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Johannes

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1

Freitag, 22. Februar 2013, 17:31

Amazon: Keine Provision mehr für Gratis-E-Book-Empfehler

Krasser Schritt – die eine oder andere Website wird daraufhin sicherlich dicht machen, einfach weil damit kein Geld mehr zu verdienen ist.

Ciao
Johannes

Susanne Weigand

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2

Freitag, 22. Februar 2013, 17:36

Zwei der Dir vielleicht bekannten deutschen Blogs haben das auch schon wahrgenommen. Vielleicht ist das auch eine Chance, nämlich guten und empfehlenswerten Autoren auch eine Sichtbarkeit mit ihren Bezahlbüchern zu geben.

Susanne
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Johannes

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3

Freitag, 22. Februar 2013, 17:44

80% ist halt schon ein krass niedriger Wert – da werde selbst ich mit lesen.net drüberliegen, der eigentlich kaum bis nie dediziert E-Books empfiehlt (einfach weil die Ratio bezahlt:kostenlos so extrem ist). Macht in meinen Augen die Empfehlung von Kindle Books generell unattraktiv, weil man dann auch ganz schnell über den 20k monatlich ist und auch alles andere nicht vergütet bekommt.

Ciao
Johannes

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4

Freitag, 22. Februar 2013, 17:49

Johannes, klar. Wie gesagt, das Geschäftsmodell vieler Blogger, das ja Amazon erstmal so dezidiert befördert hat, ist damit hinüber. Ich habe übrigens gerade das Thema in die englischsprachige Marketing-Gruppe von Indie-Autoren getragen, in der ich aktiv bin. Bin mal gespannt, was da kommt. Denn wenn die Blogs wegfallen, fällt für viele Autoren eine kostenlose Werbung weg.

Susanne
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5

Freitag, 22. Februar 2013, 18:49

Ich wäre bereit für einen Blog den ich regelmäßig nutzte, auch was zu spenden, z.B. wenn es einen PayPal-Button gibt. Wäre das eine Möglichkeit?
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Rainer Zenz

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6

Freitag, 22. Februar 2013, 19:27

Das hätte Amazon bestimmt gerne.

Wer Titel bei Amazon empfiehlt und verlinkt, macht unweigerlich auch Werbung für Amazon. Selbst wenn es sich um Gratistitel handelt (für die selbst ja auch kein Geld gezwahlt wird).

Amazon fühlt sich inzwischen offenbar stark genug, auf solche Werbung durch Dritte zu verzichten. Vielleicht glaubt Amazon sogar, den Blogs bliebe gar nichts anderes mehr übrig, als auch kostenlos für Amazon zu werben.

Ich halte Amazons Entscheidung für einen Schuss ins Knie. Das fängt mit der kurzfristigen Änderung der Bedingungen an. Als Blogger würde ich ab sofort auf Amazon-Empfehlungen verzichten. Als Autor auf Gratis-Tage.

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Freitag, 22. Februar 2013, 19:30

Ja, Rainer da hast du auch wieder recht.
Ich sehe da eine Entwicklung bei Amazon, die ich nicht schön finde. Gut die kann man schon länger sehen. Aber sie nimmt konkrete Züge an. Passt ganz zur anderen News:
Amazon weitet Charmeoffensive bei Agenten und Autoren aus
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Rainer Zenz

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Freitag, 22. Februar 2013, 20:06

Ich sehe da eine Entwicklung bei Amazon, die ich nicht schön finde.

Die ist ziemlich eindeutig: So viel Marktmacht akkumulieren, dass man unentbehrlich wird. Dann die Konditionen diktieren. Eine zwar nicht originelle, aber zumindest eine Zeit lang eine sehr wirkungsvolle, sozialdarwinistische Strategie.

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9

Freitag, 22. Februar 2013, 23:29

Diese Entwicklung hat natürlich einen bitteren Beigeschmack, sowohl für die Betreiber dieser Seiten als auch für Leute, die an kostenlosen ebooks interessiert sind. Aber ich hatte in einer anderen Diskussion schon mal angesprochen, dass für Selfpublisher vor allem Webseiten/Blogs wichtig wären, auf denen zumindest unter anderem auch ebooks vorgestellt werden, die nicht kostenlos sind, sondern die etwas kosten. Meine Idee, mittelfristig einen Literaturblog für ebooks mit einem gewissen qualitativen Niveau ins Leben zu rufen, möglicherweise betrieben von einer kleinen Gruppe, macht gerade auch angesichts dieser Entwicklung wirklich Sinn.

Den Satz "Wer Amazon.com demnach künftig innerhalb eines Monats Kunden vermittelt, deren Kindle-Books-Downloads zu mindestens 80% ohne Geldfluss geschahen" interpretiere ich so, dass Amazon Kunden, die fast ausschließlich kostenlose ebooks runterladen und eigentlich so gut wie nie auch mal eines kaufen, ein Dorn im Auge sind - was völlig verständlich ist, denn Amazon ist eine Verkaufsplattform und keine Downloadstation. Und die Zahl der Kostenlos-Downloader hat ganz sicher im Laufe der letzten Monate zugenommen, das entnehme ich den regelmäßigen Rückmeldungen von etlichen KDP-Selfpublishern über ihre Verkaufszahlen. Die sind nämlich seit Monaten eigentlich konstant rückläufig (abgesehen vom Weihnachtsgeschäft), obwohl die Zahl der Kindle-Reader stetig steigt. Wenn ich an zwei Gratistagen von einem Buch locker 2000 Stück verschenke, verkaufe ich hinterher vielleicht ein Dutzend für 1,99 oder 2,99 - das war's. Für Leute, die keine reinen Hobbyautoren sind, ist diese Entwicklung zur reinen Gratismentalität ebenso unerfreulich wie finanziell katstrophal. Wenn Amazon da nicht einfach nur durchs Geldhahn abdrehen etwas dran ändern wollte, sondern mit der Förderung von befristeten Sonderpreis-Aktionen als Alternative zu Gratistagen, würde ich das aus Autorensicht durchaus begrüßen. Dann laden sich die Leser statt 100 ebooks pro Monat eben nur noch 10 runter, aber die lesen sie dann auch wenigstens. Und wissen sie vermutlich mehr zu schätzen als Bücher, die nix kosten.

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Freitag, 22. Februar 2013, 23:52

Wenn ich an zwei Gratistagen von einem Buch locker 2000 Stück verschenke, verkaufe ich hinterher vielleicht ein Dutzend für 1,99 oder 2,99 - das war's.


Das mag richtig sein, solange der Autor / die Autorin nur ein Buch veröffentlicht hat.

Bei uns gab es dieser Tage dieses Phänomen:
Tochter hat eines der Gratisbücher gelesen, fand es grandios und nun werden nach und nach die anderen Werke der Autorin angeschafft.
Obwohl die Anschaffung des Readers für mich (auch) finanzielle Gründe hatte und obwohl ich eigentlich Onleihen und Gratisbücher haben wollte, habe ich absolut kein Problem mit diesen Anschaffungen. Es handelt sich um eine Autorin mit deutlicher Preisdifferenz zwischen Print- und e-Büchern.

Dass Amazon die Provision für Blogger derartig beschneiden will, ist rational nachvollziehbar - offenbar haben sie nicht mehr nötig, ihre Werber auch zu belohnen.
Ich hoffe sehr, sie rücken von diesen Plänen ab. Menschlich finde ich es für die Blogger und auch für die Blog-Leserinnen absolut daneben.
Als hätten sie so was nötig. .... Geht's denen wirklich so schlecht? 8|

Nuecki

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11

Samstag, 23. Februar 2013, 08:11

Zitat


Ich hoffe sehr, sie rücken von diesen Plänen ab. Menschlich finde ich es für die Blogger und auch für die Blog-Leserinnen absolut daneben.


Naja, wie Johannes ja schreibt wird der Blogger ja sowieso nicht für das vermittelte Buch entlohnt.
Wie denn auch? Bei 0€ generierten Umsatz.

Warum jetzt aber ein Blogger der kostenlose E-Books empfiehlt, daran verdienen soll das ich in der gleichen Sitzung eine Waschmaschine bestelle.....
§ 328 StGB.:
(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, [...] wer eine nukleare Explosion verursacht.

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12

Samstag, 23. Februar 2013, 08:29

Warum jetzt aber ein Blogger der kostenlose E-Books empfiehlt, daran verdienen soll das ich in der gleichen Sitzung eine Waschmaschine bestelle.....


Da kann man sicher drüber diskutieren, ob das so richtig ist. Aber es ist ein Geschäftsmodell, das Amazon bisher aktiv befördert hat. Und jetzt eben abrupt beendet. Daraus schließe ich, dass es Amazon durchaus eine gewisse Zeit einen Nutzen gebracht hat.

Susanne
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13

Samstag, 23. Februar 2013, 10:03

Warum jetzt aber ein Blogger der kostenlose E-Books empfiehlt, daran verdienen soll das ich in der gleichen Sitzung eine Waschmaschine bestelle.....
Waschmaschine ist vielleicht auch zu viel. Aber wenn er auf die Seite geleitet wird, fällt ihm unter Umständen ein, dass er Buch XY noch bestellen wollte. Er sieht sich möglicherweise seine Empfehlungen an, wo er doch gerade auf Amazon ist und bestellt spontan etwas. Durch das Weiterleiten auf Amazon entsteht eine Gelegenheit. Sind die Menschen erst einmal auf Amazons Seite fällt ihnen vielleicht etwas ins Auge, was sie dann auch kaufen. Etwas was sie ohne das kostenlose Kindlebuch nicht gekauft hätten, weil die Gelegenheit sich nicht ergeben hat.
Man kann über die Größe des Nutzens streiten, aber komplett verneinen würde ich es nicht. Deshalb ist das vollständige streichen schon ein gewaltiger Schritt. Sie hätten auch die Beteiligungsgröße kürzen können, aber das scheint ihnen nicht in den Sinn gekommen zu sein. Es sieht so aus, als haben sie es nun nicht mehr nötig und beenden es daher.

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Samstag, 23. Februar 2013, 10:56

Amazon bietet Gratisbücher an, weil das eine prima Werbung ist - vor allem für Amazon.

Diese Eigenwerbung unterstützen Blogger, indem sie Empfehlungen geben. Man nennt das virales Marketing. Warum sollten die Werbenden, also die Blogger, nicht dafür entlohnt werden?

Und wenn Amazon das auslaufen lassen will, wäre eine Ankündigung mit einer angemessenen Frist vertrauenerweckender gewesen als so eine flotte Aufkündigung.

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Samstag, 23. Februar 2013, 11:09

Zudem bieten manche Blogs neben den Gratis-Büchern auch Werbung zu kostengünstigen und sonstigen Ebooks an. Da verirrt sich auch der ein oder andere drauf. Nach der neuen Regel bekommen die Blogbetreiber dafür dann aber in der Regel nix.
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Samstag, 23. Februar 2013, 11:18

Ich habe übrigens gerade das Thema in die englischsprachige Marketing-Gruppe von Indie-Autoren getragen, in der ich aktiv bin. Bin mal gespannt, was da kommt. Denn wenn die Blogs wegfallen, fällt für viele Autoren eine kostenlose Werbung weg.


Also, Tenor der gestrigen Diskussion mit Autoren war, dass das schon so in Ordnung sei. Schließlich verdienten ja die Blogger Geld mit den Büchern, die sie, die Autoren verschenkten. Den Vogel hat dann die Autorin abgeschossen, die - als sie gerade noch meinte, das sei schon richtig so, wenn den Blogs der Geldhahn zugedrehte würde - meinte: "Ach, ich habe übrigens heute zwei Gratisbücher. Susanne, könntest Du vielleicht so nett sein und die heute mit aufnehmen?"

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Samstag, 23. Februar 2013, 11:22

Ich habe übrigens gerade das Thema in die englischsprachige Marketing-Gruppe von Indie-Autoren getragen, in der ich aktiv bin. Bin mal gespannt, was da kommt. Denn wenn die Blogs wegfallen, fällt für viele Autoren eine kostenlose Werbung weg.


Also, Tenor der gestrigen Diskussion mit Autoren war, dass das schon so in Ordnung sei. Schließlich verdienten ja die Blogger Geld mit den Büchern, die sie, die Autoren verschenkten

?( ich dachte, das geht nach Umsatz - x % von 0 € ist genau wieviel Geld??? Hab ich nen Denkfehler oder sie?
Es ging doch eher um die Dinge, die noch zusätzlich gekauft wurden. Darüber kann man natürlich diskutieren, ob die Käufer diese nicht sowieso gekauft hätten - andererseits finde ich es merkwürdig, dass es (wenn über 80% Gratisbücher vermittelt werden) auch für die vermittelte kostenpflichtige Ware keine Provision mehr geben soll.

Nuecki

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Samstag, 23. Februar 2013, 11:25

Zudem bieten manche Blogs neben den Gratis-Büchern auch Werbung zu kostengünstigen und sonstigen Ebooks an. Da verirrt sich auch der ein oder andere drauf. Nach der neuen Regel bekommen die Blogbetreiber dafür dann aber in der Regel nix.


Naja, was spricht denn dagegen dann in Zukunft eher 99c Bücher als die Kostenlosen zu bewerben?
Amazon wird schon sehen was es davon hat, den Autoren die sich bis jetzt beklagt haben das sie durch die kostenlos Aktionen Verkäufe einbüßen ist auch entgegen gekommen.
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Samstag, 23. Februar 2013, 11:26

Warum jetzt aber ein Blogger der kostenlose E-Books empfiehlt, daran verdienen soll das ich in der gleichen Sitzung eine Waschmaschine bestelle.....


Weil Amazon einen Nutzen hat:
Bin ich erst mal auf der Seite, nehme ich auch andere Produkte zur Kenntnis oder kaufe in der Folge des ersten Downloads andere Bücher der Umsonst-Autorin wenn mir diese gefällt. Daran verdient Amazon dann.

Wichtiger aber:
Weil ich als Nutznießerin dieses Blogs mich gerne erkenntlich zeigen würde für diesen tollen Service: Suchen, Vorauswahl, Bewertungen.

Hätte ich gewusst, dass Blogger daran verdienen wenn ich in der gleichen Session andere Produkte dort bestelle, hätte ich in der Vergangenheit bewusster bestellt bei Amazon.

Susanne Weigand

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Samstag, 23. Februar 2013, 11:27

Maple, Du hast das schon richtig verstanden. Ich war gestern auch über die Reaktionen erstaunt. Und die Autoren versuchen ja durchaus, die Blogs zu nutzen. Ich werde inzwischen mit weit mehr Meldungen von Gratisbüchern zugeschmissen, als ich veröffentliche. (Einfach weil ich Bücher aussuche und empfehle. Und wenn mir ein Buch aus irgendwelchen Gründen nicht empfehlenswert erscheint, bleibt es draußen, egal ob selber gefunden oder vom Autor gemeldet).

Susanne
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