7. September 2009 (Montag) - von Johannes
Toshiba JournE Touch Tablet – eReader Killer?
Mit dem Toshiba JournE Touch Tablet ist auf der noch bis Mittwoch laufenden Internationalen Funkausstellung ein Multimedia Tablet PC vorgestellt worden, der auch als Lesegerät eine gute Figur zu machen verspricht. Pricing und Maße des Sieben-Zollers entsprechen dedizierten eReadern, deren Funktionalität das Toshiba JournE jedoch bei Weitem übertrifft.
Das Multimedia-Tablet ähnelt in Konezption und Usability dem iPhone, das sich (trotz kleinen Displays) ebenfalls steigender Beliebtheit als eBook Lesegerät erfreut. Toshiba ist diese Entwicklung nicht entgangen: Die Japaner haben bereits eine “eBook-App” für ihren Toshiba JournE Touch Tablet bestätigt.
Aber auf dem 7″ Display lässt sich mehr als nur digitale Literatur darstellen. Über das WLAN-Modul kann gesurft werden, dank leistungsfähiger Hardware soll sogar die Wiedergabe von High Definition Videos kein Problem sein. Dafür kann der 1 Gbyte große Speicherplatz via SD-Karten erweitert werden. Die Akkulaufzeit wird von Toshiba mit “bis zu 14 Stunden” angegeben.
Richtig spannend machen den 16mm dünnen JournE Touch Tablet (< 500g) jedoch Abmessungen und Verkaufspreis. Während das langerwartete und wohl kommende Woche der Öffentlichkeit vorgestellte Apple Tablet kaum unter 600 Euro zu haben sein wird (und das Crunchpad ein ganzes Stück unhandlicher ausfällt), soll das Toshiba Tablet für gerade einmal 250 Euro in den Handel kommen. Noch in diesem Jahr soll es in Europa losgehen.
Im Vergleich können eReader “nur” mit ihrem augenfreundlicheren e-Ink Display und mit ihrer Konzentration aufs Wesentliche punkten – das ganze Gerät ist hier auf ein optimales Leseerlebnis abgestimmt, die eBook-Funktionalität nicht nur eine unter vielen.
Während mobile Vielleser sich auch weiterhin am ehesten durch ein reines Lesegerät angesprochen fühlen dürften, könnten Gelegenheitsleser in Zukunft eher zu immer leichteren und ausdauernden Tablets wie dem Toshiba JournE Touch greifen. Was für Hersteller von eReadern vor dem Hintergrund sinkender Verkaufszahlen eine negative Entwicklung wäre, könnte für Contentprovider eine gute Nachricht sein – unterm Strich würde wohl mehr gekauft und gelesen.
Das gilt auch für Branchenriesen wie Amazon (Kindle & Kindle Store gehen getrennte Wege) und Sony (Sony forciert ePub-Offensive), wo man sich beim eBook-Verkauf immer weniger auf die Besitzer der hauseigenen Lesegeräte beschränkt. Bei einer starken Nachfrage des Toshiba JournE Touch Tablet wären entsprechende Shopping-Apps dieser Anbieter sicherlich nur eine Frage der Zeit.
<Video via Sascha (Netbooknews)>
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Der Artikel "Toshiba JournE Touch Tablet – eReader Killer?" wurde am 7. September 2009 (Montag) um 08:08 Uhr von
Johannes geschrieben.
Johannes Haupt ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.
6 Kommentare
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7. September 2009
12:31 Uhr
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Marcel schreibt:
Wie schaut es denn mit der Lesetauglichkeit im Freien aus (Spiegelung)? Neben der Augenfreundlichkeit und Akkulaufzeit einer der Hauptvorteile von eInk-Displays. Aber zugegeben: an dem Preis-Leistungs-verhältnis müssen sich auch eInk-eReader messen – und da wird es für aktuelle Geräte schwierig.
7. September 2009
13:00 Uhr
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Johannes schreibt:
Display is’ schon glossy, sieht man sogar auf den Pressefotos. Aber e-Ink + Touchscreen sieht genauso aus, das gibt sich nicht viel…vllt. lässt sich da was mit Matt-Folien machen.
Ciao
Johannes
17. November 2009
20:15 Uhr
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Matthias schreibt:
Eignet sich das Tablet (Windows CE) auch zur Darstellung von PDFs?