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Huba

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1

Montag, 28. März 2011, 16:49

Zwischenbilanz

Guten Tag zusammen,

wo ich jetzt fast vier Monate einen eReader mein Eigen nenne wollte ich mal die Gelegenheit nutzen, einen Erfahrungsbericht - so eine Art Zwischenbilanz - von mir zu geben:
Ich nutze einen Sony PRS 650 und habe einiges an Büchern mit dem Gerät gelesen: Z.B. Bartimäus (Teile 1 bis 3), 1Q84, die Bibel (teilweise, nicht ganz!!!), 10 Tipps, mit dem Morden..., Kühlfach 4, etc. Wissenschaftliche Texte, PDF-Dateien und so weiter habe ich bisher nicht genutzt und auch nicht gebraucht.
Die Bücher sind dabei sowohl im internen Speicher als auch auf einer SD-Karte abgelegt.
Den Reader habe ich mehrmals aufgeladen und bis unter einem Viertel Akkuladung "leergelesen". Den Akku ganz zu "plätten" habe ich mich noch nicht getraut. Auch habe ich nicht an der Firmware "herumgepfuscht" - alles in allem würde ich das mal als "normale Nutzung" bezeichnen.
Sonstige Mätzchen (MP3-hören, irgendwelche Spiele, Kalender, etc.) brauche ich entweder nicht, oder kann der Sony-Reader nicht (was nicht schlimm ist, weil ich's ja wie gesagt nicht brauche...)

Was steht noch aus? Im Urlaub war ich mit dem Reader noch nicht. Und das dauert auch noch ein Bischen...

Im Folgenden mal einige Punkte, die mir gut bzw. weniger gut gefallen an der ganzen e-Reader-Geschichte. Die negativen Punkte muss ich etwas detaillierter ausführen, denn im Gegensatz zu Lob will Kritik ja begründet sein.

Positives:
  • Lesen geht echt gut. Schriftbild / Kontrast gefallen mir ausnehmend gut. Bedienung des Geräts geht schlank von der Hand.
  • Das Gerät ist schön leicht (auch im Verhältnis zu manchem Taschenbuch), da wird einem der Arm beim Lesen nicht so schwer.
  • Das Gerät passt (ohne Schutzumschlag) in eine Sakko-Innentasche.
  • Die Schriftgröße lässt sich (mehr oder weniger) variabel einstellen.
  • Es passen super viele Bücher in den Speicher. Ursprünglich habe ich mir mal eine 4-GB-SD-Karte als Erweiterung gekauft. Die ist jetzt in meinem Fotoapparat und die 1-GB-Karte aus dem Fotoapparat im Reader... Und damit kann ich elendig viele Bücher "mitschleppen"
  • eBooks sind - trotz des höheren Mehrwertsteuersatzes - oft günstiger, manchmal auch deutlich günstiger als die papiergebundene Fassung eines Buches
  • Endlich kann ich mir von meinen gekauften Medien eine Sicherungskopie machen. Verliehene Bücher sehen ja manchmal nicht mehr so appetitlich aus, wenn man sie zurückbekommt. Das passiert mit eBooks nicht.
  • Inhalte können intelligent miteinander verknüpft werden - allerdings hat sich das in den Verlagen noch nicht überall herumgesprochen.
Nicht ganz so Positives:
  • DRM - Digitale Rechteminderung. Ich weiß nicht wie das bei anderen Geräten ist, aber der Sony-Reader ist nach völligem Aus- und wieder Einschalten manchmal (!) etwas "sperrig", was die Anzeige von DRM-geschützter Ware angeht.
    Als Nutzer dieses Forums habe ich natürlich diesen Artikel gelesen und - ganz Wissenschaftler - die Aussage von Herrn Schild überprüft und muss sagen er hat recht: Adobes DRM kann man wirklich in wenigen Sekunden entfernen.
    Grundsätzlich ist die Verwendung eines Digitalen Rechtemanagements ja nichts, vor dem man Angst haben müsste, nur die Art, wie das umgesetzt wurde schießt maßlos über das Ziel hinaus. Die Bedienung ist (hmmm, naja:) gewöhnungsbedürftig und meist auf Windows als Betriebssystem für den PC beschränkt. MIR gefällt das eher nicht. Eine andere Art von DRM wäre mir lieber, aber so lange das Entfernen des Adobe-DRM wirklich so simpel ist, ist mir das auch egal. Weg ist weg.
  • Seitenzahlen-Massaker - eBooks scheinen oft in ihrer Seitenzahl nicht mit dem Original-Buch übereinzustimmen. Aber statt dass man eine "variable Seitenanzahl" einblendet, die im Wesentlichen von der gewählten Schriftgröße abhängt (oder meinetwegen auch eine Prozent-Anzeige), wird da irgendsoein Durcheinander verzapft. Das gebundene 1q84 hat über 1000 Seiten, das eBook 708. Und beim blättern tut sich auch nicht immer was bei den Seitenzahlen.
    Eine Lösung wie z.B. beim FB-Reader (unter Android), der einfach anzeigt wie oft man insgesamt blättern muss, finde ich wesentlich sinnvoller. Das hat dann zwar auch nicht viel mit dem Original zu tun (aus einem 300-Seiten Buch werden da schon mal mehr als 1000 Seiten auf meinem Handy), aber immerhin ist das nicht so irreführend.
  • Akkulaufzeit - Ich weiß nicht wie es anderen hier geht. Die mehrere-tausend-Umblättervorgänge sind meiner Ansicht nach ein eher Theoretischer Wert. Wenn ich ein "dickes Buch" wie 1q84 lese, dann hätte ich jetzt erwartet, dass der Akku noch etwas mehr als halbvoll ist, und nicht weniger als 1/4. Hinzu kommt, dass man nicht wirklich ein Gefühl dafür bekommt, wie oft man denn nun geblättert hat, da die Seitenangaben sehr verwirrend sind... Von der "gefühlten Laufzeit" bin ich schon ein wenig enttäuscht, sie ist aber dennoch um Äonen besser als bei einem Tablet-PC oder SmartPhone.
  • Das Angebot an Büchern ist immer noch eher "mau", insbesondere was ältere Titel angeht. Hier gibt es vieles schlicht nicht, lediglich beim ziellosen Stöbern in den endlosen Weiten des Netzes stößt man auf das eine oder andere "Schätzchen". Allerdings ist hier oft die "Qualität" auch noch auf Vorkriegsniveau: eingescannte PDFs und sowas. Wenn man das "vernünftig" auf dem Reader lesen wollte (Stichwort Seitenzahlen, Absatz-Umbrüche), müsste man jeweils einige Stunden an Arbeit investieren (das habe ich ausprobiert!), weitere Programme herunterladen, etc. pp. - Kaufen wäre in Anbetracht der investierten Zeit echt günstiger. Und kaufen kann man's eben nicht. Das motiviert nicht unbedingt.
    Neuere Sachen gibt es zwar schon recht viel, aber eben nicht alles. Auch das ist schade.
  • Das Versions-Massacker: In Deutschland hat sich derzeit wohl mehr oder weniger epub als Dokumentenstandard durchgesetzt. Das ist ja grundsätzlich erstmal neutral zu sehen, abgesehen davon, dass das DRM-Handling eher ein Schuss-in-den-Fuß ist. Und das ist wohl auch nur deswegen so, weil Amazon (einer der ganz großen, auch in Deutschland) den deutschen Markt noch nicht mit dem Kindle "beglückt" hat.
    Das hat Zweierlei zur Folge: Einmal kann ich (momentan) keine eBooks bei Amazon (in Deutschland) kaufen, zum Anderen wird Amazon über kurz oder lang auch auf dem deutschen Markt aktiv werden. Und dann droht ein Versions-K(r)ampf wie seinerzeit bei den Videoformaten... Da wird es nicht nur Gewinner geben.
  • Als elektronisches Gerät ist ein eReader natürlich ein wenig empfindlicher als ein Stapel Papier, und ein potenzieller Schaden ist gleich um ein Vielfaches höher als bei einem einzelnen Buch. Allerdings sind Schutzhüllen wie auch anderes Zubehör ein recht teurer Spaß, den man beim Kauf eines Geräts gleich mit einkalkulieren sollte. Auch an sich sind die eReader nicht gerade günstig - und das gilt nicht nur für Sony.
    Ob sich der Kauf eines Gerätes lohnt, muss jeder für sich entscheiden, das ist von den einzelnen Bedürfnissen (Einsatzzweck, Größe des Bildschirms, Platz im Haus für Bücherregale und noch vieles, vieles mehr) abhängig. Wirtschaftlich ist eh die Leihbücherei die günstigste Alternative. Und mal ehrlich: wie viele Bücher lest ihr mehrmals?
Nicht, dass jetzt irgendwie ein falscher Eindruck entsteht: Ich finde den eReader immer noch toll und lese gerne damit. :e Ich würde den Reader auch nur ungern wieder hergeben - auch für Geld...
Es gibt aber halt auch Punkte, die mich stören. Letztlich würde ich sagen ist das ganze Thema eReading in Deutschland noch nicht so ganz ausgereift. Amazon macht's vor, mit der Kopplung von Hard- und Software im Zusammenhang mit einer offenbar sehr einfachen Handhabe (also im Prinzip so wie Apple mit Ei-Fon/-Pott/-Pätt und den Apps) - aber halt in den USA und nicht hier. Es liegt also nicht nur an den Leuten, die keine eReader wollen, auch die Hersteller haben (allesamt) noch Hausaufgaben zu erledigen.
Tja, so ist das eben. Ende März 2011 in Deutschland.

Eine schöne Woche noch.
Viele Grüße

Huba

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2

Montag, 28. März 2011, 17:35

DRM - Digitale Rechteminderung. Ich weiß nicht wie das bei anderen Geräten ist, aber der Sony-Reader ist nach völligem Aus- und wieder Einschalten manchmal (!) etwas "sperrig", was die Anzeige von DRM-geschützter Ware angeht.


Die neue Firmware von Sony hast du schon instaliert???

Eine schöne Woche noch.[/quote]
Seitenzahlen-Massaker - eBooks scheinen oft in ihrer Seitenzahl nicht mit dem Original-Buch übereinzustimmen. Aber statt dass man eine "variable Seitenanzahl" einblendet, die im Wesentlichen von der gewählten Schriftgröße abhängt (oder meinetwegen auch eine Prozent-Anzeige), wird da irgendsoein Durcheinander verzapft. Das gebundene 1q84 hat über 1000 Seiten, das eBook 708. Und beim blättern tut sich auch nicht immer was bei den Seitenzahlen.


Naja die Seitenzahlen haben schon was mit dem Blättern zu tun. Und es ist gut dass es nichts mit der Schriftgröße zu tun hat. Je nach Schriftgröße musst du halt 1-4 mal für eine Seite blättern, aber es ist immer gleich kein Durcheinader.

Prozentangaben kannst du mit PRS+ haben...

Das Angebot an Büchern ist immer noch eher "mau", insbesondere was ältere Titel angeht. Hier gibt es vieles schlicht nicht, lediglich beim ziellosen Stöbern in den endlosen Weiten des Netzes stößt man auf das eine oder andere "Schätzchen". Allerdings ist hier oft die "Qualität" auch noch auf Vorkriegsniveau: eingescannte PDFs und sowas.


mobileread.com kennst du?? Dort gibt es sehr viele gut formartiere Bücher... Ich hab inzwischen über 100 Bücher von dort auf meinem Reader... Und auch schon welche gelesen...
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Huba

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3

Montag, 28. März 2011, 18:00

Die neue Firmware von Sony hast du schon instaliert???
Es gibt nach 12/2010 eine neue Firmware? Habe ich da was überlesen?

Naja die Seitenzahlen haben schon was mit dem Blättern zu tun. Und es ist gut dass es nichts mit der Schriftgröße zu tun hat. Je nach Schriftgröße musst du halt 1-4 mal für eine Seite blättern, aber es ist immer gleich kein Durcheinader.
Das mit dem Durcheinander ist halt eine persönliche Wahrnehmung. Warum hat ein eBook nicht die gleiche Seitenzahl wie das Papierbuch? Dann würde ich diese Vorgehensweise ja verstehen, aber einmal 1000 Seiten, das andere Mal 700 Seiten, das ist in meinen Augen eben nicht logisch...
mobileread.com kennst du?
Nee, kannte ich bis eben noch nicht. Gibt's da auch Deutschsprachige Literatur aus den 1980ern / 1990ern?
Viele Grüße

Huba

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Coolsati

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4

Montag, 28. März 2011, 18:51

Nee, kannte ich bis eben noch nicht. Gibt's da auch Deutschsprachige Literatur aus den 1980ern / 1990ern?

Bisher habe ich Werke von Wilhelm Busch, Karl May, Gustav Schwab etc entdeckt. Lohnt sich, mal durchzuschauen.
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5

Montag, 28. März 2011, 19:10


[*]Seitenzahlen-Massaker - eBooks scheinen oft in ihrer Seitenzahl nicht mit dem Original-Buch übereinzustimmen. Aber statt dass man eine "variable Seitenanzahl" einblendet, die im Wesentlichen von der gewählten Schriftgröße abhängt (oder meinetwegen auch eine Prozent-Anzeige), wird da irgendsoein Durcheinander verzapft. Das gebundene 1q84 hat über 1000 Seiten, das eBook 708. Und beim blättern tut sich auch nicht immer was bei den Seitenzahlen.



guckst du hier bzgl der Seitenzahlen: Seitenzahl eines Buches vorher sehen...

lola

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6

Montag, 28. März 2011, 19:51


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7

Montag, 28. März 2011, 20:00

Nee, kannte ich bis eben noch nicht. Gibt's da auch Deutschsprachige Literatur aus den 1980ern / 1990ern?


Du weißt aber schon dass das Urheberrecht in Deutschland erst 70 Jahre nach dem Tod des Autors erlischt.... Auf Literatur aus den 1980er oder 1990er für umsonst wirst du noch eine weile warten müssen.. Solche Titel würde ich nicht zu den "älteren" Titeln zählen. Da kannst du höchstens die Verlage bzw. die Rechteinhaber anschreiben... dass sie das Buch als E-Book rausbringen sollen...
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Huba

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8

Dienstag, 29. März 2011, 10:05

Das ist genau die Crux an der Geschichte...

Auf Literatur aus den 1980er oder 1990er für umsonst wirst du noch eine weile warten müssen.. Solche Titel würde ich nicht zu den "älteren" Titeln zählen. Da kannst du höchstens die Verlage bzw. die Rechteinhaber anschreiben... dass sie das Buch als E-Book rausbringen sollen...
Und genau das ist die Crux an der Geschichte, also das, was mich stört.
An aktueller Literatur gibt es schon recht viel zu kaufen. An historischer Literatur (--> der Autor ist mehr als 70 Jahre tot) gibt es auch einiges, aber auch längst nicht alles, und das sogar oft legal für kostenlos, u.a. bei "Projekt Gutenberg" gibt es da eine Menge. An Wilhelm Busch oder auch Shakespeare habe ich jetzt aber nicht so den Bedarf...
Und dazwischen? Da ist eine riesige Lücke. Hier die Verlage anzuschreiben ist meiner bescheidenen Ansicht nach vertane Zeit, denn Verlage sind nun einmal Wirtschaftsunternehmen. Die konzentrieren sich (verständlicherweise) auf das, womit sie Geld verdienen können, also die aktuellen Sachen, und vielleicht noch einige der nicht-mehr-neuen-aber-auch-noch-nicht-alten Bestseller ("älter" scheint ja als Begriff unpassend zu sein ;) ), da sich damit eine nennenswerte Zahl von Exemplaren absetzen lässt.
In den "Untiefen" des Netzes findet man, wenn man lange genug und geduldig sucht, das eine oder andere, aber von "professioneller Qualität" (--> das, was man erwarten würde, wenn man Geld dafür ausgeben müsste) ist das meist meilenweit entfernt, also von Enthusiasten eingescanntes Material, meist in PDF. Bevor man sowas flüssig lesen kann muss man mehrere Stunden mit Calibre und Sigil zubringen... Das ist etwas, zu dem ich nur bei sehr, sehr wenigen Büchern bereit wäre.

Und eben das ist meine Kritik an der Sache.
Viele Grüße

Huba

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Vance

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9

Dienstag, 29. März 2011, 11:16


...
In den "Untiefen" des Netzes findet man, wenn man lange genug und geduldig sucht, das eine oder andere, aber von "professioneller Qualität" (--> das, was man erwarten würde, wenn man Geld dafür ausgeben müsste) ist das meist meilenweit entfernt, also von Enthusiasten eingescanntes Material, meist in PDF. Bevor man sowas flüssig lesen kann muss man mehrere Stunden mit Calibre und Sigil zubringen... Das ist etwas, zu dem ich nur bei sehr, sehr wenigen Büchern bereit wäre. ... Und eben das ist meine Kritik an der Sache. ...


?(

Die urheberrechtswidrig erstellten Kopien haben also keine angemessene bzw. professionelle Qualität? Tja. So ist das Leben.

;)

Nein, im Ernst: Es wird erst dann eine größe Auswahl auch an aktuelleren deutschen Titeln geben, wenn der Konkurrenzdruck größer wird und - und das ist das größere Hindernis - einmal Bewegung in die Frage "Buchpreisbindung für eBooks" kommen sollte. Gegen einen Fall der Buchpreisbindung aber werden alle größeren dt. Verlage und deren Interessenvertreter mit Zähnen und Klauen bis zum Ende kämpfen, was von deren Standpunkt aus auch nur zu verständlich ist.

Bis auf weiteres ist da keine Besserung in Sicht.

Es gibt aber übrigens auch Autorinnen und Autoren (derzeit eher aus dem anglo-amerikanischen Raum aber ich denke, dass das auch in D kommen wird) die einige ihrer Werke zum kostenlosen Download als ebooks vorhalten. Einer der Namen der in diesem Zusammenhang immer zu nennen ist ist der von Cory Doctorow. Der hat es auch zu seiner "Wie-werde-ich-erstmal-berühmt"-Politik gemacht, von seinen Werken z.T. Fanübersetzungen zuzulassen. Z.B. von Little Brother, vgl. hier (Achtung, Download-Link, 3,54 MB PDF, 177 Seiten, dt. Übersetzung von C. Wöhrl). Solche Sachen kann man hin und wieder auch finden ... ;)

Gruß

vance

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10

Dienstag, 29. März 2011, 11:41

@Huba

Ja kann das schon verstehen. Wenn es ein Buch gar nicht als Ebook gibt, würde ich auch mal in den "Untiefen des Netzes" suchen..

Geht mir gerade auch so. "Die drei Fragezeichen" hätte ich gerne im englischen Original als Ebook. Gibts aber gar nicht. Und "in den Untiefen des Netzes" auch nur als PDF/DOC und jetzt darf man das auch noch mühevoll zu einem gescheiten EPUB verarbeiten..
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Blues Elwood

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11

Dienstag, 29. März 2011, 13:09

@ huba

DRM - Digitale Rechteminderung. Ich weiß nicht wie das bei anderen Geräten ist, aber der Sony-Reader ist nach völligem Aus- und wieder Einschalten manchmal (!) etwas "sperrig", was die Anzeige von DRM-geschützter Ware angeht.
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Danke für den Hinweis auf diesen Artikel. War für mich sehr aufschlussreich!! :e

Huba

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12

Dienstag, 29. März 2011, 14:06

jaja, so ist das...

Die urheberrechtswidrig erstellten Kopien haben also keine angemessene bzw. professionelle Qualität? Tja. So ist das Leben.

;)

Nein, im Ernst: Es wird erst dann eine größe Auswahl auch an aktuelleren deutschen Titeln geben, wenn der Konkurrenzdruck größer wird und - und das ist das größere Hindernis - einmal Bewegung in die Frage "Buchpreisbindung für eBooks" kommen sollte
Jaja, so ist das; fast wie früher die unautorisierten Konzert-Mitschnitte, die man sich über seinerzeit schon dubiose Kanäle (das Internet gab es in der Form seinerzeit noch nicht) in "Fan-Katalogen" bestellen konnte. Ein Schulfreund hat das seinerzeit (Ende der 80er) mal mit einem InXS-Konzertmitschnitt gemacht - ich will jetzt nicht unbedingt von Bauchlandung sprechen, aber die Soundqualität war doch eher was für die ganz harten Fans... :D

Was vielleicht nicht ganz klar geworden ist: ich bemängele nicht die Qualität dieser "Raubkopien", sondern die Tatsache, dass es einen enormen Fundus an (guten) Büchern gibt, die es schlich und einfach nicht als eBook zu kaufen gibt. Und - unterstellt man wirtschaftliches Handeln bei den Verlagen - wohl in absehbarer Zeit auch nicht geben wird.
Ein Beispiel wäre das hier im Forum schon mal genannte "Niemalsland", auf das ich durch eine Empfehlung hier neugierig geworden bin - das gibt es eben nicht als eBook zu kaufen - und übrigens auch nicht (mehr) bei uns in der Leihbücherei. Mein Bücherschrank ist mehr als voll, und auch wegen meines (noch recht) neuen Readers wollte ich eigentlich möglichst weit auf eBooks umsteigen... Aber ich kann es eben nicht käuflich erwerben. Und in meinem Bekanntenkreis hat auch keiner das Buch - sonst könnte ich es mir ja dort leihen...
Die PDF-Version, auf die ich nach beliebig langem Stöbern im Netz gestoßen bin, würde mir (das kann ich nach der ersten Ansicht sagen) wohl keine Freude bereiten. Es sei denn, der spanische Kollege säße da so drei bis sechs Stunden vor dem Rechner und würde konvertieren und nacharbeiten. Und das bei einem Buch, das ich noch nicht mal kenne sondern lediglich gerne mal lesen würde. In Stundenlohn ausgedrückt: jenseits von gut und böse. Da verbringe ich meine Zeit lieber beim Lesen...

Und in 20 Jahren spricht eh keiner mehr davon, weil die Bücher, die dann 20 Jahre alt sind, immer noch jederzeit verkauft werden können, weil sie eben nicht gedruckt werden müssen sondern schon in digitaler Form vorliegen. Da gibt's dann vielleicht mal wieder ein anderes Format, aber das Konvertieren sollte wohl nicht das Problem sein.

Naja, es gibt ja noch genug andere Sachen zum Lesen...
Viele Grüße

Huba

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13

Dienstag, 29. März 2011, 14:15

"Die drei Fragezeichen" hätte ich gerne im englischen Original als Ebook. Gibts aber gar nicht. Und "in den Untiefen des Netzes" auch nur als PDF/DOC und jetzt darf man das auch noch mühevoll zu einem gescheiten EPUB verarbeiten..
Jaja, man hat's nicht leicht... ;)
Mal aus betriebswirtschaftlicher Sicht: wie groß wäre wohl der Absatz, würden diese Bücher als eBook angeboten werden? Da gibt es sicher einige, die das dann kaufen würden, aber reich würde der Verlag ebenso sicher nicht. Also wird die "Bestandsbearbeitung" beim Verlag eher weiter unten auf der Liste zu finden sein.
Aber die Verlage sind ja noch nicht (!) so drauf, wie die Burschen aus der Musik- und Filmindustrie, wo Raubkopierer "gnadenlos verfolgt", ääh, abgemahnt werden.
Wobei - das wird sich mit steigender Verbreitung der eBooks und dem aktuellen Adobe-DRM sicher auch noch ändern.

What shoulds?
Viele Grüße

Huba

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14

Dienstag, 29. März 2011, 15:05

Viele ausländische Titel aus den 60er-90er Jahren wirst du höchstwahrscheinlich so bald nicht als ePub finden.

Die Lizenzen wurden damals normalerweise nur für eine Publikationsform abgeschlossen und zumeist für einen gewissen Zeitraum, normalerweise eigentlich nicht länger als 20-25 Jahre. Die deutschen Verlage haben also heute oftmals überhaupt keine Rechte mehr an den Originalen, teilweise auch nicht mal mehr an den Übersetzungen.

Um so einen Titel also neu herauszugeben, müsste der bzw. ein Verlag einen neuen Vertrag abschließen, das dann nur über ePub, wenn er nicht vorhat, den Roman auch gedruckt neu aufzulegen. Hier wird's schon schwierig, denn da müssen die ausländischen Lizenzinhaber mitspielen. Dann muss man sich wieder um die Übersetzung bemühen oder eine neue anfertigen, der Roman wird bei einer alten Übersetzung dann wohl auch gleich in Neuer Rechtschreibung gesetzt. Ein Lektor sollte sicherheitshalber auch noch mal drüberschauen. Zum Schluss noch ein Cover.

Ernsthaft: Das wird sich innerhalb der nächsten 10 Jahre für keinen deutschen Verlag rechnen, es sei denn, es war ein absoluter Bestseller oder Longseller wie z.B. Stephen King.
Da wir hier auch von Tausenden Romanen reden, müssten viele Verlage in eine Vorleistung treten, bei der noch lange nicht sicher ist, ob oder wann sie die Kosten wieder einspielen.

Ich persönlich finde es auch schade. Aber ich kann jeden Verlag verstehen, der da abwinkt.
Bei deutschen Romanen wäre der Aufwand allerdings schon deutlich geringer.
Thomas Knip - Autor & Illustrator - Autorenblog

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Dienstag, 29. März 2011, 15:15

Das wäre aj alles noch ok, wenn man dann die Rechte dafür hergibt und die Arbeit der "community" überläßt. Da man das nicht tut, werden die Erfolgsausichten anscheinend doch nicht so gering bewertet. Hier gehört dringend eine Überarbeitung des Urheberrechtes her. Die 90 Jahre sind IMHO viel zu lang. Wenn ein Rechteinhaber drauf rumgluckt verdient er nichts, wenn er es freigibt doch auch nicht.

Jerome Viallet

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16

Dienstag, 29. März 2011, 17:14

Untiefen des Netzes

In den "Untiefen" des Netzes findet man, wenn man lange genug und geduldig sucht, das eine oder andere, aber von "professioneller Qualität" (--> das, was man erwarten würde, wenn man Geld dafür ausgeben müsste) ist das meist meilenweit entfernt, also von Enthusiasten eingescanntes Material, meist in PDF. Bevor man sowas flüssig lesen kann muss man mehrere Stunden mit Calibre und Sigil zubringen... Das ist etwas, zu dem ich nur bei sehr, sehr wenigen Büchern bereit wäre.
Ich weiss ja nicht, wo und wie du suchst, aber mittlerweile gibt es Tausende perfekt bearbeiteter kostenloser Ebooks, Sachbücher, Belletristik, die komplette Digitale Bibliothek etc. - sollte eigentlich reichen.
Und ob du PDFs lesen kannst, ist ein Reader-Problem bzw. betrifft die Anschaffungskosten. Mit IPad, Pocketbook haut es aber schon hin - einigermassen ...

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17

Dienstag, 29. März 2011, 17:43

errechtes her. Die 90 Jahre sind IMHO viel zu lang. Wenn ein Rechteinhaber drauf rumgluckt verdient er nichts, wen


90 Jahre?? Es sind 70 Jahre!! Aber das ist auch schon ziemlich lange. Fände es gut wenn ein Werk 70 Jahre nach der Veröffentlichung frei wäre und nicht nach dem Tod des Autors...
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18

Dienstag, 29. März 2011, 18:24

Es sind 70 Jahre!


Stümmt

Vance

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19

Dienstag, 29. März 2011, 20:42


Aber die Verlage sind ja noch nicht (!) so drauf, wie die Burschen aus der Musik- und Filmindustrie, wo Raubkopierer "gnadenlos verfolgt", ääh, abgemahnt werden.
Wobei - das wird sich mit steigender Verbreitung der eBooks und dem aktuellen Adobe-DRM sicher auch noch ändern.


Ich kann Dich ja gut verstehen und würde auch gern mehr aktuelle Literatur finden und auch kaufen, wenn sie mir DRM-frei und nicht nur als "Leselizenz" angeboten würde.

Zum obigen Zitat:

Das wird sich nicht nur ändern, das hat sich bereits geändert.

Die sind "so drauf" und der Börsenverein des Dt. Buchhandels hatte das letztes Jahr auch groß angekündigt ("mit aller Härte verfolgen" usw.)

Ich würde ganz ausdrücklich davon abraten, solche Dateien irgendwo (auch "unbewusst" während des eigenen Bezugs) selbst zum Upload anzubieten. Jedenfalls eine der großen Abmahnkanzeien die auch die Musikindustrie bedient hat offenbar Mandate die nicht nur Hörbücher (das war der nächste große Bereich nach Songs und Filmen) sondern auch erste eBooks einschließen.

Romiman

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20

Dienstag, 29. März 2011, 21:20

Bilanz

Meine am meisten überraschende Bilanz nach nun einem halben Jahr mit dem E-Reader ist:
Der E-Reader ist nach langer Zeit mal wieder ein neues Gerät, welches es in meinen "Täglich-Benutzungs-Olymp" geschafft hat.

Zuletzt waren das vor Jahren Handy und PC. Und da die Zeit ja mit den Nutzungsmöglichkeiten leider nicht "mitwächst",
muß es natürlich auch einen "Verlierer" geben. Und den gibt es ganz klar: Das Fernsehen!
DRM verhindert keine Raubkopien sondern Verkaufserfolge! :thumbdown:

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