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tak

E-Book Meister

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21

Dienstag, 26. Februar 2013, 14:28

Damals sagte ein amerikanischer Unternehmer, dass bei neuen Ideen die Amerikaner zuerst die Chancen sehen würden,während die Deutschen zuerst die Risiken sehen.

Da gibt es ein spezielles Wort für: Verantwortungsbewußtsein.


Welches? Ein fehlendes?!
Wenn man sich nicht dauernd neu erfindet und keine Risiken eingeht, können ganz schnell die Lichter ausgehen.
Ob Quelle, Neckermann oder auch im amerikanischen Markt Kodak. Tolles Verantwortungsbewußtsein - von zehntausenden Mitarbeitern auf so gut wie null.


McGarrett

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22

Dienstag, 26. Februar 2013, 14:38

Ob Quelle, Neckermann oder auch im amerikanischen Markt Kodak.

Grobe Fehler haben natürlich zuerst mal nichts mit Verantwortungsbewußtsein zu tun. Ich hatte eher die .com-Blase der Jahrtausendwende im Kopf, in der eine ganze Reihe von Leuten "Chancen sahen", sich auf die Schnelle die Taschen vollzustopfen. Zurück blieb dann in den meisten Fällen verbrannte Erde.

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ReaderT2 (27.02.2013)

Joe

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23

Dienstag, 26. Februar 2013, 15:00

Ich hatte die Aussage mit den Chancen und Risiken nur wiedergegeben, da sie ziemlich gut zur Lage der "E-Book-Branche" in Deutschland passt. Da ist die Nichtergreifung der Chance wohl eher der Schlafmützigkeit, Bequemlichkeit und/oder Ängstlichkeit als dem Verantwortungsbewusstsein zuzuschreiben.

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Nuecki

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24

Dienstag, 26. Februar 2013, 18:36

Damals sagte ein amerikanischer Unternehmer, dass bei neuen Ideen die Amerikaner zuerst die Chancen sehen würden,während die Deutschen zuerst die Risiken sehen.

Da gibt es ein spezielles Wort für: Verantwortungsbewußtsein.


Im Ausland auch gerne als German-Angst bezeichnet.
Was an dem geplanten Gesetz aber verantwortungsbewusst ist?
Verantwortungsbewusst wäre es ja z.B. sich mal über die robots.txt zu informieren und was man damit so anstellen kann.

Aber das will ja auch keiner, ich kann mir ehrlich nicht vorstellen das die Verlage nicht mehr bei Google gelistet werden wollen.
Naja, hoffentlich kommt das Gesetz durch und hoffentlich reagiert Google genauso wie in Belgien.
§ 328 StGB.:
(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, [...] wer eine nukleare Explosion verursacht.

rasc

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25

Dienstag, 26. Februar 2013, 21:10

Wie es aussieht, wird es nun ein "Leistungsschutzrecht light": http://www.tagesschau.de/inland/leistungsschutzrecht114.html

Zitat

Die schwarz-gelbe Koalition will das geplante Leistungsschutzrecht für Presseverlage im Internet entschärfen - und so zugleich den Streit beenden sowie rechtliche Bedenken ausräumen. "Einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte" sollten nicht von dem Gesetz betroffen sein, sagte der FDP-Netzpolitiker Manuel Höferlin der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Jeder soll nach seiner Façon selig werden lesen. (frei nach Fritz II)
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26

Dienstag, 26. Februar 2013, 21:15

Der schlimmste Fall:
Es wird so angepasst dass es Google nicht trifft, aber dafür müssten Blogger etc. höllisch aufpassen, dass sie nicht abgemahnt werden..
Plugins (Alf) für Calibre nötig?? (siehe mein Profil ) "DRM ist böse" Youtube

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27

Mittwoch, 27. Februar 2013, 17:43

Am Freitag soll über den neuen Gesetzesentwurf abgestimmt werden. Ich hab mich noch nicht näher damit beschäftigt, aber in den Nachrichten haben sie davon gesprochen dass es nur für Suchmaschinen Ausnahmen gibt. Das kann für Blogs, ja heiter werden. Zwar gilt das Leistungsrecht nur für "gewerbliche Seiten", da aber fast jedes Blog "affiliate Links" einsetzt könnte das als "gewerblich" ausgelegt werden.

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-R…ungsschutzrecht

Das ist ja sowieso so etwas von bescheuert. Erst soll das Leistungsrecht gerade wegen Google geändert werden und statt das ganze Gesetz fallen zu lassen baut man eine Suchmaschinen-Klausel ein. :rolleyes:
Plugins (Alf) für Calibre nötig?? (siehe mein Profil ) "DRM ist böse" Youtube

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moehnetiger

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28

Donnerstag, 28. Februar 2013, 13:44

aber in den Nachrichten haben sie davon gesprochen dass es nur für Suchmaschinen Ausnahmen gibt. Das kann für Blogs, ja heiter werden.

Und auf Abmahnungen spezialisierte Kanzleien dürften sich jetzt schon die Hände reiben. :(

Rainer Zenz

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29

Donnerstag, 28. Februar 2013, 14:54

Meines Wissens sind die "kleinen Fische" sowieso ausgenommen. Da käme eh nicht nennenswertes zusammen. Das eigentliche Ziel der Zeitungsverlage war, an den Werbeerlösen von Google zu partizipieren. Ob das eine gute Idee ist, sei mal dahingestellt.

shalala

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30

Samstag, 2. März 2013, 02:47

Das eigentliche Ziel der Zeitungsverlage war, an den Werbeerlösen von Google zu partizipieren.
Deren eigentliches Ziel war, Google dazu zu verpflichten, auf ihre Beiträge (kostenlos) zu verlinken und ihnen gleichzeitig Geld dafür zu zahlen, dass die Links angezeigt werden. Und nebenbei das Märchen zu erzählen, Google News würde mit Werbung (und von ihnen kopierten Inhalten) Geld verdienen.

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rasc (02.03.2013)

shalala

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31

Samstag, 2. März 2013, 03:04


Das ist ja sowieso so etwas von bescheuert. Erst soll das Leistungsrecht gerade wegen Google geändert werden und statt das ganze Gesetz fallen zu lassen baut man eine Suchmaschinen-Klausel ein. :rolleyes:
Ja. Man wird das Gefühl nicht los, in einer Bananenrepublik zu leben. Ein Gesetz zu verabschieden, mit dem etwas geregelt wird, das eigentlich schon geregelt ist, nur um es zu beschließen, und es nicht einfach zu beerdigen....Ich will nicht wissen, was das gekostet hat :wacko:

Ich freue mich nur darüber, dass die Demokratie einmal wehrhaft war gegenüber den mächtigen Lobbyisten.

eFrusti

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32

Samstag, 2. März 2013, 12:00

= JuristenAFG

Auch dieses Gesetz bestätigt meine schlechte Meinung über den heutigen Gesetzgeber.

Vom Unsinn als solchem mal abgesehen: Erneut wird es den Gerichten überlassen, unbestimmte Rechtsbegriffe auszufüllen und damit erst das Recht zu schaffen. Als ob man die Länge des Textes nicht hätte definieren können (wie war das mit der Gewaltenteilung?).

Ist ja schön, wenn die Abgeordneten erkennen, dass sie nicht genug Ahnung/Mumm haben, um eine klare Entscheidung zu treffen, aber dann sollten sie auch so konsequent sein, das Herstellen von Gesetzen ganz sein zu lassen.

"Kosten: keine" - Wenn ich schon so was in einer Gesetzesbegründung lese! Allein die Druckkosten! Von den Kosten der Herstellung ganz zu schweigen, die ganzen Ministerialen, die ständig in null komma nix Gesetze entwerfen sollen etc. pp.

Und zum Unsinn: Ich fände es nett, wenn Google noch vor der Bundesratssitzung mal hinginge und die Verlage aussperrte. Nur damit die Damen und Herren im Bundestag und Bundesrat UND Axel Springer, Burda und Co. es sehen.

Bananenrepublik? Was für eine Untertreibung!

eFrusti

helmutp

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33

Montag, 4. März 2013, 15:36

Wenn ich Google wäre, dann würde ich Springer, Burda & Friends jetzt mal einen Monat komplett aus dem Index nehmen. Mit den einbrechenden Besucherzahlen dürfte ziemlich schnell der Katzenjammer einsetzen und vielleicht die Einsicht reifen, dass Aggregatoren eben auch Besucher auf die eigene Seite bringen können.
Die Elefanten meines Bruders - Ein Roman über Mona, den toten Bruder und einen erträumten Zirkusbesuch.
Buch bei Amazon: www.amazon.de/dp/1479102407

shalala

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34

Montag, 4. März 2013, 16:47

Wenn ich Google wäre, dann würde ich Springer, Burda & Friends jetzt mal einen Monat komplett aus dem Index nehmen. Mit den einbrechenden Besucherzahlen dürfte ziemlich schnell der Katzenjammer einsetzen und vielleicht die Einsicht reifen, dass Aggregatoren eben auch Besucher auf die eigene Seite bringen können.

Warum diese "unnötige Gewalt" und und unnötig Öl ins Feuer gießen? Google ist doch aus Googlesicht wunderbar davongekommen, sogar explizit ausgenommen worden, also eigentlich das Gegenteil dessen, was die Lobby rund um Springers Keese erreichen wollte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Verlag auf Basis dieses Gesetzestextes (so er denn wirklich jemals in Kraft treten wird), juristisch gegen Google vorgehen wird, und wenn doch, wird es dann sicherlich eine mögliche Eskalationsstufe von Google sein.

shalala

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35

Donnerstag, 7. März 2013, 18:21

http://www.indiskretionehrensache.de/201…delsblatt-live/

Zwar ein klein wenig off topic, wollte aber keinen neuen Schrätt aufmachen.

Eine sehr lange, aber lesenswerte Analyse, wie Verlage versuchen, das bestehende Geschäftsmodell auf online umzufunktionieren, und wie gut/schlecht das funktioniert. Die Grunderkenntnisse kann man IMHO auf die Buchverlage übertragen.

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