29. August 2012 - Von Johannes
Sony Reader PRS-T2 ausprobiert [Video]
Auf der anstehenden Ifa wird Sony seinen neuen Sony Reader PRS-T2 erstmals öffentlich präsentieren. Der Sechs-Zoller kostet 140 Euro und soll ab September ausgeliefert werden. Wir haben den Sony Reader PRS-T2 vorab von Sony zur Verfügung gestellt bekommen und fassen in einem Hands-On-Video unsere ersten Eindrücke zusammen.
Hardware und Firmware grundsolide, E-Book-Store unreif
Hardwareseitig hat Sony seinen vor zwei Wochen angekündigten PRS-T2 im Vergleich zum Vorgänger nur geringfügig modifiziert – und das ist auch gut so. Auch der neue Sony Reader liegt prima in der Hand und ist über den Touchscreen und die vier leicht angepassten Tasten intuitiv bedienbar, selbst technisch wenig affine Lesefreunde werden sich schnell zurechtfinden. Bei nur 160 Gramm kann auf dem Sony Reader PRS-T2 auch einhändig ermüdigsfrei gelesen werden – gerade dann würde man sich allerdings seitliche Blättertasten wünschen, die leider nach wie vor fehlen. Nach wie vor sind etliche Werkzeuge zum Arbeiten mit Texten an Board – ein klarer Vorzug gegenüber dem Platzhirsch Kindle. Die Facebook- und Evernote-Integration werden die meisten Interessierten eher als nette Gimmicks denn als wirklichen Mehrwert empfinden.
Der langerwartete integrierte E-Book-Store ist hingegen eine kleine Enttäuschung. Die im Mobile Browser geladene Shopping-Seite nervt mit Ghosting-Effekten auf dem Bildschirm und einer undurchsichtigen Struktur, zudem fehlen die aus dem Kindle Store bekannten zahlreichen kostenlosen E-Books. Hinzu kommt das deutlich weniger ausgebaute App-Ökosystem, quantitativ wie qualitativ. Durch die native Unterstützung von epub-Dateien und den microSD-Slot ist das Lesegerät hingegen prädestiniert für die Befüllung aus externen Quellen.
Reine Text-Seiten blättern beim PRS-T2 einen Tick schneller als beim auch schon flotten Vorgänger, bei PDF-Dateien und bildlastigen E-Books haben wir keinen Unterschied feststellen können.
Schicke und leichte Kindle-Alternative
Abgesehen vom dem Rotstift zum Opfer gefallenen Kopfhörer-Anschluss und dem noch unfertigen E-Book-Store leistet sich der Sony Reader PRS-T2 keine Schwächen. In Sachen Format-Unterstützung (epub, aber auch pdf) und Editierfunktionen ist Sony dem Marktführer Amazon immer noch weit voraus, Bedienbarkeit und Textanzeige befinden sich die Pearl-E-Ink-Reader auf Augenhöhe. Die Kindle-Familie bietet mehr Komfort bei der E-Book-Beschaffung, der PRS-T2 hat seine Stärken im Arbeiten mit Texten verschiedenster Arten.
Wer sich den Sony Reader anschaffen möchte, sollte zum Kauf derzeit den Sony Online Store in Betracht ziehen. Dort gibt es zum PRS-T2 aktuell eine angesichts fragiler Displays unverzichtbare Hülle inklusive (gehört sonst nicht zum Lieferumfang), der Versand erfolgt versandkostenfrei.
- Sony Reader PRS-T2 (sony.de)
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11 Kommentare
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29. August 2012
11:04 Uhr
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Viktor schreibt:
Hallo zusammen,
die kostenlose Hülle gibt es nur für die ersten 100Vorbesteller.
Ich habe grad mal bei der Sony Bestellhotline angerufen und nachgefragt:
Bei der Onlinebestellung kann man die Hülle zwar kostenlos auswählen aber ob man die dann tatsächlich bekommt sieht man erst wenn das Paket kommt.
Gruß
Viktor
29. August 2012
19:36 Uhr
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Samy schreibt:
Naja ADE-DRM mag kein Zuckerschlecken, sein, Kindle-DRM aber auch nicht. Oder installiere doch mal die tollen Apps in einem anderen E-INK-Gerät?? Viel Spaß. Beim T1 geht es nur mit root, bei anderen überhaupt nicht.. Bei ADE geht es wenigstens. Aber mein Motto lautet da sowieso: Hau weg die Scheiße! So wohl das DRM von ADOBE als auch das von AMAZON lässt sich relativ gut umgehen und weghauen… Man nehme Calibre, den guten “Apprentice Alf” und die Tante google…
30. August 2012
21:50 Uhr
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Oli schreibt:
Na ich weiss nicht, ob 600×800 “State of the Art” ist.
Der iriver Story HD verfügt schon seit längerem über eine 768×1024 Auflösung.
31. August 2012
17:12 Uhr
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Viktor schreibt:
Ist halt nur eine Modelpflege, ich denke der Reader ist grundsolide, setzt aber leider keine neuen Aktzente oder Inovationen. Da hätte Sony als einstiger ebook Reader Pionier etwas mehr zaubern können. Trotzdem steht der Reader auf meiner Bestellliste, da er die Funktion: “Lesen” & epup beherrscht.
2. September 2012
20:21 Uhr
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Anubiz schreibt:
was mich an all den neuen Geräten stört is, daß sie nur noch aus billigem Plastik sind :(
Klar, Alu is halt schwerer, dafür hälts aber auch was aus!
Wenn ich mir angucke, wie die Plastikrückseite meines 650 aussieht … bin ich froh, daß die Front Alu is!
4. September 2012
20:04 Uhr
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Samy schreibt:
Ist aber falsch, das Plastik weniger aushält. Hatte den 650er ohne Hülle war das Alu mir viel zu kalt zum anfassen…
26. September 2012
11:15 Uhr
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then schreibt:
Bin begeistert über das Hard- und Softwareupdate. vor allem die Evernote-Anbindung macht vieles leichter. Ich benutze den Reader als Arbeitsgerät. Da fallen viele Notizen und Anmerkungen an. Der Großteil einer markierten Seite kann ebenfalls in ein Evernote-Notizbuch übernommen werden, Beschränkung: 1200 Zeichen. Das bedeutet, ich bin nicht mehr auf die unsägliche Reader-PC-Software angewiesen. Das ist doch wirklich mal ein Grund zum Jubeln!