20. August 2009 (Donnerstag) - von Johannes
Studie: eReader ein Plus für die Umwelt
Der Klimawandel rückt immer mehr in das Bewusstsein von Politik, Verbrauchern und damit auch der Wirtschaft. “Green IT” ist schon seit Jahren ein Schlagwort für die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit bei der Entwicklung elektronischer Produkte.
Doch während es zumeist nur darum geht, Technik möglichst wenig umweltschädlich zu machen, geht der Gedanke bei eReadern sogar noch einen Schritt weiter. Wer Bücher auf Amazon Kindle & Co. statt in gedruckter Form konsumiert, trägt aktiv zur Reduktion von CO2-Emissionen bei.
Das ist das Ergebnis einer gestern publizierten Studie der Cleantech Group, einem global aufgestellten Marktforschungsunternehmen mit dem Fokus Green IT. Zitat aus der Pressemeldung: “Die Studie zeigt, dass eReader eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Verlagsindustrie spielen können, einem der derzeit umweltschädlichsten Sektoren weltweit.”
Schon nach einjähriger Nutzung (ausgegangen wird von in diesem Zeitraum 22,5 gelesenen eBooks) amortisiere sich beispielsweise ein Amazon Kindle für die Umwelt. Bei unverändertem Leseverhalten sparen eReader-Nutzer von da an 165 Kilogramm CO2 pro Jahr ein, indem sie elektronische statt gedruckte Bücher lesen. Die Zahlen gelten freilich nur für den Kindle, wo die Inhalte direkt auf das Lesegerät geladen werden: Steht zwischen eBook und eReader noch ein PC, dürfte die Umweltbilanz deutlich negativer ausfallen (wobei der Computer sicherlich nicht nur als “Bindeglied” gekauft und genutzt wird).
Interessantes Detail am Rande der Studie: Cleantech geht von 45% Marktanteil für Amazon auf dem eReader-Markt in den USA aus. Sony kommt mit seiner (wachsenden) Modellfamilie auf 30%, während sich weitere Anbieter die restlichen 25% teilen müssen.
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Der Artikel "Studie: eReader ein Plus für die Umwelt" wurde am 20. August 2009 (Donnerstag) um 17:09 Uhr von
Johannes geschrieben.
Johannes Haupt ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.
4 Kommentare
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20. August 2009
20:08 Uhr
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Olivera schreibt:
Sehr interessant. Ich finde es klasse, einen Anhaltspunkt zu haben, ab wann ein Reader umweltfreundlicher als Bücher ist. Das hatte ich mich schon öfter gefragt. Da ich ca. 10 eBooks im Monat lese, stellt sich der positive Umweltaspekt bei mir sehr viel früher ein. Das find ich gut :0))
Ich bin gespannt, ob es weitere Studien geben wird, die die Zahlen bestätigen.
Ob man für den Reader einen Rechner braucht oder nicht, finde ich auch unerheblich, da man in der Regel erst einen PC hat und erst später einen Reader. Ich denke nicht, dass es viele geben wird, die sich nur wegen der Befüllung ihres Readers extra einen PC kaufen werden, den sie für nichts anderes verwenden.
22. August 2009
19:28 Uhr
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Christian schreibt:
Das wird auch Zeit, das das mal wer ausspricht. Seit fast sechs Jahren habe ich ein eBook Portal mit kostenlosen deutschen ebooks im Netz. Zu lesen auf fast jeder plattform. Ob Win, mac oder PDA/iPhone überall ein Format. Es entfällt lästiges umwandeln beim systemwechsel. Hilfen für Autoren ist auch inbegriffen. Vorrausgesetzt das werk ist dann kostenlos anzubieten!