4. Mai: Aktionstag gegen "Digital Restriction Management"

      4. Mai: Aktionstag gegen "Digital Restriction Management"

      Hi Leute!

      Hier eine Info zum International Day Against DRM.

      derstandard.at/1334795856175/A…al-Restriction-Management

      Bis jetzt war ja eher die Musikbranche im Mittelpunkt, aber jetzt soll es DRM bei ebooks an den Kragen gehen.
      Wollen wir hoffen ...

      Schöne Frühlingswoche

      Christian
      I'd rather be sailing!

      e book lesen im vergleich zu "normalen" büchern

      Guten Tag!

      Welche Vorzüge hat das ebook lesen, wenn ich den lesestoff nicht weitergeben kann und preislich kaum billiger ist. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen, da ich herkömmliche Bücher jederzeit ausleihen und verleihen kann.

      Liebe Grüsse

      von toni

      schwarztoni schrieb:


      Welche Vorzüge hat das ebook lesen, wenn ich den lesestoff nicht weitergeben kann und preislich kaum billiger ist. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen, da ich herkömmliche Bücher jederzeit ausleihen und verleihen kann.

      Wie erkläre ich es bildlich?

      Vor 10 oder 15 Jahren ..... warum soll ich mir ein Handy kaufen, wo es doch überall Telefonzellen gibt, ich notfalls auch mal bei Freunden telefonieren kann oder zum Postamt gehen kann!

      Nur wo sind heute noch Telefonzellen? Und statistisch hat jeder so 2 oder 3 Handys!

      oder

      Was brauche ich Internet? Nur weil Boris Becker drin ist (damals die Werbung) und da ist eh nur Schmuddelzeugs drin!
      Nicht mit mir!!!

      Heute bereitet man seinen Urlaub im Internet vor, lebt mit den schnellen eMails (das wäre eh noch zu überdenken .... wieviel Geld und Innovationen hat die Menschheit aufgebracht um einen Brief schnell von A nach B zu bringen?) Forschung wäre heute ohne das Internet kaum möglich (daher hat die CERN Forschung ja das Internet erfunden), wir kaufen ein, wir kommunizieren mit Freunden und Bekannten und belächeln jeden der nicht "drin" (wieder Boris Becker)
      ist. Wer keine eMail Adresse hat ist nahezu ein armes Würstchen!

      So wird es über kurz oder lang auch mit den eBooks sein. Die pBooks bleiben - in der Bibliothek und in den Kisten auf dem Speicher oder zur Dekoration im Wohnzimmerschrank. Aber ich werde wohl so in 10 Jahren einen Speicherchip o.ä. in einer Showhalterung haben und sie als meine Buchsammlung bezeichnen.

      Die DRM Problematik wird der Markt regeln, fragt sich nur wie lange! Auch eine Firma Amazon wird sich fragen, warum soll ich einen großen Teil des Marktes nicht bedienen sollen? Gleiches gilt für andere Buchhändler!
      Lächle die Welt an und die Welt lächelt zurück!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Geierlein“ ()

      schwarztoni schrieb:

      … wenn ich den lesestoff nicht weitergeben kann …

      Man soll elektronischen Lesestoff ja auch gar nicht weitergeben!

      Bei einem Papierbuch bleibt es bei einem Exemplar wenn man es verleiht, bei einer Datei sind es dann zwei, drei, ganz viele. Wenn man gut unterhalten werden will, muss man den Autorinnen und Autoren durch Bezahlung den nötigen Freiraum schaffen, damit sie weiterhin gute Geschichten schreiben können.

      E-Books müssen so wenig kosten, dass es weniger Überwindung braucht, sich die Geschichte von der der Kollege so schwärmt mal eben für ein paar Euro selbst runterzuladen, als darauf zu warten, dass der sein Printexemplar durch hat. In Zeiten elektronischer Medien (=Dateien), die mit wenigen Klicks vervielfacht werden können, kann nur noch über die verkaufte/downgeloadete Menge Geld verdient werden. Dazu müssen die Preise angemessener (nicht billig!) erscheinen. Da muss der Kunde auch ein bischen erzogen werden. Und die Verfügbarkeit muss schneller und einfacher werden – also KEIN DRM und Lesbarkeit aller Formate (sind ja nicht so viele) auf allen Geräten.

      Nachtrag:
      Durch vernünftige Bepreisung wird es auch unattraktiver nach illegalen Kopien zu suchen.
      • Es heißt Figur, nicht »Charakter«.
      • Sinn kann nicht gemacht werden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Netsrak“ () aus folgendem Grund: Nachtrag

      Netsrak schrieb:

      schwarztoni schrieb:

      … wenn ich den lesestoff nicht weitergeben kann …

      Man soll elektronischen Lesestoff ja auch gar nicht weitergeben!

      Bei einem Papierbuch bleibt es bei einem Exemplar wenn man es verleiht, bei einer Datei sind es dann zwei, drei, ganz viele. Wenn man gut unterhalten werden will, muss man den Autorinnen und Autoren durch Bezahlung den nötigen Freiraum schaffen, damit sie weiterhin gute Geschichten schreiben können.

      Innerhalb der Familie kaufe ich aber zu den heute von den Verlagen gewünschten Preisen garantiert kein Buch doppelt, egal ob Papier oder eBook, aber bei einem eBook hätte ich die einfache Möglichkeit gleichzeitig mit anderen Familienmitgliedern diese Buch zu lesen, unterm Strich könnten wir schneller die Bücher lesen und mehr kaufen als immer zu warten bis der andere mit seiner Papierausgabe fertig ist....
      Ach ja und die Autoren, die Urheber sollten den Löwenanteil vom Geld bekommen, heute bekommt es die Verwerterkette.

      Netsrak schrieb:

      Nachtrag:
      Durch vernünftige Bepreisung wird es auch unattraktiver nach illegalen Kopien zu suchen.

      Bin gerade die Kreditkartenabrechnung durchgegangen: nen halbes Dutzend mal amazon unter 10€, mehr als das Doppelte an amazon unter 5€ ...
      Mal groß raten was das wohl war. Einfach mal eben mitgenommen.
      Aber nen Buch zu 25 oder 30€ oder gar noch mehr?
      Da kommt man dann ins überlegen.
      Sein Gewissen war rein. Er benutzte es nie.

      Stanislaw Jerzy Lec
      polnischer Schriftsteller (1909 - 1966)

      Leland Gaunt schrieb:


      Bin gerade die Kreditkartenabrechnung durchgegangen: nen halbes Dutzend mal amazon unter 10€, mehr als das Doppelte an amazon unter 5€ ...

      Nicht zu vergessen die Bücher die von Amazon kostenlos waren, das ich immer aufgrund der Tipps hier ansehe!

      Meine Bücher habe ich auch so gut wie nie verliehen - bekanntlich sind ja in meinem Bekanntenkreis kaum Bücherwürmer und bei den Anderen würde eine Ausleihe mehr als ein Jahr dauern und ist damit aus meinem Gedächtnis!
      Lächle die Welt an und die Welt lächelt zurück!
      Wenn die Kopierschutzmaßnahmen wenigstens funktionieren würden.
      In der Realität ist es doch so, dass derjenige, der die Dateien verbreiten möchte durch DRM in keiner Weise daran gehindert wird.
      Der ehrliche Kunde sich aber mit dem Quatsch auseinandersetzen muss.

      Aus meiner Erfahrung:
      Für eine legale epub-Kopie musste ich mich bei libri anmelden, ich musste mir eine Kreditkarte besorgen, ich musste meinen PC und meinen Reader autorisieren.

      Ich hatte vorher das gleiche Buch schon über eine "Warez Seite" geladen (zum Ausprobieren, der Reader war neu).
      Dazu habe ich mich mit Wegwerf-Mail-Adresse angemeldet und die paar KB bei einem Filehoster geladen.
      In 3 Minuten hatte ich das e-book in Calibre, bzw. auf meinem Reader.

      Es ist nicht nur die "Kostenloskultur".. Die illegale Kopie habe ich viel schneller und unkomplizierter, als die legale.

      Hoffentlich sehen die Verlage und Händler das irgendwann mal ein und fangen an, ihren Kunden zu vertrauen..

      Wintermute schrieb:

      Aus meiner Erfahrung:
      Für eine legale epub-Kopie musste ich mich bei libri anmelden, ich musste mir eine Kreditkarte besorgen, ich musste meinen PC und meinen Reader autorisieren.
      Echt? Libri.de geht nur mit Kreditkarte??
      Plugins (Alf) für Calibre nötig?? (siehe mein Profil ) "DRM ist böse" Youtube

      halsbandschnaepper schrieb:

      Wintermute schrieb:

      Aus meiner Erfahrung:
      Für eine legale epub-Kopie musste ich mich bei libri anmelden, ich musste mir eine Kreditkarte besorgen, ich musste meinen PC und meinen Reader autorisieren.
      Echt? Libri.de geht nur mit Kreditkarte??


      Zumindest für mich als Erstkunden.
      Alle anderen Zahlungsoptionen waren für mich nicht verfügbar.

      Edit:
      e-Books kaufen, ohne Kreditkarte?

      Der Shop der Meyerschen ist Libri

      Wintermute schrieb:

      Es ist nicht nur die "Kostenloskultur".. Die illegale Kopie habe ich viel schneller und unkomplizierter, als die legale.
      Hoffentlich sehen die Verlage und Händler das irgendwann mal ein und fangen an, ihren Kunden zu vertrauen..


      :thumbup:
      Ich habe in den letzten zwei Jahren mehr Geld für Ebooks ausgegeben, als ich früher in solch einem Zeitraum für Papierbücher ausgegeben habe. Und das, obwohl ich illegale Quellen kenne und leicht nutzen könnte, wenn ich wollte.
      Aber Leute wie Dich und mich darf man wohl nicht als die breite Masse ansehen. Es wird viele Leute geben, die sich lieber den illegalen Quellen zuwenden, um Geld zu sparen. Man könnte so etwas beinahe mit Ladendiebstahl gleichsetzen. Nur beim Internet ist durch die sehr einfache Zugänglichkeit illegaler Quellen beim »Griff ins Regal« ohne zu bezahlen die Hemmschwelle viel niedriger, vermute ich.
      Daher kann ich das Misstrauen der Verlage nachvollziehen. Aber dennoch ist das leicht umgehbare DRM meiner Meinung nach ein sinnloser Zusatzkostenfaktor und ein Ärgernis für ehrliche Kunden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Basstom“ ()

      ...aber sehr viele die die illegalen Quellen nutzen täten auch nicht im Traum daran das Buch (oder sonstige Werk) zu kaufen.
      Sie nehmen es nur mit weil es "kostenlos" ist.
      Aber gar nicht so selten kaufen sie dann doch noch Werke von den jeweiligen Urhebern, wenn ihnen das "mitgenommene" gefällt.

      Filesharing/Raubkopien sind als wirtschaftlicher Schaden vernachlässigbar gegenüber ihrer Werbewirkung.
      Sie funktionieren nach dem gleichen Schema wie die kostenlos-Aktionen bei Amazon.
      Was es erst mal geschafft hat in die TopTen der "Raubkopien" zu kommen dem ist der wirtschaftliche Erfolg sicher!
      "Die" nehmen auch nicht jeden Mist. ;)
      Sein Gewissen war rein. Er benutzte es nie.

      Stanislaw Jerzy Lec
      polnischer Schriftsteller (1909 - 1966)

      Leland Gaunt schrieb:

      Filesharing/Raubkopien sind als wirtschaftlicher Schaden vernachlässigbar gegenüber ihrer Werbewirkung.


      Hmmm, da Du das so als Aussage in den Raum stellst, frage ich Dich: Wo sind die ernstzunehmenden Quellen dazu?
      Ich fände es prima, wenn es so wäre, aber ist das belegbar?
      Guck dir den bei zunehmenden Raubkopien steigenden Gewinn und Umsatz der Verwerter an.
      Aber genau diese wollen an anderes Bild malen und liefern nur entsprechend ausgewählte Zahlen.
      Nicht wenige Urheber wurden durch gezieltes Marketing= stelle mein Werk selbst der "Dark Zone" zur Verfügung durchaus erfolgreich. Rapper, Dionysios-Autor, Hip-Hop-Gruppe wären Bsp. so auf die Schnelle aus dem Bauch heraus.
      Sein Gewissen war rein. Er benutzte es nie.

      Stanislaw Jerzy Lec
      polnischer Schriftsteller (1909 - 1966)