertriebspartnern ist das Potenzial dafür sicherlich größer als bei Herstellern wie Pocketbook, deren (hervorragende) Lesegeräte derzeit “online only” zu haben sind und nur von einer kleinen hochinformierten Nutzergruppe nachgefragt werden.
Weitere Informationen zu Samsung E60 und Samsung E100 folgen in Kürze. Wir werden die Reader voraussichtlich schon kommende Woche in die Hände bekommen und an dieser Stelle natürlich ausführlich berichten.
<Video von Notebook Italia>
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