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Kirsten Empunkt

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1

Samstag, 23. Februar 2013, 16:44

Pocketbook Touch blindengerecht gestalten?

Hallo zusammen,

das Pocketbook Touch hat ja glücklicherweise eine Vorlesefunktion. Als blinder Mensch kann man diese aber kaum aktivieren; Selbst wenn man das richtige Buch erwischt (oft Glücksache), ist es fast unmöglich, Seite 2 des Kontextmenüs zu erreichen und die Stimme und die "Play"-Taste einzuschalten. Versucht das mal mit geschlossenen Augen...
Meine Frage ist nun, ob man irgendwie einstellen kann, dass beim Öffnen des Buches immer vorgelesen wird. Ist das möglich?
LG, Kirsten

yen

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2

Samstag, 23. Februar 2013, 17:13

Nicht, dass ich wüsste.

Wäre ein Smartphone oder ähnliches Gerät mit Sprachsteuerung nicht besser? Es gibt Leseapps mit Vorlesefunktion.

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3

Samstag, 23. Februar 2013, 17:18

Hallo zusammen,

das Pocketbook Touch hat ja glücklicherweise eine Vorlesefunktion. Als blinder Mensch kann man diese aber kaum aktivieren; Selbst wenn man das richtige Buch erwischt (oft Glücksache), ist es fast unmöglich, Seite 2 des Kontextmenüs zu erreichen und die Stimme und die "Play"-Taste einzuschalten. Versucht das mal mit geschlossenen Augen...
Meine Frage ist nun, ob man irgendwie einstellen kann, dass beim Öffnen des Buches immer vorgelesen wird. Ist das möglich?
LG, Kirsten
Vielleicht nicht die Antwort, die du erwartest: sind Hörbücher nicht eine bedenkenswerte Alternative?
Also MP3-Player - da lassen sich manche "blind" bedienen.
Das hat abgesehen vom Handling noch den Vorteil, dass man meist klasse Sprecher hat, somit besseres Textverständnis.
Der-/diejenige müsssen das Buch öffnen, stoppen - da dürften Tasten besser sein als Touch.

Zusatzbemerkung:
Speziell für Blinde gibt es Daisy-Player mit erweiterten Funktionen - die kosten >300€.
Allerdings gibt es seit langer Zeit Bibliotheken, wo man sich kostenlos versorgen kann.

Kirsten Empunkt

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4

Samstag, 23. Februar 2013, 19:28

Schade...
Vielen Dank für die sicherlich gut gemeinten Antworten - diverse Smartphones mit verschiedenen Betriebssystemen und Apps haben wir schon durch, das scheiterte an der Nicht-Kompatibilität von Sprachausgabe und dem Format ausgeliehener Bücher aus der Stadtbücherei.
Hörbücher wären natürlich praktischer, aber manche Menschen mögen sie einfach nicht aus Gründen, die hier zu weit führen würden.

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5

Samstag, 23. Februar 2013, 19:49

Hörbücher wären natürlich praktischer, aber manche Menschen mögen sie einfach nicht aus Gründen, die hier zu weit führen würden.
Ich kenne viele Leute, die Hörbücher ablehnen, weil sie eben lieber lesen. Die Sprachausgabe auf dem PB würde doch aus einem Text ein Hörbuch machen, nur eben ein schlechtes. Das ist eher sinnvoll,wenn man parallel liest, zum Lernen oder so.
Ein gesprochener Text aus einem Ereader wird akzeptiert, aber wenn das aus einem MP3-Player kommt, nicht? ?(

Nuecki

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Samstag, 23. Februar 2013, 20:00

Die Sprachausgabe auf dem PB würde doch aus einem Text ein Hörbuch machen, nur eben ein schlechtes.

Nicht unbedingt.
Viele Hörbücher sind ja gekürzt/überarbeitet.
Andere werden ganz gerne mal mit verstellter Stimme gelesen (wie ein Hörspiel).

Text to Speech bietet halt den Originaltext (wenn auch mit Roboterstimme).
§ 328 StGB.:
(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, [...] wer eine nukleare Explosion verursacht.

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7

Samstag, 23. Februar 2013, 20:36

Andere werden ganz gerne mal mit verstellter Stimme gelesen (wie ein Hörspiel).
Die "verstellte" Stimme finde ich meist sehr angenehm. Viele Hörbuchliebhaber fahren geradezu ab auf bestimmte Sprecher - z.B Westphal für Fontane und Mann.
Gekürzt: da kenne ich die Statistik nicht, gefühlt eher nicht so häufig - aber wer will das wissen? Audible alleine hat Tausende. Es gibt auf jeden Fall jede Menge Hörbücher mit über 30 Stunden.
Das Hauptgegenargument meiner älteren Bekannten: die mögen keine Kopfhörer.

Ich bin nicht blind. Wenn ich mich in den Zustand in aller Kürze versetze, vermute ich, dass ich nicht so wählerisch wäre.
Und Roboterstimme wird meist nicht als angenehm empfunden, obwohl die mittlerweile recht gut sind.
Geschmäcker sind halt verschieden.

Die Diskussion gab es vor einiger Zeit schon mal. Da wurde immer Braille empfohlen.
Das ist aber zu kompliziert, wenn man erst im fortgeschrittenen Alter die Sehkraft verliert.

yen

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Samstag, 23. Februar 2013, 20:44

Wobei es beim Touch gar nicht so schwer wäre es technisch umzusetzen. Es gibt bereits die Möglichkeit bestimmte Funktionen auf die Tasten zu legen. Leider nicht die Vorlesefunktion. Warum auch immer. Das kann man ja einmal in den Firmware Request Thread auf mobileread schreiben. Vielleicht fügen sie eine entsprechende Funktion in einer zukünftigen Firmware ein.

backdann

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9

Montag, 25. Februar 2013, 05:18

Ivona Text to Speech ist die heute mit Abstand beste TTS Lösung im deutschsprachigen Bereich (Stimme Marlene). Das Unternehmen wurde gerade von Amazon aufgekauft, aber zur Zeit gibt die TTS Stimme noch im Android Play Store, und das Gratis. Die Stimme ist nach der Installation als Systemstimme eingebunden.

https://www.youtube.com/watch?v=OstnZr31uJw

Moon Reader auf Android kann TTS Stimmen Bücher vorlesen lassen, und das bei variabler Geschwindigkeit (vielleicht der wichtigste Einstellungspunkt - Geschwindikeit so einstellen, dass die Stimme am Besten klingt).

Moonreader selbst kann so eingestellt werden, dass wenn man ein Buch geöffnet hat, und das Gerät schüttelt, automatisch TTS beginnt (Bildschirm danach mit einem Druck auf die Power Taste ausschalten). Schüttelt man erneut, wird es gestoppt.
-

Android hat als OS die Möglichkeit es auf blindengerechte Bedienug zu stellen: https://www.youtube.com/results?search_q…d+accessibility

Ein Nexus 7 kostet 200 Euro.
--

Es ist wahrscheinlich, dass Amazon demnächst nochmal einen Sprung in der Qualität des eingebauten TTS auf ihren eRadern hinlegt. Aber wieso warten. :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »backdann« (25. Februar 2013, 05:30)


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olsch (25.02.2013)

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Montag, 25. Februar 2013, 09:00

Es ist wahrscheinlich, dass Amazon demnächst nochmal einen Sprung in der Qualität des eingebauten TTS auf ihren eRadern hinlegt. Aber wieso warten
Die Ereader(E-ink) haben keine Audiowiedergabe mehr. Dazu würde man ein Tablet benötigen.
Abgesehen davon, dass die OP einen PB besitzt: ein MP3-Player wäre meiner Ansicht nach die günstigere und passendere Alternative(Sprachqualität-Handhabung).

Rainer Zenz

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Montag, 25. Februar 2013, 11:20

Jain. Es gibt nur einen Bruchteil der Buchtitel auch als Hörbücher. Bei E-Books hat man eine wesentlich größere Auswahl und man kann vieles auch selbst in E-Books umwandeln. Automatisches Vorlesen ist für Blinde schon sehr sinnvoll.

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Montag, 25. Februar 2013, 11:38

Jain. Es gibt nur einen Bruchteil der Buchtitel auch als Hörbücher. Bei E-Books hat man eine wesentlich größere Auswahl und man kann vieles auch selbst in E-Books umwandeln. Automatisches Vorlesen ist für Blinde schon sehr sinnvoll.


Es gibt auch Software die Texte automatisch zu Hörbüchern umwandelt. Dann könnte man dadurch erstellten Hörbücher auf einem für Blinde geigneten MP3-Player abspielen.
Plugins (Alf) für Calibre nötig?? (siehe mein Profil ) "DRM ist böse" Youtube

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13

Montag, 25. Februar 2013, 13:31

Jain. Es gibt nur einen Bruchteil der Buchtitel auch als Hörbücher. Bei E-Books hat man eine wesentlich größere Auswahl und man kann vieles auch selbst in E-Books umwandeln. Automatisches Vorlesen ist für Blinde schon sehr sinnvoll.
Das sehe ich wie vieles andere auch als Abwägungssache: Audible alleine hat anscheinend 80000 Titel, dann noch die anderen Anbieter, Hörspiele, dazu unzählige Podcasts - da könnte man schon fündig werden.
Das hängt auch davon ab, ob der Lesende/Hörende eher bei Sachbüchern oder Belletristik unterwegs ist.

Auch nicht jedes gewünschte Buch ist als Ebook erhältlich - und nichts spricht dagegen beide Systeme zu nutzen.
Ich dachte, der Haupteinsatzzweck von TTS sei das Lernen von Fremdsprachen, da gibt es tolle Möglichkeiten. Insbesondere das Verlangsamen und das gleichzeitige
Zauberberg mit Kunsstimme: eher nicht. Sachbücher: ok.

Die OP meinte, dass die Betroffene Hörbücher ablehne - da habe ich nicht verstanden, inwiefern diesbezüglich ein Unterschied sein sollte zwischen einem sprechenden MP3-Player und einem sprechenden Reader.

Es gibt auch Software die Texte automatisch zu Hörbüchern umwandelt.
Welche, das würde ich mal ausprobieren.

backdann

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Montag, 25. Februar 2013, 15:14

Die Aussage dass die Kindles demnächst besser werden könnten war alleine darauf bezogen, dass Amazon Ivona ausgekauft hat. Wenn für sie der Tabletmarkt wichtiger wird, finden wir es vielleicht auch nur dort. Oder nirgendwo.

Aber nochmal, an meiner Aussage war nichts Naives dran. Ivona (Marlene) ist derzeit die mit Abstand beste deutsche TTS Systemstimme. Der Einsatz dieser Stimme ist unter Android (noch?) gratis.

Alles darunter mach imho aufgrund des derart großen Qualitätssprunges wenig Sinn. Dh. in diesem Fall auch kein Kobo und kein Kindle.

Bitte zu aller erst einen Vergleich der TTS Qualität anstellen, und danach die Entscheidung treffen.

http://www.ivona.com/en


(Mit dem Zusatz, dass sich über die Anpassung der Sprechgeschwindigeit noch einiges an "Natürlichkeit" herausholen lässt. Moonreader lässt eine sehr exakte Anpassung zu.)

backdann

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15

Montag, 25. Februar 2013, 15:53

Hab ein kurzes Sample der Sprachqualität bei angepasster Geschwindigkeit hochgeladen. Ihr findet es im Anhang.

Die Aufnahme hat ein wenig übersteuert, das (leise Knarzen) bitte wegdenken. :)
»backdann« hat folgende Datei angehängt:

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