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Sony Reader PRS-650 Touch Edition im Test

19.10.2010 - von - eReader Topnews 79 Kommentare

230 Euro verlangt Sony für seine ab sofort erhältliche PRS-650 Touch Edition – ein stolzer Preis gerade vor dem Hintergrund, dass der Sechs-Zoller keinerlei Wireless Connectivity (WiFi, 3G) unter der Haube hat. Auf der Haben-Seite stehen jedoch immerhin  ein absolutes Next Generation Display (infrarotgestützter Touchscreen, Pearl E-Ink Technologie) sowie zahlreiche spannende Firmware-Features; ob und für wen sich die Investition lohnt, klärt unser Testbericht.

Optik

prs650-3Gegenüber dem im Herbst 2009 erschienenen und jüngst abverkauften Vormodell PRS-600 hat Sony rein äußerlich wenig verändert: Der Abstand zwischen E-Ink Bildschirm und den fünf haptischen Tasten ist etwas geschrumpft, die Bedienelemente haben nun die Farbe vom Chassis und der mittige Home-Button ist nach unten abgerundet. Optisch ist die Touch Edition damit noch stimmiger, zählt (subjektiv) zu den schönsten derzeit erhältlichen Lesegeräten.

Überarbeitet wurde auch das Gehäusematerial: Während die Vorderseite nach wie vor aus gebürstetem Aluminium besteht, kommt auf der Rückseite nun Plastik zum Einsatz. Die Beurteilung des Updates ist sicherlich Geschmackssache: das neue Material fühlt sich naturgemäß anders an, wobei der gewöhnlich eiskalte Alu-Rücken älterer Sony Reader bei weitem nicht nur Freunde hatte; wer sich an der Haptik stört, kann hier wie dort zum Ledercover greifen. “Stand alone” (mit Stylus) bringt der PRS-650 leicht unterdurchschnittliche 215 Gramm auf die Waage.

Zubehör

Zum Lieferumfang gehört lediglich ein USB-Kabel, mit dem der Reader an PC/Mac sowohl geladen als auch mit Literatur befüllt werden kann – der “alten” Touch Edition (PRS-600) hatte Sony noch einen Soft Sleeve beigelegt, dessen Vormodell PRS-505 sogar ein Ledercover. Nimmt man sein Lesegerät mit auf Reisen, ist der Zukauf einer Umhüllung eigentlich Pflicht – freiliegende E-Ink Panels sind nicht gerade für ihre Widerstandskraft bekannt. Alternativ zum stolz bepreisten Original-Zubehör bietet sich ein Besuch bei ebay an, wo durchaus brauchbare Hüllen schon ab 10-15 Euro inkl. Versandkosten zu haben sind (z.B. hier).

p2Natürlich sollte man von einem Lesegerät einen im Wortsinne ausreichenden Lieferumfang erwarten können – erst recht, wenn es 230 Euro kostet. Allerdings kann man Sony für seine “No Frills Politik” hier nicht alleine an den Pranger stellen; auch andere Hersteller (z.B. Amazon) haben das lukrative Zubehörgeschäft für sich entdeckt, geben ihrem Lesegerät nur noch ein USB-Kabel mit auf den Weg zum Kunden. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Unternehmen wie Hanvon, wo sich selbst beim 150-Euro-Basismodell Kunstledercover, Ladegerät und sogar Kopfhörer im Lieferumfang befinden; ein Blick aufs Datenblatt verschafft in der Regel Aufschluss über die “wahren Kosten” eines eBook Reader Kaufs.

Technik

p4Funktionales Herzstück vom PRS-650 ist der komplett überarbeitete berührungsempfindliche Bildschirm. Statt einem resistiven Touchscreen, der sich beim Vormodell für schlechte Kontraste und teilweise wirklich üble Spiegelungen verantwortlich zeichnete und das Leseerlebnis deutlich schmälerte, kommt nun ein sogenannte optischer Touchscreen zum Einsatz. Dabei erkennen seitlich angebrachte Infrarotsensoren die Eingabeposition von Stylus/Finger und errechnen die gewünschte Aktion.

Der interne Speicherplatz wurde gegenüber dem PRS-600 von 512 Mbyte auf zwei Gbyte vervierfacht – der Kindle 3 bietet vier Gbyte, ist anders als die Touch Edition aber nicht via Speicherkarte (MemoryStick Duo, SD-Karte) erweiterbar.

Software

Sony offeriert mit seiner Reader Library als einziger Hersteller ein Verwaltungsprogramm für digitale Inhalte mit oder ohne Adobe DRM. Die Software ist Voraussetzung zur Anzeige von Notizen, Anmerkungen und Zeichnungen außerhalb des Lesegeräts. Wirklich exportierbar ist allerdings nur plain text; in eBooks vorgenommene Anmerkungen werden zusammenhanglos (also ohne die Seite als Hintergrund) angezeigt, was natürlich wenig sinnhaft ist. Hier hätte man sich eine “Screenshot-Funktion” a là iRiver Cover Story gewünscht, wo Seiten inklusive vorgenommenen Bearbeitungen als Bild gespeichert und (beim Cover Story WiFi sogar via E-Mail) aus dem Gerät zu bekommen sind.

Usability

p6Durch den Verzicht auf einen zusätzlichen Touch-Layer ist die Anzeigequalität der neuen Touch Edition auf einem Niveau mit “konventionellen” Lesegeräten – das größte Kompliment, welches man einem Touchscreen Reader machen kann. Zudem ist der optische Touchscreen deutlich “ansprechender” als resistive Modelle – zur Eingabe reicht bereits eine flüchtige Berührung, was beispielsweise das Umblättern zum Kinderspiel macht.

Weil Sony bereits Zugriff auf die neuen Pearl E-Ink Displays hat (gegenwärtig als einziger Anbieter neben Amazon; auch in den Ankündigungen anderer Hersteller findet sich noch kein weiterer Pearl Reader), ist der PRS-650 beim Kontrastverhältnis gegenwärtig zusammen mit dem Kindle 3 ganz weit vorne. Betrachtet man darüber hinaus das “Gesamtpaket Bildschirm”, stellt Sony mit dem PRS-350/PRS-650 zweifellos die neue Referenz – die hier gebotene Kombination aus Bedienkomfort und Anzeigequalität wird wohl eine ganze Weile ihresgleichen suchen.

prs650-1Touchscreen-typisch geht die Bedienung sehr intuitiv von der Hand. Das überarbeitete Hauptmenü mit einer hervorgehobenen Anzeige der zuletzt aufgerufenen Inhalte ist gelungen, die Untergliederung in über Tabs aufrufbare Kontextmenüs sinnig. Auch aus dem Buch heraus ist man zumeist schnell bei der gewünschten Funktion. Die fünf haptischen Buttons haben einen knackigen Druckpunkt, die zwei Blättertasten hätte sich Sony (zumindest an der Position) aber eigentlich sparen können – die meisten Lesefreunde werden zum Seitenwechsel den Touchscreen gebrauchen.

Neben Image Viewer und MP3-Player findet sich nun auch das deutlich aufgepeppte Wörterbuch im Hauptmenü. Auf insgesamt zwölf Nachschlagewerke kann zurück gegriffen werden, darunter sowohl deutsch-englisch als auch englisch-deutsch (beide von Collins).

p3Usability-Pferdefuß der PRS-650 Touch Edition ist zweifellos die fehlende wireless Connectivity. Der Bezug von DRM-geschützter eBooks (in Deutschland leider immer noch ein großer Teil der Neuerscheinungen) über PC/Mac ist kompliziert, die Verwaltung von gekaufter Literatur mit Adobe Digital Editions wie Reader Library gleichermaßen unbefriedigend. Natürlich kann man das DRM-Fieber der Publisher nicht direkt Sony anlasten; Amazon gelingt es hier mit seinem leicht zugänglichen integrierten Kindle Store allerdings, den Kunden das leidige Thema Kopierschutz (zumindest für eine Weile) vergessen zu lassen und ihm sogar Freude beim Stöbern und eBook-Kauf zu bereiten – ein Zustand, von dem beim Literaturtransfer via USB-Kabel wohl keine Rede sein kann. Auch wer neben einem dedizierten eBook Reader noch andere Hardware zum Schmökern nutzt, ist mit einem vernetzten Lesegerät (Kindle: Apps für PC, Mac, iPhone, iPad, Blackberry und  Android) naturgemäß auf der komfortableren Seite.

Lesen

An der epub-Textanzeige selbst gibt es nichts auszusetzen; Kontraste und Schärfe sind absolute “State Of The Art”. Voraufgespielt sind drei vollständige eBooks (Meconomy, Papierkrieg, Kühlfach 4) sowie 12 Leseproben.

Bei den Anpassungsmöglichkeiten ist die PRS-650 Touch Edition allerdings nicht mehr zeitgemäß: Sechs Vergrößerungsstufen, das war’s. Während beim Kindle 3 sogar die Zeilenabstände angepasst werden können und selbst der Oyo – nicht gerade als High End Gadget konzipiert – vier verschiedene Fonts zur Auswahl stellt, muss man hier bei Sony mit der Voreinstellung leben. Weiterer kleiner Makel: Bei der Anzeige im Querformat überschneiden sich die letzten Zeilen einer Seite mit den ersten Zeilen der nächsten Seite (Fachjargon: Hurenkinder).

p7In die Verbesserung der pdf-Anzeige hat Sony viel Energie gesteckt (vgl. eigener Artikel). Nativ großformatige Inhalte wie Zeitungsseiten sind zwar wie vor auf einem Lesegerät mit entsprechend großem Bildschirm besser aufgehoben, können auf dem PRS-650 dank schnellem Touchscreen und diversen Anpassungsmöglichkeiten aber besser geschmökert werden als auf jedem anderen uns bekannten Sechs-Zoller. Auch Präsentationen (solange sie im pdf-Format vorliegen) und Fachartikel sind mit ein paar Einstellungen zumeist relativ gut lesbar.

Via Stylus oder Fingerberührung können Wörter markiert und mittels einem zuvor ausgewählten Lexikon übersetzt werden. Der passende Wörterbuch-Ausschnitt wird dann direkt im eBook angezeigt – ein echter Mehrwert gerade bei englischsprachiger Fachliteratur.

Schreiben

Die Bearbeitungsfunktionen entsprechen denen vom PRS-600: Text kann markiert und/oder mit Anmerkungen versehen werden; beides allerdings weitgehend für den “internen Gebrauch” im Lesegerät (vgl. Abschnitt Software). Mit dem abgerundeten Stylus gelangen uns nicht ganz so präzise Eingaben wie bei Wacom Touchscreens, für Scribbeln reicht es allemal.

Fazit

+

sony_reader_touch_edition_prs650-html_664576_g2Sony hat seine Touch Edition mit dem Facelift endlich zu einem kompletten Lesegerät gemacht, mit dem man auch außerhalb der eigenen (lichtgeschützten) vier Wände Spaß haben kann. Der kontrastreiche und eingängige Pearl E-Ink Touchscreen ist eine Klasse für sich; beim Bildschirm, in unseren Augen die absolute “Kernkompetenz” eines dedizierten Lesegeräts, setzt Sony neue Maßstäbe. Auf dem 6″ Panel machen nicht nur epub-Dateien, sondern auf pdfs eine gute Figur – dank zahlreicher Anpassungsmöglichkeiten ist der PRS-650 aktuell bester pdf-Reader in seiner Größenklasse. Etwas mehr Anpassungsmöglichkeiten hätten wir uns dagegen bei epubs gewünscht; Sony reizt hier die durchs Format gegebenen Möglichkeiten zur umfassenden Individualisierung des Leseerlebnisses noch nicht aus.

-

Gleich hinter einem möglichst guten Bildschirm steht ein leichter Literaturzugang auf unserer Prioritätenliste für gelungene Lesegeräte – im Herbst 2010, wo zahlreiche große Verlagshäuser ihre eBooks mit leserfeindlichen DRM-Mechanismen versehen, führt dazu eigentlich kein Weg an WiFi nebst direkter Anbindung an einen eBook Store vorbei. Der PRS-650 unterstützt zwar das hierzulande verbreitete Adobe DRM (anders als der Kindle, auf dem entsprechend kaum aktuelle deutsche Titel lesbar sind), macht aber einen umständlichen Kauf- und Übertragungsprozess via PC/Mac erforderlich.

Schade ist das fehlende WLAN-Modul auch, weil übers Lesegerät angelegte Notizen und Anmerkungen so kaum vernünftig exportiert werden können. Der hervorragend ansprechende Touchscreen in Verbindung mit der Bildschirmtastatur hätten den PRS-650 mit WLAN-Modul und entsprechender Software (Mail Client) hier funktional noch auf eine ganz andere Ebene hieven können.

=

award-prs650-hq-finalLetztlich handelt es sich bei allen unseren Kritikpunkten beziehungsweise Verbessungsvorschlägen um Meckern auf hohem Niveau; keiner der Makel ist irgendwie vergleichbar mit dem desaströsen Touch-Panel vom Vormodell PRS-600, welches hauptverantwortlich für unsere damals sehr mäßige Testnote war (3,4). Mit der Umwandlung der größten Schwäche in eine echte Stärke sowie einigen sinnigen Updates im Detail ist die neue PRS-650 Touch Edition nun erst einmal das Lesegerät, welches es im Kampf um die Kundengunst zu schlagen gilt; zumindest im Bezug auf uns, denn der PRS-650 bekommt als erster von lesen.net getesteter eBook Reader ein (knappes) “sehr gut”.

p1Klasse hat allerdings auch ihren Preis – bei 90 Euro Differenz ist die Versuchung groß, zum Kindle 3 WiFi zu greifen und neben einer ebenfalls hervorragenden Textanzeige auch noch einen integrierten eBook Store zu bekommen. Wer ein Faible für englischsprachige Literatur hat beziehungsweise mit der begrenzten Auswahl an DRM-freien deutschen Titeln leben kann und ein bisschen Konvertierungsarbeit nicht scheut, wird bei Amazon glücklich; möchte man dagegen vorzugsweise aktuelle deutsche Literatur und/oder pdf-Dateien schmökern, lohnt sich der Aufpreis zum Sony Reader PRS-650 Touch Edition.

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Der Artikel "Sony Reader PRS-650 Touch Edition im Test" wurde am 19. Oktober 2010 (Dienstag) um 9:24 Uhr von geschrieben. Johannes Haupt (Xing / Twitter) ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

79 Antworten auf Sony Reader PRS-650 Touch Edition im Test (zum Thread im Forum)

calvin 19. Oktober 2010 um 09:46 Uhr

Danke für den ersten Test.

Mir persönlich ist das Gerät aber trotz guter Qualität etwas zu hochpreisig. Meine Schmerzgrenze sind bislang die 150€

Gruß
calvin

Timo 19. Oktober 2010 um 09:48 Uhr

Sehr interessant, danke für den Test/Artikel! Und endlich noch mal ein gutes Gerät dass nicht mehr Rahmen- als Bildschirmfläche hat.

Chris 19. Oktober 2010 um 10:10 Uhr

Preis und Shop mögen im Vergleich zum Kindle zwar ein Minuspunkt sein, man sollte aber nicht vergessen (und im Artikel auch noch mal erwähnen), dass der Kindle keine ePubs unterstützt und man sich damit an der Hersteller als Content-Lieferant bindet. Vor allem die Wörterbuchintegration möchte man als Fremdsprachenleser nach kurzer Zeit nicht mehr missen. Allein deshalb hätte ich mir fast einen 600er gekauft, nur das schlechte Display hat mich abgehalten. Aber jetzt wird es definitiv der 650er!

Horst 19. Oktober 2010 um 10:13 Uhr

Danke für die Review :-) Ich überlege mir gerade, eben einen PRS-650 zu kaufen, bin jedoch eher selten unter Windows und Mac unterwegs. Kann man auch einfach epubs auf die SD-Karte legen und der Reader erkennt sie?

Und hat irgendjemand von euch den Reader schon in Österreich gesehen? Sony sagt zwar, dass sie schon angefangen haben, ihn auszuliefern, aber sagen natürlich nicht an wen :-(

woodfrog 19. Oktober 2010 um 11:21 Uhr

@Horst:
ich benutze ihn auch problemlos unter Linux (Ubuntu 10.10) mit Calibre.
Einfaches Ablegen einer Datei reicht aber auch und funktioniert einwandfrei.

” Die fünf haptischen Buttons haben einen knackigen Druckpunkt, die zwei Blättertasten hätte sich Sony (zumindest an der Position) aber eigentlich sparen können – die meisten Lesefreunde werden zum Seitenwechsel den Touchscreen gebrauchen.”

Zumindest ich benutze immer die Tasten zum Blättern und finde sie auch gut positioniert…

Scheich Xodox 19. Oktober 2010 um 11:22 Uhr

@Chris: Das mit dem fehlenden Epub auf dem Kindle wird man in Zukunft nicht immer unbedingt so stehen lassen können. Google mal danach, es gibt eine Ankündigung, dass der FBReader für den Kindle angepasst wird. Außerdem gibt es wohl andere Bestrebungen Epub auf den Kindle zu bringen, wie mittels Browser. Was jedoch stimmt, Epub mit DRM wird es wohl auch auf lange Sicht nicht auf dem Kindle geben. Aber wieso ist das nochmal ein Manko? :-)

Eric 19. Oktober 2010 um 11:24 Uhr

Danke für die Review. Sie schreiben, “auch in den Ankündigungen anderer Hersteller findet sich noch kein weiterer Pearl Reader”.

Ist die neue pocketbook serie 601,602 auch keine Pearl E-Ink display?

Wenn das so ist, dan kaufe ich mir diese Sony 650.

Grusse aus die Niederlande.

Johannes 19. Oktober 2010 um 11:33 Uhr

@woodfrog Tasten: Geschmacksache, klar.

@Scheich Xodox epub auf Kindle: Würd’ ich mich (trotz entsprechender Meldungen) nicht drauf verlassen, halt’s aber auch für relativ wahrscheinlich. Warum fehlende Adobe DRM Unterstützung ein Nachteil ist (wenn man als rechtschaffender Bürger handelt), wirst du dir selbst beantworten können :)

@Eric Nö, haben noch die “alten” Vizplex Panels (602, 603 btw)

Ciao
Johannes

Scheich Xodox 19. Oktober 2010 um 11:52 Uhr

@Johannes: Ich warte auch erst bis das mit dem FBReader final ist. Andererseits, bei der weltweiten Verbreitung des Kindles ist die Nachfrage wahrscheinlich ziemlich groß und daher denke ich ist es schon sehr wahrscheinlich, dass der auch wirklich erscheinen wird. Dann kann man sich den Text auf dem Kindle sogar so gut anpassen wie auf einem Pocketbook. Wer schon mal den FBReader genutzt hat, weiß was ich meine.

Zum Thema DRM, ich habe nicht andeuten wollen, dass einem DRM egal sein kann, wenn man sich doch alles raubkopieren kann. Ich wollte damit lediglich ironisch auf den Punkt anspielen, dass ich Bücher so lange nicht kaufe, wie es sie nur mit DRM gibt. Es gibt durchaus auch Shops, die Bücher mit Soft-DRM (Wasserzeichen) verkaufen oder kostenlose Möglichkeiten Bücher zu beziehen (Gutenberg-Projekt). Die Musikindustrie hat das DRM inzwischen auch sein lassen. Und so lange die Buchindustrie das nicht auch macht, weigere ich mich eben ihre Bücher zu kaufen. Aber das ist wieder eine ganz andere Diskussion. Hier geht es um den Sony PRS-650.

Timo 19. Oktober 2010 um 12:08 Uhr

Zu DRM, wie ist da eigentlich der momentane rechtliche Stand? Wenn ich ein eBook mit DRM kaufe und DRM dann entferne um es auf einer anderen Plattform zu lesen, rein für den Eigenbedarf und mit einer legal gekauften Datei, mache ich mich dann allein durch die DRM Umgehung strafbar?

thomas 19. Oktober 2010 um 12:52 Uhr

Ich besitze den PRS 600. Was die Anzeige von PDF Dateien angeht, ist der Sony Reader unschlagbar. Was mich stört, ist in der milchige Bildschirm. Mit der Zeit kommt man damit klar. Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, den Kindle zu bestellen, aber die Flexibilität (Notizen, PDF Flow, Touchscreen) des Sony Readers ist wirklich unschlagbar.

Den PRS 650 werde ich mir dennoch nicht zulegen. Wahrscheinlich wird es jetzt der Ipad oder Android. Vor allem der Ipad macht Spaß.

Christian 19. Oktober 2010 um 14:21 Uhr

ich kann die Kritik am Content-Zugang nicht ganz nachvollziehen. Mit den Sony Readern hat man doch Zugang zu allen großen deutschrachigen ebook-Anbietern. Für englisch-sprachige Bücher fallen Amazon, B+N und Borders zwar aus, aber über andere internationale Anbieter wie kobobooks oder ebooks.com hat man doch trotzdem direkt Zugang zu englischer-sparchicger Literatur. ich finde es eigentlich ganz gut, dass man zwischen verschiedenen Anbietern auswählen kann.
Ebooks shoppe ich sowiese am Computer. Deshalb vermisse ich den mangelnden WLAN-ANschluss nicht wirklich. Für das Lesen von zeitungen und exportiern von Notizen wäre WLAN, oder besser noch 3G, natürlich schon wichtig.

Daniel 19. Oktober 2010 um 14:54 Uhr

Ich habe den PRS650 seit gut einer Woche und bin sehr zufrieden damit. Zwar ist das Überspielen von DRM-geschützten Dateien zu Beginn recht kompliziert (Authorisierung etc.), klappt aber nun auch ganz gut.

Aber bislang reizt mich vor allem die Einbindung von Instapaper und offenen Formaten. Und mit der SD-Karte klappt das Überspielen hervorragend. (Calibre ist hier der beste Tipp, gerade in der Verarbeitung von RSS-Feeds!)

Und: Vielleicht lässt sich das fehlende Funkmodul auch als Vorteil verstehen, so weiß ich zumindest, dass nicht dauernd etwas “nach Hause” funkt (Stichwort: Apple und Google).

Jörn 19. Oktober 2010 um 16:55 Uhr

Hurenkinder!?…Hammer…allein dafür lohnt sich der Artikel!!! Tut mir leid, musste ich jetzt schreiben….

Grike 19. Oktober 2010 um 16:58 Uhr

Danke für den ausführlichen Test.
Ja schade: ich könnte die 230 € verschmerzen, wenn wlan dabei wäre

Oder: ich könnte wlan verschmerzen, wenn er € 150 kosten würde.

aber beides in Kombination – kein Wlan und 230 € – find ich nun doch wenig sexy…

Florian 19. Oktober 2010 um 17:15 Uhr

Den Reader habe ich nun seit knapp 2 Wochen. Da er PDFs sehr gut unterstützt und es 10 % Bildungsrabatt bei Sony gibt, habe ich mich wegen meines Studiums für dieses Gerät entschieden. Mein Ziel ist ohne Laptop an der Uni zurechtzukommen und besser lesen zu können. Und bisher muss ich sagen, scheint das ganz gut zu klappen… ich kann zwar noch keine Langzeit-Tests abgeben, aber es funktioniert nach ein wenig Eingewöhnung alles so, wie ich es mir vorgestellt hab.

Anatoli Loucher 19. Oktober 2010 um 17:17 Uhr

“Ist die neue pocketbook serie 601,602 auch keine Pearl E-Ink display?”

“@Eric Nö, haben noch die “alten” Vizplex Panels (602, 603 btw)”

Vorerst kein Pear bei Pocketbook 602, 603, aber Vizplex A+, d.h. Vizplex mit bestmöglichen Kontrast, ca. 8:1 (Pearl 10:1, minimale Kontrast bei Vizplex liegt bei 6:1). Und A+ Displays haben garantiert kein “Sonnenproblem”.

Anubiz 19. Oktober 2010 um 19:26 Uhr

weil ihr das immer wieder erwähnt: auch der 600 hatte schon ne Plastik Rückseite!

des weiteren kenne ich keinen, der auch nur irgendeinen Wert auf Wireless krams legt.

und ein Hurenkind is dann doch was anderes als hier beschrieben :)

würd meinen 600 jedenfalls gern gegen nen 650 umtauschen hehe :D

R 19. Oktober 2010 um 21:11 Uhr

Vermisse als 350-Nutzer WiFi/3G auch nicht die Bohne.
Bei den Tasten wäre es (für die Mehrheit der Rechtshänder) allerdings besser, wenn die Blätter-Tasten ganz rechts lägen.

Andre 19. Oktober 2010 um 21:22 Uhr

@Johannes
Hallo Johannes. Als regelmäßiger Leser dieser Website schätze ich deine Testberichte sehr. Auch dieser Test ist wieder prima geschrieben, inklusive aller wichtigen Fakten, sehr informativ. Allerdings muss ich auch mal Kritik üben. Du machst in meinen Augen den Vorgänger PRS-600 zu unrecht schlecht. Ich besitze den 600er schon mehrere Monate und eine Menge Bücher damit gelesen. Von “…schlechte Kontraste und teilweise wirklich üble Spiegelungen… bzw …
desaströsen Touch-Panel vom Vormodell PRS-600″ kann hier keine Rede sein. Fakt ist. Der 600 besitzt ein Touch-Panel der ersten Generation und war sicher nicht ausgereift. Aber solche Testergebnisse sind nicht nachvollziehbar. Der Touchscreen reagiert sauber und die Spiegelungen halten sich in Grenzen. Zuhause oder im Flugzeug, wo ich gern damit lese, gibt es auch mit diesem Reader keine Probleme. Johannes hast du deinen Reader mit einer Reinigungsflüssigkeit behandelt und dadurch diese extremen Spiegelungen erzeugt? Auch andere Online-Medien beurteilten dieses Display nicht so schlecht wie du. Ansonsten mach weiter so. Grüsse von einem treuen Leser!

rick 19. Oktober 2010 um 22:20 Uhr

Ich verstehe nicht wieso 3G bzw Wlan immer so in den Vordergrund gerückt werden bzw das fehlen als Nachteil empfunden wird. Wie in den vorhergehenden Kommentaren zu lesen ist vermisst es wahrscheinlich auch keiner. Wer geht schon mit seinem Reader unterm Arm zum einkaufen in den Buchladen und lädt per Wlan ein neues Buch auf seinen Reader? Oder jemand sitzt in einem Park, mit einmal hat er seine ganze Büchersammlung durchgelesen und braucht schnell per UMTS Nachschub weil der heimische PC unerreichbar ist. Durch diesen Blödsinn und die sinnlose Technik-Spielerei werden Reader nur unnötig teuer und kaum einer möchte es letztendlich auch haben.

Curious 19. Oktober 2010 um 22:34 Uhr

@Rick
Naja, der Sony Reader ist ja verglichen mit seinen Wettbewerbern ganz schön teuer und das obwohl er weder Wifi noch 3G hat. Und wenn Du mal versucht hast, DRM “geschützte” Bücher vom Rechner auf den Reader zu bekommen, wüsstest Du, dass eine Wlan und oder 3G – Anbindung, über die man die Bücher direkt auf den Reader laden könnte, eine große Erleichterung wäre. Also nicht weil man mit dem Teil nun unbedingt surfen können möchte

Nekron 19. Oktober 2010 um 22:39 Uhr

Moin Johannes,
auch ich lese regelmäßig deinen sehr interessanten Blog zum Thema eReading, habe aber ein paar Anmerkungen bzw. kann eigene Erfahrungen zum Thema Sony Reader beitragen.

Seit ca. einem Jahr lese ich während der Fahrten zur Arbeit in der Bahn morgens und abends mit eine PRS 505. Die Umschaltzeiten sind längst nicht so schlimm, wie man in einigen Berichten liest und wenn es mal ein paar Sekunden länger dauert, who cares? Nun habe ich seit zwei Wochen einen PRS 650 als Zweigerät mir angeschafft, das Wörterbuch und der bessere Pdf Support waren ausschlaggebend für mich. Insgesamt kann ich deinen Testergebnis uneingeschränkt zustimmen, jedoch finde ich, dass:

- das Thema WLAN ist bei vielen Readern einfach überbewertet. Der Mehrwert nur marginal und akkuschonend schon gar nicht. Ich persönlich bin froh, mal kein “strahlendes” Gerät beim Lesen in den Händen zu halten.

- Kindle und Co. sind viel günstiger, ja, aber das günstige Angebot beruht auf einer Mischkalkulation, den Kunden an einen Anbieter zu binden und dadurch den subventionierten Reader zu finanzieren. Für den Endanwender mag das nicht ausschlaggebend sein (Geiz ist…), langfristig ist man aber der Preispolitik des Content Anbieters ausgeliefert.

- die Betankung des Sony mit Lesefutter wird als kompliziert dargestellt. Dies finde ich doch stark übertrieben, jeder der Office bedienen kann um einen Brief zu schreiben hat schon mehr Fähigkeiten, als für die Bedienung der Reader Library von Sony notwendig sind. Der Content selbst kann einfach online bei Thalia, Libri usw. bezogen werden. Auch hierfür ist kein Diplom in Informatik notwendig, wer bei Amazon shoppen geht, schafft das auch!

- du schreibst zum Kindle, dass der Kauf von Büchern einfacher geht, wer deutschsprachige Literatur lesen möchte, dies mit etwas Konvertierungsarbeit dann auch hinbekommt – nun, was war noch einmal so schlimm an den Sony Readern?

- zum Thema Periodicals (Zeitungen, RSS…) habe ich ein Smartphone dabei, wenn ich unterwegs bin, das für kurzweiliges Lesen aktueller Nachrichten vollkommen ausreichend ist. Auch an dieser Stelle finde ich die Diskussion über eReader Connectivity absolut überzogen.

Jetzt habe ich aber genug dazu geschrieben und will noch etwas mit dem 650er herumschmökern.

Martin 19. Oktober 2010 um 23:23 Uhr

@Curious
Wo liegt die Schwierigkeit, ein DRM Buch auf den Sony Reader zu bekommen? Habe erst heute eines aus der Bibliothek geliehen. Herunterladen mit Adobe DE. Und in ADE dann per drag&drop auf den Reader ziehen. Das ist kompliziert?
Ich habe zwar den OYO vorbestellt, weil ich WLAN für wichtig hielt. Seit ich den Sony habe, denke ich über eine Stornierung der Vorbestellung nach und über die Anschaffung eines zweiten Sonys…

Thomas Knip 20. Oktober 2010 um 01:54 Uhr

Wer glaubt, dass 3G nicht nötig sei, der hat noch keinen Kindle benutzt.

KEIN Anwerfen des PCs (und, nein, ich habe ihn nicht ständig an)
KEIN Abspeichern des eBooks in irgendeinen Ordner
KEIN Anschließen eines USB-Kabels und
KEIN Rüberladen über ADE

Sondern einfach NUR kaufen, aufs Gerät laden lassen, lesen. Und zwar egal wo ich bin auf der Welt.
Das geht mit dem Kindle jetzt ein Jahr. Und zwar kostenlos.

Schon interessant, dass bis heute keiner ein wirklich vergleichbaren Komfort bietet. Apple mit dem iPad und iBooks noch am ehesten. Vorausgesetzt, man hat die 3G-Variante. Und eine günstige MicroSim-Karte.

Christoph 20. Oktober 2010 um 02:41 Uhr

Das einige Geräte ein eigenes Modem besitzen, macht sie für mich besonders interessant.
Ich sitze seit 20 Jahren beruflich ständig am Computer.
Nun möchte ich mehr Lesen, in entspannter Sitzhaltung und auch fernab von meinem Schreibtisch zu Hause oder in einem Büro.
Und da kommen mir die eBook-Reader gerade recht.
So ein Amazon Kindle zum Beispiel kommt vollkommen ohne PC aus. Ich könnte mich vom PC leichter abnabeln und auch für meine Eltern im Rentenalter kann ich mir nur ein solches Gerät als Geschenk vorstellen, da sie keinen Computer im Haushalt haben. Nicht unbedingt einen Kindle, aber zumindest ein ähnlich autark funktionierendes Gerät.
Beim Bücherkauf liest man sich auch Auszüge von Büchern durch, um sich für den Kauf zu entscheiden. Das will ich am PC aber nicht machen.
Je mehr Zeit ich fernab vom Schreibtisch verbringen kann, desto besser.

Kay 20. Oktober 2010 um 09:43 Uhr

Hallo alle zusammen!
Nach den ganzen durchforsten der Kommentare werde ich jetzt auch mal meinen Senf dazugeben. Viele meinen: DRM geschützte Bücher wären kompliziert im Umgang zwischen Kauf, laden auf den PC und kopieren auf den Reader. Ich kann das persönlich nicht verstehen. Einfacher als z.B. ein Kauf bei Thalia, verwalten über die Sony Reader Library und per Drag&Drop kopieren auf den Reader gehts wohl nicht. Was ist da kompliziert? Oder macht ihr einfach nur etwas falsch? Thema WLAN/UMTS: Auch hier sieht man wie gespalten die Leser zu dieser Funktion stehen. Persönlich halte ich dies auch für verzichtbar. E-INK Displays wurden entwickelt um gedrucktes Papier zu imitieren bzw den Stromverbrauch extrem zu senken. Und was macht dann so ein WLAN-Modul? Es saugt einem den Akku in kürzester Zeit leer. So ein Widerspruch in sich. Auch die Argumente die hier aufgeführt werden überzeugen mich wenig: siehe Kommentar zu Thomas:

KEIN Anwerfen des PCs (und, nein, ich habe ihn nicht ständig an)

–> wie oft hast du denn den PC überhaupt an oder verschlingst du mehrere Bücher pro Tag?

KEIN Abspeichern des eBooks in irgendeinen Ordner

–> was ist mit einer Sicherungskopie falls der Reader mal verlorengeht bzw den Geist aufgibt(oder ein Hard-Reset durchgeführt wird)?

KEIN Anschließen eines USB-Kabels

–> so kompliziert und aufwendig ein kleines Kabelchen anzustöpseln?

KEIN Rüberladen über ADE

–> wieder das Thema ADE wo anscheinend viele scheitern aus welchen Gründen auch immer. Das kopieren von Bücher via USB dauert allerdings nur Sekunden. Denn normale Bücher bewegen sich im KB Bereich.

Christoph 20. Oktober 2010 um 10:10 Uhr

Wie gesagt, meine Eltern haben gar keinen PC.
Der Zugriff auf eBooks ohne einen eigenen Internetanschluss zu nutzen, macht die Modem-Reader eben grundsätzlich sinnvoll.
Da abschaltbar, lässt sich der Stromverbrauch auch jederzeit normalisieren.

Somit bleibt also erst mal nur als Nachteil, das man die Funktion durch einen höheren Gerätepreis bezahlen muss.

Ein Buch online am PC kaufen und in den Reader übertragen, ist natürlich nicht unmöglich.
Aber dazu sind Vorbereitungen zu treffen:
1. Auswahl, Kauf und Bezahlung der Bücher am PC.
2. Laden der Bücher auf den PC-
3. Übertragen mittels einer separaten Anwendung von Adobe oder anderen Anbietern.

Aber Punkt 2 und 3 könnte eben auch wegfallen, wenn die Bücher gleich an den Reader gesendet werden.
Darüber hinaus liesse sich auch nur auf diese Weise ein Abonnement sinnvoll nutzen. So wie Amazon es mit Zeitungen und Zeitschriften anbietet, die eben direkt an das Gerät gesendet werden und kurz nach dem Einschalten am frühen Morgen dort schon gelesen werden können.

Der eigentliche Widerspruch ist doch ein Computer (eBook-Reader) den ich nur durch die Verbindung mit einem anderen Computer (Heim-PC) überhaupt erst benutzen kann.
Je weniger Zwischenschritte solch ein Vorgang hat, desto besser.

Kay 20. Oktober 2010 um 10:26 Uhr

??? verstehe dich nicht. Punkt 2 und 3 könnten also wegfallen? Meines Wissens muss man auch per UMTS geladene Bücher vorher persönlich aussuchen, kaufen, selbstverständlich auch bezahlen und laden, ob erst mal auf den PC oder gleich auf den Reader ist ja egal. Und gleichzeitig bin ich doch verwundert wenn es Leute gibt, die nicht mal einen PC besitzen, sich aber an ein Ebook-Reader wagen um per UMTS Bücher zu laden. Respekt!

Christoph 20. Oktober 2010 um 11:11 Uhr

Der eBook-Reader ist nicht nur Platzsparend für Vielleser, sondern auch Seniorentauglich durch große Buchstaben.
Deswegen ist diese Technik auch für ältere Mitmenschen geeignet und wird auch häufig von diesen gekauft.
Aber längst nicht jede ergraute Leseratte hat auch noch einen PC zu Hause.
Meine Eltern haben auch eine Digitalkamera und bringen die Speicherkarten zum Fotoladen zum Entwickeln.
Ausserdem besitzen sie einen DVD-Player der die Speicherkarten lesen und die Bilder auf dem Fernseher anzeigen kann.
Damit lässt sich problemlos ein PC vermeiden.

Der reine Kauf eines eBook ist allerdings nicht komplizierter als auf dem PC. Nur ist die Aktion ohne Zwischenstation schneller erledigt.
Der OYO von Thalia etwa, wird beim Kauf auf den Käufer registriert. Jeder Kauf eines Buches direkt aus dem Gerät heraus wird also dem Kunden direkt zugeordnet.
Sind Zahlungsinformationen hinterlegt, kann der Kauf vollständig abgeschlossen werden.
Wichtiger aber ist, das DRM-Sicherungen nicht erst registriert werden müssen. Deswegen ist der Zwang zu Adobe Digital Editions nicht notwendig.

Kauf und Installation von Büchern ist also ohne PC möglich. Auch interessant ist das für Leute die kein Betriebssystem nutzen, für das Adobe Digital Editions verfügbar ist.
Die Gruppe der Leute die ohne eigenen PC einfach nur Bücher kaufen wollen, ist aber sicher die größere.

warp33 20. Oktober 2010 um 11:40 Uhr

die diskussion ob wlan nur ein sinnvolles feature ist oder nicht gehört hier eigentlich nicht wirklich hin. dennoch möchte ich meinen senf noch dazu beitragen: vergessen wird daß die nutzung von wlan sinnvoll dadurch wird daß man z.B. jederzeit über ReadMeLater interessante Artikel, Webseiten etc. bookmarken kann und sich dieses dann über die kindle-email automatisch zuschicken lassen kann. ich bin auch schon häufig auf einen interessanten pdf-aufsatz gestossen den ich mir dann zusenden lassen und der durch amazon automatisch konvertiert wird. natürlich ist auch das reine versenden von pdfs möglich. das ist eine funktionalität die ich persönlich stark nutze. ob ein anderer das braucht ist eine diskussion….

carokann 20. Oktober 2010 um 15:23 Uhr

Tolles Gerät aber zu teuer. In den USA hat die Preiserosion bereits begonnen. Die Kette “Borders” bietet den 650 und 350 zusammen mit dem beleuchteten Original-Einband an als kostenlose Dreingabe.

Der Anfang ist gemacht!

SkyDream 20. Oktober 2010 um 21:29 Uhr

Im Fach-/Einzelhandel gibt es die neuen PRS meines Wissens nach noch nicht. Habe meinen direkt bei Sony gekauft.

Allerdings beobachte ich beim PRS-650 in den letzten Tagen ein starkes Ghosting-Problem. Beim Blättern oder Aufrufen von Optionen wird der alte Inhalt bzw. die vorherige Seite etwas abgeschächt gleichzeitig mit der neuen Seite angezeigt. Ein normales Lesen ist dann nicht mehr möglich. Momentan hilft nur ein erneutes Blättern dann ist wieder alles in Ordnung. Aber ob das noch schlimmer wird ?

Kennt jemand das Problem ?

Jürgen Jung 20. Oktober 2010 um 23:28 Uhr

Leider hat sich in der Prozessorleistung nichts getan. Gleichauf mit dem Sony PRS-600. Somit ist beim Navigieren in strukturierter Fachliteratur (umfangreiches TOC) Wartezeit angesagt. Ebenso gibt es leider auch noch keine Trefferlisten nach ausgeführter Suche, sondern nach wie vor Treffermarkierungen. – Sehr gut ist das Display und auch das geringere Gewicht. Das In-einer-Hand-halten-Können sollte nicht unterschätzt werden.

Curious 21. Oktober 2010 um 00:07 Uhr

zur Preisentwicklung: Waterstone’s in GB bietet den kleinen Bruder prs 350 für 129 Pfund an, umgerechnet 146 Euro sonstwas, das ist deutlich günstiger als der Standardpreis bei uns. Den 650er dagegen für 199 Pfund, was ungefähr den 229 Euro bei uns entspricht.

Christoph 21. Oktober 2010 um 01:11 Uhr

In den nächsten 1-2 Wochen müssten die neuen Sonys auch in den meisten Buchhandlungen zu finden sein.
Wie schon erwähnt, unter anderem auch in den Thalia-Filialen.
Dort kann man auch direkt den Vergleich zum SiPix-Display des OYO ziehen.
Libri-Händler dürften das Gerät bereits anbieten können, da bei Libri.de die Reader in einigen Farben bereits lieferbar sind. In Silber vor allem.

Bernd 21. Oktober 2010 um 10:11 Uhr

Bei libri.de scheinen alle neuen Sony weiterhin “lieferbar innerhalb von drei Wochen” zu sein.

In der Thalia-Filiale Nürnberg wurde mir ausdrücklich gesagt, dass sie die neuen
Sony NICHT im Laden ausstellen oder verkaufen werden – wahrscheinlich damit man keinen direkten Vergleich machen kann.

Christoph 21. Oktober 2010 um 10:55 Uhr

In Koblenz sagte man mir, das die neuen Sonys ausgestellt und verkauft werden und im übrigen waren sie zum Zeitpunkt dieser Aussage auch schon für den Verkauf bestellt.
Der Oyo wird aber durch einen omnipräsenten Aufbau (ein recht großer Tisch) im Laden deutlich mehr gewürdigt. Der bereit leerverkaufte und somit nutzlos gewordene Aufsteller von Sony steht noch immer im Laden und wartet derzeit auf die Neulieferungen.
Es gibt wohl eine Vertriebsvereinbarung zwischen Sony und Thalia, die weiterhin Gültigkeit behält.
Ich kann mir aber vorstellen, das einzelne Filialen einfach keine Sony-Reader bestellen wollen.

Wegen der Verfügbarkeit habe ich gerade noch mal nach gesehen. Der Sony PRS-350 war in Silber vorgestern noch verfügbar.
Der erste Schwung muss also schon verkauft sein.
Bei Sony selbst sieht es mit der Lieferbarkeit ähnlich aus.

Ist aber auch egal.
Alle Anbieter peilen das Geschäft vor Weihnachten an. Ob nun Mitte Oktober, Ende Oktober oder Anfang November spielt dafür keine besondere Rolle.
Kommentare über Qualitäten noch nicht verfügbarer Geräte im Internet feuern sich im Stundentakt sowieso schneller ab als die Speditionen liefern können.

Entscheidend ist nur, das die Dinger verfügbar sein müssen, wenn draussen der eisige Winter an die dreifach isolierten Fenster klopft und man es sich drinnen in seiner Dreizimmerwohnung vor dem Ethanolkamin mit einer Tasse Espresso aus der PAD-Maschine und dem neuen eBook gemütlich macht. ^^

Rob 21. Oktober 2010 um 13:46 Uhr

Hier in Aachen sind die beiden Sony Reader bei Saturn erhältlich.
Besonders die Pocket Edition hat mir gut gefallen. Bin im Moment aber noch am überlegen, ob ich weiterhin meinen 505 benutze und warte bis der Preis mal sinkt.
Da es nun erwähnt worden ist: Das Ghosting ist mir bei den Vorführgeräten auch aufgefallen.

Guybrush 23. Oktober 2010 um 00:17 Uhr

Der Reader gefällt mir an sich sehr gut, nur ist der Bildschirm für Pdfs viiiiiiel zu klein. Wer mag sich A4 pdfs auf einem nicht einmal Din-A6 großen Display anschauen?! Faltet ein A4 Blatt zweimal, wie wenn ihr es in ein kleines Kuvert stecken wolltet. Der Display ist noch kleiner! Soll heißen: Viel zu klein!

Jürgen Jung 23. Oktober 2010 um 08:19 Uhr

Wer Wert auf sehr komfortable PDF-Anzeige, Organisation eigener PDF-Dokumente und Bearbeitung derselben legt für den wird das iPAD erste Wahl werden. Spätestens nachdem er die Möglichkeit in der Praxis kennengelernt hat.

In iBooks können eigene PDF-Dokumente eingestellt und verwaltet werden. Die Navigation über Seitenübersichten, Inhaltsverzeichnisse u.a. ist sehr komfortabel. E-Mail-PDF-Anhänge können direkt in iBooks eingestellt werden – werden also gleich in der eigenen PDF-Bibliothek gespeichert.

Zur komfortablen Überarbeitung der PDF-Dokumente auf dem iPAD stehen dann GoodReader oder iAnnotatePDF zur Verfügung. Ausausch von Annotationen mit der Desktopvariante von Acrobat ist auch möglich.

SkyDream 23. Oktober 2010 um 09:56 Uhr

@Guybrush: Wer sich richtige A4 PDFs auf einem eReader anschauen will braucht schon mehr als 6″ damit es Spass macht. Da kommen dann nur KDX oder besser die neuen PocketBook 902/903 in Frage.

@Jürgen: Sorry, aber das iPad ist für mich kein eReader. Da kann ich gleich ein Netbook/Laptop auspacken zum Lesen; auch wenn die iBook App nicht schlecht aussieht.

Bob 24. Oktober 2010 um 15:33 Uhr

Hallo,

schöner Test. Ich wollte nur mal nachfragen ob die Tage auch ein Test des Oyo von Thalia kommt?

Danke

Hypernaut 26. Oktober 2010 um 00:42 Uhr

Danke für den ausführlichen Test. Da bei mir ohnehin alles über PC und Kabel läuft habe ich mich nun für den 650er statt dem K3 entschieden.
Allerdings finde ich 50€ für ein läppische Netzteil ne extrem dreiste Unverschämtheit und Wegelagerei sondersgleichen.
Den e-book Kauf werde ich wohl auch erst mal langsam angehen lassen (gibt ja auch massig freie Literatur zu lesen); vom DRM-Gewurschtel abgesehen ist es einfach eine Frechheit was die Verlage bei den Preisen abziehen – ein e-book verursacht null Druckkosten: es wird null Material benötigt, kein Papier, kein Binden, keine Verpackung, kein Versand, keine teueren Druckmaschinen… und trotzdem wird da fast der gleich Preis wie beim Printmedium verlangt – das kann und darf einfach nicht sein. Wann merken die Verlage dass sie sich nur selbst damit Schaden – das Geschäft kommt so kaum in Schwung und zum anderen werden sie das gleich Schicksal erleiden wie die nicht zu stillende Gier der Film- und Musikindustrie: aufgrund extrem überteuerter Produkte gibt es entsprechend viele Raubkopierer…
Also liebe Verlage: senkt die Preise von e-books mindestens um die Hälfte so dass der potentielle Kunde einen klaren Nutzen erkennen kann – und dann wird sich auch der gewünschte Absatz schnellstens einstellen!

nexus 29. Oktober 2010 um 13:12 Uhr

Sony Reader PRS-650 & deutsche und englische ebooks kaufen ohne Windows oder Mac — wie funktioniert das?

Ich besitze nur einen Linux Rechner und sehe nicht wie ich DRM geschützte Bücher kaufen kann und mit dem Sony Reader PRS-650 lesen könnte?

Da macht sich das fehlende WLAN/UMTS mit Shop-Anbindung doch bemerkbar.

Falls das irgendwie doch funktioniert, bitte erklären. Ich würde mir den Sony Reader kaufen, wenn ich nicht zwingend Windows/Mac verwenden muesste.

SOL 31. Oktober 2010 um 11:35 Uhr

@Horst: Vermutlich kommt meine Antwort nun zu spät um nützlich zu sein, aber ich habe mir den PRS 650 schon um den 16. Oktober im Mediamarkt Seiersberg gekauft. 3 Geräte waren da vorrätig.

JScheu 31. Oktober 2010 um 12:23 Uhr

Danke für die vielen Infos zum PRS-650 hier auf Lesen.net.

Ich habe schon eine Weile mit dem Gedanken gespielt, einen Reader zu kaufen und mich für den 650er entschieden, weil ich die Wörterbuchfunktion (engl-dt-engl) für unschlagbar halte. Ich lese viele englische Bücher, Belletristik und Fachbücher und wenn ich dann die Übersetzung / Erklärung zu den Begriffen mit einem einfachen tippen auf das Wort nagezeigt bekomme – SUPER.

Außerdem kann ich auf die Notitzfunktion beim lernen fast nicht mehr verzichten.

Gestern habe ich meinen 650er mit zuThalia genommen um ihn mit dem OYO zu vergleichen, denn ich dachte mir ich brauche vielleicht doch WLAN. Aber das Display ist eine ganz andere Liga, die Geschwindigkeit nicht vergleichbar.

WLAN oder Funk hätte ich mir nur gewünscht, um Nachrichten mit dem Reader zu lesen – aber am Ende nutze ich den Reader doch nur für Bücher (zur Zeit übrigens “The Adventures of Sherlock Holmes”, über Calibre von Kindle nach EPUB umgewandelt). Klar. es ist ein kleiner Vorteil vom Kindle, dass ich weltweit Bücher sofort runterladen kann, wenn mir danach ist. Aber ich kann glaube ich auch damit leben, mir meine Lektüre im voraus zu kaufen.

Eines nervt mich aber wirklich: Ich habe noch keinen Ebook-Shop gefunden, der alle meine Vorlieben bedienen kann – ich stöbere also ständig auf mehreren Seiten.

Mein Fazit: Für Leser von englischem Material ist die Wörterbuchfunktion ein klares Plus, beim lernen hilft mir die Notitzfunktion (auch für kleine Skizzen) und das Display ist optimal. Das Gerät liegt gut in der Hand und nach einigen Seiten habe ich mich voll ans Ebook-lesen gewöhnt. Ich hoffe nur, dass mir das Teil nicht beim Lesen in der Badewanne aus der Hand rutscht ;-)

Don Franko 5. November 2010 um 23:40 Uhr

Hallo, hat jemand vielleicht eine günstige Taschenempfehlung für den 650er? Ich find die Preise von Sony doch etwas gepfeffert. Eine kleine Tasche, die nach nichts aussieht, für 24,95?

molakuna 8. November 2010 um 16:27 Uhr

Heute wollte ich mir bei Thalia ein PRS-650 kaufen. Die Dame sagte mir, dass ein Netzteil NICHT im Lieferumfang enthalten sei. Es kostet € 30!!! Ich verzichtete auf den Kauf.

Don Franko 8. November 2010 um 19:19 Uhr

@molakuna: Sicherlich ist kein Netzteil dabei, jedoch ein USB-verbindungskabel, womit du ebenfalls den Reader aufladen kannst. Ein Netzteil brauchst du also nicht zwingend. Bei Amazon gibt es aber auch günstige Netzteile für 8 EUR oder so, wenn es dann die Steckdose sein soll.

Martin 13. November 2010 um 10:00 Uhr

Hallo,

habe mal eine (ganz blöde) Frage:

Unter z.B.: http://www.beam-ebooks.de gibt es eine Menge DRM-freie ebooks. Diese Auswahl würde mir reichen. Kann man DRM-freie ebooks im epub bzw. pdf-format einfach direkt in den Sony-Reader oder auf eine SD-Karte kopieren und dann lesen ?
Ist der interne Speicher wie ein Laufwerk unter Windows ansprechbar: DRM-freies eBook drauf kopieren – fertig ? Ohne irgendeine Software installieren zu müssen ?

Könnte evtl. mal jemand so nett sein, und das Handling hinsichtlich ebooks ohne DRM beschreiben. Wäre echt super !

Besten Dank im Voraus

Don Franko 13. November 2010 um 10:15 Uhr

@Permalink: Also ich schließe den Reader per USB an den Rechner und alles funktioniert dann wie ein USB-Stick.
Ich ziehe dann meine PDFs ins entsprechende Bücher-Verzeichnis des Readers – fertig. Wie das mit dem epub-Format funktioniert, weiß ich leider nicht. Eine Speicherkarte habe ich noch nicht probiert, da der interne Speicher des Readers bis jetzt ausreicht. Zuerst muss ich mir sowieso ersteinmal eine kaufen :-)

Hat jemand eine gute und preiswerte Einband-Empfehlung für den Reader???

Ich habe mir für 35 EUR (find ich sehr teuer) den von Sony bestellt, da ich für Buch.de einen 5EUR-Gutschein habe.

Gimli 14. November 2010 um 01:04 Uhr

Hallo,
ich hatte gestern erstmal den PRS-650 das Demogerät bei Thalia/Ulm in der Hand, und ebenso den Oyo. Der Bildschirm des Sony übertrifft dabei den des Oyo bei Weitem.
Da die Geräte lt. Verkäuferin erst in zwei Wochen lieferbar seien, wollte abends dann schon eine Bestellung abschicken, als ich auf der Website von Sony entdeckte, dass bei den DRM-geschützten Formaten nur EPUB und BBeB aufgeführt sind.
Deshlb meine Frage an diejenigen hier, die bereits den neuen 650er haben: Ist das korrekt? Kann das Geät nicht mit geschützten PDFs umgehen?
Denn das wäre für mich ein absolutes KO-Kriterium.
Vielen Dank für Eure Antwort!

arno 20. November 2010 um 21:43 Uhr

Mich interessiert wie der 650 bei Kunstlicht (Deckenlampe,Deckenfluter,Nachttischlampe etc.)zu lesen ist.Habe gelesen das der reader ohne Hintergrundbeleuchtung daher
kommt.
Danke

ePub 25. November 2010 um 17:52 Uhr

Hammergerät, wirklich. Hatte vor einem halben Jahr den PRS-600 gekauft und war mit dem Display und dem “Touch-Verhalten” doch sehr unzufrieden. Jetzt der PRS-650: ein Quantensprung. Krachscharf, super Kontrast, Fingerwischen wie aufm iPad. Und seitdem ich herausgefunden habe, wie man die hässliche Sony-”Hausschrift” dank Calibre leicht auf z.B. Georgia ändern kann — restlose Begeisterung!
Für reine Vielleser (die keine bunten Bildchen sehen müssen) derzeit DAS Gerät auf dem Markt.

ePub 25. November 2010 um 17:58 Uhr

Zusatz: Und jetzt kann man den Reader wirklich in EINER Hand ermüdungsfrei halten, weil er schlanker und etwas kleiner geworden ist – und nun 215 Gramm statt 286 Gramm wiegt (Original Sony-Angaben). Das macht sich bei Marathonlesungen schnell positiv bemerkbar.

ebookreader 1. Dezember 2010 um 01:58 Uhr

Viel Licht mit etwas Schatten

Seit ein paar Tagen habe ich einen Sony PRS-650. Mein erster eBook Reader.
Im Prinzip ein tolles Gerät – wenn auch relativ teuer, vor allem, wenn man Sony Tasche und Sony Ladegerät dazurechnet !
Den von Vielen bereits erwähnten positiven Bemerkungen schliesse ich mich an, möchte aber als Ergänzung einige kritische Punkte beleuchten.

Ein eBook Reader ist zum Lesen da. Wenn es sich um reinen Text handelt, eigentlich kein Problem, würde man meinen. Trotzdem gibt es hier teils folgende Schwierigkeiten, wenn man von der Standardschriftgrösse ‘S’ (die oft zu klein ist) abweicht (ich beziehe mich auf PDFs !) :

1.
Wörter beim Zeilenumbruch IRGENDWO getrennt – Trennungsregeln NICHT implementiert.

2.
Probleme mit Umlauten, wenn die Schriftgrösse von S (small) nach M (Medium) geändert wird: Die 2 Umlautpunkte stehen plötzlich – statt ÜBER dem a, o oder u – NEBEN dem Buchstaben (ist allerdings nur bei einem PDF vorgekommen).

Nun zu komplexeren PDFs – mit Bildern, evtl. Bildunterschriften, evtl. Tabellen, evtl. Formeln und Text (eher wissenschaftlicher Stil):

Gerät aufrecht gehalten, mit Standard-Schriftgrösse ‘S’: Meist unleserlich, die Schrift ist zu klein.

Abhilfe: Bildschirm QUER stellen (Taste ‘Options’ am Gerät, Menü ‘Ausrichtung’, QUERFORMAT) und Ansicht vergrössern (Taste ‘Grösse’ am Gerät).

Das Querformat bietet eine Bildschirmbreite von 800 Pixeln (statt 600). Das genügt zum angenehmen Lesen, wenn es gelingt, die Seite auf die gesamte Bildschirmbreite zu vergrössern. Also, …

1.
Ändern der Schriftgrösse. Ist bei komplexen PDFs mit Tabellen, Formeln, Bildern problematisch, da das PDF-Layout zerstört wird.
Ein Hinweis: Das Einstellen der Schriftgrösse ‘XS’ (kleinste Grösse) führt seltsamerweise bei quergestelltem Bildschirm dazu, dass sich die Schrift VERGRÖSSERT statt verkleinert und zudem die Seite auf die ganze Bildschirmbreite ausgedehnt wird – genau das, was man sich gewünscht hat – Volltreffer.

Ein Haken bleibt leider: Bei TABELLEN und FORMELN wird das PDF-Layout nicht eingehalten – sie werden ‘zerstört’.

Abhilfe:
Im Menü ‘Grösse’: Schriftgrösse ‘S’ belassen – Klick auf die Menü-Taste ‘Vergrössern’ – Zoom-Schiebregler öffnet sich – PDF bis knapp unter die Bildschirmbreite vergrössern und mit Finger auf der ‘Touch Screen’ ausrichten, falls nötig. Das PDF-Layout bleibt hierbei perfekt erhalten !

Drei wichtige Punkte hier im Menü ‘Grösse’:
1.
Zoom-Schieberegler und Scroll-Dreiecke decken jetzt einen Teil des vergrösserten Textes ab – man möchte sie gerne ausblenden.
2.
Blättern auf die nächste Seite ist in diesem Modus nicht möglich.
3.
Es gibt nur EINE Möglichkeit, das ‘Zoom-Menü’ wieder zu verlassen, die störenden Symbole auszublenden und in den normalen Seitenblättern-Modus (Lese-Modus) zurückzukehren: Man klickt auf die Menü-Taste ‘Sperren’.

Zurück im Lese-Modus sieht alles perfekt aus: Der quergestellte Bildschirm zeigt einen Ausschnitt der PDF-Seite im ursprünglichen Layout in gut lesbarer Gösse, weil auf die gesamte Bildschirmbreite ausgedehnt.

‘Wunderbar’, denkt man sich und möchte weiterblättern. Nun kommt die böse Überraschung:
Anstatt den nächsten ABSCHNITT der PDF-Seite anzuzeigen (wie das geschieht, wenn man KEINE Vergrösserung mit dem Zoomregler vornimmt), wird DERSELBE AUSSCHNITT auf der nächsten PDF-Seite angezeigt. Also auf jeder weiteren und vorherigen Seite entweder nur der obere Teil, der mittlere Teil oder der untere Teil der Seite.

Aber was ist mit der Touch Screen – lässt sich die Seite nicht mit dem Finger nach oben oder unten verschieben ? Leider nein – sowohl Position als auch Grösse der Seitenansicht sind jetzt gesperrt und fix.
Die einzige Möglichkeit, einen andern Ausschnitt der Seite zu betrachten, ist das Drücken des Soft-Buttons ‘Freigeben’, der oben am Bildschirm einen Teil des Textes verdeckt. Damit Rückkehr ins Zoom-Menü, dort von Hand die Seite verschieben, wieder Soft-Button ‘Sperren’ drücken, um die störenden Symbole auszublenden und in den Lesemodus zurückzukommen. Etc., etc., etc..

Nicht wirklich praktisch ! Und daher die Bitte an Sony: Ändern Sie das (per Software oder Firmware), damit man auch im Lesemodus gezoomte PDFs ABSCHNITTS-weise lesen kann, indem man die Vorwärts-Taste drückt. Wie gesagt: Das (sehr praktische) stufenlose Zoomen ist die einzige Möglichkeit, das Layout von komplexeren PDFs zu erhalten !

Zwei weitere Punkte:
1.
Wer Teile seiner CD-Sammlung mit selbstgemachten mp3-Dateien auf den Sony PRS-650 bringen möchte, um z.B. beim Lesen beruhigende Hintergrundmusik zu hören, wird folgendes feststellen: Der Sony PRS-650 erkennt KEINE ORDNER-Strukturen und zeigt einfach eine grosse Liste mit mp3-Files an. Das kann, wenn man sie im jeweiligen, richtig benannten Album-Ordner einfach mit Track 1, Track 2, Track 3 bezeichnet hat, zu mehr Verwirrung als Übersicht führen !

2.
Beim Lesen mit quergestelltem Bildschirm wird der Text normalerweise in mindesten 3 Teile umgebrochen: einen oberen, mittleren und unteren, die bei jedem Druck auf die ‘Nächste Seite’-Taste der Reihe nach angezeigt werden (eben leider nur, falls NICHT gezoomt wurde !). Dabei überlappen sich die Texte beim Wechsel teils. Man sucht also im neuen Abschnitt nach der Stelle, wo es weitergeht im Text.

Anregung an Sonys Programmierer: Wie wäre es, wenn man DASjenige Wort im neuen Abschnitt, wo der Text fortgesetzt wird, hervorheben würde: z. B. Fettdruck, grau hinterlegen, invertieren (weisser Text auf schwarzem Grund) !

Zum Schluss:
Bei aller Detail-Kritik: Ein tolles Gerät mit viel Potential, das allerdings – siehe Kritik – teils nicht ausgeschöpft wird. Es gibt also noch Verbesserungsmöglichkeiten !

ebookreader 1. Dezember 2010 um 04:14 Uhr

Relativierung der Behauptung “Probleme mit dem Trennen von Wörtern beim Zeilenumbruch mit vergrösserter Schrift”:

Im vorherigen Mail hatte ich zu Beginn folgendes geschrieben:

ZITAT

… Trotzdem gibt es hier teils folgende Schwierigkeiten, wenn man von der Standardschriftgrösse ‘S’ (die oft zu klein ist) abweicht (ich beziehe mich auf PDFs !) :

1.
Wörter beim Zeilenumbruch IRGENDWO getrennt – Trennungsregeln NICHT implementiert. …

ZITAT ENDE

Ich bin nach Durchsicht weiterer PDFs zu folgendem, vorläufigen Schluss gekommen:

Obwohl es nach Umstellen der Schriftgrösse von ‘S’ zu ‘M’ tatsächlich bei einzelnen PDFs vorkommt, dass IRGENDWO mitten im Wort ein Zeilenumbruch erfolgt, scheint das die Ausnahme zu sein und liegt möglicherweise eher am PDF als am Sony Reader.
In den meisten PDFs werden nach Erhöhen der Schriftgrösse zwar die Zeilen neu umgebrochen, aber die Wörter nicht neu getrennt, sondern höchstens zuvor mit Trennzeichen getrennte Wörter jetzt zusammengefügt, falls nötig. Manchmal bleibt das Trennzeichen auch erhalten, obwohl das Wort nun mitten im Satz steht.

Hieraus generelle Schlüsse zu ziehen, ist verfrüht.
Man könnte bei SONY selbst nachfragen, ob im PRS-650 Trennungs-Regeln für Wörter implementiert sind.

Was bei PDFs nach Vergrösserung der Schrift von ‘S’ zu ‘M’ ebenfalls vorkommen kann, ist das scheinbar zufällige Einfügen von Leerzeilen oder Zeilenumbrüchen im laufenden Text, wobei nicht mitten in einem WORT ein Zeilenumbruch erfolgt, sondern mitten im Satz NACH einem Wort. Ob das am PDF oder am Sony Reader liegt, ist unklar. Vielleicht wurde im PDF-Original am Ende einer Zeile jeweils ein Zeilenumbruch eingefügt, der nun im neu formatierten Text fehl am Platz ist. Aber das sind Vermutungen.

Samuel 10. Dezember 2010 um 20:25 Uhr

Finde es schon komisch dass das befüllen der SD-Karte bzw. des Readers am PC als kompliziert dargestellt wird. Die MP3-Player hat man bisher auch so befüllt und Musik wechselt man wesentlich öfter.

Bei Büchern finde ich das erst recht nicht sehr zeitaufwendig oder kompliziert. Wenn man die epubs hat schiebt man sie einfach auf die SD-Karte und gut ist. Und wenn man dann mal 10 Bücher drauf hat kann man die ja mal erst lesen bevor neue drauf kommen oder??

felix 27. Dezember 2010 um 14:50 Uhr

Ich finde es großartig, dass der PRS-650 kein WLAN integriert hat. Ich halte es durchaus aus, dass nicht auf jedes meiner Geräte auch fremde Leute zugreifen können. Was daran so schwierig sein soll, Dateien auf eine Speicherkarte zu überspielen verstehe ich nicht. Einen Computer verwendet heute praktisch jeder täglich und wer nicht, der wird eher nicht die Zielgruppe für ein solches Gerät sein.

TheGhost 10. Januar 2011 um 13:14 Uhr

@ nexus:

Das Kaufen von DRM geschützten Bücher soll laut diversen Usern bei mobileread unter Linux mithilfe von Wine funktionieren. Allerdings funktioniert das nicht bei allen. Es hängt vermutlich von der Wine Version ab.

Eine weitere funktionierende Alternative zu Wine stellt virtualbox mit Windows dar. Dank USB support sollte das problemlos funktionieren (s. mobileread thread)

http://www.mobileread.com/forums/archive/index.php/t-102659.html

Hoffe das hilft dir ;)

Joachim Pack 11. Januar 2011 um 11:49 Uhr

Was mir fehlt an diesem Modell PRS 650
und auch an seinem Vormodell PRS 650
das ist deutsche Wörterbuch.
Es hat zwar ein Deutschsprachiges Menu
aber ohne Umlaut-Buchstaben wie ü,ä,ö u.s.
Wenn man ein Notiz schreibt muß man sich
nur mit dem englischen Alphabet begnügen.
Ich hätte außerdem ein großer Wunsch
an den Hersteller.Ich bin ein Musiker.
Können Sie sich vorstellen ein E-Book (E-Noten)-Leser, der Noten, z.B. in PDF-Format lesen kann?
Das wäre eine grandiose Sache!!!

Mit freundlichen Grüßen
J.P.

Joachim Pack 11. Januar 2011 um 11:52 Uhr

Was mir fehlt an diesem Modell PRS 650
und auch an seinem Vormodell PRS 650
das ist deutsche Wörterbuch.
Es hat zwar ein Deutschsprachiges Menu
aber ohne Umlaut-Buchstaben wie ü,ä,ö u.s.
Wenn man ein Notiz schreibt muß man sich
nur mit dem englischen Alphabet begnügen.
Ich hätte außerdem ein großer Wunsch
an den Hersteller.Ich bin ein Musiker.
Können Sie sich vorstellen ein E-Book (E-Noten)-Leser, der Noten, z.B. in PDF-Format lesen kann?
Das wäre eine grandiose Sache!!!

Noch eins habe ich vergessen:
Für das Modell PRS 600 gibt es ein
Updater zu Verfügung.
Gibt es auch für PRS 650 ???
Danke!

Mit freundlichen Grüßen
J.P.

Tina 25. Januar 2011 um 22:12 Uhr

… super schönes Gerät, es lässt sich ganz toll lesen.

Schade nur das es gerade mal 4 Wochen gelebt hat und danach einfach tot war.

Es hat von jetzt auf gleich seinen Dienst eingestellt, lies sich nicht mehr einschalten oder reseten.

Jetzt bin ich gespannt wann und ob ich mein Geräte auf dem ich während der 4 Wochen etliche gekaufte Bücher aufgespielt habe wieder bekomme.

M-Georg 25. Januar 2012 um 10:10 Uhr

Hallo zusammen!

Hab da mit dem PRS-650 ein kleines Problem: Hab da ein Werk von 12 Bücher auf PDF Format – erstellt mit PdfeTeX-1.21a / PDF-Version 1.5 (Acrobat 6.x) – funktioniert im PRS-650 Tip Topp bei Schriftgrösse S Bei Schriftgrösse M oder grösser brechen jedoch die Zeilen mitten im Wort, das stört sehr beim lesen. Kennt jemand das Problem? Weiss jemand um Rat. Wäre es auch Möglich dieses Werk in ein anderes Format zu konvertieren.
Besten Dank
M. Georg

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