Musikbranche im Aufwind - digital geht was

      Musikbranche im Aufwind - digital geht was

      Gefunden auf tagesschau.de/wirtschaft/musikbranche100.html
      Die Musikbranche war die erste, die gegen Ende des vergangenen Jahrtausends zu spüren bekam, wie das Internet den Handel und Austausch von digitalen Produkten verändert. Nun scheint sich die Branche auch als erstes zu erholen. Erstmals seit 13 Jahren wächst sie wieder, teilte der Verband IFPI mit. Grund seien vor allem die Verkäufe im Internet.
      Da besteht also Hoffnung für das ebook-Geschäft, kommt Zeit, kommt Umsatz.
      Jeder soll nach seiner Façon selig werden lesen. (frei nach Fritz II)
      Ruhe Alfen ist die erste Bürgerpflicht. (frei nach Graf v. d. Schulenburg, 1806)
      Das dauert bei eBooks noch lange. Die Musikindustrie musste das ja schließlich auch auf die Harte Tour lernen und die Verlage wiederholen derzeit ja eigentlich nur die Fehler der Musikindustrie.
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      Warum sollten Autoren darauf warten, dass die Buchbranche die Fehler macht, wenn man als Self Publisher die Fehler schön vermeiden kann? 8) Das gilt auch (oder erst recht) für etablierte Autoren mit einem guten Namen.
      Thomas Knip - Autor & Illustrator - Autorenblog

      Seite 99 - Lies die 99. Seite als Leseprobe

      rasc schrieb:


      Da besteht also Hoffnung für das ebook-Geschäft, kommt Zeit, kommt Umsatz.
      rasc - ja, durchaus, zumindest für die Akteure, die sich auf die geänderten Marktbedingungen eingestellt haben. Die Musikfirmen, die das Fraunhofer-Institut für die Erfindung des mp3-Algoitmus verteufelt und an der geliebten CD festgehalten hätten, hätten vermutlich keine Umsatzsteigerung melden können.

      Die Entwicklung in der Musikindustrie hat vor allem gezeigt, dass technische Neuerungen, die für viele einen Zusatznutzen haben, sich durchsetzen werden. In zehn Jahren werden wir uns vermutlich wundern, wie viele negative Stimmen aus der Buchbranche es noch 2013 gegeben hat.

      VG Helmut
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      Basstom schrieb:

      Das befürchte ich auch. Zumal mir scheint, dass die Buchbranche noch ´nen ordentlichen Happen konservativer unterwegs ist, als die Musikbranche.
      Da stimme ich zu! Hatte die Musikbranche eine Musikpreisbindung? Vermutlich nicht. Deshalb fällt es den Verlagen auch so schwer loszulassen.
      DRM? Was ist das?

      Wicket schrieb:

      Das dauert bei eBooks noch lange. Die Musikindustrie musste das ja schließlich auch auf die Harte Tour lernen und die Verlage wiederholen derzeit ja eigentlich nur die Fehler der Musikindustrie.
      @Wicket - ich bin mir nicht sicher, aber ich meine, dass der Wandel bei den ebooks viel schneller gehen wird. Die Musikindustrie hat der Wandel vor über zehn Jahren getroffen, als die Leitungsgeschwindigkeiten noch viel geringer und die Leute viel weniger vernetzt waren, in einer Zeit also, als das Internet noch dabei war sich so richtig zu etablieren.

      Facebook, Amazon, Twitter, Wordpress und die Bloggerlandschaft etc. gab es mit dieser dominierenden Präsenz noch nicht. Ich erinnere mich, dass der Musiktausch damals über Napster und andere private und illegale Tauschbörsen ging, weil einfach offizielle Dienstleister mit gutem Service fehlten. Weil Apple diese Nische mit legalen Angeboten besetzt hat, wurde es schließlich so groß.

      Im ebook-Martkt gibt es von Anfang an große legale Anbieter, eine funktionierende, schnellere Infrastruktur und unterstützende soziale Netzwerke. Deshalb glaube ich, dass der Umbruch im Buchmarkt durch ebooks in wenigen Jahren stattfinden wird und schneller, aber auch ruppiger sein wird, als der Umbruch in der Musikbranche gewesen ist.

      Aber wie gesagt, ich kann mich auch irren. Only my 50 cent.

      VG Helmut
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      shalala schrieb:

      ... liegt wohl in erster Linie an den Kunden und wie sie eReader annehmen und nicht an den Anbietern.


      ?!? Wenn die Anbieter (Verlage & nachgeschalteter Verkauf) den potentiellen Kunden nix Gescheites anbieten, dann liegt es ganz bestimmt nicht an den Kunden, wenn solch ein Wandel nicht eintritt.
      Das ist ein bisschen wie mit den Hühnern und den Eiern.

      Solange es dafür nicht viele Kunden gibt, inverstieren Verlage nicht viel in E-Books. Solange es kein ordentliches E-Book-Angebot gibt, schaffen sich Leser keine Reader an.

      Aber seit gut einem Jahr kommt da ja wechselsetig Bewegung rein.

      Basstom schrieb:



      ?!? Wenn die Anbieter (Verlage & nachgeschalteter Verkauf) den potentiellen Kunden nix Gescheites anbieten, dann liegt es ganz bestimmt nicht an den Kunden, wenn solch ein Wandel nicht eintritt.
      Anders formuliert: es liegt primär daran, wie schnell Kunden "auf den neuen Zug aufspringen" und die Geräte erwerben und eBooks nachfragen. Da MP3 Player, Smartphones, Tablets etc. mittlerweile total akzeptiert sind, sehe ich für eine große (und schnell anwachsende) Population von eReadern große Chancen. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Anbieter von Inhalten bewegen. Dem Zug in Richtung eBooks hätte man sich wohl nur verweigern können, wenn man eBooks konsequent nicht angeboten hätte. Aber das steht (wohl) nicht mehr zur Debatte. Von daher bleiibt es IMHO nur ein Frage der Zeit/des Kundens, wie schnell sich Reader durchsetzen. Die Inhalte werden schnell folgen (zeigt uns die Musikindustrie).

      shalala schrieb:

      Die Inhalte werden schnell folgen (zeigt uns die Musikindustrie).

      Bei Büchern ist die Sache schwieriger. Musikdateien lassen sich umstandslos in diverse Formate konvertieren. Satzdateien von Büchern sind ein ganz anderes Kaliber. Da geht das nicht auf Knopfdruck, kostet also auch einiges Geld.

      Nach meinem Eindruck ist auch die Sache mit den Rechten komplizierter.