(heise) Datenschutz bei E-Book-Readern auf dem Prüfstand

      (heise) Datenschutz bei E-Book-Readern auf dem Prüfstand

      heise online, 3.12.12

      EFF: Datenschutz bei E-Book-Readern auf dem Prüfstand
      Wer ein E-Book liest, gibt mehr Privatsphäre auf als jemand, der in Bibliotheken und Buchläden nach Lesestoff sucht und zuhause gedruckte Bücher liest. Das ist das zentrale Ergebnis eines Überblicks über die Datenschutzbestimmungen verschiedener E-Book-Reader, den die Electronic Frontier Foundation erstellt hat. Verglichen wurden unter anderem Google Books, Amazons Kindle, Kobo, Sony Reader, das Internet Archive und Adobe Content Server. Auch wenn die EFF dabei die Rechtslage in den USA unter die Lupe genommen hat, sind die Ergebnisse auch für deutsche Nutzer interessant.
      Weiterlesen bei heise: heise.de/newsticker/meldung/EF…m-Pruefstand-1761145.html
      Jeder soll nach seiner Façon selig werden lesen. (frei nach Fritz II)
      Ruhe Alfen ist die erste Bürgerpflicht. (frei nach Graf v. d. Schulenburg, 1806)

      segler schrieb:

      Hi rasc!

      Interessant ist ja vor allem auch die Tabelle aus dem Artikel mit dem direkten Vergleich:
      eff.org/pages/reader-privacy-chart-2012

      So gesehen ist ja Adobe ADE direkt ein Segen .... ;)

      Christian


      Nur auf dem ersten Blick.
      Da steckt ja auch immer noch zusätzlich ein Shop mit dabei.
      Adobe verkauft dir ja keine Bücher, nur das DRM.
      Und die tun sich ja laut Tabelle (für uns eigentlich nur Amazon, Sony und Kobo interessant) recht wenig.
      § 328 StGB.:
      (2) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, [...] wer eine nukleare Explosion verursacht.

      Nuecki schrieb:

      Sony


      Na ja, Sony hat ja keinen eigenen Store in Deutschland sondern die Integration des Buchgeschäfts quasi an ebook.de abgegeben.

      Susanne
      Englische eBooks - preiswert und kostenlos: englishbooks.xtme.de/
      In dieser Tabelle ist mit Kobo nicht der Reader an sich gemeint, sondern der Vorgang, wenn man über den anschlossenen Shop ebooks mit dem Kopierschutz Kepub kauft. Allerdings hat man ja die Möglichkeit auch andere Shops und Adobe- DRM zu nutzen.
      Entsprechendes gilt für Sony, nur für den Fall, dass man den angeschlossenen Shop nutzt, den es in Deutschland überhaupt nicht gibt.

      Jedenfalls habe ich das so mit meinen bescheidenen Englsich- Kenntnissen verstanden.

      Krimimimi schrieb:

      Allerdings hat man ja die Möglichkeit auch andere Shops und Adobe- DRM zu nutzen.

      Richtig.
      Ohne jetzt in die AGB geguckt zu haben, ich gehe mal von aus das Thalia, Weltbild, ebook.de, usw. sich aber auch nicht großartig anders verhalten als die Konkurrenz.
      Gut, an das Leseverhalten an sich (Notizen, Lesetempo) kommen die natürlich nicht dran, aber ob die das Kaufverhalten nicht auswerten?
      Die Daten nicht "anonymisiert zu Marktforschungszwecken" nutzen?
      § 328 StGB.:
      (2) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, [...] wer eine nukleare Explosion verursacht.
      Den Punkt "With whom can they share the information collected in non-aggregated form?" fand ich schon sehr erschreckend.

      Ob die gesammelten Daten von Thalia oder anderen eBook- Shops auch für Strafverfolgung und zivilrechtlich Prozesse herangezogen werden können?

      Nuecki schrieb:

      aber ob die das Kaufverhalten nicht auswerten?

      Ich denke, das Kaufverhalten an sich wird von jedem Shopbetreiber ausgewertet, der in der Lage ist, den Kunden seinen Einkäufen zuzuordnen
      (Autoverkäufer/-werkstätten, Kundenkartengeschäfte, alle Onlineshops). Das sind wertvolle Marketingdaten.
      Jeder soll nach seiner Façon selig werden lesen. (frei nach Fritz II)
      Ruhe Alfen ist die erste Bürgerpflicht. (frei nach Graf v. d. Schulenburg, 1806)

      Krimimimi schrieb:

      Ob die gesammelten Daten von Thalia oder anderen eBook- Shops auch für Strafverfolgung und zivilrechtlich Prozesse herangezogen werden?

      1. Warum? 2. Warum nicht?

      Der Zugriff auf solche Daten ist gesetzlich geregelt. Um Strafverfolgungsbehörden einen Zugriff zu ermöglichen, muss eine richterliche Anordnung vorliegen. Bisher sind Onlineshops nicht verpflichtet, eine Backdoor in ihren Servern zu erlauben, die Geheimdiensten/Behörden einen ungehinderten Zugang ermöglichen (wie das immer wieder von Internetzugangsprovidern gefordert wird und bisher an den Kosten bzw. deren Verteilung gescheitert ist).

      Es muss also erstmal ein hinreichender Verdacht vorliegen, dass Daten eines Shops mit einem Verbrechen in Zusammenhang stehen. Dann muss ein Richter die Herausgabe anordnen. Dann muss der Shop diese Daten noch haben und nicht in der Zwischenzeit schon gelöscht haben. Und und und ...

      Also: was soll die Frage, außer unnötige Hysterie wecken? Erstmal mit den wahren Gegebenheiten befassen und überlegen, was wie überhaupt technisch möglich und erlaubt ist, wie sinnvoll es ist, was es kosten würde und ob das in welchem Verhältnis zu welchem zu erwartenden Nutzen steht. ;)
      Jeder soll nach seiner Façon selig werden lesen. (frei nach Fritz II)
      Ruhe Alfen ist die erste Bürgerpflicht. (frei nach Graf v. d. Schulenburg, 1806)

      Krimimimi schrieb:

      Ob die gesammelten Daten von Thalia oder anderen eBook- Shops auch für Strafverfolgung und zivilrechtlich Prozesse herangezogen werden können?


      Mal provokant:
      Hoffentlich!

      Oder anders:
      Würde mich jetzt (aus absoluter Sicht eines Laien) nicht wundern.
      Dir werden die Kredikarteninfos geklaut, damit kauft jemand bei Thalia den Laden leer (gut, Ebay oder Porsche sind die realistischer).
      Ich gehe mal dann davon aus, dass die Daten dann auf Antrag der Staatsanwaltschaft in einem eventuellen Prozess rausgerückt werden müssen.
      Der Eintrag muss also nicht unbedingt was damit zu tun haben die bösen "Alfer" zu jagen. ;)

      Um die Paranoia zu schüren:
      heise.de/newsticker/meldung/Go…Einflussnahme-982577.html

      In Deutschland dürfte es eher schlimmer sein als den USA.
      § 328 StGB.:
      (2) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, [...] wer eine nukleare Explosion verursacht.
      Klasse bei Heise (für diejenigen unter uns, die da nicht so zuhause sind) sind auch die Kommentare zu den Artikeln, wobei ich in diesem Fall mal auf diesen Kommentar hinweisen möchte ^^
      Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

      Konfuzius
      Wieso:
      Nebenan, wo es um das Sterben der Buchhandlungen geht, wird es doch auch immer als großer Vorteil dargestellt wenn die Buchhändler mein Kauf- und Leseverhalten analysieren, mich auf meine Vorlieben durchleuchten, usw. :D
      § 328 StGB.:
      (2) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, [...] wer eine nukleare Explosion verursacht.